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Meilensteine des 1. Schwangerschaftsmonats (1. - 4. SSW)
Entwicklung deines Babys
  • Die Samenzelle verschmelzt mit der Eizelle und beginnt sich zu teilen.
  • Das befruchtete Ei nistet sich in der Gebärmutterschleimhaut ein.
  • Im Ultraschall könnte man wahrscheinlich am Ende des Monats eine Fruchthöhle erkennen.
  • Das Geschlecht steht bereits im 1. Monat fest.
Dein Körper
  • Ab dem ersten Tag des Ausbleibens der Periode kann ein Schwangerschaftstest gemacht werden.
  • Die Plazenta formt sich.
  • Die Brüste könnten spannen.
  • Es könnte zu vermehrtem Harndrang und Blähungen kommen. 
  • Müdigkeit und Schwangerschaftsübelkeit könnten einsetzen.  
Tipp des MonatsGönn dir ausreichend Ruhe und lass es langsam angehen. 

 

1. Monat schwanger: Die Entwicklung deines Babys

Eine Schwangerschaft ist ein Wunder! In den folgenden Wochen und Monaten passiert in deinem Körper Unglaubliches. Pampers begleitet dich auf dem aufregenden Weg durch deine Schwangerschaft. Wir erklären, wie und warum sich dein Körper verändert, welche Entwicklungsschritte dein Baby durchläuft und was du beachten solltest.

Obwohl du vielleicht gerade erst herausgefunden hast, dass du schwanger bist und noch keinerlei Anzeichen dafür verspürst, entwickelt sich das neue Leben in dir schon mit rasanter Geschwindigkeit. Im 1. Monat, also in der ersten bis vierten Woche, entsteht aus einer Samenzelle und einer Eizelle etwas ganz Neues.

Man berechnet die Schwangerschaftswochen ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Wenn also im Nachhinein von der 1. und 2. Woche gesprochen wird, bist du noch gar nicht schwanger. Jedoch bereitet sich dein Körper bereits auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

Während deiner fruchtbaren Tage (ca. 12 - 16 Tage vor Beginn deiner nächsten Periodenblutung) wandert die Eizelle Richtung Gebärmutter und kann mit dem männlichen Samen verschmelzen. Sofort danach beginnen sich die Zellen zu teilen. Ab diesem Zeitpunkt – also ungefähr in der 3. Woche nach Beginn deiner letzten Periode – bist du offiziell schwanger.

Die befruchtete Eizelle nistet sich etwa um die 4. SSW herum in der Gebärmutterschleimhaut ein und die Zellen teilen sich weiter. Die Zellschichten werden sich schon recht bald zu Organen, Knochen, Muskeln, Nerven und der Haut ausdifferenzieren.

Die Plazenta übernimmt etwa ab der 12. SSW ihre Funktion. Bis dahin ist der sogenannte Dottersack für die Versorgung des entstehenden Lebens verantwortlich. Die Plazenta verwächst mit der Gebärmutterschleimhaut und wird durch feine Gefäße mit dem mütterlichen Kreislauf verbunden. Über die Nabelschnur entsteht die Verbindung zwischen Mutter- Plazenta und dem Embryo. In der sogenannten Fruchthöhle bildet sich im 1. Monat bereits Fruchtwasser, welches dein Baby solange du schwanger bist, schützend umgibt. In dieser Hautblase entwickelt sich der Embryo in den nächsten Wochen weiter und sie wird wahrscheinlich das erste sein, was man im Ultraschall erkennt.

In diesem 1. Monat wird bereits das Geschlecht deines Kindes festgelegt. In der Samenzelle befindet sich entweder ein X- oder ein Y-Chromosom, während die Eizelle nur mit einem X-Chromosom ausgestattet ist. Wird die Eizelle von einem Spermium mit einem Y-Chromosom befruchtet, entsteht eine XY-Kombination und ein männlicher Embryo wächst heran. Trifft ein X-Chromosom auf ein weiteres X-Chromosom, entsteht dabei ein weiblicher Embryo.

Aber auch andere Merkmale, wie die spätere Größe oder die Haarfarbe, stehen jetzt schon fest.

Wie groß ist dein Baby im 1. Schwangerschaftsmonat circa?

Der Embryo in deinem Bauch ist am Ende dieses Schwangerschaftsmonats gerade mal so groß wie ein Mohnkorn. Dies wird sich aber innerhalb weniger Wochen ändern und in 3 Monaten ist er auf die Größe einer Nektarine herangewachsen. Ab dann schreitet das Wachstum deines kleinen Mitbewohners rasant voran und schon bald wirst du nicht mehr verbergen können, dass du schwanger bist.

GewichtGrößeVergleich
< 1 Grammca. 1 mmMohnkorn

 

Dein Körper im 1. Schwangerschaftsmonat

Die Befruchtung der Eizelle findet im Verborgenen statt und du wirst wahrscheinlich noch keine körperlichen Veränderungen spüren.

Der Schwangerschaftstest

Frauen, die regelmäßig ihre Temperatur messen – zum Beispiel zum Zweck der Verhütung – werden feststellen, dass nach einer erfolgreichen Befruchtung die Temperatur kurz vor der zu erwartenden nächsten Periode nicht wie üblich absinkt. Sie bleibt auf einem höheren Niveau.

Die Körpertemperatur liegt normalerweise zwischen 36,5 und 37 Grad Celsius. Sie steigt nach dem Eisprung oder einer erfolgreichen Befruchtung um ca. 0,5 Grad an. Dies kann aber auch schon durch eine beginnende Erkältung ausgelöst werden und ist daher kein sicheres Anzeichen dafür, dass du schwanger bist.

Zuverlässiger ist hingegen ein Schwangerschaftstest aus der Apotheke. Dieser misst den hCG-Wert im Urin, welcher gegen Ende des 1. Monats sichtlich ansteigt. Sogenannte Frühschwangerschaftstests können bereits einen geringen Anstieg abbilden.

Auf diese Tests ist allerdings nicht immer Verlass, sodass dazu geraten wird, einen Urintest erst ab dem Ausbleiben der Periode zu machen. Denn je höher die hCG-Konzentration ist, desto zuverlässiger ist auch das Testergebnis.

Wenn du nicht so lange warten möchtest, kannst du im 1. Monat einen Bluttest bei deinem Frauenarzt / deiner Frauenärztin machen. HCG lässt sich nämlich bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung im Blut nachweisen.

Im Ultraschall wird man erst im 2. Monat eindeutig etwas erkennen können. Dann ist die Fruchthöhle deutlich zu sehen und mit ein wenig Glück entdeckt man zwischen der 6. und 7. Schwangerschaftswoche einen Herzschlag. Spätestens dann kann dir dein Gynäkologe / deine Gynäkologin mit Sicherheit bestätigen, dass du schwanger bist.

Dein Entbindungstermin (ET)

Bei deinem ersten Frauenarztbesuch wird u. a. ermittelt, wie weit deine Schwangerschaft schon vorangeschritten und was der voraussichtliche Entbindungstermin (kurz: ET) ist. Für die genaue Berechnung ist deine Zykluslänge ausschlaggebend.

Eine Zykluslänge liegt durchschnittlich bei 28 Tagen. Sie kann aber kürzer oder länger sein. Normalerweise zählt man die Wochen ab dem ersten Tag deiner letzten Regelblutung. Daraus ergibt sich dann eine Schwangerschaftslänge von 40 Wochen.

Um den Geburtstermin zu errechnen, ist es wichtig, den Zyklus genau zu kennen. Wirklich aussagekräftig ist aber nur ein Ultraschallbild bzw. die Einschätzung deines Gynäkologen / deiner Gynäkologin.

Folgende Formel kann für die Berechnung bei einem 28 Tage Zyklus angewandt werden:

1. Tag der letzten Monatsblutung - 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr Das klingt kompliziert? Ist es auch! Einfacher geht es mit unserem Schwangerschaftsrechner.

Der errechnete Geburtstermin ist nur ein Anhaltspunkt, denn lediglich 4 % aller Kinder werden genau an diesem Termin geboren. Die meisten Babys erblicken in einem Zeitraum von 14 Tagen um das errechnete Datum herum das Licht der Welt.

Die Trimester deiner Schwangerschaft

Die 40 Schwangerschaftswochen werden in drei Phasen (Trimester) unterteilt:

  • 1. Trimester: Es umfasst die 1. bis 12. Woche. In dieser Zeit werden alle lebenswichtigen Organe angelegt und du wirst die ersten körperlichen Veränderungen spüren.

  • 2. Trimester: Die 13. bis 27. Woche wird von vielen Frauen als sehr angenehm empfunden, da einige Schwangerschaftsbeschwerden nachlassen könnten.

  • 3. Trimester: Zwischen der 28. und 40. Woche ist alles auf das Wachstum deines Babys angelegt und ein runder Bauch verrät ganz klar: Du bist schwanger! Im 10. Monat (zwischen der 38. und der 42. Woche) wird sich dein Baby dann auf den Weg machen.

In unserem Schwangerschaftskalender kannst du nachlesen, was dich in den einzelnen Schwangerschaftswochen erwartet und was du beachten solltest.

1. Monat schwanger: Mögliche Symptome

In den Wochen 1 bis 3 des 1. Monats wirst du vermutlich noch nicht spüren, dass du schwanger bist. In der 4. SSW kann es jedoch schon vorkommen, dass die typischen Schwangerschaftssymptome einsetzen:

  • Harndrang. Das Hormon Progesteron fördert die Lockerung der Gebärmuttermuskulatur, sodass sich diese ausdehnt und Platz für dein Baby machen kann. Auch die Muskulatur der Blase ist davon betroffen und es kann daher zu häufigerem Harndrang kommen.

  • Blähungen. Progesteron ist außerdem daran schuld, dass sich vermehrt Gase ansammeln können und du dann unter Blähungen, Bauchschmerzen und einem harten Bauch leidest.

  • Heller Ausfluss. Im 1. Monat ist ein geruchsloser Ausfluss als ein ganz normales Symptom zu werten. Die Farbe schwankt dabei zwischen klar bis milchig. Kommen allerdings Beschwerden wie Juckreiz, Brennen oder eine ungewöhnliche Verfärbung (z. B. brauner oder gelblicher Ausfluss) hinzu, solltest du nicht zögern, deinen Gynäkologen / deine Gynäkologin aufzusuchen.

  • Schmierblutungen. Im 1. Monat kann es zu leichten Schmierblutungen, den

    sogenannten Einnistungsblutungen, kommen. Werden die Blutungen jedoch stärker, könnte es sich um deine Periode handeln. Sollte ein Schwangerschaftstest bereits angezeigt haben, dass du schwanger bist, suchst du am besten deinen Gynäkologen / deine Gynäkologin auf, um den Grund der Blutung abklären zu lassen.

  • Spannende Brüste. Die Hormonumstellung bewirkt, dass die Milchdrüsen wachsen und sich deine Brüste auf die Produktion on Muttermilch einstellen. Dein Busen könnte daher größer und voller wirken als sonst und sogar spannen.

  • Müdigkeit. Viele schwangere Frauen berichten von Müdigkeit. Das ist völlig normal. Dein Körper ist in den nächsten Monaten mit der Umstellung beschäftigt und in dir wächst ein neues Leben heran. Allerdings kann auch Eisenmangel während der Schwangerschaft

    ein Grund für den Erschöpfungszustand sein. Sprich ggf. deinen Frauenarzt / deine Frauenärztin darauf an.

  • Morgenübelkeit. Die für Schwangere so typische Morgenübelkeit könnte bereits Ende des 1. Monats auftreten und die nächsten Wochen anhalten. Der Grad der Übelkeit ist von Frau zu Frau unterschiedlich und muss nicht immer nur morgens auftreten.

Was du im 1. Schwangerschaftsmonat beachten solltest

  • Verzichte auf Alkohol: Sobald du weißt, dass du schwanger bist, solltest du das Rauchen und Trinken von Alkohol einstellen. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko für Komplikationen. Solltest du im 1. Monat unwissend deiner Schwangerschaft ein wenig Alkohol getrunken haben und ab sofort gesund leben, musst du dir aber in der Regel keine Sorgen machen.

  • Achte auf deine Ernährung: Falls du es nicht ohnehin schon tust, ist der 1. Monat der richtige Zeitpunkt, um auf eine gesunde Ernährung zu achten. Informiere dich darüber, welche Lebensmittel du nicht zu dir nehmen solltest, während

    du schwanger bist.

  • Einnahme von Folsäure: Zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung empfiehlt es sich meist, Folsäure (täglich 400 μg) einzunehmen. Folsäure senkt das Risiko, dass dein Baby einen offenen Rücken entwickelt. Entsprechende Präparate findest du in der Apotheke oder im Drogeriemarkt.

  • Reisen ist meist erlaubt: Falls du eine Fernreise planst, kannst du in der Regel auch in der sensiblen Phase des 1. Monats einen Flug antreten. Zwar ist bei langen Flügen die Strahlenbelastung deutlich erhöht, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass dies Auswirkungen auf den Embryo im Bauch hat. Solltest du berufsbedingt sehr viel fliegen, lass dich am besten von deinem Arzt / deiner Ärztin beraten.

  • Vermeide Stress: Versuche dich zu entspannen, Stress zu vermeiden und gehe möglichst oft an die frische Luft. Das gilt nicht nur für den 1. Monat, sondern auch für all die Wochen und Monate, die bis zur Geburt noch vor dir liegen. Bleib dabei aktiv. Selbst schwanger kann man leichten Sport treiben.

Im 1. Monat schwanger: Fragen an deinen Arzt / deine Ärztin

  • Falls du auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen bist, besprich dies unbedingt frühzeitig mit deinem Arzt / deiner Ärztin. Nicht alle Präparate dürfen während der Schwangerschaft eingenommen werden.

  • Vereinbare einen Termin mit deinem Frauenarzt / deiner Frauenärztin. Sollte sich so weit alles normal anfühlen, wird die erste Untersuchung voraussichtlich um die

    8. SSW herum stattfinden.

  • Suche bei starken Blutungen oder Schmerzen sofort deinen Gynäkologen / deine Gynäkologin auf.

1. Schwangerschaftsmonat: Deine Checkliste

  • Vereinbare einen Termin mit deiner Frauenärztin / deinem Frauenarzt.

  • Achte auf eine gesunde Ernährung und stelle das Rauchen ein und verzichte auf Alkohol.

  • Lass dich zum Thema Folsäure beraten.

  • Überlege dir, wie du deinem Partner / deiner Partnerin die Schwangerschaft verkündest.

  • Lass es ruhig angehen und vermeide Stress.

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Fakten im Überblick

Heim-Schwangerschaftstests können in der Regel ab dem ersten Tag der ausbleibenden Periode das Hormon hCG im Urin nachweisen und dir somit verraten, ob du schwanger bist. Einige Tests werben damit, sogar schon ein paar Tage früher ein Ergebnis anzeigen zu können.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen, fachspezifischen und öffentlichen Quellen. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt bzw. deine Ärztin.