Mutter mit Wochenbettdepression nach Geburt

Sie haben mit der Geburt ein Wunder vollbracht! Sie halten endlich Ihr Baby im Arm und erwarten, dass nun eine Zeit voller Freude beginnt. Doch vielleicht kommt es anders und Sie werden von Gefühlen wie Angst, Selbstzweifel und Traurigkeit überwältigt. Dieser Zustand könnte ein Anzeichen einer postnatalen Depression – auch Wochenbettdepression oder PPD genannt - sein.

Sollten Sie vermuten an einer postnatalen Depression zu leiden, müssen Sie dies nicht alleine durchstehen. Informieren Sie sich und holen Sie sich Hilfe!

Was ist eine postpartale Depression?

Eine postnatale Depression (medizinisch korrekt wäre: postpartale Depression, kurz PPD ) ist eine Erkrankung, die nach der Geburt bei der Mutter starke negative Emotionen oder Gedanken auslöst.

Wie der Name bereits verrät, beginnt eine postnatale Depression - oder auch Wochenbettdepression genannt - für gewöhnlich in der Zeit nach der Entbindung – in der Regel ein bis drei Wochen nach der Geburt. Bei einigen Frauen kann sie jedoch erst Monate oder sogar bis zu einem Jahr später auftreten. In seltenen Fällen beginnt sie sogar schon in der Schwangerschaft. Dieser Zustand bessert sich nicht etwa nach zwei Wochen wieder, sondern kann über viele Monate lang anhalten.

Die schlechten Gefühle können teilweise derart stark sein, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihren Alltag – wie für sich und Ihr Baby zu sorgen – zu bewältigen. Ein gewisses Gefühl von Überforderung – vor allem in den ersten Monaten – ist absolut normal: Sie haben plötzlich ein neues Familienmitglied, bekommen nicht genug Schlaf und haben jede Menge um die Ohren. Wenn diese Emotionen jedoch durchweg negativ sind, zunehmen und über eine lange Dauer anhalten, könnte es sein, dass Sie an einer postnatalen Depression leiden.

Eine Wochenbettdepression hat nichts mit Ihrem Charakter zu tun, noch ist sie ein Zeichen von Schwäche, sondern wird als eine von vielen Komplikationen nach der Geburt angesehen. Eine postnatale Depression kann Ihren Alltag stark beeinträchtigen und verhindern, dass Sie eine positive Beziehung zu Ihrem Baby aufbauen.

Somit ist eine professionelle medizinische Behandlung äußerst wichtig, denn Sie haben es sich verdient, das neue Mutterglück in vollen Zügen genießen zu können. Eine postnatale Depression kann übrigens nach jeder Geburt auftreten; nicht unbedingt nur beim ersten Kind.

Postnatale Depressionen sollten nicht mit einer postnatalen Psychose verwechselt werden. Hier ist der Verlauf wesentlich schlimmer und es können z. B. Symptome wie Halluzinationen auftreten. Postnatale Psychosen kommen sehr selten vor (bei etwa 1-2 Müttern je 1.000 Geburten) und erfordern unbedingt eine medizinische Behandlung.

Anzeichen einer postnatalen Depression

Diese Erkrankung trifft mehr junge Mütter, als Sie vielleicht denken. Ungefähr 10 bis 15 Prozent aller Frauen – also etwa jede siebte Frau - leiden nach der Geburt an einer Depression. Daher sollte jeder die Symptome kennen, die auf eine Wochenbettdepression hinweisen könnten:

  • Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung

  • Angstzustände (z. B. keine gute Mutter zu sein) und/oder Panikattacken

  • depressive Stimmung

  • starke Gefühlsschwankungen

  • extreme Reizbarkeit und Wut

  • häufiges Weinen

  • Bindungsschwierigkeiten oder Desinteresse dem Kind gegenüber

  • Appetitlosigkeit oder übermäßiges Essen

  • Schlafstörungen

  • überwältigende Müdigkeit

  • Energieverlust

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • Überforderung mit alltäglichen Aufgaben

  • sozialer Rückzug

  • Interesselosigkeit

  • Gefühle von Scham, Schuld oder Unzulänglichkeit

  • körperliche Beschwerden (z. B. Kopf oder Magenschmerzen)

  • Selbstzerstörungsgedanken (auch dem Baby gegenüber)

Aber nur ein Arzt kann schlussendlich wirklich entscheiden, ob es sich um eine Wochenbettdepression handelt. Nutzen Sie also die Gespräche mit Ihrem Arzt und Ihrer Hebamme, um zu berichten, wie es Ihnen gerade geht.

Kontaktieren Sie Ihren Arzt umgehend, wenn:

  • Ihre Symptome länger als zwei Wochen anhalten.

  • Ihr Zustand sich mit der Zeit verschlimmert.

  • es Ihnen schwerfällt, den Tag durchzustehen oder für sich und Ihr Baby zu sorgen.

  • Sie mit dem Gedanken spielen sich selbst oder das Baby zu verletzen.

Seien Sie sich immer darüber im Klaren, dass Sie nicht alleine sind und es eine Behandlung gegen eine postnatale Depression gibt.

Was sind die Ursachen einer postnatalen Depression?

Es ist nicht genau bekannt, was eine postnatale Depression verursacht. Man vermutet, dass eine Kombination physischer und psychischer Faktoren ausschlaggebend sind:

  • Hormonelle Veränderungen: Der drastische Abfall der Schwangerschaftshormone (Östrogen und Progesteron) nach der Geburt kann Stimmungsschwankungen verursachen. Darüber hinaus könnten andere Hormonschwankungen dazu führen, dass Sie sich müde, schlapp, antriebslos und traurig fühlen.

  • Schlafdefizit: Die Regeneration von der Geburt in Kombination mit der Pflege Ihres Neugeborenen, nimmt viel Energie und Zeit in Anspruch. Schlaf kommt da oft zu kurz. Dieses Schlafdefizit schlägt sich auch körperlich nieder und führt zu starker Erschöpfung, was wiederum postnatale Depression begünstigt.

  • Emotionale Instabilität: Dies ist eine Phase voller großer Veränderungen in Ihrem Leben. Die verschiedensten Gefühle treffen zusammen: Überwältigung, Angst und ein neues Körpergefühl. Sie hinterfragen vielleicht Ihre eigenen Rolle und haben manchmal das Gefühl, die Kontrolle über Ihr Leben zu verlieren. All das kann unter Umständen zu einer Wochenbettdepression führen.

Postnatale Depression: Gibt es Risikofaktoren?

Eine postnatale Depression kann jede Mutter treffen. Allerdings können manche Faktoren und Umstände die Wahrscheinlichkeit erhöhen:

  • eine Depression oder andere psychische Probleme in der Vergangenheit

  • Neigung zum prämenstruellen Syndrom (PMS)

  • eine familiäre Veranlagung zu Depressionen

  • allgemeiner Stress

  • schwierige Übergangsphasen (z. B. Rückkehr ins Arbeitsleben)

  • Zwillings-, oder Mehrlingsgeburten

  • eine Frühgeburt

  • ein Baby mit gesundheitlichen Problemen

  • Schwierigkeiten beim Stillen

  • Probleme in der Partnerschaft

  • wenig Unterstützung

  • finanzielle Sorgen

  • eine bipolare Störung

Sollten Sie bereits früher einmal an einer postnatalen Depression gelitten haben, informieren Sie noch während Ihrer Schwangerschaft Ihren Arzt darüber. Auch wenn ein oder mehrere Risikofaktoren auf Sie zutreffen, ist es das Beste, dies bei Ihren regelmäßigen Arztbesuchen während der Schwangerschaft zu erwähnen.

Sollte Ihr Gynäkologe befürchten, dass auch Sie gefährdet sein könnten, kann er als Teil Ihrer pränatalen Vorsorge Folgendes vorschlagen:

  • genaue Überwachung auf jegliche Signale oder Symptome einer Wochenbettdepression

  • ein Test mittels eines Fragebogens (wie die Edinburgh-Postnatal-Depressions-Skala)

  • Gruppentherapie oder eine andere Therapieform direkt nach der Geburt

  • bei extrem schweren Fällen kann ein antidepressives Medikament verschrieben werden

Auch können Sie jeder Zeit eine Beratungsstelle kontaktieren, die auf postnatale Depression spezialisiert ist. Selbst wenn Ihre Symptome vielleicht weniger ausgeprägt sind: Zögern Sie nicht, einen Profi zurate zu ziehen!

Baby Blues oder Wochenbettdepression: Was ist der Unterschied?

Vorweg sei gleich einmal verraten: Eine Wochenbettdepression ist nicht dasselbe wie der sogenannte Baby Blues.

Was ist der Baby Blues?

Der Begriff Baby Blues oder Wochenbett Blues beschreibt weitaus weniger schwere Symptome von Traurigkeit oder einem Überwältigungsgefühl nach der Geburt. Trotzdem kann es sein, dass Sie von kurzen Weinkrämpfen erschüttert werden oder sich ängstlich fühlen. Auch kann es vorkommen, dass Sie, wie bei der Wochenbettdepression, unter Schlafproblemen oder Appetitlosigkeit leiden.

Diese mit dem Baby Blues assoziierten, milderen Symptome beginnen üblicherweise einige Tage nach der Geburt und verschwinden meistens nach wenigen Tagen oder Wochen wieder, ohne dass eine weitere Behandlung nötig ist.

Eine echte Wochenbettdepression ist viel schwerwiegender. Ein Baby Blues ist sicherlich auch kein wünschenswerter Zustand. Er führt aber nicht dazu, dass Sie nicht mehr im Stande sind, sich um sich selbst und Ihr Baby zu kümmern.

Was kann man gegen einen Baby Blues unternehmen?

Sie sollten wissen, dass Sie nicht die Einzige sind, die sich nach der Entbindung niedergeschlagen fühlt: 50-80 Prozent aller frischgebackenen Mütter fühlen sich nämlich genauso. Sie haben viel durchgemacht und Ihr Körper muss sich noch anpassen. Gelegentlich aufkommende Gefühle von Traurigkeit oder gar Wut sind also ganz normal.

Wenn Sie der Wochenbett Blues überkommt, sollte Ihnen Ihr Umfeld eine Stütze sein und Sie aufmuntern:

  • Als erstes sollten Sie natürlich mit Ihren Lieben darüber sprechen, wie Sie sich im Moment fühlen.

  • Bitten Sie ganz aktiv um Hilfe, damit Sie so viel Erholung wie nur möglich bekommen.

  • Treiben Sie etwas Sport, sofern Ihr Arzt damit einverstanden ist.

  • Schließen Sie sich anderen Eltern an bzw. knüpfen Sie neue Kontakte.

  • Versuchen Sie sich jeden Tag etwas Gutes zu tun – vielleicht auch mal ohne Ihr Baby und an der frischen Luft.

Wie wird eine postnatale Depression behandelt?

Suchen Sie Ihren Arzt baldmöglichst auf, wenn Sie befürchten, unter postnatalen Depressionen zu leiden. Er kann eine sichere Diagnose stellen und wird Ihnen bei der Bekämpfung der Symptome helfen.

Die Behandlung Ihrer postnatalen Depression könnte auch eine Psychotherapie (ebenfalls als Gesprächstherapie bekannt) oder im Extremfall eine medikamentöse Behandlung beinhalten.

Bei einer Gesprächstherapie haben Sie die Möglichkeit mit einem Psychologen darüber zu sprechen, wie es Ihnen geht und werden beraten, wie Sie lernen können mit Ihren Gefühlen umzugehen. Dies kann in einem Einzelgespräch unter vier Augen stattfinden, oder in einer Gruppe mit anderen Personen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Was Sie selbst tun können

Obwohl eine Wochenbettdepression generell immer einer ärztlichen Therapie bedarf und nicht selbst behandelbar ist, könnten die nachfolgenden Ideen dabei helfen, eine solide Basis für Ihren Genesungsplan zu schaffen:

  • Ein gesunder Lebensstil. Seien Sie jeden Tag körperlich aktiv, egal ob bei einem Spaziergang mit Ihrem Baby, oder bei irgendeiner anderen Art von Bewegung. Versuchen Sie, sich ausreichend zu erholen und ernähren Sie sich gesund.

  • Realistische Erwartungen. Sie gewöhnen sich gerade an ein neues Leben mit Ihrem Baby, also setzen Sie sich nicht unter Druck, dass alles perfekt laufen muss.

  • Zeit für sich. Bitten Sie eine Vertrauensperson darum, sich um Ihr Baby zu kümmern, während Sie sich eine Auszeit nehmen. Verlassen Sie die Wohnung und unternehmen Sie etwas ggf. mit Personen, die Sie gern um sich haben.

  • Kontakt mit anderen. Das Gefühl von Isolation kann für einige Mütter zum Problem werden. Sprechen Sie mit Ihrem Umfeld darüber und tauschen Sie sich mit anderen Müttern über Ihre Erfahrungen aus. Möglicherweise gibt es sogar eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe, der Sie sich anschließen können – befragen Sie diesbezüglich Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.

  • Aufgabenteilung. Die Zeit des Wochenbettes ist zur Erholung gedacht. Nutzen Sie das und lassen Sie sich von Ihren Lieben helfen: Kochen, Hausarbeit und Erledigungen können Sie ruhig einmal anderen überlassen.

  • Keine großen Veränderungen. Ein Baby zu bekommen ist ein großes Ereignis und wird Ihr Leben ordentlich auf den Kopf stellen. Versuchen Sie weitere große Veränderungen – wie einen Umzug oder Jobwechsel – auf später zu vertagen.

  • Ratschläge des Arztes und der Hebamme befolgen. Brechen Sie eine Behandlung nicht ab, nur weil Sie sich „besser“ fühlen, da dies zu einem Rückfall führen kann.

Wie lange dauert eine postnatale Depression?

Bei einigen Frauen können die Symptome nach einigen Wochen ihren Höhepunkt erreichen, dann aber noch für die Dauer von drei bis 12 Monaten anhalten. Eine frühzeitige Behandlung könnte die Intensität Ihrer Symptome reduzieren und zu einer früheren Genesung beitragen.

Die Wochenbettdepression bedarf einer ärztlichen Behandlung. Ihre persönliche Situation und der Behandlungsansatz Ihres Arztes haben Einfluss darauf, wie schnell es Ihnen wieder besser gehen wird. Eine verschleppte Wochenbettdepression – also ohne ärztliche Behandlung - kann in einen langen Leidensweg münden.

Hat eine postnatale Depression negative Folgen für das Kind?

Eine Wochenbettdepression kann die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Baby negativ beeinträchtigen, was wiederum zu Entwicklungsproblemen bei Ihrem Baby führen könnte. Eine enge Bindung ist wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes. Angstzustände und Stress, die Sie durchleben, können auch Ihren Säugling und die Entwicklung seines Gehirns beeinflussen. Neben Ihrem eigenen Wohlergehen ist dies wohl einer der wichtigsten Gründe, warum Sie eine postnatale Depression nicht ignorieren sollten.

Kann man einer postnatalen Depression vorbeugen?

Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, kann Ihr Arzt oder Ihre Hebamme während und nach der Schwangerschaft ein besonderes Auge auf Sie werfen, um Anzeichen einer postnatalen Depression frühzeitig zu erkennen und reagieren zu können.

Klären Sie Ihren Arzt und Ihre Hebamme über mögliche Risikofaktoren auf. Vielleicht können diese dann schon sehr zeitnah nach der Geburt einen Test mit Ihnen machen, um festzustellen, ob Sie unter den Symptomen einer postnatalen Depression leiden oder ob es sich bei Ihnen eher um einen Wochenbett Blues handelt.

Postnatale Depression beim Partner

Experten nehmen an, dass bis zu 25 % der Partner einer frischgebackenen Mutter im ersten Jahr nach der Geburt des Babys unter einer sogenannten paternalen postnatalen Depression – also einer Depression des Partners - leiden. Auch sind sich die Experten sicher, dass nicht-biologische Eltern ebenfalls Symptome einer Depression aufweisen können, während sie sich an ihre neue Rolle als Elternteil gewöhnen.

Der Umgang mit der zusätzlichen Verantwortung und die Herausforderung, sich an die Rolle als Elternteil zu gewöhnen, der Versuch, eine Bindung zum Baby aufzubauen sowie eventuell der Druck, eine wachsende Familie versorgen zu müssen, könnten zu depressiven Stimmungen führen.

Symptome paternaler Depressionen können sein:

  • Wut

  • Gereiztheit

  • Rückzug

  • Traurigkeit

  • Überforderungsgefühle

Auch für den Partner einer Frau im Wochenbett ist das emotionales Wohlbefinden äußerst wichtig - sowohl für die Entwicklung des Babys, als auch für das allgemeine Wohlbefinden der gesamten Familie. Wenn sich also Ihr Partner plötzlich niedergeschlagen fühlen sollte, gilt für ihn genau dasselbe wie für Sie: Holen Sie sich Hilfe!

Postnatale Depression im Umfeld: Wie Sie anderen helfen können

Menschen mit einer postpartalen Depression können möglicherweise nicht mitteilen, dass es ihnen schlecht geht, weil Sie selbst oft die Anzeichen und Symptome nicht kennen. Wenn Sie vermuten, dass eine geliebte Person an einer Wochenbettdepression leidet, helfen Sie ihr oder ihm umgehend dabei, einen Arzt aufzusuchen.

Denken Sie daran, dass Sie als Partner, Freund oder Familienmitglied eine Wochenbettdepression nicht heilen können. Sie können aber dennoch die betreffende Person unterstützen:

  • Ermutigen Sie dazu, einen Arzt aufzusuchen.

  • Hören Sie zu und verurteilen Sie die Gefühle nicht, denn jemand, der unter einer postnatalen Depression leidet, kann seine negativen Gefühle nicht kontrollieren.

  • Bieten Sie an, sich um das Baby zu kümmern und ermöglichen Sie somit den Eltern eine Auszeit.

  • Oder helfen Sie bei der Organisation eines Babysitters.

  • Übernehmen Sie die Besorgungen, die Hausarbeit oder andere alltägliche Dinge.

Mit anderen Worten: Seien Sie einfach da und übernehmen Sie ein paar der Dinge, die für Eltern am Anfang eine Herausforderung darstellen. Auch kleine Gesten, wie ein selbst gebackener Kuchen, helfen!

Fakten im Überblick

  • Starke Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen und Angstzustände sind nur einige von vielen Gesichtern einer postnatalen Depression. Im Gegensatz zum Baby Blues vergeht eine Wochenbettdepression nicht von alleine wieder. Hier ist eine professionelle Begleitung bzw. Behandlung nötig.

  • Die postnatale Depression betrifft die Mutter, die das Baby geboren hat, während der Partner an einer postpartalen Depression erkranken kann.

  • Das Wichtigste ist das Gespräch mit einem Arzt. Nur er kann mit Sicherheit feststellen, ob es sich um eine echte Depression handelt. Mit einer Gesprächstherapie und viel Selbstfürsorge kann man der Depression die Stirn bieten.

An einer postpartalen Depression zu leiden, ist nicht Ihre Schuld. Leider fühlen sich viele Frauen dennoch, als hätten sie versagt oder schämen sich. Einigen passiert es sogar, dass ihre Gefühle von Ihrer Umgebung nicht ernst genommen werden.

Denken Sie daran, eine Wochenbettdepression ist eine Krankheit, die behandelt werden kann. Sobald sich der Nebel lichtet, werden Sie wieder im Stande sein, die Zeit mit Ihrem Baby in vollen Zügen zu genießen.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

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