Schwangerschaftsbeschwerden im zweiten Trimester

Herzlichen Glückwunsch, du hast das zweite Trimester deiner Schwangerschaft erreicht. Viele Frauen sind der Meinung, dass dies die angenehmste Phase der Schwangerschaft ist. Die morgendliche Übelkeit klingt in der Regel zu Beginn dieses Schwangerschaftsdrittels ab und verschwindet schließlich ganz. Der Babybauch ist noch nicht sehr groß und das Gewicht des Babys nicht zu belastend. Außerdem wirst du mehr Energie haben als während der ersten 13 Schwangerschaftswochen.

Für die meisten werdenden Mütter verläuft diese Phase der Schwangerschaft also wesentlich angenehmer als die erste, dennoch können einige Schwangerschaftsbeschwerden im zweiten Trimester auftreten. Dazu gehören zum Beispiel Verstopfung, Hämorrhoiden und Mutterbandschmerzen. Informiere dich im Folgenden darüber, was dich nun erwartet und wie du diese Beschwerden behandeln kannst.

Schwangerschaftsbeschwerden im zweiten Trimester: Was auf dich zukommen kann

Was hilft gegen Verstopfung in der Schwangerschaft?

Durch die Hormonveränderungen in der Schwangerschaft verlangsamt sich die Tätigkeit deines Magen-Darm-Trakts und das größer werdende Baby drückt auf den Dickdarm. All dies kann zu Verstopfungen führen.

Diese können in der Schwangerschaft sehr unangenehm sein. Zum Glück kann schon eine kleine Ernährungsumstellung etwas Abhilfe verschaffen.

  • Trinke möglichst viel Wasser – ideal wären acht Gläser pro Tag.

  • Iss nun mehr Ballaststoffe, zum Beispiel in Form von Backpflaumen, Kleie und Salat. Achte dabei aber weiterhin immer auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung während der Schwangerschaft.

  • Versuche, jeden Tag mindestens 15 Minuten spazieren zu gehen, um die Durchblutung deiner Organe anzuregen.

  • Nimm trotz Verstopfung bitte keine Abführmittel ein (auch keine rezeptfreien), ohne vorher mit deinem Arzt / deiner Ärztin darüber gesprochen zu haben.

Abhilfe bei Hämorrhoiden in der Schwangerschaft

Hämorrhoiden sind erweiterte Adern im After. Sie entstehen während der Schwangerschaft häufig als Folge auf den erhöhten Druck, der auf diesem Bereich lastet. Da sich Hämorrhoiden verschlimmern, je mehr das Baby wächst, solltest du schon bei den ersten Anzeichen reagieren.

Durch die folgenden Maßnahmen kannst du die Beschwerden später besser unter Kontrolle halten:

  • Ein warmes Bad kann die durch Hämorrhoiden verursachten Schmerzen lindern.

  • Vermeide längeres Stehen, denn es führt zu einer schlechteren Durchblutung. Dadurch können sich die Hämorrhoiden noch verschlimmern.

  • Beuge auch möglichst gegen Verstopfung vor: Je weniger Mühe dir der Stuhlgang macht (und je weicher der Stuhl ist), desto besser.

Wenn diese Maßnahmen nicht helfen, solltest du immer deinen Arzt / deine Ärztin aufsuchen.

Mutterbandschmerzen im zweiten Trimester

Wenn du im zweiten Trimester der Schwangerschaft Schmerzen in der Leistengegend spürst, sind es wahrscheinlich Mutterbandschmerzen. Weil die Gebärmutter im zweiten Schwangerschaftsdrittel wächst, dehnen sich auch die Bänder, die sie halten. Diese Dehnung verursacht bei manchen Frauen Schmerzen.

Leider kannst du gegen Mutterbandschmerzen nur wenig tun. Wenn die Schmerzen zu stark werden, sprich darüber bitte mit deinem Arzt / deiner Ärztin oder deiner Hebamme. Schmerzen in der Leisten- oder Unterleibsgegend können bei Schwangeren auch Anzeichen für eine Komplikation sein, daher solltest du sie unbedingt abklären lassen.

Auch wenn Schwangerschaftsbeschwerden im zweiten Trimester nicht unüblich sind, ist dieses Schwangerschaftsdrittel meist das angenehmste. Wir hoffen, dass wir dir mit unseren Tipps ein wenig weiterhelfen konnten. Solltest du dir bei einigen Beschwerden unsicher sein, konsultiere am besten immer deinen Arzt / deine Ärztin.

Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt / deine Ärztin.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt / deine Ärztin.

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