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Ein großes herzlich Willkommen dem kleinen Erdenbürger und Ihnen als neues Mitglied im Club der Eltern! Obwohl Sie wahrscheinlich noch mit den Ereignissen der Geburt beschäftigt sind, schwirren Ihnen sicherlich schon so einige Gedanken in Ihrem Kopf herum: Geht es meinem Baby gut? Ist es normal, dass ich mich so angeschlagen fühle? Was erwartet mich in den nächsten Wochen mit meinem Neugeborenen?

Wir begleiten Sie Monat für Monat durch Ihr erstes Jahr als Mutter. Was Sie in diesem Artikel finden:

In den letzten 10 Monaten konnten Sie in unserem Schwangerschaftskalender mitverfolgen, wie sich Ihr Baby von einem Zellhäufchen zu einem kleinen Menschen entwickelt hat, der nun die Welt erobern will. Sie werden staunen, zu was Ihr Neugeborenes jetzt schon in der Lage ist und erst recht große Augen machen, was es bereits nach einigen Wochen können wird.

Worum geht es in diesem Artikel?

Wie sich Ihr Baby entwickelt Wie Sie Ihr Baby jetzt unterstützen können Ernährung Ihres Babys Der Tagesablauf Ihres Babys Wie Ihr Baby schläft Babys Gesundheit Wie sich Ihr Leben verändert Checkliste: Ihr Neugeborenes Checkliste für diesen Monat
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Wie sich Ihr Baby entwickelt

Ihr Baby beginnt also nicht bei Null. Der kleine Körper kann sofort nach der Geburt selbstständig atmen, Nährstoffe aufnehmen bzw. überflüssige ausscheiden sowie saugen und schlucken. Diese Fähigkeiten sind für Ihr Kind überlebenswichtig.

Körperliche Entwicklung

Die körperliche Entwicklung von Neugeborenen schreitet rasant voran. Bei seiner Geburt ist ein Neugeborenes ca. 52 Zentimeter lang und wiegt in etwa 3,4 Kilogramm. Innerhalb eines halben Jahres wird Ihr Kind sein Geburtsgewicht etwa verdoppeln und nach einem Jahr verdreifachen. Bitte beachten Sie aber, dass es sich hierbei nur um Durchschnittswerte handelt. Jedes Kind ist anders!

Die Knochen eines Neugeborenen sind relativ weich und bestehen vorwiegend aus Knorpel. Auch sind die Schädelknochen noch nicht völlig zusammen gewachsen. Und das ist auch gut so, denn während der Geburt konnten sich deshalb die Schädelplatten ein wenig übereinander schieben. Der Kopfumfang wurde somit schmaler und Ihr Kind konnte sich besser durch Ihr Becken bugsieren.

Bewegungen

Viele Bewegungen Ihres Babys sind im Moment nur Reflexe. Erst später wird Ihr Kind in der Lage sein, seine Körperteile gezielt zu steuern.

  • Suchreflex: Berühren Sie die Wange Ihres Kindes, wird es seinen kleinen Kopf in Richtung Ihrer Hand drehen und womöglich den Mund öffnen. Dieser Reflex hilft dem Baby dabei, die Nahrungsquelle zu finden.
  • Saug- und Schluckreflex: Berührt dagegen etwas den Mund Ihres Neugeborenen, wird es anfangen zu saugen. Auch das Schlucken erfolgt automatisch. Manche Kinder saugen bzw. nuckeln sogar schon im Bauch ihrer Mütter am Daumen. Das Nuckeln trägt zum Wohlbefinden bei und so manches Baby lässt sich daher mit einem Schnuller schneller beruhigen.
  • Greifreflex: Legt man seinen Finger in eine Babyhand, wird dieser sofort fest umschlungen. Nur loslassen kann Ihr Kleines den Finger zum momentanen Zeitpunkt noch nicht von selbst. Dieses Verhalten verschwindet um den vierten Monat herum.
  • Schreitreflex: Dieser Reflex wird auch bei der sogenannten U2, dem zweiten Check-up Ihres Kindes nach der Geburt, getestet. Dabei wird der Arzt das Kind unter den Achseln festhalten, sodass der Körper aufrecht ist und die Fußsohlen den Boden berühren. Nun wird Ihr Kind aller Voraussicht nach anfangen zu trippeln. Nach ca. drei Monaten wird es das nicht mehr tun.
  • Moro-Reflex: Erschrickt sich ein neugeborenes Baby, wird es den Mund öffnen, die Arme weg strecken und diese dann wieder ganz langsam mit geballten Fäusten sinken lassen.
  • Atemschutzreflex: Sollte der Mund oder die Nase Ihres Schützlings mit Wasser benetzt werden, verschließen sich seine Atemwege automatisch, damit kein Wasser in die Lunge gelangen kann. Sie können also zum Beispiel ganz bedenkenlos einen Babyschwimmkurs besuchen oder Babys erstes Bad genießen.
  • Bauer-Reflex: Legen Sie Ihr Baby einmal mit angewinkelten Beinen auf den Bauch und berühren Sie seine Füßchen. Sie werden sehen, dass sich Ihr Kind versucht abzustoßen.
  • Babinskireflex: Bis Ihr Kind seine ersten Schritte tut, wird noch eine ganze Weile vergehen. Dieser Reflex ist jedoch eine Voraussetzung dazu. Streicht man seitlich an der äußeren Fußsohle entlang, spreizt das Baby seine Zehen auseinander.

Die allgemeine Entwicklung Ihres Kindes wird regelmäßig durch Ihren Kinderarzt kontrolliert. Das passiert bei den Vorsorgeuntersuchungen – den so genannten U-Untersuchungen. Sollte es also irgendwelche Auffälligkeiten geben, wird Ihr Kinderarzt mit Ihnen darüber sprechen und diverse Hilfestellungen anbieten können.

Probieren Sie diese Reflexe ruhig einmal an Ihrem Kind aus. Es wird die Berührungen und Ihre Aufmerksamkeit genießen.

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Wie Sie Ihr Baby jetzt unterstützen können

Aber auch mit anderen Kleinigkeiten können Sie nun schon Ihr Neugeborenes unterhalten. Vielleicht haben Sie schon so einige Geschenke bzw. Spielzeug für das Kind erhalten. Für unsere zwei Spielideen benötigen Sie noch nicht einmal das.

Gegenstände mit den Augen verfolgen

Ihr Neugeborenes kann seine Umwelt noch nicht vollständig erfassen. Es kann aber bereits Gegenstände mit seinen Augen verfolgen. Schnappen Sie sich vielleicht eines der vielen Willkommensgeschenke oder einfach einen Alltagsgegenstand
und bewegen Sie diesen in einem Abstand von etwa 20 – 25 Zentimetern ganz langsam vor seinem Gesicht hin und her. Ihr Baby wird versuchen, diesen mit seinen Blicken zu verfolgen. Für Ihren kleinen Schatz wird Mamas Gesicht aber immer der schönste Grund sein, seine Augen zu bewegen.

Fühlen

Die Haut Ihres Kindes ist zart und besonders empfindsam. Nutzen Sie die Zeit auf dem Wickeltisch, wenn Ihr Baby nackt ist, für Streicheleinheiten. Auch können Sie mit verschiedenen weichen Materialien, wie mit einem Schwamm, einem Tuch oder Wattebausch über den kleinen Körper streichen. Dies ist für Ihr Baby eine spannende Erfahrung.

Mehr Inspirationen finden Sie in unserem Video „Baby Spiele und Baby Entwicklung“

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Ernährung Ihres Babys

Die Zeit zum Spielen wird in den ersten Wochen noch sehr begrenzt sein. Der Tagesablauf eines Neugeborenen ist vielmehr von Schlafen und Essen bestimmt. Das Thema Ernährung dominiert in der ersten Zeit die Gedanken der meisten Mütter – egal ob Sie die Flasche geben oder sich fürs Stillen entschieden haben.

Generell sollten Sie sich hier nie unter Druck setzen lassen, ob Sie Ihrem Baby die Flasche geben, oder es lieber stillen wollen. Sollten Sie sich für das Stillen entscheiden, wird Ihnen Ihre Hebamme sicherlich gute Tipps geben, wie sich die Stillbeziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind möglichst harmonisch gestaltet.

Erstes Stillen

Diese Beziehung beginnt bereits direkt nach der Geburt. Optimal ist es, wenn Sie die Möglichkeit haben bzw. hatten Ihr Kind in der ersten Stunde seines Lebens eng bei sich zu haben. Es wird durch den angeborenen Suchreflex nach Ihrer Brust Ausschau halten und idealerweise schon die ersten Schlucke Muttermilch zu sich nehmen.

Diese Milch – Kolostrum genannt – ist eine Vorstufe der späteren Muttermilch. Sie ist besonders nährstoffreich und hilft Ihrem Baby beim Aufbau seines Immunsystems. Kolostrum ist für den noch relativ unreifen Magen Ihres Kindes leicht verdaulich und regt den ersten Stuhlgang an. Kolostrum wird bereits während der Schwangerschaft in der Brust gebildet, so dass es direkt nach der Geburt zur Verfügung steht. Selbst wenn sie in der Schwangerschaft noch keine Tröpfchen Milch an Ihrer Brust entdeckt haben, ist das Kolostrum vorhanden und wertvoll für Ihr Baby.

Nicht immer ist ein direktes Anlegen nach der Geburt möglich, da nicht jeder Start ins Leben völlig problemlos verläuft. So kann zum Beispiel ein Notkaiserschnitt oder eine Frühgeburt das erste Stillen verzögern. Dennoch müssen Sie nicht darauf verzichten. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt im Krankenhaus oder Ihrer Hebamme beraten.

Milcheinschuss

Auch ein recht unkomplizierter Start in Ihren Stillalltag kann seine Tücken haben. Es wird eine Weile dauern, bis Sie und Ihr Baby sich aufeinander eingestellt haben. Den Milcheinschuss empfinden viele stillende Frauen zum Beispiel als eher unangenehm.

Etwa am dritten Tag nach der Geburt werden Sie feststellen, dass Ihre Brüste anschwellen und sich evtl. heiß anfühlen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Milch „einschießt“ und die Vormilch ersetzt, mit der Sie bis dahin Ihr Kind ernährt haben.

Der Milcheinschuss und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen könnten Ihnen zu schaffen machen. Folgende Maßnahmen sollen Ihnen dabei helfen, das Spannen in den Brüsten etwas zu lindern:

  • feucht- warme Umschläge
  • leichtes Ausstreichen der Milch unter der warmen Dusche
  • Quarkwickel
  • Wickel mit Weißkohl
  • Kühlkompressen

Sollten die Beschwerden allerdings anhalten, sich rote Stellen bilden und sogar Fieber dazu kommen, kontaktieren Sie bitte Ihre Hebamme oder Ihren Gynäkologen. Im schlimmsten Fall könnte es sich hierbei um eine Mastitis (Brustentzündung) handeln.

Signale Ihres Kindes

Wenn Ihr kleiner Schatz Hunger hat, wird er das in letzter Konsequenz lautstark zum Ausdruck bringen. Ein Neugeborenes zu verstehen, ist allerdings nicht immer ganz leicht. Indem Sie viel Zeit mit ihm verbringen und es gut beobachten, wird es Ihnen wahrscheinlich schon bald gelingen, seine Hunger-Signale besser zu deuten.

Wenn Ihr Baby trinken will, wird es Ihnen das wie folgt zu verstehen geben:

  • Suchen. Der Mund Ihres Kindes ist geöffnet und es bewegt seinen Kopf hin und her.
  • Saugen. Es streckt die Zunge heraus und leckt damit über seine Lippen.
  • Rastlosigkeit. Ihr Kind wedelt mit den Armen und Beinen und führt die Hände in Richtung seines Mundes. Die kleinen Hände sind evtl. zur Faust geballt.
  • Weinen. Das letzte Signal ist lautes aufgeregtes Schreien. Wundern Sie sich nicht: Neugeborene weinen noch ohne Tränen. Diese werden erst nach ein paar Wochen vom Körper produziert.

Häufigkeit

Wie oft und wie lange Ihr Kind nun trinkt, ist schwer vorhersehbar. Wie so oft gilt auch hier: Kein Kind ist wie das andere. Ein Stillabstand von einer halben Stunde ist genau so normal wie etwa drei Stunden. Als grobe Faustregel kann man sagen, dass ein Stillkind innerhalb von 24 Stunden etwa acht bis zwölf Mal trinkt.

Kein Wunder also, dass viele stillende Mütter anfangs das Gefühl haben, dass Sie nichts anderes mehr tun, als Ihr Kind an die Brust zu legen. Ein Neugeborenes wird sich dabei nicht an feste Zeiten halten. Wenn es Hunger hat, gibt es nichts Dringlicheres auf der Welt - egal ob es zum Beispiel gerade fünf Uhr morgens ist und Sie noch tief und fest schlafen. Verzweifeln Sie nicht, denn nach und nach wird sich ein Rhythmus einpendeln und auch die Nächte werden ruhiger.

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Der Tagesablauf Ihres Babys

Ein geregelter Tagesablauf wird sich erst später etablieren. Hier finden Sie aber ein Beispiel dafür, wie ein typischer Tag Ihres Neugeborenen aussehen könnte:

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Wie Ihr Baby schläft

Auch ein sicherer und gesunder Schlaf fördert die Entwicklung Ihres Kindes. Neugeborene haben noch keinen festen Schlaf-Wachrhythmus. Dieser setzt erst ganz langsam ab ungefähr der achten Lebenswoche, also Ende des zweiten oder zu Beginn des dritten Monats, ein.

Neugeborene schlafen ungefähr sieben bis acht Mal auf 24 Stunden verteilt. Insgesamt schläft es während dieser Zeit etwa 16 bis 17 Stunden. Diese Schlaf- und Wachphasen verteilen sich gleichmäßig zwischen Tag und Nacht und folgen etwa einem Vierstundenrhythmus (mit drei Stunden Schlaf und einer Stunde Wachsein).

Je älter Ihr Kind wird, desto weniger oft wird es schlafen. Die Schlafperioden werden dafür länger. Auch wird es zum Beispiel im Alter von einem Jahr nur noch ca. 13 Stunden Schlaf täglich benötigen. Wundern Sie sich aber bitte nicht, wenn sich Ihr Baby nicht an diesen Fahrplan hält: Jedes Kind ist anders und benötigt daher auch unterschiedlich viel Schlaf.

Einige Eltern sind Anfangs etwas verunsichert, wie genau sie Ihr Kind betten sollen. Vielleicht wurden Sie auch schon im Krankenhaus bzw. von Ihrer Hebamme darüber aufgeklärt, wie ein Neugeborenes am sichersten und besten schläft. Folgende Dinge sollten Sie hierzu beachten:

  • Keine Kuscheltiere oder Decken. Sie sind ein beliebtes Geschenk: Kuscheltiere und selbst gemachte Decken. Allerdings haben sie nichts im Bett eines Neugeborenen verloren. Wird das Gesicht des Neugeborenen versehentlich mit einem Kuscheltier, einem Kissen, einer Decke o.ä. verdeckt, besteht die Gefahr, dass es beim Atmen behindert wird. Säuglinge saugen nämlich Luft ausschließlich durch die Nase ein. Ein Schlafsack ist eine gute und sichere Alternative zur Bettdecke.
  • Kein Zigarettenrauch. Rauch ist für Neugeborene extrem schädlich. Verzichten Sie also nicht nur im Schlafzimmer des Kindes, sondern am besten im ganzen Haus darauf zu rauchen.
  • Rückenlage. In der Rückenlage schläft Ihr Kind am besten.
  • Feste Matratze. Ihr Baby sollte nicht in der Matratze versinken.
  • Richtige Raumtemperatur. 16 bis 18 Grad ist die optimale Schlaftemperatur für Babys. Da sie die Wärme lediglich über den unbedeckten Kopf abgeben können, ist es wichtig, den Raum nicht zu überhitzen.
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Babys Gesundheit

Neben Fragen zur Ernährung und zum Schlaf, beschäftigt viele frischgebackene Eltern die Gesundheit Ihres Neugeborenen. Gerade beim ersten Kind ist man noch unsicher. Alles ist so neu und ungewohnt.

In den ersten Wochen werden Sie regelmäßig von Ihrer Hebamme zu Hause besucht. Sie sind also nicht plötzlich mit Ihrem Neugeborenen und all den aufkommenden Fragen zu dessen Gesundheit allein.

Neugeborenengelbsucht

Besonders irritierend ist es, wenn das Kind nach einigen Tagen eine Gelbsucht entwickelt. Doch das ist erst mal kein Grund zur Sorge.

Bei drei von fünf Neugeborenen wird eine Gelbsucht diagnostiziert. Hierbei kommt es zu einer überdurchschnittlichen Ansammlung des gelben Gallenfarbstoffs Bilirubin im Körper. Er entsteht beim Abbau roter Blutkörperchen in der Milz und im Knochenmark.

Besonders während der Schwangerschaft waren sehr viele rote Blutkörperchen wichtig für das ungeborene Kind. Nach der Geburt werden die nun überzähligen roten Blutkörperchen abgebaut und durch eine andere Sorte Blutfarbstoff ersetzt, den der Säugling jetzt benötigt. Übersteigt der Bilirubinwert ein bestimmtes Maß, lässt sich das an einer gelben Verfärbung des Gesichts und der Augen erkennen.

Dies zeigt sich meist zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Geburt, wenn die Bilirubinwerte beim Neugeborenen seinen Höhepunkt erreichen. Nach 10 bis 14 Tagen normalisiert sich der Wert in der Regel wieder und die Gelbsucht muss nicht weiter behandelt werden.

Trotzdem wird Ihre Hebamme die Hautfarbe Ihres Kindes bei den Wochenbettbesuchen kontrollieren und Sie ggf. zum Kinderarzt überweisen, um die Blutwerte kontrollieren zu lassen. Auch bei einer schweren Form der Gelbsucht, die sich nicht von alleine wieder reguliert, gibt es gute und effiziente Therapien.

Nabelpflege

Ein Thema, mit dem alle Eltern konfrontiert sind, ist die Nabelpflege. Die Nabelschnur wird nach der Geburt wenige Zentimeter vor dem Bauch des Neugeborenen durchtrennt und mit einer Nabelklemme abgebunden. Normalerweise benötigt dieser Nabelstumpf dann keine weitere besondere Nabelpflege. Nach einigen Tagen ist er vollständig ausgetrocknet und fällt von selbst ab.

Bis dahin sollten Sie allerdings darauf achten, diesen Bereich besonders sauber und trocken zu halten, damit es nicht zu einer Entzündung kommt. Am besten wäre es, wenn der Nabel nicht durch Kleidung abgedeckt werden würde und somit gut an der Luft austrocknen kann.

Nutzen Sie also jede Möglichkeit, Ihr Neugeborenes für eine gewisse Zeit nackt liegen zu lassen. Achten Sie auch beim Windelwechsel darauf, dass die Windel den Nabelstumpf nicht überdeckt. Erst wenn der Nabel vollständig abgefallen ist, können Sie auch bedenkenlos Ihren Liebling nach Lust und Laune baden. Davor ist ein Bad mit einem Schwamm oder Lappen völlig ausreichend.

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Wie sich Ihr Leben verändert

Ein Baby stellt Ihr Leben ganz schön auf den Kopf. Gerade am Anfang ist alles ungewohnt und es braucht Zeit sich in die neue Rolle einzufinden. Auch Ihr Körper wird sich nach der Schwangerschaft ein weiteres Mal verändern und die Geburt hat wahrscheinlich auch ihre Spuren hinterlassen.

Geburtsverletzungen

Jede Frau, die Ihr Kind auf natürlichem Weg (also vaginal) auf die Welt gebracht hat, sollte in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt Ihren Intimbereich besonders gut pflegen.

Möglicherweise beeinträchtigen noch Geburtsverletzungen Ihren Alltag, die eine besondere Behandlung benötigen. Während der Geburt kann es zu Rissen im Intimbereich kommen, die genäht werden müssen. Selbst wenn das nicht der Fall ist, wird sich Ihre Vagina geschwollen und wund anfühlen. Meist fühlt sich alles schlimmer an, als es eigentlich ist. Oft kann es also hilfreich sein, sich ein eigenes Bild davon zu machen. Nehmen sie sich einen Handspiegel und überzeugen Sie sich selbst.

Sie können mit einfachen Mitteln die Regeneration nach der Geburt aktiv fördern:

  • Vermeiden Sie jeglichen Druck auf die Wunde. Sitzen Sie also nicht darauf oder tragen Sie nicht zu enge Kleidung. Vermeiden Sie auch das Sitzen im Schneidersitz.
  • Kühlen Sie die betroffene Stelle. Dadurch wird sie schneller abschwellen. Sie können zum Beispiel eine Binde ins Eisfach legen und diese dann für eine gewisse Zeit in Ihrem Slip platzieren.
  • Versuchen Sie, wann immer es möglich ist, die Wunde an der Luft trocken zu halten. Dafür können Sie sich unten-ohne mit einem Handtuch ausgerüstet ins Bett setzen.
  • Arnika wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Eine Arnika-Tinktur auf Ihrer Binde aufgetragen, ist wohltuend und unterstützt den Heilungsprozess.

Nach einem Kaiserschnitt wird Sie die Wundheilung noch etwas länger beschäftigen. Immerhin handelt es sich hierbei um einen großen chirurgischen Eingriff. Die Narbe wird daher im Krankenhaus anfangs täglich kontrolliert.

Lassen Sie sich in den ersten Tagen auf jeden Fall bei allen Aktivitäten unter die Arme greifen, um den Druck auf die Wunde so gering wie möglich zu halten. Ihr Partner oder eine Krankenschwester sollte. Ihnen dabei helfen, Ihr Baby zu wickeln oder es aus bzw. in sein Bett zu legen. Nach einigen Tagen werden Sie aber bereits selber in der Lage sein, diese Dinge zu übernehmen.

Egal ob Kaiserschnitt oder vaginale Geburt: Ihr Körper braucht nun viel Ruhe, um sich von der Zeit der Schwangerschaft und der Anstrengung der Geburt erholen zu können.

Allgemeiner körperlicher Zustand

Bei all der Vorfreude auf das neue Baby während der Schwangerschaft, vergisst man oft sich mit den körperlichen „Nachwehen“ einer Geburt auseinanderzusetzen.

  • Wochenfluss. Nachdem sich die Plazenta abgelöst hat, entsteht erst einmal eine Wunde, die Wundsekret bzw. Blut absondert. In den ersten Tag kann diese Blutung noch sehr stark sein. Nach und nach wird sie allerdings schwächer und hört nach ein paar Wochen von selbst auf. Sollten Sie die Intensität der Blutung verunsichern, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.
  • Nachwehen. Möglicherweise spüren Sie in den ersten zehn Tagen nach der Geburt noch leichte Wehen. Diese Kontraktionen helfen dabei, die Gebärmutter auf ihre ursprüngliche Größe zurückzubilden. Die Nachwehen bei einer Folgegeburt sind meist stärker als beim ersten Mal.
  • Bauch. In den ersten Tagen und Wochen werden Sie wahrscheinlich noch recht schwanger aussehen, da Ihre Bauchmuskeln und das umliegende Gewebe in den letzten Monaten ordentlich gedehnt wurden. Geben Sie sich Zeit und fangen Sie erst nach Rücksprache mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen mit der Rückbildungsgymnastik an.
  • Verdauungsbeschwerden. So manche Frau fürchtet sich vor dem ersten Toilettengang nach der Geburt. Wird es schmerzhaft sein? Bitte unterdrücken Sie deswegen Ihren Stuhlgang nicht – selbst wenn dieser durch die hormonelle Umstellung hart sein sollte. Viel Flüssigkeit, eine ballaststoffreiche Ernährung und leichte Bewegung helfen dabei Ihre Verdauung wieder zu normalisieren.

Wochenbett

Was Sie nun brauchen, ist Zeit und Ruhe, um sich auf Ihren Körper zu konzentrieren und Ihr Baby besser kennenzulernen. Diese Phase der Zurückgezogenheit und Regeneration nennt man auch Wochenbett. Dafür sollten Sie sich ungefähr sechs Wochen Zeit lassen.

Eine Hebamme begleitet Sie normalerweise während des Wochenbetts. Anfangs werden Sie noch sehr oft von ihr zu Hause besucht. Später werden die Abstände größer. Ihre Hebamme wird Ihr Kind wiegen, sich um Ihre körperliche Gesundheit bemühen und Ihnen vor allem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wie schon während der Schwangerschaft, so übernimmt auch hier die Krankenkasse die Kosten dafür.

Das Wochenbett ist eine ganz besondere Zeit, die Sie auch dazu nutzen sollten, um sich als Familie zu finden. Schaffen Sie sich dafür Ihr eigenes kleines Reich. Machen Sie es sich also so richtig gemütlich und genießen Sie die Ruhe. Wahrscheinlich wollen Verwandte und Freunde den neuen Erdenbürger begrüßen und können es kaum erwarten, zu Ihnen nach Hause zu kommen. Seien Sie achtsam und lassen Sie nur so viel Besuch zu, wie es gut für Sie und Ihr Neugeborenes ist. Es ist völlig in Ordnung, sich in den ersten Wochen einzuigeln und sich erst danach wieder langsam an das Leben draußen heranzutasten.

Die meisten Frauen beginnen nach ungefähr acht Wochen mit einem Rückbildungskurs und nehmen damit auch so ganz allmählich ihr soziales Leben wieder auf.

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Checkliste: Ihr Neugeborenes

Machen Sie in den ersten vier Wochen Ihres neuen Lebens als Mutter nicht allzu große Pläne. Ein paar Sachen sollten Sie dennoch nicht aus den Augen verlieren:

  • Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) für Ihren Schützling wahr.
  • Informieren Sie sich vielleicht schon einmal über empfohlene Impfungen. Ihr Kinderarzt wird Sie hierzu aber ausführlich beraten.
  • Melden Sie sich jetzt für einen Rückbildungskurs an.
  • Machen Sie sich Notizen mit all Ihren Fragen, um diese beim nächsten Besuch Ihrer Hebamme parat zu haben.
  • Wollen Sie wissen, was Sie in den nächsten Wochen erwartet? Dann werfen Sie gern einen Blick in unseren Artikel 1. Monat – Wie sich Ihr Baby entwickelt

Machen Sie in den ersten vier Wochen Ihres neuen Lebens als Mutter nicht allzu große Pläne. Ein paar Sachen sollten Sie dennoch nicht aus den Augen verlieren:

  • Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) für Ihren Schützling wahr.
  • Informieren Sie sich vielleicht schon einmal über empfohlene Impfungen. Ihr Kinderarzt wird Sie hierzu aber ausführlich beraten.
  • Melden Sie sich jetzt für einen Rückbildungskurs an.
  • Machen Sie sich Notizen mit all Ihren Fragen, um diese beim nächsten Besuch Ihrer Hebamme parat zu haben.
  • Wollen Sie wissen, was Sie in den nächsten Wochen erwartet? Dann werfen Sie gern einen Blick in unseren Artikel 1. Monat – Wie sich Ihr Baby entwickelt

Unglaublich, was Sie in den letzten Monaten vollbracht haben. Nehmen Sie sich nun alle Zeit der Welt, um Ihr kleines Wunder zu zelebrieren und lassen auch Sie sich dafür feiern!

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Wollen Sie wissen, was Sie in den nächsten Wochen erwartet? Dann werfen Sie gern einen Blick in unseren Artikel 1. Monat – Wie sich Ihr Baby entwickelt

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