Anzeichen einer Schwangerschaft

Frühe Anzeichen und Symptome einer Schwangerschaft

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09.04.19
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Manchmal ist es gar nicht so leicht, die vom Körper ausgesandten Signale zu verstehen. So kann es Ihnen auch mit den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft gehen. Sollten Sie entsprechende Anzeichen bei sich bemerken, fragen Sie sich sicherlich: Bin ich jetzt wirklich schwanger? Mit dieser Liste früher Anzeichen einer Schwangerschaft möchten wir Ihnen helfen, diese Frage zu beantworten. Dabei sollten Sie beachten, dass Sie vielleicht nur einige dieser ersten Schwangerschaftssymptome spüren. Wenn Sie Zweifel haben, ob Sie schwanger sind oder nicht, können Sie Ihren Arzt fragen oder zu Hause einen Schwangerschaftstest machen.

Worum geht es in diesem Artikel?

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft Haben alle Frauen frühe Schwangerschaftssymptome? Weitere Symptome während der Schwangerschaft

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Trotzdem gibt es eine Reihe von frühen Anzeichen, die in den ersten Tagen der Schwangerschaft auftreten können – manche sogar vor dem Ausbleiben der Periode. Hier finden Sie eine Liste von frühen Schwangerschaftssymptomen:

  • Das Ausbleiben der Periode. Eines der allerersten Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Wenn Sie allerdings einen unregelmäßigen Zyklus haben, kann Sie dieses Anzeichen auch täuschen.
  • Einnistungsblutung. Schmierblutungen können ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein, da es sich um eine Einnistungsblutung handeln kann. Diese tritt auf, wenn das befruchtete Ei sich in der Gebärmutter einnistet.
  • Krämpfe. Einige schwangere Frauen verspüren im ersten Trimester leichte Gebärmutterkrämpfe. Eine Wärmflasche, die Sie sich auf den Bauch legen, oder ein warmes Bad können die Krämpfe lindern.
  • Hitzewellen. Die Schwangerschaftshormone und die Veränderungen des Stoffwechsels können Ihre Körpertemperatur ansteigen lassen. Daher ist Ihnen öfter sehr warm. Ihr Körper versucht dies auszugleichen bzw. sich selbst zu kühlen, in dem er vermehrt schwitzt.
  • Herzrasen. Hormonelle Veränderungen können außerdem zu Herzklopfen führen. Sollte dieses Symptom länger als ein paar Sekunden anhalten oder regelmäßig und vermehrt auftreten, suchen Sie Ihren Arzt auf, um mögliche andere Ursachen auszuschließen.
  • Stimmungsschwankungen. Sollten Sie herausfinden, dass Sie schwanger sind, ist das ein großes Ereignis. Es ist ganz normal, eine weite Spannbreite an Gefühlen, von Freude und Aufregung bis hin zu Angst und Zweifel, zu durchleben. Vielleicht hilft es Ihnen mit Ihrer Familie, Freunden oder dem Partner über Ihre Emotionen zu sprechen.
  • Blähungen und Verstopfung.Durch die Umstellungen des Verdauungssystems können Sie sich aufgebläht (ähnlich wie am Anfang Ihrer Periode) und verstopft fühlen. Ernähren Sie sich ballaststoffreich, trinken Sie viel Wasser und – wenn möglich – treiben Sie täglich etwas Sport.
  • Sodbrennen. Da die Muskeln, welche die Magensäure vor dem Eintritt in die Speiseröhre bewahren, sich während der Schwangerschaft entspannen, kann es zu Sodbrennen kommen. Essen Sie kleinere Mahlzeiten zu regelmäßigen Zeiten und vermeiden Sie Frittiertes, Zitrusfrüchte, Schokolade und scharf gewürztes Essen.
  • Akne. Die Überproduktion von Talg in der Haut kann während der Schwangerschaft die Bildung von Pickeln begünstigen. Reinigen Sie Ihre Gesichtshaut täglich vorsichtig mit einer nicht fettenden Lotion und lassen sich Sie gegebenenfalls von Ihrem Arzt beraten, ob eine Anti-Akne Behandlung für Sie infrage kommt.
  • Schwindelgefühle.Ein niedriger Blutzuckerspiegel, Stress und Erschöpfung können zu Schwindel führen. Auch könnte es das Gefühl auslösen, ohnmächtig zu werden. Essen Sie regelmäßig kleinere Mahlzeiten und versuchen Sie übermäßigen Stress in der Schwangerschaft zu vermeiden.
  • Gewichtszunahme. Einige Frauen nehmen in den ersten Monaten der Schwangerschaft zwischen einem halben und zwei Kilogramm zu. Ihr Arzt kann Sie über die in Ihrem Fall angemessene Gewichtszunahme in der Schwangerschaft informieren.
  • Verstopfte Nase. Im frühen Stadium der Schwangerschaft können die Nasenschleimhäute anschwellen und trocken werden, wodurch es zu Nasenbluten kommen kann. Um die Schleimhäute genügend zu befeuchten, stellen Sie einen Luftbefeuchter auf, benutzen Sie ein salzhaltiges Nasenspray oder eine Nasendusche und trinken Sie viel Wasser.
  • Kopfschmerzen. Kopfschmerzen können ein weiteres erstes Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Die Ursache hierfür ist der Anstieg des Östrogenspiegels. Sie können auch Spannungskopfschmerzen bekommen, die durch Stress oder Müdigkeit in der Schwangerschaft ausgelöst werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Kopfschmerzmittel, die für Sie geeignet sind.
  • Häufiger Harndrang. Wenn Sie öfter als sonst urinieren müssen, kann das auch ein frühes Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Die Niere produziert mehr Flüssigkeit und diese gelangt in die Blase. Trinken Sie deswegen aber nicht weniger Wasser. Im Gegenteil: Es ist wichtig, dass Sie mit genügend Flüssigkeit versorgt bleiben.
  • Schmerzempfindliche, geschwollene Brüste. Gleich schon zu Beginn der Schwangerschaft könnten Ihre Brüste anschwellen bzw. größer und schmerzempfindlich werden. Nachdem sich Ihr Körper an die hormonellen Veränderungen gewöhnt hat, klingen diese Beschwerden in der Regel wieder ab.
  • Morgendliche Übelkeit. Das ist ein typisches Schwangerschaftssymptom und tritt meist nach dem ersten Monat auf. Manchen Frauen wird aber auch zu anderen Tageszeiten übel. Wieder andere leiden gar nicht darunter. Essen Sie eine Kleinigkeit bevor Sie aufstehen und nehmen Sie über den Tag verteilt kleinere Mahlzeiten zu sich, um Ihren Blutzuckerspiegel stabil zu halten.
  • Heißhungerattacken oder Abneigungen und Geruchssensibilität. Zu den ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft zählen auch Geschmacks- und Geruchsveränderungen sowie Heißhungerattacken. Achten Sie weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung zu Beginn der Schwangerschaft und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie ein starkes Verlangen nach anderen Dingen als Lebensmittel verspüren (wie Kreide oder Erde).
  • Müdigkeit. Es ist natürlich, sich während der Schwangerschaft müde zu fühlen, besonders zu Beginn. Nehmen Sie sich genug Zeit zum Ausruhen und Entspannen.
  • Hautveränderungen. Es können Veränderungen in den Hautpigmenten auftreten wie zum Beispiel Verdunklungen um Ihre Brüste, dunkle Flecken im Gesicht oder eine dunkle Linie, die vom Nabel bis zum Schambein führt.

Haben alle Frauen frühe Schwangerschaftssymptome?

Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Daher bemerken Sie vielleicht auch nur manche der Anzeichen. Auch ab wann die Schwangerschaftssymptome auftreten, ist bei jeder Frau unterschiedlich. Einige erkennen die Schwangerschaftssymptome erst nach der 1. Woche, nachdem Ihre Periode ausgeblieben ist. Andere bemerken schon etwas, bevor Ihre Periode überhaupt aussetzt. Im Allgemeinen ist aber das Ausbleiben der Periode der erste Hinweis auf eine mögliche Schwangerschaft. Außerdem können die Symptome in der zweiten Schwangerschaft ganz andere sein als jene, die Sie in Ihrer ersten erlebt haben.

Wenn Sie vermuten schwanger zu sein, können Sie dies ganz einfach mit einem Schwangerschaftstest zu Hause überprüfen. Selbst wenn der Test negativ ausfällt, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Sie schwanger sind. Wiederholen Sie sicherheitshalber den Test nach einer Woche noch einmal. Sollte der Test positiv ausfallen, machen Sie einen Termin bei Ihrem Arzt, um die Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Sie können auch unseren Schwangerschaftsrechner benutzen, um herauszufinden, wie weit Sie in Ihrer Schwangerschaft sind und wann Ihr Kind wahrscheinlich zur Welt kommt.

Weitere Symptome während der Schwangerschaft

Während Ihrer Schwangerschaft wird Ihr Körper einige sonderbare und vor allem ganz wunderbare Dinge vollbringen. Manche dieser körperlichen Veränderungen (wie morgendliche Übelkeit) klingen oft allmählich ab, während andere (wie Sodbrennen oder eine verstopfte Nase) eventuell über die ganze Schwangerschaft bestehen bleiben. Hier finden Sie einige der Veränderungen, die im zweiten Trimester oder im dritten Trimester auftreten können:

  • Ausfluss. Einen klebrigen, klaren oder weißen vaginalen Ausfluss zu haben, ist ganz normal während der Schwangerschaft. Sollte dieser jedoch mit einem starken Geruch einhergehen oder von Juckreiz und Entzündung an der Vagina begleitet sein, kontaktieren Sie Ihren Arzt.
  • Krämpfe oder Schmerzen im Unterbauch. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft kann es zu Krämpfen kommen. Diese können entweder durch Bandscheibenschmerzen oder die sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen ausgelöst werden.
  • Rückenschmerzen. Rückenschmerzen können durch hormonelle Veränderungen, Gewichtszunahme oder durch eine veränderte Körperhaltung aufgrund des größer werdenden Bauches ausgelöst werden. Versuchen Sie, auf eine gute Haltung zu achten, schlafen Sie auf der Seite und treiben Sie während der Schwangerschaft wenn möglich Sport, um Rückenschmerzen zu verhindern.
  • Häufiger Harndrang. Zwar lässt das häufige Wasserlassen, das schon mit der frühen Schwangerschaft beginnen kann, oft im zweiten Trimester nach, allerdings kann es im letzten Drittel zurückkehren. Dies liegt daran, dass Ihr größer werdendes Baby tiefer in den Beckenboden rutscht, wodurch ein Druck auf Ihre Blase ausgeübt wird und Sie einen stärkeren Harndrang verspüren.
  • Juckreiz. Dort, wo sich Ihre Haut während der Schwangerschaft dehnt (zum Beispiel am Bauch und an den Oberschenkeln), kann es anfangen zu jucken. Vermeiden Sie, sich zu kratzen und verwenden Sie stattdessen eine Feuchtigkeitscreme oder nehmen Sie eine Dusche oder ein Bad mit lauwarmer Wassertemperatur. Zu heißes Wasser kann Ihre Haut austrocknen.
  • Dehnungsstreifen. Durch die Dehnung Ihrer Haut können an Bauch, Oberschenkeln, Gesäß und Brüsten Dehnungsstreifen entstehen (auch Schwangerschaftsstreifen genannt). Eine gesunde und graduelle Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann das Auftreten dieser Streifen minimieren.
  • Atemnot. Da Ihr wachsendes Kind auch auf Ihre Lungen drücken kann, können Sie Atemnot bekommen oder sich „ganz außer Atem“ fühlen. Eine gute Körperhaltung kann Ihren Lungen mehr Raum zum Ausweiten geben und dem entgegenwirken.
  • Diverse Schmerzen und Beschwerden. In jedem Stadium der Schwangerschaft können Sie unterschiedliche Symptome spüren: Zahnschmerzen, Krampfadern, Hämorrhoiden, geschwollene Gelenke oder Wadenkrämpfe. Hier können Sie mehr über das ABC der Schwangerschaftsbeschwerden erfahren und was Sie gegen diese tun können.

Die meisten dieser körperlichen Veränderungen und Beschwerden sind ganz normal und müssen Sie nicht beunruhigen. Allerdings gibt es auch Symptome, die Sie nicht ignorieren sollten. Dazu zählen zum Beispiel starke Kopfschmerzen, Veränderungen des Sehvermögens oder plötzlich auftretende Schwellungen (Ödeme). Wenn Sie etwas bemerken, dass sich nicht richtig anfühlt, konsultieren Sie Ihren Arzt.

Die täglichen Beschwerden in der Schwangerschaft können sehr anstrengend für Sie sein. Denken Sie daran, dass die Zeit bis zu Ihrem Geburtstermin wie im Fluge vergehen wird und Sie schon bald Ihr Kind mit nach Hause nehmen werden. Das Ertragen dieser manchmal etwas lästigen Schwangerschaftssymptome wird sich am Ende also auszahlen!

Schauen Sie in unseren Schwangerschaftskalender hinein, um mehr darüber zu erfahren, was sich in jeder neuen Woche bzw. in jedem Trimester bei Ihnen und Ihrem Kind verändert. Sie haben sich auf ein aufregendes Abenteuer eingelassen – genießen Sie die Reise.

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