1. Monat – Wie sich Ihr Baby entwickelt

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14.06.19
10 Lesedauer

Alles braucht seine Zeit! Die ersten Wochen mit Ihrem neugeborenen Baby waren vermutlich kein Zuckerschlecken. Auch das Elternsein benötigt Übung. Aber keine Sorge: Mit jedem neuen Tag und jeder neuen Woche werden Sie als Mutter und Vater sicherer im Umgang mit Ihrem Baby und lernen es besser zu verstehen.

Die Entwicklung Ihres Kindes ist ein komplexer Prozess, der oft rasant voranschreitet und voller Überraschungen steckt. Sie dürfen gerne um Rat fragen und Hilfe annehmen – auch das gehört zum Elterndasein dazu.

Hier erfahren Sie, wie sich Ihr 1 Monat altes Baby entwickelt, was es schon alles bewerkstelligen kann und was diese Zeit so besonders macht.

Worum geht es in diesem Artikel?

Wie sich Ihr Baby entwickelt Wie Sie Ihr Baby jetzt unterstützen können Ernährung Ihres Babys Der Tagesablauf Ihres Babys Babys Gesundheit Wie Ihr Baby schläft Wie sich Ihr Leben verändert Checkliste: Ihr 1 Monat altes Baby

Wie sich Ihr Baby entwickelt

Jedes Kind ist einzigartig. Wundern Sie sich also nicht, falls Ihr Baby ein anderes Tempo beim Wachstum des Kopfumfanges oder bei der Entwicklung der Sinne an den Tag legt als der Durchschnitt. Nutzen Sie die Informationen über die Entwicklung von Neugeborenen als Orientierungshilfe und nicht als in Stein gemeißelte Gebote. Ihr Kind wird ganz individuell heranwachsen – und das ist auch gut so!

Um die fünfte Woche herum, vielleicht auch etwas früher oder später, machen die meisten Neugeborenen den ersten großen Entwicklungsschub durch. Besonders die Sinnesorgane durchlaufen in diesem Zeitraum einen raschen Reifungsprozess.

Sinne

Manche Babys reagieren auf visuelle Eindrücke stärker als auf Geräusche. Andere bevorzugen die Welt über den Tastsinn zu entdecken. Und es gibt kleine Wonneproppen, die von allen Sinneseindrücken gleich fasziniert sind. Hier ist ein Überblick über die Entwicklung der Sinnesorgane von Babys, die 1 Monat alt sind:

  • Sehen. Das kleine Geschöpf nimmt bereits Helligkeitsunterschiede wahr und kann Gesichter und Formen erkennen – und das am besten im Abstand von 20 Zentimetern. Aufregend ist, dass Ihr Kind jetzt innerhalb einer Form Unterschiede bemerkt. Anstatt die Konturen des Gesichts wie Haaransatz oder Kinn zu fixieren, betrachtet es jetzt vermehrt die Augen, wenn es Sie oder andere Gesichter anschaut. Was für ein magischer Moment, wenn Ihr Baby mit seinen Augen das erste Mal in Ihre schaut.
  • Hören. Ihr Neugeborenes konnte schon im Mutterleib Geräusche wahrnehmen. Bereits zwölf Stunden nach der Geburt ist es in der Lage, die Stimme seiner Mutter von anderen zu unterscheiden. Babys in diesem Alter reagieren grundsätzlich auf die menschliche Stimme besser als auf gleichbleibende Töne. Und ab der vierten Woche lernen sie allmählich, Vokale voneinander zu unterscheiden. Es lohnt sich also, viel mit Ihrem Neugeborenen zu sprechen.
  • Riechen und Schmecken. Der Geschmacks- und Geruchssinn ist nach der Geburt sofort funktionsfähig. Nach zwei Wochen reagieren Babys schon auf verschiedene Geschmäcker. Eine Vorliebe für Süßes besitzen bereits Neugeborene, was man anhand ihres Saugverhaltens herausgefunden hat. Auch auf starke Gerüche reagieren die Kleinen, in dem sie ihre Arme und Beine bewegen. Außerdem steigt ihr Puls und Atemfrequenz an, wenn sie etwas Neues riechen. Die Empfindlichkeit für Gerüche nimmt beginnend mit den ersten Lebenstagen rasant zu.
  • Tastsinn. Auch auf Berührungen reagieren Neugeborene – und zwar mit dem Greifreflex. Überschreitet die Berührung eine gewisse Intensität, empfinden Babys auch schon Schmerz. Diese Schmerzempfindlichkeit ist zwar noch gering, nimmt aber schon nach den ersten Wochen zu. Der Kopf ist dabei empfindlicher als die Arme und Beine. Über Streicheleinheiten freut sich Ihr Baby sicherlich. Auch wenn Sie das kleine Ding manchmal festdrücken wollen, weil es so unfassbar süß ist, sollten Sie und Ihr Partner mit dieser Form der Liebesbekundung noch etwas warten.

Es ist wirklich bemerkenswert, was Neugeborene schon alles nach einigen Wochen können. So rasch, wie es mit der Entwicklung der Sinne vorangeht, umso länger dauert es mit der Motorik. Die aufgenommenen Informationen in motorische Reaktionen umzusetzen, das lernen die Kleinen erst etwas später.

Als Nächstes steht die dritte Vorsorgeuntersuchung an. Im 1. Monat ist das die U-3-Untersuchung.

Diese wird in der vierten oder fünften Woche vom Kinderarzt durchgeführt. Hier werden die motorische Entwicklung und die Reflexe des Neugeborenen untersucht. Auch wird das Hüftgelenk per Ultraschall untersucht sowie auf Wunsch Vitamin K verabreicht.

Falls Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Babys haben oder Hilfestellungen benötigen, können Sie an diesem Termin mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Wie Sie Ihr Baby jetzt unterstützen können

Wie viel Ihr kleiner Weltentdecker schon wahrnehmen kann! Nach den ersten vier Wochen reagiert Ihr Kind bereits viel empfindsamer auf äußere Einflüsse, dank der raschen Entwicklung der Sinnesorgane.

Nun kann Ihr Baby Ihnen zeigen, was es besonders gerne mag: nämlich mit einem Lächeln.
Und was gibt es Schöneres, als Ihr eigenes Baby lachen zu sehen. Versuchen Sie doch einmal, spielerisch herauszufinden, was Ihrem Neugeborenen besonders viel Freude bereitet.

Wonach schaut Ihr Baby?

Wenn Sie Ihr Kleines herumtragen, achten Sie darauf, wonach es Ausschau hält. Halten Sie inne und lassen Sie Ihrem Baby die Objekte betrachten, für die es sich interessiert. Wichtig zu wissen ist, dass es noch nicht viel weiter als 30 Zentimeter schauen kann.

Oft sind es farbige Objekte, welche die Neugeborenen am meisten fesseln. Je deutlicher sich die Farben unterscheiden, desto interessanter ist es. Ebenso begeistert sind die Kleinen von Gesichtern.

Manche Babys lieben es, etwas Bekanntes immer wieder anzusehen. Andere sind dagegen schneller gelangweilt von Wiederholungen und wollen lieber etwas Neues betrachten. Wenn Sie von Ihrer Familie und Freunden Geschenke und Spielzeug für Ihr Neugeborenes bekommen haben, zeigen Sie es ihm. Wenn Sie so Ihrem Kind ein Lächeln entlocken, werden Sie sich bestimmt genauso darüber freuen.

Worauf hört Ihr Baby?

Zwar nimmt Ihr Baby schon alle möglichen Geräusche wahr, aber die menschliche Stimme ist immer noch das Faszinierendste. Und Ihre Stimme, die Stimme der Mutter, ist für Ihr 1 Monat altes Baby die Allerschönste.

Nach fünf Wochen kann Ihr Neugeborenes schon Vokale unterscheiden. Über ein nettes Gespräch wird es sich sehr freuen. Erzählen Sie ruhig von Ihrem Alltag oder was Ihnen sonst einfällt und gehen Sie dabei mit Ihrem Gesicht nah an das Ihres Babys heran.

Sollte es „antworten“ wollen, halten Sie kurz inne und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie ihm zuhören. Danach erzählen Sie weiter. So lernt es irgendwann, selbst die ersten Worte zu sprechen.

Was fühlt Ihr Baby?

Auch Berührungen nehmen Babys, die erst 1 Monat alt sind, aufmerksam wahr. Vielleicht lacht es in dieser Zeit das erste Mal laut auf, wenn Sie kitzeln.

Allerdings sind Kitzeleinheiten für viele in diesem Alter noch zu viel des Guten. Auch hier können Sie herausfinden, was Ihr Baby besonders gerne mag, in dem Sie es an verschiedenen Körperstellen streicheln. Schauen Sie, wie es auf Ihre Berührungen reagiert. Es wird Ihnen schon zeigen, was es mag, und was noch nicht.

Ernährung Ihres Babys

Für viele Dinge braucht man mehrere Anläufe. Auch das erste Stillen klappt nicht immer auf Anhieb. Und ebenso können Probleme beim Fläschchen geben auftreten.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn es ein paar Schwierigkeiten bei der Ernährung Ihres Babys gibt. Ihr Neugeborenes und Sie brauchen anfangs viel Zeit und Geduld, um das Stillen und Trinken richtig zu lernen.

Stillprobleme

Sollten Sie sich für das Stillen entschieden haben, müssen Sie ggf. so einige Hürden nehmen. Welche Probleme evtl. auftreten und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier:

  • Milchstau. Die Brust ist geschwollen und schmerzt bei Berührungen. Verschiedene Ursachen können einen Milchstau erzeugen. Stress und Verhärtungen sind oft der Auslöser. Um die Muttermilch wieder zum Fließen zu bringen, sollten Sie sich möglichst entspannen. Am besten legen Sie sich mit Ihrem Baby ins Bett und kuscheln. Warme Umschläge oder Warm-Packs, die Sie vor dem Stillen auf Ihre Brust legen, können die Beschwerden lindern. Sollte dies nicht helfen, wenden Sie sich an Ihre Hebamme.
  • Wunde Brustwarzen. Wenn Ihre Brustwarzen beim Stillen schmerzen, sollten Sie versuchen, die wunde Stelle zu entlasten. Oft kann es schon helfen, wenn Sie öfter, dafür aber kürzer stillen. Außerdem können Sie zwischendurch die Milch abpumpen, um der wunden Brustwarze eine Auszeit zu gönnen. Wechseln Sie auch die Stillpositionen. Ganz wichtig ist, dass Sie auf Hygiene achten. Waschen Sie Ihre Hände, bevor Sie Ihre Brust anfassen, und spülen Sie die Brust unter fließendem Wasser ab. So verhindern Sie, dass Keime in die wunde Stelle gelangen und sich Ihre Brustwarzen entzünden.
  • Brustwarzenentzündung. Sollten Ihre Brustwarzen entzündet sein, können Sie Calendula-Essenz mit Wasser verdünnt auf die Stelle auftragen. Das hilft bei der Wundheilung. Alternativ können auch Hydrogel-Pads die Beschwerden lindern. Sie spenden Feuchtigkeit und wirken kühlend. Auch Kühl-Packs, die Sie nach dem Stillen auflegen, können Abhilfe schaffen. Sollten die Beschwerden nach 24 Stunden nicht abklingen, gehen Sie am besten zu Ihrem Frauenarzt, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.
  • Zu viel Milch. Wenn bei Ihnen immer wieder Milch ausläuft und Ihre Haut spannt, können Sie ein bis zwei Tassen Salbeitee pro Tag trinken, um die Milchproduktion zu reduzieren. Bei stark spannender Haut helfen ebenfalls Kühl-Packs nach dem Stillen.
  • Zu wenig Milch. Für eine zu geringe Milchproduktion kann ebenfalls Stress die Ursache sein. Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und versuchen sich zu entspannen. Während starken Wachstumsschüben, die häufig in den ersten Wochen, im ersten, dritten und vierten Lebensmonat vorkommen, benötigt Ihr Neugeborenes oft eine größere Trinkmenge als gewöhnlich. Um die Milchproduktion anzuregen, sollten Sie Ihr Baby häufiger stillen. Je öfter es trinkt, desto mehr Milch wird produziert.
  • Flach oder Hohlwarzen. Es gibt kleine Silikonhütchen, die Sie auf Ihre Brustwarze setzen können, damit Ihr Baby einen festeren und längeren Ansatzpunkt hat. Das kann das Stillen einfacher und angenehmer machen. Die Silikonhütchen können bei Flach- und Hohlwarzen sowie bei wunden Brustwarzen angewendet werden. Oder wenn die Milch zu schnell austritt und sich Ihr Kind dadurch verschluckt.

Stillpositionen

Viele der Stillprobleme können auch durch eine falsche Stillposition ausgelöst werden. Ihre Hebamme sollte Ihnen dabei helfen, die verschiedenen Positionen zu erlernen und Sie gegebenenfalls korrigieren.
Wenn Sie Ihr Kind richtig anlegen, wird das Trinken für Ihren kleinen Schatz leichter und auch angenehmer für Ihre Brustwarzen.
Hier stellen wir Ihnen vier bewährte Positionen vor:

  • Die Seitenlange. Diese Position im Liegen empfinden viele Mütter als sehr angenehm – besonders nachts. Legen Sie sich und Ihr Baby auf die Seite, sodass sie Bauch an Bauch nebeneinanderliegen, und stützen sie wenn nötig den Rücken Ihres Kindes mit einem Kissen oder zusammengerollten Mullwindel. Der Mund Ihres Kindes sollte auf der Höhe Ihrer Brustwarze sein, damit Sie es gut anlegen können.
  • Der Hoppe-Reiter-Sitz. Für schon etwas ältere Babys, aber auch für die Kleinen, die nur schwer saugen können oder eine verstopfte Nase haben, eignet sich diese Position sehr gut. Setzen Sie dazu Ihr Baby aufrecht auf Ihren Schoß und halten Sie es mit Ihrer Hand am Rücken. Der Mund Ihres Kindes sollte direkt vor Ihrer Brust sein. Lehnen Sie sich aber nicht zu weit nach vorne, sondern ziehen Sie lieber Ihr Kind zu Ihnen heran, sonst bekommen Sie schnell Rückenschmerzen. Das Kind sollte immer zur Brust kommen, und nicht die Brust zum Kind.
  • Die Wiegehaltung. Der Klassiker. Diese Position eignet sich für fast jedes Baby. Außer wenn das kleine Murmeltier schnell beim Stillen einschläft, ist diese Position nicht ideal, da es das Einschlafen fördert. Setzten Sie sich aufrecht hin und halten Sie Ihr Baby so, dass es mit dem Nacken in Ihrer Ellenbeuge liegt. Mit dem gleichen Arm stützen Sie den Rücken, die andere Hand hält den Po. Ein Kissen unter Ihrem Arm kann helfen, dass Ihr Baby auf der Höhe Ihrer Brustwarze liegt. Wichtig ist, dass Ihr Kind nicht den Kopf zur Brust drehen muss, sondern diese ihm zugewandt ist.
  • Der Rückengriff. Diese Position bedarf ein wenig mehr Übung. Sie eignet sich besonders für das Stillen von Zwillingen, aber auch wenn das Kind zu schnell einschläft. Bei wunden Brustwarzen kann diese Stillposition ebenfalls helfen. Setzten Sie sich aufrecht hin und halten Sie Ihr Baby seitlich neben der Hüfte. Mit Ihrem Unterarm stützen sie den Rücken Ihres Kindes, der Kopf liegt auf Ihrer Handfläche auf und die Beine sind nach hinten ausgestreckt. Nehmen Sie gern ein Kissen zur Unterstützung. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby in einer Linie liegt und nicht den Kopf drehen muss, um zu trinken.

Ihre Hebamme wird Ihnen die verschiedenen Stillpositionen zeigen und Ihnen bei eventuellen Stillproblemen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Schauen Sie sich auch unsere Tipps zum Stillen an.

Natürlich können Sie Ihrem kleinen Baby auch das Fläschchen geben – sei es mit Mutter- oder Ersatzmilch. Hier sollten Sie ebenfalls auf ein paar Dinge achtgeben. Werfen Sie einen Blick in unsere Richtlinien für die Ernährung mit Ersatzmilch.

Der Tagesablauf Ihres Babys

Hier finden Sie ein Beispiel, wie ein typischer Tag in dem Leben Ihres Babys aussehen kann, das jetzt 1 Monat auf der Welt ist:

Baby 1 Monat

Babys Gesundheit

Ihr Baby ist noch frisch auf der Welt und muss sich erst an diese gewöhnen. Daher leiden einige Neugeborene unter anderem an Gelbsucht. In den meisten Fällen reguliert sich die Gelbsucht bei Neugeborenen jedoch von alleine und klingt ungefähr zwei Wochen nach der Geburt wieder ab.

Koliken

Von der zweiten Lebenswoche an kann es bei Neugeborenen zu heftigen Schreiattacken kommen. Wenn Ihr Baby ohne ersichtlichen Grund losbrüllt und sich nicht mehr beruhigen lässt, kann das für Sie als neue Eltern beängstigend und beunruhigend sein – und ordentlich an Ihrem Nervenkostüm rütteln. Auch die ersten Tränen Ihres kleinen Schatzes zu sehen, stimmt Sie vielleicht traurig.

Diese Schreiphasen bei ansonsten gesunden Babys nennt man Koliken. Hierbei handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern vielmehr um einen Zustand. Oft beginnen die Schreiattacken am Nachmittag oder frühen Abend und können bis in die Nacht andauern.

Meist klingen die Koliken nach dem dritten Lebensmonat wieder ab – daher auch die Bezeichnung „Dreimonatskoliken“. Bei wenigen Babys ziehen sich diese Schreiattacken aber auch länger, manchmal bis zu einem Jahr hin.

Die Ursachen für dieses Verhalten sind bis heute unklar. Oft treten sie zusammen mit Schlaf- und Verdauungsstörungen auf.

Koliken sind zwar meist harmlos und hören irgendwann von selbst wieder auf, allerdings kann das lange Schreien und Weinen für Sie als Eltern sehr belastend sein. Hier erfahren Sie ein paar Tipps, wie Sie Ihr Baby bei Koliken evtl. beruhigen können:

  • Versuchen Sie, einen strukturierten Tagesablauf einzuführen, und achten Sie darauf, dass Ihr Baby tagsüber genug schläft.
  • Ihr Baby sollte nicht überreizt werden.
  • Ihr Neugebornes sollte nicht zu enge Kleidung tragen, die auf den Bauch oder anderswo drücken könnte.
  • Am besten spielen und unterhalten Sie sich mit Ihrem Baby während der Wachphasen. Hier können Sie die Geschenke, Spielzeuge und was Sie alles für Ihr 1 Monat altes Neugeborenes schon geschenkt bekommen haben, zum Einsatz bringen.
  • Wenn Ihr Baby unruhig wird oder schreit, versuchen Sie selbst ruhig zu bleiben.
  • Wiegen oder Tragen Sie den kleinen Schreihals hin und her. Am besten legen Sie ihn mit dem Bauch auf Ihren Unterarm und stützen mit der anderen Hand den Rücken. Auch ein Tragetuch oder eine Tragehilfe kann hierbei gute Dienste leisten.
  • Halten Sie engen Körperkontakt mit Ihrem Baby.
  • Singen Sie etwas vor oder spielen Sie beruhigende Musik.
  • Vielleicht hilft es Ihrem Neugeborenen, wenn Sie ihm einen Schnuller geben.
  • Auch eine Babymassage kann Linderung verschaffen.

Sollten diese Mittel nicht helfen, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme über das Problem und holen Sie sich professionelle Hilfe. Diese Phase kann sehr anstrengend sein.

Ganz wichtig ist, dass Sie Ihr Baby niemals schütteln. Das kann schwere Schäden verursachen oder sogar zum Tode des Kindes führen. Besser Sie gehen, wenn Ihre Nerven am Ende sind, in einen anderen Raum, beruhigen sich und lassen sich von Ihrem Partner oder anderen helfen.

Pickel beim Baby

Hautunreinheiten und Pickel bei Babys, die erst 1 Monat alt sind, ist nichts Ungewöhnliches. Die Haut Ihres Neugeborenen muss sich erst an die Umwelt außerhalb des Mutterleibs gewöhnen.

Aufgrund von Hormonumstellungen nach der Geburt können die Talgdrüsen nicht richtig arbeiten und verstopfen. Dadurch entstehen Milien. Das sind stecknadelkopfgroße, weiße Knoten, die meist auf der Stirn oder am Hals auftauchen.

Oder aber die Talgdrüsen arbeiten zu stark, wodurch Pickelchen, oft mit einem gelben Punkt in der Mitte, entstehen. Man spricht in dem Fall von Neugeborenen-Akne.

Die Milien und Neugeboren-Akne muss meistens nicht behandelt werden und verschwindet in der Regel nach drei Monaten von selbst.

Baden

Für die Pflege und Reinhaltung der Babyhaut eignet sich auch ein Bad. Sobald die Nabelschnur abgefallen ist, dürfen Sie mit Ihrem kleinen Wonneproppen ein richtiges Bad in der Bade- oder Babywanne einnehmen.

Achten Sie darauf, dass das Wasser eine angenehm warme Temperatur hat (eine Wassertemperatur von 37 Grad ist empfehlenswert). Sollte Ihr Baby trockene Haut haben, können Sie ein paar Tropfen Olivenöl in das Wasser hinzugeben. Dadurch trocknet die Haut nicht weiter durch aus.

Am Anfang genügt es, wenn Sie ein bis zwei Mal pro Woche mit Ihrem Baby baden. Auch sollte ein Vollbad nicht länger als fünf Minuten dauern. Wenn das Baby ein wenig älter wird, darf es auch öfter und länger im Wasser planschen.

Sollten Sie noch unsicher sein, wie sie Ihr Kleines baden, helfen Ihnen vielleicht unsere Tipps für Babys erstes Bad.

Wie Ihr Baby schläft

Auch das Durchschlafen ist reine Übungssache und muss erst erlernt werden. Vermutlich können Sie es kaum abwarten, bis Ihr Neugeborenes in seinem Schlafsack nachts ruhig bis in den Morgen schlummert, damit auch Sie wieder zu einem schönen und tiefen Schlaf in der Nacht finden.

Dass Kinder in den ersten Lebensmonaten immer wieder Wachphasen in der Nacht haben, ist normal und wichtig für ihre Entwicklung. Wenn Ihr Baby nachts öfter aufwacht, liegt das daran, dass es nur in einem leichten Schlaf schlummert, der sogenannte REM-Schlaf. Dadurch kann es jederzeit seine Bedürfnisse wie Hunger wahrnehmen und aufwachen. Oft möchte das Baby dann Geborgenheit und Sicherheit erfahren – und natürlich etwas trinken. Irgendwann lernt es, sich selbst zu beruhigen und wieder einzuschlafen.

Nach etwa vier bis sechs Wochen sollte der Schlaf Ihres Neugeborenen regelmäßiger werden und sich langsam auf einen Tag-Nacht-Rhythmus einstellen. Babys, die Probleme beim Ein- oder Durchschlafen haben, leiden oft parallel unter Koliken.

Wie Sie Ihr Baby beim Einschlafen unterstützen können, erfahren Sie in unserem Video Training und Einschlafrituale für den Babyschlaf.

Wie sich Ihr Leben verändert

Können Sie es glauben, dass Sie dieses neue wundervolle Lebewesen auf die Welt gebracht haben? Was für eine überwältigende Leistung! Kein Wunder also, dass Sie neben großen Glücksempfindungen auch Erschöpfung fühlen.

Nehmen Sie sich die Zeit und Ruhe, die Ihr Körper und Ihre Psyche brauchten, um sich zu regenerieren. Genau dafür ist das Wochenbett gedacht. Gerade weil Ihr Körper stark von der Geburt strapaziert und jetzt vom Stillen beansprucht wird, sollten Sie in dieser Zeit auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Auch Entspannungsübungen und Meditation können Ihnen helfen, wieder zu sich zu finden.

Baby-Blues

Besonders in den ersten Tagen nach der Geburt durchlaufen viele Mütter Stimmungsschwankungen. Traurigkeit wechselt sich mit Glücksgefühlen und starker Niedergeschlagenheit ab. Wundern Sie sich also nicht, wenn diese Gefühle mit Ihnen durchgehen. Das ist ganz normal in dieser Zeit. Daher nennt man diese Phase auch „Baby-Blues“.

Der Baby-Blues, auch als Wochenbett-Blues bezeichnet, hat unter anderem eine körperliche Ursache. Durch den starken Hormonabfall nach der Geburt werden die Stimmungsschwankungen hervorgerufen. Aber auch der Schlafmangel, die Verarbeitung des Geburtserlebnisses und die möglichen Unsicherheiten mit der neuen Lebenssituation können auf Ihre Stimmung drücken.

In den meisten Fällen dauert der Baby-Blues nur ein paar Tage. Gönnen Sie sich in der Zeit Ruhe. Auch Fürsorge und Unterstützung von Ihrem Partner oder Familienmitgliedern können Ihnen helfen, über das Stimmungstief hinwegzukommen.

Sollten Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebsschwäche länger bestehen bleiben, könnte das auf eine Wochenbett-Depression hinweisen. In diesem Fall sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen.

Die Geburt eines Kindes und das neue Leben als Familie ist in jeder Hinsicht überwältigend. Verlieren Sie nicht aus den Augen, dass auch Sie ein Mensch mit Gefühlen und Bedürfnissen sind. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um die neuen Ereignisse zu verarbeiten. Dann können Sie auch wieder das Glück mit Ihrem neuen Kind genießen.

Checkliste: Ihr 1 Monat altes Baby

Wow! Sie haben eine Schwangerschaft durchlebt, ein Kind geboren und sind jetzt seit einem Monat Mutter. Was soll man noch dazu sagen außer: Gratulation!

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