Anzeichen einer Schwangerschaft

Manchmal ist es gar nicht so leicht, die vom Körper ausgesandten Signale zu verstehen. So kann es dir auch mit den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft gehen. Solltest du entsprechende Symptome bei dir bemerken, fragst du dich bestimmt: Bin ich wirklich schwanger?

Mit unserer Liste früher Anzeichen einer Schwangerschaft möchten wir dir helfen, diese Frage zu beantworten. Dabei solltest du beachten, dass du vielleicht nur einige dieser Schwangerschaftssymptome spürst. Wenn du dir unsicher bist, kontaktiere am besten deinen Arzt / deine Ärztin oder mache zu Hause einen Schwangerschaftstest.

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Frühe Anzeichen einer Schwangerschaft

Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Trotzdem gibt es eine Reihe von frühen Anzeichen, die in den ersten Tagen der Schwangerschaft auftreten können – manche sogar schon vor dem Ausbleiben der Periode.

Hier findest du eine Liste von frühen Schwangerschaftssymptomen:

  • Das Ausbleiben der Periode: Eines der ersten Anzeichen einer Schwangerschaft ist das Ausbleiben der Periode. Wenn du allerdings einen unregelmäßigen Zyklus hast, kann dieses Anzeichen auch täuschen.

  • Einnistungsblutung: Schmierblutungen können ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Dabei kann es sich um eine Einnistungsblutung handeln. Diese tritt auf, wenn sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter einnistet.

  • Krämpfe: Einige schwangere Frauen verspüren im ersten Trimester leichte Gebärmutterkrämpfe. Eine Wärmflasche oder ein warmes Bad können die Krämpfe lindern.

  • Hitzewellen: Die Schwangerschaftshormone und die Veränderungen des Stoffwechsels können deine Körpertemperatur ansteigen lassen. Daher ist dir öfter sehr warm. Dein Körper versucht dies auszugleichen beziehungsweise sich selbst zu kühlen, in dem er vermehrt schwitzt.

  • Herzrasen: Hormonelle Veränderungen können außerdem zu Herzklopfen führen. Sollte dieses Schwangerschaftssymptom länger als ein paar Sekunden anhalten oder regelmäßig und vermehrt auftreten, suche deinen Arzt / deine Ärztin auf. Das ist wichtig, um mögliche andere Ursachen auszuschließen.

  • Stimmungsschwankungen: Solltest du herausfinden, dass du schwanger bist, ist das ein großes Ereignis. Es ist ganz normal, eine weite Spannbreite an Gefühlen – von Freude und Aufregung bis hin zu Angst und Zweifel – zu durchleben. Vielleicht hilft es dir, mit deinem Partner / deiner Partnerin, der Familie oder Freund:innen über deine Emotionen zu sprechen.

  • Blähungen und Verstopfung. Durch die Umstellungen des Verdauungssystems kannst du dich aufgebläht fühlen. Ernähre dich ballaststoffreich, trinke viel Wasser und treibe regelmäßig etwas Sport.

  • Sodbrennen: Die Muskeln, welche die Magensäure vor dem Eintritt in die Speiseröhre bewahren, entspannen sich während der Schwangerschaft. Deshalb kann es zu Sodbrennen kommen. Iss kleinere Mahlzeiten zu regelmäßigen Zeiten und vermeide Frittiertes, Zitrusfrüchte, Schokolade und scharf gewürztes Essen.

  • Akne: Die Überproduktion von Talg in der Haut kann während der Schwangerschaft die Bildung von Pickeln begünstigen. Reinige deine Gesichtshaut täglich mit einer nicht fettenden Lotion. Du kannst dich auch von deinem Arzt / deiner Ärztin beraten lassen, ob eine Anti-Akne-Behandlung für dich infrage kommt.

  • Schwindelgefühle: Ein niedriger Blutzuckerspiegel, Stress und Erschöpfung können zu Schwindel führen. Vielleicht hast du auch manchmal das Gefühl, ohnmächtig zu werden. Iss regelmäßig kleinere Mahlzeiten und versuche übermäßigen Stress in der Schwangerschaft zu vermeiden.

  • Gewichtszunahme: Einige Frauen nehmen in den ersten Monaten der Schwangerschaft zwischen einem halben und zwei Kilogramm zu. Dein Arzt / deine Ärztin kann dich über die angemessene Gewichtszunahme in der Schwangerschaft informieren.

  • Verstopfte Nase: Im frühen Stadium der Schwangerschaft können die Nasenschleimhäute anschwellen und trocken werden. Dadurch kann es zu Nasenbluten kommen. Stelle einen Luftbefeuchter auf, um die Schleimhäute zu befeuchten. Du kannst auch ein salzhaltiges Nasenspray benutzen und solltest viel trinken.

  • Kopfschmerzen: Kopfschmerzen können ein weiteres erstes Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Die Ursache hierfür ist der Anstieg des Östrogenspiegels. Du kannst auch Spannungskopfschmerzen bekommen, die durch Stress oder Müdigkeit in der Schwangerschaft ausgelöst werden. Sprich mit deinem Arzt / deiner Ärztin über mögliche Kopfschmerzmittel, die für dich geeignet sind.

  • Häufiger Harndrang: Wenn du öfter als sonst zur Toilette musst, kann das auch ein frühes Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Die Niere produziert mehr Flüssigkeit und diese gelangt in die Blase. Trinke deswegen aber nicht weniger Wasser. Im Gegenteil: Es ist wichtig, dass du jetzt ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst.

  • Schmerzempfindliche, geschwollene Brüste: Schon gleich zu Beginn der Schwangerschaft können deine Brüste anschwellen beziehungsweise größer und schmerzempfindlich werden. Nachdem sich dein Körper an die hormonellen Veränderungen gewöhnt hat, klingen diese Beschwerden in der Regel wieder ab.

  • Morgendliche Übelkeit: Das ist ein typisches Schwangerschaftssymptom und tritt meist nach dem ersten Monat auf. Manchen Frauen wird aber auch zu anderen Tageszeiten übel. Wieder andere leiden gar nicht darunter. Iss am besten eine Kleinigkeit, bevor du aufstehst und nimm über den Tag verteilt kleinere Mahlzeiten zu dir. So bleibt der Blutzuckerspiegel stabil.

  • Heißhungerattacken und Geruchssensibilität. Zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft zählen auch Geschmacks- und Geruchsveränderungen sowie Heißhungerattacken. Achte weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung zu Beginn der Schwangerschaft. Sprich mit deinem Arzt / deiner Ärztin, wenn du ein starkes Verlangen nach anderen Dingen als Lebensmittel verspürst (wie Kreide oder Erde).

  • Müdigkeit: Es ist natürlich, sich während der Schwangerschaft müde zu fühlen. Nimm dir genug Zeit zum Ausruhen und Entspannen.

  • Hautveränderungen. Es können Veränderungen in den Hautpigmenten auftreten wie zum Beispiel Verdunkelungen um deine Brüste, dunkle Flecken im Gesicht oder eine dunkle Linie, die vom Nabel bis zum Schambein führt.

Haben alle Frauen frühe Schwangerschaftssymptome

Jede Schwangerschaft ist einzigartig. Daher bemerkst du vielleicht auch nur manche der Anzeichen. Auch ab wann die Schwangerschaftssymptome auftreten, ist bei jeder Frau unterschiedlich. Einige erkennen die Schwangerschaftsanzeichen erst eine Woche nachdem ihre Periode ausgeblieben ist. Andere bemerken schon etwas, bevor die Periode überhaupt aussetzt. Im Allgemeinen ist aber das Ausbleiben der Periode der erste Hinweis auf eine mögliche Schwangerschaft. Außerdem können die Symptome in der zweiten Schwangerschaft ganz anders sein als in der ersten.

Wenn du eine Schwangerschaft vermutest, kannst du das auch ganz einfach mit einem Schwangerschaftstest zu Hause überprüfen. Selbst wenn der Test negativ ausfällt, besteht immer noch die Möglichkeit, schwanger zu sein. Wiederhole den Test sicherheitshalber nach einer Woche. Sollte der Test positiv ausfallen, lass dir die Schwangerschaft von deinem Arzt / deiner Ärztin bestätigen. Du kannst auch unseren Schwangerschaftsrechner verwenden, um das mögliche Geburtsdatum deines kleinen Schatzes herauszufinden.

Weitere Symptome während der Schwangerschaft

Während deiner Schwangerschaft wird dein Körper einige sonderbare und vor allem ganz wunderbare Dinge vollbringen. Manche dieser körperlichen Veränderungen (wie morgendliche Übelkeit) klingen oft im Laufe der Schwangerschaft allmählich ab, während andere (wie Sodbrennen oder eine verstopfte Nase) eventuell über die ganze Schwangerschaft bestehen bleiben.

Hier findest du einige der Veränderungen, die im zweiten Trimester oder im dritten Trimester auftreten können:

  • Ausfluss: Einen klebrigen, klaren oder weißen vaginalen Ausfluss zu haben, ist ganz normal während der Schwangerschaft. Sollte dieser jedoch mit einem starken Geruch einhergehen oder von Juckreiz und Entzündung an der Vagina begleitet sein, kontaktiere bitte deinen Arzt / deine Ärztin.

  • Krämpfe oder Schmerzen im Unterbauch: In der fortgeschrittenen Schwangerschaft kann es zu Krämpfen kommen. Diese können entweder durch Bandscheibenschmerzen oder die sogenannten Braxton-Hicks-Kontraktionen ausgelöst werden.

  • Rückenschmerzen: Rückenschmerzen können durch hormonelle Veränderungen, Gewichtszunahme oder durch eine veränderte Körperhaltung ausgelöst werden. Trotz des größer werdenden Bauches solltest du versuchen, auf eine gute Haltung zu achten. Schlafe auf der Seite und treibe während der Schwangerschaft weiterhin Sport, um Rückenschmerzen zu verhindern.

  • Häufiger Harndrang: Zwar lässt das häufige Wasserlassen oft im zweiten Trimester nach, es kann allerdings im letzten Drittel zurückkehren. Dies liegt daran, dass dein größer werdendes Baby tiefer in den Beckenboden rutscht. Dadurch wird Druck auf deine Blase ausgeübt und du verspürst einen stärkeren Harndrang.

  • Juckreiz: Dort, wo sich deine Haut während der Schwangerschaft dehnt (zum Beispiel am Bauch und an den Oberschenkeln), kann es anfangen zu jucken. Vermeide, dich zu kratzen und verwende stattdessen eine Feuchtigkeitscreme. Auch eine lauwarme Dusche oder ein lauwarmes Bad können helfen. Zu heißes Wasser kann deine Haut hingegen austrocknen.

  • Dehnungsstreifen. Durch die Dehnung deiner Haut können an Bauch, Oberschenkeln, Gesäß und Brüsten Dehnungsstreifen entstehen (auch Schwangerschaftsstreifen genannt). Eine gesunde und graduelle Gewichtszunahme in der Schwangerschaft kann das Auftreten dieser Streifen minimieren.

  • Atemnot: Da dein wachsendes Baby auch auf deine Lungen drücken kann, hast du gegebenenfalls manchmal das Gefühl „ganz außer Atem“ zu sein. Eine gute Körperhaltung bietet deinen Lungen mehr Raum zum Ausweiten.

  • Diverse Schmerzen und Beschwerden. In jedem Stadium der Schwangerschaft können unterschiedliche Symptome hinzutreten: Zahnschmerzen, Krampfadern, Hämorrhoiden, geschwollene Gelenke oder Wadenkrämpfe. Hier kannst du mehr über das ABC der Schwangerschaftsbeschwerden erfahren und was du gegen diese tun kannst.

Die meisten dieser körperlichen Veränderungen und Beschwerden sind ganz normal und müssen dich nicht beunruhigen. Allerdings gibt es auch Schwangerschaftssymptome, die du nicht ignorieren solltest. Dazu zählen zum Beispiel starke Kopfschmerzen, Veränderungen des Sehvermögens oder plötzlich auftretende Schwellungen (Ödeme). Wenn du etwas bemerkst, dass sich nicht richtig anfühlt, konsultiere deinen Arzt / deine Ärztin.

Die täglichen Beschwerden in der Schwangerschaft können sehr anstrengend für dich sein. Denke daran, dass die Zeit bis zu deinem Geburtstermin wie im Fluge vergehen wird und du schon bald deinen kleinen Schatz in den Armen halten kannst. Das Ertragen der – manchmal etwas lästigen – Schwangerschaftssymptome wird sich am Ende also auszahlen!

Schaue in unseren Schwangerschaftskalender hinein und erfahre, was sich in jeder neuen Woche beziehungsweise in jedem Trimester bei dir und deinem Liebling verändert. Du hast dich auf ein aufregendes Abenteuer eingelassen – genieße die Reise.

Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt / deine Ärztin.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen findest du im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt / deine Ärztin.

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