8 Wochen schwanger

 

 

Meilensteine der 8. SSW
Entwicklung deines Babys
  • Zwischen den winzigen Fingern und Füßen befinden sich kleine Schwimmhäute.  
  • Im Ultraschall erkennt man die Ansätze von Mund und Nase.
  • Dein Baby ist ca. 1,5 cm groß und etwa 1 Gramm schwer.
Dein Körper 
  • Bei deiner ersten Vorsorgeuntersuchung wirst du dein Baby im Ultraschall wahrscheinlich sehen können.  
  • Dein Zahnfleisch könnte leicht bluten. Mundhygiene ist in der Schwangerschaft besonders wichtig. 
  • Ein niedriger Blutdruck oder Blutzuckerspiegel kann zu Kreislaufproblemen führen. 
Tipp der WocheBegib dich auf die Suche nach einer Hebamme, die dich während deiner Schwangerschaft und nach der Geburt begleiten kann. 

 

Die Entwicklung deines Babys in der 8. Schwangerschaftswoche

Endlich ist es so weit: In der 8. SSW wirst du wahrscheinlich den ersten Ultraschall bei deinem Gynäkologen / deiner Gynäkologin machen und deinen winzigen Mitbewohner im Bauch begutachten können. Jedoch muss man schon sehr genau hinsehen, um an den Händen und Füßen die winzigen Finger und Zehen mit Schwimmhäutchen zu erkennen, die sich in dieser Woche bilden. Der Kopf deines Babys ist im Vergleich zum Rest noch enorm groß und nach vorn gebeugt. Du könntest bereits kleine Wölbungen im Gesicht erkennen. Das werden später einmal die Augen. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche werden sie geöffnet sein und sich dann schließen. Erst am Ende deiner Schwangerschaft wird dein Kind die Augen wieder aktiv öffnen. Auch Ansätze von Mund und Nase sind in der 8. SSW im Ultraschall schon zu erkennen. Könntest du mit dem Finger den winzigen Körper in deinem Bauch an stupsen, würde er wahrscheinlich bereits mit einem Zucken darauf reagieren. Die Sinnesorgane sind in der 8. SSW schon recht weit in ihrer Entwicklung vorangeschritten und verknüpfen sich mehr und mehr mit dem Gehirn. Das heranreifende Nervensystem kommuniziert also bereits mit den Muskeln. Es bestehen erste Verbindungen von den Augen und den Riechzellen zum Gehirn. Das Darmsystem beginnt sich zu entwickeln. In der 8. SSW ist im Unterleib des Embryos noch nicht genügend Platz dafür, sodass sich ein Teil davon in der Nabelschnur befindet. Bereits in dieser frühen Phase leitet das Darmsystem Abfallstoffe vom Körper des Embryos weg. In einem Monat wird im Bauch deines Babys mehr Platz vorhanden sein und das Darmsystem bewegt sich aus der Nabelschnur vollständig in den Unterleib zurück.

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Wie groß ist dein Baby in der 8. Schwangerschaftswoche circa?

Erinnerst du dich? In der 5. Schwangerschaftswoche war der Embryo ungefähr 2 mm groß. Gerade in der ersten Zeit der Schwangerschaft wächst das kleine Wesen in deinem Bauch rasend schnell. In der 8. SSW liegt seine Größe schon bei ganzen 1,5 cm.

Die Größe des Embryos hat sich alsoinnerhalb des letzten Monats ungefähr versiebenfacht und lässt sich mit dem Umfang einer Himbeere vergleichen!

 

GewichtGrößeVergleich
ca. 1 Grammca. 1,5 cmHimbeere

 

Embryo Lage in der 8 SSW

Dein Körper in der 8. Schwangerschaftswoche

Du bist nun in der 8. Woche schwanger und ab jetzt stehen einmal pro Monat die sogenannten Vorsorgeuntersuchungen an. In den letzten beiden Monaten deiner Schwangerschaft wirst du aber bis zur Geburt öfter untersucht werden.

Die erste Vorsorgeuntersuchung

Der aufregendste Moment der Untersuchung wird für dich wahrscheinlich der Ultraschall sein. Da man deinem Schwangerschaftsbauch in der 8. SSW noch nicht viel ansehen wird, ist der Gedanke ein kleines Geschöpf in sich zu tragen wahrscheinlich noch recht abstrakt. Der Ultraschall macht es sichtbar und bestätigt noch einmal deine Schwangerschaft. Er gibt außerdem Aufschluss darüber, ob sich in deinem Bauch Zwillinge (eineiige oder zweieiige) oder Mehrlinge entwickeln. Ebenso kann die Länge des Embryos gemessen und somit das genaue Alter festgestellt werden. Daraus ergibt sich dann wiederum dein Geburtstermin. Während deiner Schwangerschaft wird es im Regelfall in jedem Trimester eine Ultraschalluntersuchung geben – also insgesamt drei. Solltest du dich außerhalb dieser drei Untersuchungen für einen zusätzlichen Ultraschall entscheiden, müsstest du diesen selbst bezahlen. In besonderen Fällen werden weitere Sonografien gemacht und auch von der Krankenkasse übernommen. Bei deiner ersten großen Untersuchung wird dein Arzt / deine Ärztin dir wahrscheinlich auch Blut abnehmen. Dabei wird Folgendes durchgeführt:

  • Blutgruppenbestimmung (inkl. des Rhesusfaktors)

  • Antikörper-Suchtest (Test auf eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen dir und deinem Kind)

  • Feststellung einer Immunität gegen Röteln (solltest du keinen entsprechenden Nachweis im Impfpass haben)

  • HIV-Test

  • Toxoplasmose - Test (freiwillig)

Während der monatlichen Vorsorgeuntersuchungen werden regelmäßig folgende Dinge kontrolliert:

  • Blutdruck

  • Körpergewicht

  • Urin

  • Stand der Gebärmutter und Lage des Kindes (durch Abtasten oder Ultraschall)

  • Herztöne des Kindes

Alle Untersuchungen und Ergebnisse werden in deinem Mutterpass eingetragen. Die Vorsorgeuntersuchungen können auch von einer Hebamme übernommen werden. Die einzige Ausnahme bildet der Ultraschall. Dafür musst du eine gynäkologische Praxis aufsuchen. Egal, ob du nun zu einem Gynäkologen / einer Gynäkologin oder zu einer Hebamme gehst, es ist wichtig, dass du dieser Person vertraust und ihr eine ähnliche Lebensanschauung teilt.

Was versteht man unter einer Risikoschwangerschaft?

Bei deiner ersten Vorsorgeuntersuchung in der 8. SSW wird dein Gynäkologe / deine Gynäkologin neben vielen anderen Sachen feststellen, ob es sich bei dir um eine sogenannte Risikoschwangerschaft handelt. Wenn dem so ist, werden zusätzliche Untersuchungstermine vereinbart. Risikofaktoren sind etwa Vorerkrankungen der Mutter, starkes Übergewicht oder eine Schwangerschaft ab 35 Jahren. Hast du bereits ein (oder mehrere Kinder) zur Welt gebracht und gab es dabei Komplikationen, gilt deine 2. Schwangerschaft automatisch als Risikoschwangerschaft. Des Weiteren wird eine vorangegangene Fehlgeburt oder eine Schwangerschaft mit Zwillingen oder Mehrlingen als Risiko eingestuft. Lass dich nicht verunsichern, sollte dein Gynäkologe / deine Gynäkologin in der 8. SSW von einer Risikoschwangerschaft sprechen. Das heißt nicht automatisch, dass es dem Kind in deinem Bauch nicht gut geht oder deine Schwangerschaft problematisch verlaufen wird.

Wenn nicht alles nach Plan läuft

Nicht immer löst das Bild im Ultraschall Freude aus. In einigen Fällen kann der Arzt / die Ärztin in der 8. SSW keine Herzaktivität des Embryos feststellen, findet eine leere Fruchthöhle („Windei“) vor oder stellt ein sehr hohes Fehlgeburtsrisiko fest. Es ist auch möglich, dass er/sie eine Bauchhöhlenschwangerschaft oder Eileiterschwangerschaft diagnostiziert. Dabei nistet sich das befruchtete Ei nicht am richtigen Ort ein. Trotzdem kann vor der 8. SSW ein Test zu Hause ein positives Ergebnis angezeigt haben. Leider kann auch diese Schwangerschaft nicht weitergeführt werden. Solch eine Diagnose löst bei den betroffenen Eltern natürlich oftmals große Traurigkeit und Enttäuschung aus. Sie sind damit aber nicht allein. Zwischen 11 und 15 Prozent aller festgestellten Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt. Es ist wichtig, sich in dieser hochemotionalen Phase Hilfe zu holen. Der Gynäkologe / die Gynäkologin kümmert sich selbstverständlich weiterhin um die Schwangere und wird die Folgebehandlung ausführlich besprechen und unterstützend zur Seite stehen. Bevor du zu deiner ersten Untersuchung gehst, denke immer daran, dass es erst einmal keinen Grund zur Sorge gibt, da die meisten Schwangerschaften durch ein Happy End gekrönt werden.

8. Schwangerschaftswoche: Mögliche Symptome

Gehörst du zu den Glücklichen, die nicht unter Schwangerschaftsbeschwerden leiden? Bei den meisten Frauen treten allerdings früher oder später mehr oder weniger starke Beschwerden auf. Einige davon haben wir bereits in den vorhergehenden Schwangerschaftswochen beschrieben. Nicht untypisch sind auch:

  • Zahnfleischbluten. Die Hormonausschüttung während der Schwangerschaft führt dazu, dass die Organe stärker durchblutet werden und sich dein Gewebe lockert. Das gilt auch für die Mundschleimhaut, was Zahnfleischbluten zur Folge haben kann. Gründliche Zahnpflege ist ab jetzt besonders wichtig.

  • Schwindel. Ein niedriger Blutdruck oder Blutzuckerspiegel kann besonders im ersten Trimester zu Kreislaufproblemen führen.

Wie schon in den Wochen davor könnten auch in der 8. SSW Übelkeit und Unterleibsschmerzen unliebsame Begleiter deiner Schwangerschaft sein. Versuche es nicht allzu schwer zu nehmen, denn im 2. Trimester verschwinden diese Symptome oft von ganz allein wieder.

8. Schwangerschaftswoche: Das solltest du beachten

  • Achte nun besonders auf Mundhygiene. Verwende bei empfindlichem Zahnfleisch eine weichere Zahnbürste als sonst. Solltest du unter Brechreiz während des Zähneputzens leiden, könnte eine Zahnbürste mit einem kleineren Bürstenkopf helfen, um auch die hinteren Bereiche problemlos reinigen zu können.

  • Beuge Kreislaufproblemen mit einer gesunden Ernährung und genügend Schlaf vor. Auch kleine Mahlzeiten zwischendurch helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Rege deinen Kreislauf mit Schwangerschaftsgymnastik bzw. Bewegung an der frischen Luft und Wechselduschen an.

  • Begib dich jetzt schon auf die Suche nach einer Hebamme, denn sie kann auch die Vorsorgeuntersuchungen übernehmen und steht dir bei Fragen und Problemen zur Seite.

  • Solltest du unter morgendlicher Übelkeit leiden, lege dir immer eine Kleinigkeit zu Essen neben das Bett. So kannst du noch vor dem Aufstehen etwas zu dir nehmen. Versuche ab jetzt statt drei großer Mahlzeiten, lieber fünf oder sechs kleinere Portionen pro Tag zu essen.

Wann und wie verkündest Du die frohe Neuigkeit? Manche Frauen erzählen ihrem direkten Umfeld schon in der 8. SSW, dass sie ein Baby erwarten. Andere warten bis zum Ende des ersten Trimesters, da dann das Fehlgeburtsrisiko sinkt. Wie entscheidest du dich?

8. Schwangerschaftswoche: Fragen an deinen Arzt / deine Ärztin

Die Vorsorgeuntersuchungen sind übrigens eine ideale Gelegenheit für ein Gespräch mit deinem Arzt / deiner Ärztin. Scheue nicht davor zurück, alles anzusprechen, was dich beschäftigt. Am besten schreibst du dir deine Fragen auf und nimmst diese Notizen zur Untersuchung mit. Aber auch dein Gynäkologe / deine Gynäkologin wird in der 8. SSW viele Fragen an dich richten, auf die du dich schon einmal vorbereiten könntest:

  • Wann war der erste Tag der letzten Regel?

  • Wie lange dauert deine Regel bzw. dein Zyklus normalerweise?

  • Kennst du vielleicht sogar das Datum der Zeugung?

  • Warst du schon einmal schwanger? Wenn ja, gab es hier irgendwelche nennenswerten Komplikationen?

  • Hattest du schon einmal eine Fehlgeburt oder wurde eine Schwangerschaft abgebrochen?

  • Leidest du unter einer (chronischen) Krankheit?

  • Gibt es in deiner Familie Erbkrankheiten?

  • Nimmst du regelmäßig Medikamente ein und wenn ja, welche sind das?

  • Wie steht es um deinen Impfschutz?

8. Schwangerschaftswoche: Deine Checkliste

  • Suche dir einen Gynäkologen / eine Gynäkologin und eine Hebamme, denen du vertrauen kannst.

  • Hast du bereits einen Arzt / eine Ärztin gefunden? Organisiere dir deine monatlichen Vorsorgetermine und bereite dich auf die erste große Untersuchung vor.

  • Vereinbare einen Zahnarzttermin.

  • Jetzt anmelden für wöchentliche Schwangerschafts-Tipps.

Zur Entstehung dieses Artikels:

Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen, fachspezifischen und öffentlichen Quellen. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Deinen Arzt bzw. Deine Ärztin.

  • Hackelöer, B.-J., Kurt; Hansmann, M.; Saudach, A. (Hrsg.): Ultraschalldiagnostik in Geburtshilfe und Gynäkologie. Lehrbuch und Atlas. Springer. Berlin, Heidelberg. 1985.
  • Löseke, Andrea; Skibbe, Xaver: Gynäkologie und Geburtshilfe für Pflegeberufe. 3. Auflage. Thieme. Stuttgart, New York. 2013.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Ursachen für eine Fehlgeburt oder Totgeburt
  • Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung