Was ist eine Einnistungsblutung? Hier finden Sie alle Fakten.

Alles über die Einnistungsblutung

Sollten Sie im Laufe der Frühschwangerschaft ein wenig Blut in Ihrem Slip entdecken, ist das noch lange kein Grund zur Besorgnis. Es könnte sich hierbei um eine sogenannte Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung oder Implantationsblutung genannt) handeln. Diese kann beim Einnisten der Eizelle in die Gebärmutter auftreten. Dabei können Blutgefäße verletzt werden, was zu leichten Blutungen bzw. Schmierblutungen führen kann. Das ist völlig normal und stellt für den weiteren Verlauf Ihrer Schwangerschaft kein Risiko dar. Auch wenn diese Blutung einer normalen Menstruation ähnlich sein kann, gibt es doch einige Unterschiede zwischen einer Einnistungsblutung und Ihrer Periode.

Ist das eine Einnistungsblutung oder meine Periode?

Am Anfang werden Sie möglicherweise die Einnistungsblutung für eine eher leichte Regelblutung halten – besonders, weil sie ca. 10 bis 14 Tage nach der Befruchtung auftritt. Das dürfte nämlich normalerweise die Zeit sein, in der Sie mit Ihrer Periode rechnen. Obwohl jede Periode anders ist – manche Frauen haben stärkere, manche nur leichte Blutungen – können Sie dennoch den Unterschied erkennen. Seien Sie achtsam! Auch wenn Ihre Periode nicht immer gleich abläuft, so unterscheidet sich diese doch in der Art der Blutung, wie zum Beispiel der Farbe, der Stärke und der Dauer.

Diese Anzeichen könnten auf eine Einnistungsblutung hinweisen:

  • Die Stärke der Blutung. Eine Einnistungsblutung ist einer Schmierblutung ähnlich. Falls Sie also eher an eine starke Regelblutung gewöhnt sind, sollte es Ihnen leichter fallen, beide voneinander zu unterscheiden.
  • Die Farbe. Die Farbe der Einnistungsblutung ist hellrot/rosa oder auch bräunlich. Sie gleicht daher weniger dem tieferen Rot der Regelblutung.
  • Beschaffenheit. Im Menstruationsblut lassen sich bisweilen geleeartige Blutgerinnsel (dies sind natürliche Reste der Gebärmutterschleimhaut) finden. Dies ist bei einer Einnistungsblutung nicht der Fall. Hier bleibt die Konsistenz des Blutes gleich.

Frühe Anzeichen einer Schwangerschaft, wie Spannungsgefühl in den Brüsten, Übelkeit und morgendliches Erbrechen etc. deuten ebenfalls darauf hin, dass es sich um eine Einnistungsblutung und nicht um Ihre Periode handelt. Machen Sie im Zweifel einen Schwangerschaftstest. Dieser kann das Hormon hCG in Ihrem Körper ermitteln, welches als sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft gilt oder suchen Sie Ihren Frauenarzt auf.

Wie lange dauert eine Einnistungsblutung?

Ein weiterer Indikator ist die Dauer der Blutung. Während die Länge der Regelblutung bei den meisten Frauen zwischen vier und sieben Tagen liegt, dauert eine Einnistungsblutung lediglich bis zu zwei Tagen an – manchmal sogar nur ein paar Stunden. Da Einnistungsblutungen von ganz alleine wieder aufhören, ist eine weitere Behandlung nicht nötig. Dauert die Blutung länger oder ist sie mit Schmerzen verbunden, dann suchen Sie bitte unverzüglich Ihren Arzt auf.

Welche Risiken birgt eine Einnistungsblutung?

Sicherlich haben Sie gerade zu Beginn Ihrer Schwangerschaft jede Menge Fragen und Unsicherheiten. Eine Einnistungsblutung ist jedoch kein Grund zur Sorge. Auch abseits einer Einnistungsblutung kann es während der Schwangerschaft zu leichten Blutungen kommen. Diese können durch die unterschiedlichsten Gründe, wie eine Gebärmutterhalsreizung nach einer Untersuchung oder nach Geschlechtsverkehr hervorgerufen werden. Sie können jedoch auch auf eine Infektion, eine beginnende Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft hindeuten. Vorsorglich sollten Sie sich mit jeder Blutung bei Ihrem Frauenarzt vorstellen.

Falls es zu einer längeren oder starken Blutung kommen sollte, konsultieren Sie auf jeden Fall Ihren Gynäkologen, um der Sache nachzugehen. Achten Sie auf weitere Symptome und tauschen Sie sich ggf. mit Ihrem behandelnden Arzt über Ihre Bedenken und Sorgen aus.

Die gängigste Herausforderung einer Einnistungsblutung ist es, dass viele Frauen noch nicht bemerkt haben, dass sie überhaupt schwanger sind – besonders, wenn sie davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine leichte Regel handelt. Das könnte es schwieriger machen, den Geburtstermin zu bestimmen. Aber keine Sorge: Ihr Frauenarzt wird Ihnen bei der ersten Vorsorgeuntersuchung eine genaue Einschätzung geben können.

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