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Die Entwicklung Ihres Babys in der 8. Schwangerschaftswoche

Endlich ist es so weit: In der 8. SSW werden Sie wahrscheinlich den ersten Ultraschall bei Ihrem Gynäkologen machen und Ihren winzigen Mitbewohner begutachten können. Jedoch muss man schon sehr genau hinsehen, um an den Händen und Füßen die winzigen Finger und Zehen mit Schwimmhäutchen zu erkennen, die sich in dieser Woche bilden.

Der Kopf Ihres Babys ist im Vergleich zum Rest noch enorm groß und nach vorne gebeugt. Sie könnten nun bereits kleine Wölbungen im Gesicht erkennen. Das werden später einmal die Augen. Bis zur 12. Schwangerschaftswoche werden sie geöffnet sein und sich dann wieder schließen. Erst am Ende Ihrer Schwangerschaft wird Ihr Kind die Augen wieder aktiv öffnen. Auch der Mund und die Nase sind in ihren Ansätzen zu erkennen.

Wenn Sie den Körper Ihres Kleinen anstupsen könnten, würde es bereits mit einem Zucken darauf reagieren. Die Sinnesorgane sind in der 8. SSW schon recht weit in Ihrer Entwicklung vorangeschritten und verknüpfen sich mehr und mehr mit dem Gehirn. Das heranreifende Nervensystem kommuniziert also bereits mit den Muskeln. Es bestehen erste Verbindungen von den Augen und den Riechzellen zum Gehirn.

Mit der Entwicklung des Darmsystems bewegt sich ein mittlerer Schleifenteil in die Nabelschnur hinein, da in der 8. SSW im Unterleib des Embryos noch nicht genug Platz dafür vorhanden ist. Bereits in dieser frühen Phase führt das Darmsystem Abfallstoffe vom Körper des Embryos weg. In einem Monat wird im Bauch Ihres Babys mehr Platz vorhanden sein und das Darmsystem bewegt sich aus der Nabelschnur vollständig in den Unterleib zurück.

Wie groß ist Ihr Baby in der 8. Schwangerschaftswoche?

Erinnern Sie sich: In der 5. Schwangerschaftswoche war der Embryo gerade mal 2 mm groß. Nun, in der 8. SSW, liegt seine Größe schon bei ganzen 15 mm. Die Größe des Embryos hat sich also in der 8. SSW innerhalb des letzten Monats ca. versiebenfacht und lässt sich mit dem Umfang einer Himbeere vergleichen!

Ihr Körper in der 8. Schwangerschaftswoche

Sie sind nun in der 8. Woche schwanger und ab jetzt erfolgen einmal pro Monat die Vorsorgeuntersuchungen. Erst in den letzten beiden Monaten Ihrer Schwangerschaft werden Sie bis zur Geburt öfter untersucht. Bei Ihrem ersten Check-up wird Ihr Gynäkologe u.a. feststellen, ob es sich bei Ihnen um eine sogenannte Risikoschwangerschaft handelt und daher zusätzliche Termine notwendig sind. Als Risiko wird zum Beispiel ein hohes Alter der Mutter (ab 35 Jahre) angesehen, aber auch Vorerkrankungen oder Komplikationen während einer früheren Schwangerschaft führen zu einer Einschätzung als Risikoschwangerschaft.

Der aufregendste Moment der Untersuchung wird für Sie wahrscheinlich der Ultraschall sein. Da Ihrem Bauch in der 8. SSW wahrscheinlich noch nicht viel anzusehen sein wird, ist der Gedanke ein kleines Geschöpf in sich zu tragen wahrscheinlich noch recht abstrakt. Der Ultraschall macht es sichtbar und bestätigt noch einmal Ihre Schwangerschaft. Er gibt außerdem Aufschluss darüber, ob es sich evtl. um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt. Außerdem kann die Länge des Embryos gemessen und somit das genaue Alter festgestellt werden. Daraus ergibt sich dann wiederum Ihr Geburtstermin. Während Ihrer Schwangerschaft wird es im Regelfall in jedem Trimester eine Ultraschalluntersuchung geben – also insgesamt drei. Sollten Sie sich außerhalb dieser drei Untersuchungen für einen zusätzlichen Ultraschall entscheiden, müssten Sie diesen selbst bezahlen. In besonderen Fällen werden weitere Sonografien gemacht und auch von der Krankenkasse übernommen.

Bei Ihrer ersten großen Untersuchung wird Ihr Arzt Ihnen wahrscheinlich auch Blut abnehmen. Dabei wird Folgendes durchgeführt:

  • Blutgruppenbestimmung (inkl. des Rhesusfaktors)
  • Antikörper-Suchtest (Test auf eine Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Ihnen und Ihrem Kind)
  • Feststellung einer Immunität gegen Röteln (sollten Sie keinen entsprechenden Nachweis in Ihrem Impfpass haben)
  • HIV-Test
  • Toxoplasmosekontrolle (freiwillig)

Während der monatlichen Vorsorgeuntersuchungen werden dann regelmäßig folgende Dinge kontrolliert:

  • Blutdruck
  • Körpergewicht
  • Urin
  • Stand der Gebärmutter und Lage des Kindes (durch Abtasten oder Ultraschall)
  • Herztöne des Kindes

Alle Untersuchungen und Ergebnisse werden in Ihrem Mutterpass eingetragen.

Die Vorsorgeuntersuchungen können auch von Ihrer Hebamme übernommen werden. Die einzige Ausnahme bildet der Ultraschall. Dazu müssen Sie eine gynäkologische Praxis aufsuchen. Egal, ob Sie nun zu einem Gynäkologen oder zu einer Hebamme gehen, es ist wichtig, dass Sie dieser Person vertrauen und eine ähnliche Lebensanschauung teilen.

8. Schwangerschaftswoche: Ihre Symptome

Gehören Sie zu den Glücklichen, die nicht unter Schwangerschaftsbeschwerden leiden? Bei den meisten Frauen treten allerdings früher oder später mehr oder weniger starke Beschwerden auf. Einige davon haben wir bereits in den vorhergehenden Schwangerschaftswochen beschrieben. Nicht untypisch sind auch:

  • Zahnfleischbluten. Die Hormonausschüttung während der Schwangerschaft führt dazu, dass die Organe stärker durchblutet werden und sich Ihr Gewebe lockert. Das gilt auch für die Mundschleimhaut, was Zahnfleischbluten zur Folge haben kann.
  • Schwindel. Ein niedriger Blutdruck oder Blutzuckerspiegel kann besonders im ersten Trimester zu Kreislaufproblemen führen.

Wie schon in den Wochen davor können auch in der 8. SSW Übelkeit und Unterleibsschmerzen unangenehme Begleiter sein. Versuchen Sie es nicht allzu schwer zu nehmen, denn im 2. Trimester verschwinden diese Symptome oft wieder.

Baby im Mutterleib nach 8 Wochen

8. Schwangerschaftswoche: Das sollten Sie beachten

  • Achten Sie nun besonders auf Mundhygiene. Verwenden Sie bei empfindlichem Zahnfleisch eine weichere Zahnbürste als sonst. Sollten Sie unter Brechreiz während des Zähneputzens leiden, könnte eine Zahnbürste mit einem kleineren Bürstenkopf helfen, um auch die hinteren Bereiche problemlos reinigen zu können.
  • Beugen Sie Kreislaufproblemen mit einer gesunden Ernährung und genügend Schlaf vor. Auch kleine Mahlzeiten zwischendurch helfen, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Regen Sie Ihren Kreislauf mit Sport bzw. Bewegung an der frischen Luft und Wechselduschen an.
  • Begeben Sie sich jetzt schon auf die Suche nach einer Hebamme, denn sie kann auch die Vorsorgeuntersuchungen übernehmen und steht Ihnen darüber hinaus vor allem bei Fragen und Problemen zur Seite.
  • Wenn bei Ihnen morgendliche Übelkeit auftritt, legen Sie sich immer eine Kleinigkeit zu Essen ans Bett, die Sie vor dem Aufstehen zu sich nehmen. Versuchen Sie, ab jetzt fünf oder sechs kleinere Mahlzeiten pro Tag zu sich zu nehmen anstatt drei große.

Wann und wie verkünden Sie die frohe Neuigkeit? Manche Frauen erzählen Ihrem direkten Umfeld sofort, dass sie ein Baby erwarten. Andere warten bis zum Ende des ersten Trimesters, wenn das Risiko einer Fehlgeburt nicht mehr so groß ist. Wie entscheiden Sie sich?

8. Schwangerschaftswoche: Fragen an Ihren Arzt

Die Vorsorgeuntersuchungen sind übrigens eine ideale Gelegenheit für ein Gespräch mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Scheuen Sie sich nicht, all die Fragen zu stellen, die Sie beschäftigen. Am besten schreiben Sie sich die Fragen auf und nehmen diese Notizen zur Untersuchung mit.

Aber auch Ihr Arzt wird viele Fragen an Sie richten, auf die Sie sich schon einmal vorbereiten können:

  • Wann war der erste Tag der letzten Regel?
  • Wie lange dauert Ihre Regel bzw. Ihr Zyklus normalerweise?
  • Kennen Sie vielleicht sogar das Datum der Zeugung?
  • Waren Sie schon einmal schwanger? Wenn ja, gab es hier irgendwelche nennenswerten Komplikationen?
  • Hatten Sie schon einmal eine Fehlgeburt oder wurde eine Schwangerschaft abgebrochen?
  • Leiden Sie unter einer (chronischen) Krankheit?
  • Gibt es in Ihrer Familie Erbkrankheiten?
  • Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein und wenn ja, welche sind das?
  • Wie steht es um Ihren Impfschutz?

8. Schwangerschaftswoche: Ihre Checkliste

Suchen Sie sich einen Arzt und eine Hebamme, denen Sie vertrauen.

Haben Sie bereits einen Arzt gefunden? Organisieren Sie Ihre monatlichen Vorsorgetermine und bereiten Sie sich auf die erste große Untersuchung vor.

Vereinbaren Sie einen Zahnarzttermin.

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