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Die Entwicklung Ihres Babys in der 9. Schwangerschaftswoche

Mit der 9. SSW beginnt nun die Fetalperiode. Ihr Baby ist nun also ganz offiziell ein Fötus und kein Embryo mehr. Der Torso ist nun gerader und länger und auch der Schwanzfortsatz ist nicht mehr vorhanden.

Dieser Zeitraum ist überaus wichtig für die Entwicklung der Arme und Beine. Die Beine sind länger geworden und in der 9. SSW lassen sich auf dem Ultraschallbild langsam Zehen erkennen, die aus den kleinen Knospen an den Füßen sprießen. Auch die Arme sind gewachsen und biegen sich bereits an den Ellenbogen. Die grundlegende Struktur der Hand mit Fingern und dem Daumen wird geformt und man kann schon an den paddelförmigen Händen und Füßen kleine Finger- bzw. Zehenstrahlen erkennen. Auch der kleine kaulquappenähnliche Schwanz bildet sich nun zurück.

Sie sind erst in der 9. Schwangerschaftswoche und Ihr Baby ist schon ein kleiner Tänzer. Ihr Kleines bewegt sich schon kräftig im Mutterleib und reagiert sogar auf Reize, die von außerhalb kommen. Allerdings müssen Sie sich noch in Geduld üben: Sie werden noch bis zum zweiten Trimester warten müssen, bis Sie diese Bewegungen tatsächlich fühlen können.

Wie groß ist Ihr Baby in der 9. Schwangerschaftswoche?

In der 9. Schwangerschaftswoche ist Ihr kleiner Mitbewohner nun mit der Größe einer Kirsche vergleichbar, d. h. er hat eine Länge (Scheitel-Steiß-Länge) von 1,7-2,4 cm erreicht. Trotz der rasanten Entwicklung wiegt der Fötus in der 9. SSW nicht mehr als 2 Gramm. Das wird sich aber sehr bald ändern!

Ihr Körper in der 9. Schwangerschaftswoche

Mittlerweile bemerken Sie vermutlich wesentliche Veränderungen an Ihrer Brust. Diese stellt sich bereits auf die Zeit nach der Geburt und das Stillen ein. Ihr Busen ist fester, schwerer und fühlt sich empfindlicher an. Mit fortschreitender Schwangerschaft werden Ihre Brüste weiter wachsen. Gegen Ende des vierten Monats nimmt die Empfindlichkeit jedoch meistens wieder ab. Es ist möglich, dass sich auf Ihren Brustwarzen-Vorhöfen kleine weiße Erhebungen bilden. Dabei handelt es sich um sogenannte Montgomery-Drüsen (Tuberkel), die eine ölige Substanz absondern, welche die Brustwarzen während der Stillzeit weich und geschmeidig hält.

Vielleicht lässt sich bereits jetzt, in der 9. SSW, eine kleine Wölbung an Ihrem Bauch erkennen. Durchschnittlich nehmen Frauen im ersten Trimester nur ein bis drei Kilo zu. Das kann natürlich individuell sehr schwanken. Generell haben Sie jetzt noch keinen erhöhten Kalorienbedarf. Dieser steigt erst gegen Ende Ihrer Schwangerschaft. Wichtig ist nun, dass Sie sich wohlfühlen. Sport bzw. Bewegung an der frischen Luft kann dazu beitragen.

Viele Experten befürworten jetzt Schwimmen als eine ideale Bewegungstherapie für Schwangere, da dabei die Gelenke geschont werden. Durch das Hormon Relaxin, das nun durch Ihren Körper strömt, werden Ihre Sehnen und Bänder gelockert, wodurch sich das Becken während der Geburt weiten kann, was Ihnen wiederum den Geburtsvorgang erleichtert. Vermeiden Sie jedoch Übungen, die Ihre Gelenke, Sehnen und Bänder zu stark belasten. Grundsätzlich müssen Sie aber nicht auf Sport in der Schwangerschaft verzichten. Ganz im Gegenteil: Bleiben Sie in Bewegung! Leichter Sport fördert die Ausdauer und den Muskelaufbau. Beides wird Ihnen im Laufe der Schwangerschaft und dann auch bei der Geburt von Nutzen sein. Es gibt neben Schwimmen viele Möglichkeiten der Fitness für Schwangere: Yoga, Pilates, spezielle Schwangerschaftsgymnastik – sogar leichtes Joggen ist erlaubt.

Sie sind zwar erst in der 9. Woche schwanger, aber es ist jetzt schon sinnvoll über ein regelmäßiges Beckenbodentraining nachzudenken. Der Beckenboden wird während der Schwangerschaft u. a. durch das Gewicht des Kindes und der wachsenden Gebärmutter viel mehr beansprucht als sonst. Eine stabile Beckenbodenmuskulatur kann dieses Gewicht besser tragen. Regelmäßiges Training trägt aber auch dazu bei, dass die Muskulatur elastischer wird und Sie lernen, diese im richtigen Moment zu entspannen. Das kann später bei der Geburt von Vorteil sein.

Baby im Mutterleib nach 9 Wochen

9. Schwangerschaftswoche: Ihre Symptome

Nur die wenigsten Frauen leiden in der 9. SSW nicht unter Beschwerden. Diese können aber von Frau zu Frau unterschiedlich ausgeprägt sein. Typisch sind:

  • Stimmungsschwankungen. Sind Sie etwas gereizter als normal, dann wieder völlig aufgedreht und in der nächsten Minute bedrückt? Dieses Auf und Ab ist normal. Der erhöhte Hormonspiegel trägt seinen Teil dazu bei und auch Sie müssen sich erst einmal an die neue Situation und körperliche Herausforderung gewöhnen.
  • Übelkeit. Sollte in der 9. SSW die Übelkeit während des gesamten Tages die Oberhand behalten, Sie müssen sich mehr als dreimal täglich übergeben und verlieren Gewicht, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt zurate ziehen.
  • Ziehen im Unterleib. Auch in der 9. SSW kann es immer noch vorkommen, dass Sie ein Ziehen im Unterleib verspüren. Bedingt durch die Schwangerschaftshormone, lockern und dehnen sich jetzt Ihre Muskeln und Bänder, was zu diesen Beschwerden führen kann.

9. Schwangerschaftswoche: Das sollten Sie beachten

  • Sollten Sie vorher sehr sportlich gewesen sein, sei Ihnen geraten, es nun langsamer angehen zu lassen. Übertreiben Sie es also nicht. Die Schwangerschaft ist nicht die Zeit zur Leistungssteigerung. Sport sollte Sie nun lediglich fit halten und zu Ihrem Wohlbefinden beitragen.
  • Verzichten Sie ab jetzt lieber auf Energydrinks. Auch Kaffee sollten Sie nur in Maßen genießen. Allerdings sind hier 3 Tassen pro Tag durchaus erlaubt.
  • Seien Sie vorsichtig mit fertigem gewaschenem Salat zum Beispiel aus dem Supermarkt. Dieser kann trotz allem noch Keime enthalten, die Toxoplasmose auslösen können. Diese Erkrankung ist für Sie harmlos, könnte aber beim Kind zu Schäden an den Augen und dem Gehirn führen. Diese Infektion kann beispielsweise durch Katzenkot, nicht ausreichend erhitztes Fleisch und eben auch Erde übertragen werden. Davon könnten sich noch Reste in fertigem Salat befinden. Um sicherzugehen, waschen Sie den Salat einfach noch einmal vor dem Verzehr gründlich ab.
  • Von intensivem Sonnenbaden und Solariumsbesuchen wird ebenfalls abgeraten. Ihre Haut ist nun viel empfindlicher. Verwenden Sie draußen genügend Sonnencreme und bleiben Sie lieber im Schatten.

9. Schwangerschaftswoche: Fragen an Ihren Arzt

  • Sollten Sie noch keinen Termin bei Ihrem Gynäkologen gemacht haben, ist es jetzt höchste Zeit. Der erste Ultraschall findet spätestens zwischen der 9. und 12. SSW statt.
  • Sollten Sie eine bestimmte Sportart ausüben, die Sie auch während Ihrer Schwangerschaft weiterbetreiben wollen, fragen Sie ruhig sicherheitshalber bei Ihrem Arzt nach, ob das Ihr Zustand momentan zulässt.
  • Informieren Sie sich, ab wann Sie mit einem Beckenbodentraining beginnen können.

9. Schwangerschaftswoche: Ihre Checkliste

Informieren Sie sich, welche Vorsorgeleistungen Ihre Krankenversicherung übernimmt.

Bewegung tut Ihnen gut, stärkt Ihre Muskeln und regt den Kreislauf an.

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