Entwicklung Neugeborenes

Ein herzliches Willkommen dem kleinen Erdenbürger und dir als neuem Mitglied im Club der Eltern! Obwohl du wahrscheinlich noch mit der Geburt beschäftigt bist, schwirren dir sicherlich schon einige Gedanken im Kopf herum: Geht es meinem Neugeborenen gut? Ist es normal, dass ich mich als Mutter so angeschlagen fühle? Was erwartet uns als Eltern in den nächsten Wochen mit meinem neugeborenen Baby?

Wir begleiten euch Monat für Monat durch dein erstes Jahr als Mutter oder Vater. Was ihr in diesem Artikel findet:

In den letzten 10 Monaten konntest du in unserem Schwangerschaftskalender mitverfolgen, wie sich dein Baby zu einem kleinen Menschen entwickelt hat, der nun die Welt erobern will. Du wirst staunen, wozu dein Neugeborenes jetzt schon in der Lage ist und erst recht große Augen machen, was es bereits nach einigen Wochen können wird.

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Wie sich dein neugeborenes Baby entwickelt

Dein Neugeborenes beginnt nicht bei Null. Der kleine Körper kann sofort nach der Geburt selbstständig atmen, nötige Nährstoffe aufnehmen und überflüssige ausscheiden sowie saugen und schlucken. Diese Fähigkeiten sind für dein Kind überlebenswichtig.

Die körperliche Entwicklung deines Neugeborenen

  • Die körperliche Entwicklung von Neugeborenen schreitet rasant voran.

  • Bei der Geburt ist ein Baby heute durchschnittlich 52 Zentimeter lang und wiegt in etwa 3,4 Kilogramm.

  • Innerhalb eines halben Jahres wird dein Kind sein Geburtsgewicht etwa verdoppeln und nach einem Jahr verdreifachen.

  • Bitte beachte aber, dass es sich hierbei nur um Durchschnittswerte handelt. Jedes Kind ist anders!

Die Knochen eines Neugeborenen sind relativ weich und bestehen vorwiegend aus Knorpel. Auch sind die Schädelknochen noch nicht völlig zusammen gewachsen. Und das ist auch gut so, denn während der Geburt konnten sich deshalb die Schädelplatten ein wenig übereinander schieben. Der Kopfumfang wurde somit schmaler und dein Kind konnte sich besser durch dein Becken bugsieren.

Bewegungen eines Neugeborenen

Viele Bewegungen deines kleinen Schatzes sind im Moment nur Reflexe. Erst später wird er in der Lage sein, seine Körperteile gezielt zu steuern.

  • Suchreflex: Berührst du die Wange deines Kindes, wird es seinen kleinen Kopf in Richtung deiner Hand drehen und womöglich den Mund öffnen. Dieser Reflex hilft dem Baby dabei, die Nahrungsquelle zu finden.

  • Saug- und Schluckreflex: Berührt dagegen etwas den Mund deines Neugeborenen, wird es anfangen zu saugen. Auch das Schlucken erfolgt automatisch. Manche Kinder saugen oder nuckeln sogar schon im Mutterbauch am Daumen. Das Nuckeln trägt zum Wohlbefinden bei und so manches Baby lässt sich daher mit einem Schnuller schneller beruhigen. Lese hier unsere Tipps, wie du ein weinendes Baby beruhigst.

  • Greifreflex: Legst du einen Finger in eine Babyhand, wird dieser sofort fest umschlungen. Nur loslassen kann dein Kleines den Finger zum momentanen Zeitpunkt noch nicht von selbst. Dieses Verhalten verschwindet um den vierten Monat herum.

  • Schreitreflex: Dieser Reflex wird bei der sogenannten U2, dem zweiten Check-up deines Kindes nach der Geburt, getestet. Dabei hält der Arzt / die Ärztin das Kind unter den Achseln fest, sodass der Körper aufrecht ist und die Fußsohlen den Boden berühren. Nun wird dein Liebling aller Voraussicht nach anfangen zu trippeln. Nach etwa drei Monaten wird es das nicht mehr tun.

  • Moro-Reflex: Erschrickt sich ein neugeborenes Baby, öffnet es den Mund, streckt die Arme weg und lässt diese dann wieder langsam mit geballten Fäusten sinken.

  • Atemschutzreflex: Sollten Mund oder Nase deines Schützlings mit Wasser benetzt werden, verschließen sich seine Atemwege automatisch, damit kein Wasser in die Lunge gelangt. Du kannst also zum Beispiel ganz bedenkenlos einen Babyschwimmkurs besuchen oder Babys erstes Bad genießen.

  • Bauer-Reflex: Leg dein Neugeborenes einmal mit angewinkelten Beinen auf den Bauch und berühre seine Füßchen. Du wirst sehen, dass sich dein Kind abzustoßen versucht.

  • Babinski-Reflex: Bis dein Kind seine ersten Schritte tut, wird noch eine ganze Weile vergehen. Dieser Reflex ist jedoch eine Voraussetzung dazu. Streicht man seitlich an der äußeren Fußsohle entlang, spreizt das Baby seine Zehen auseinander.

Die allgemeine Entwicklung deines neugeborenen Babys wird regelmäßig durch deinen Kinderarzt / deine Kinderärztin kontrolliert. Das passiert bei den Vorsorgeuntersuchungen – den sogenannten U-Untersuchungen. Sollte es also irgendwelche Auffälligkeiten geben, wird dein Kinderarzt / deine Kinderärztin mit dir darüber sprechen und diverse Hilfestellungen anbieten.

Probiere diese Reflexe ruhig einmal an deinem Kind aus. Es wird die Berührungen und deine Aufmerksamkeit genießen.

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Wie du dein neugeborenes Baby jetzt unterstützen kannst

Auch mit anderen Kleinigkeiten kannst du nun schon dein Neugeborenes unterhalten. Vielleicht hast du schon so einige Geschenke oder Spielzeug für das Kind erhalten. Für unsere zwei Spielideen benötigst du noch nicht einmal das.

Gegenstände mit den Augen verfolgen

Dein Neugeborenes kann seine Umwelt noch nicht vollständig erfassen. Es verfolgt aber bereits Gegenstände mit seinen Augen. Schnapp dir eines der vielen Willkommensgeschenke oder einfach einen Alltagsgegenstand und bewege diesen in einem Abstand von etwa 20 bis 25 Zentimetern ganz langsam vor seinem Gesicht hin und her. Dein neugeborenes Baby wird versuchen, diesen mit seinen Blicken zu verfolgen. Für deinen kleinen Schatz sind Mamas und Papas Gesicht aber immer der schönste Grund, die Augen zu bewegen.

Fühlen

Die Haut deines Kindes ist zart und besonders empfindsam. Nutze die Zeit auf dem Wickeltisch, wenn dein Neugeborenes nackt ist, für Streicheleinheiten. Auch kannst du mit verschiedenen weichen Materialien, wie mit einem Schwamm, einem Tuch oder Wattebausch, über den kleinen Körper streichen. Dies ist für dein Baby eine spannende Erfahrung.

Mehr Inspirationen findest du in unserem Video „Baby Spiele und Baby Entwicklung“.

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Die Ernährung deines neugeborenen Babys

  • Die Zeit zum Spielen wird in den ersten Wochen noch sehr begrenzt sein. Der Tagesablauf mit Neugeborenen ist vielmehr vom Schlafen und Essen bestimmt.

  • Das Thema Ernährung dominiert in der ersten Zeit die Gedanken der meisten Eltern – egal ob du die Flasche gibst oder ihr euch fürs Stillen entschieden habt.

  • Generell solltest du dich als Mutter nie unter Druck setzen lassen, ob du dem neugeborenen Baby die Flasche gibst oder es lieber stillen willst.

  • Wenn du dich für das Stillen entscheidest, wird dir deine Hebamme sicherlich gute Tipps geben, wie sich die Stillbeziehung zwischen dir und deinem Kind möglichst harmonisch gestaltet.

Erstes Stillen

  • Die Beziehung zwischen dir und deinem kleinen Schatz beginnt bereits direkt nach der Geburt.

  • Optimal ist es, wenn du die Möglichkeit hast oder hattest, dein Neugeborenes in der ersten Stunde seines Lebens eng bei dir zu haben.

  • Es wird durch den angeborenen Suchreflex nach deiner Brust Ausschau halten und idealerweise schon die ersten Schlucke Muttermilch zu sich nehmen.

  • Diese Milch – Kolostrum genannt – ist eine Vorstufe der späteren Muttermilch. Sie ist besonders nährstoffreich und hilft deinem neugeborenen Baby beim Aufbau seines Immunsystems.

  • Kolostrum ist für den noch relativ unreifen Magen deines Kindes leicht verdaulich und regt den ersten Stuhlgang an.

  • Es wird bereits während der Schwangerschaft in der Brust gebildet, sodass es direkt nach der Geburt zur Verfügung steht.

  • Selbst wenn du in der Schwangerschaft noch keine Tröpfchen Milch an deiner Brust entdeckt hast, ist das wertvolle Kolostrum bereits für dein Neugeborenes vorhanden.

Bedenke aber: Nicht immer ist ein direktes Anlegen nach der Geburt möglich, da nicht jeder Start ins Leben völlig problemlos verläuft. So kann zum Beispiel ein Notkaiserschnitt oder eine Frühgeburt das erste Stillen verzögern. Dennoch musst du nicht darauf verzichten. Lass dich von deinem Arzt / deiner Ärztin im Krankenhaus oder von deiner Hebamme beraten.

Milcheinschuss

Auch ein recht unkomplizierter Start in deinen Stillalltag kann seine Tücken haben. Es wird eine Weile dauern, bis du und dein Neugeborenes sich aufeinander eingestellt habt. Den Milcheinschuss empfinden viele stillende Frauen zum Beispiel als eher unangenehm.

Etwa am dritten Tag nach der Geburt wirst du feststellen, dass deine Brüste anschwellen und sich vielleicht heiß anfühlen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass die Milch „einschießt“ und die Vormilch ersetzt, mit der du bis dahin dein neugeborenes Baby ernährt hast.

Der Milcheinschuss und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen könnten dir zu schaffen machen. Folgende Maßnahmen helfen dir dabei, das Spannen in den Brüsten etwas zu lindern:

  • feucht-warme Umschläge,

  • leichtes Ausstreichen der Milch unter der warmen Dusche,

  • Quarkwickel,

  • Wickel mit Weißkohl und

  • Kühlkompressen.

Sollten die Beschwerden allerdings anhalten, sich rote Stellen bilden und sogar Fieber dazukommen, kontaktiere bitte deine Hebamme oder deinen Gynäkologen / deine Gynäkologin. Im schlimmsten Fall könnte es sich nämlich um eine Mastitis (Brustentzündung) handeln.

Die Signale deines neugeborenen Babys lesen lernen

Wenn dein kleiner Schatz Hunger hat, wird er das in letzter Konsequenz lautstark zum Ausdruck bringen. Ein Neugeborenes zu verstehen, ist allerdings nicht immer ganz leicht. Indem du viel Zeit mit ihm verbringst und es gut beobachtest, wird es dir wahrscheinlich schon bald gelingen, seine Hunger-Signale besser zu deuten.

Wenn dein Baby trinken will, wird es dir das wie folgt zu verstehen geben:

  • Suchen. Der Mund deines Kindes ist geöffnet und es bewegt seinen Kopf hin und her.

  • Saugen. Es streckt die Zunge heraus und leckt damit über seine Lippen.

  • Rastlosigkeit. Dein Kind wedelt mit den Armen und Beinen und führt die Hände in Richtung seines Mundes. Die kleinen Hände sind eventuell zur Faust geballt.

  • Weinen. Das letzte Signal ist lautes aufgeregtes Schreien. Wundere dich nicht: Dein Neugeborenes weint noch ohne Tränen. Diese werden erst nach einigen Wochen vom Körper produziert.

Wie oft möchte mein Baby trinken?

Wie oft und wie lange dein kleiner Schatz nun trinkt, ist schwer vorhersehbar. Wie meistens gilt auch hier: Kein neugeborenes Baby ist wie das andere. Ein Stillabstand von einer halben Stunde ist genauso normal wie etwa drei Stunden. Als grobe Faustregel kann man sagen, dass ein Stillkind innerhalb von 24 Stunden etwa acht bis zwölf Mal trinkt.

Kein Wunder also, dass viele stillende Mütter anfangs das Gefühl haben, dass sie nichts anderes mehr tun, als ihr Kind an die Brust zu legen. Ein Neugeborenes wird sich dabei nicht an feste Zeiten halten. Wenn es Hunger hat, gibt es nichts Dringlicheres auf der Welt – egal, ob es zum Beispiel gerade fünf Uhr morgens ist und du noch tief und fest schläfst. Verzweifle nicht, denn nach und nach wird sich ein Rhythmus einpendeln und auch die Nächte werden ruhiger.

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Der Tagesablauf mit deinem Neugeborenen

Ein geregelter Tagesablauf etabliert sich erst später mit der Zeit. Hier findest du aber ein Beispiel dafür, wie ein typischer Tag deines Neugeborenen aussehen könnte:

Der Tagesablauf deines Neugeborenen.
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Wie dein neugeborenes Baby schläft

Ein sicherer und gesunder Schlaf fördert die Entwicklung deines Kindes. Neugeborene haben noch keinen festen Schlaf-Wach-Rhythmus, dieser setzt erst ganz langsam und etwa ab der achten Lebenswoche ein. In der Regel pendelt es sich dabei auf mehrere Nickerchen von drei bis vier Stunden ein, manche Babys schlafen aber auch öfter. Insgesamt schlummert dein kleiner Schatz während dieser Zeit etwa 16 bis 18 Stunden. Die Schlaf- und Wachphasen verteilen sich noch unregelmäßig über Tag und Nacht. Je älter dein Kind wird, desto weniger oft wird es schlafen. Die Schlafperioden werden dafür länger. Auch wird es zum Beispiel im Alter von einem Jahr nur noch ca. 14 Stunden Schlaf täglich benötigen. Wunder dich aber bitte nicht, wenn sich dein Baby nicht an diesen Fahrplan hält: Jedes Kind ist anders und benötigt daher auch unterschiedlich viel Schlaf. Einige Eltern sind Anfangs etwas verunsichert, wie genau sie ihr Kind betten sollen. Vielleicht wurdest du auch schon im Krankenhaus oder von deiner Hebamme darüber aufgeklärt, wie ein Neugeborenes am sichersten und besten schläft. Folgende Dinge solltest du hierzu beachten:

  • Keine Kuscheltiere oder Decken in das Babybett. Sie sind zwar ein beliebtes Geschenk, allerdings haben sie nichts im Bett eines Neugeborenen verloren. Wird das Gesicht des Neugeborenen versehentlich mit einem Kuscheltier, einem Kissen, einer Decke o. Ä. verdeckt, besteht die Gefahr, dass es beim Atmen behindert wird. Säuglinge saugen nämlich Luft ausschließlich durch die Nase ein. Ein Schlafsack ist eine gute und sichere Alternative zur Bettdecke.

  • Kein Zigarettenrauch. Rauch ist für Neugeborene extrem schädlich. Verzichte also nicht nur im Schlafzimmer des Kindes, sondern am besten im ganzen Haus auf Zigaretten.

  • Wähle die Rückenlage. In der Rückenlage schläft dein Kind am besten.

  • Feste Matratze. Dein Baby sollte nicht in der Matratze versinken.

  • Richtige Raumtemperatur. 16 bis 18 Grad ist die optimale Schlaftemperatur für Babys. Da sie die Wärme lediglich über den unbedeckten Kopf abgeben können, ist es wichtig, den Raum nicht zu überhitzen.

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Babys Gesundheit

Neben Fragen zur Ernährung und zum Schlaf, beschäftigt viele frischgebackene Eltern die Gesundheit ihres Neugeborenen. Gerade beim ersten Kind ist man noch unsicher. Alles ist so neu und ungewohnt.

In den ersten Wochen wirst du regelmäßig von deiner Hebamme zu Hause besucht. Du bist also nicht plötzlich mit deinem neugeborenen Baby und all den aufkommenden Fragen zu dessen Gesundheit allein.

Das ist die Neugeborenengelbsucht

Besonders irritierend ist es, wenn das Kind nach einigen Tagen eine Gelbsucht entwickelt. Doch das ist erst einmal kein Grund zur Sorge.

  • Bei drei von fünf Neugeborenen wird eine Gelbsucht diagnostiziert. Hierbei kommt es zu einer überdurchschnittlichen Ansammlung des gelben Gallenfarbstoffs Bilirubin im Körper. Er entsteht beim Abbau roter Blutkörperchen in der Milz und im Knochenmark.

  • Besonders während der Schwangerschaft waren sehr viele rote Blutkörperchen wichtig für das ungeborene Kind. Nach der Geburt werden die nun überzähligen roten Blutkörperchen abgebaut und durch eine andere Sorte Blutfarbstoff ersetzt, den der Säugling jetzt benötigt.

  • Übersteigt der Bilirubinwert ein bestimmtes Maß, lässt sich das an einer gelben Verfärbung des Gesichts und der Augen erkennen.

  • Dies zeigt sich meist zwischen dem dritten und fünften Tag nach der Geburt, wenn die Bilirubinwerte beim Neugeborenen seinen Höhepunkt erreichen.

  • Nach 10 bis 14 Tagen normalisiert sich der Wert in der Regel wieder und die Gelbsucht muss nicht weiter behandelt werden.

  • Trotzdem wird deine Hebamme die Hautfarbe deines Kindes bei den Wochenbettbesuchen kontrollieren und dich gegebenenfalls zum Kinderarzt / zur Kinderärztin überweisen, um die Blutwerte kontrollieren zu lassen.

  • Wichtig: Auch bei einer schweren Form der Gelbsucht, die sich nicht von alleine wieder reguliert, gibt es gute und effiziente Therapien.

Nabelpflege bei Neugeborenen

  • Ein Thema, mit dem alle Eltern konfrontiert sind, ist die Nabelpflege.

  • Die Nabelschnur wird nach der Geburt wenige Zentimeter vor dem Bauch des Neugeborenen durchtrennt und mit einer Nabelklemme abgebunden.

  • Normalerweise benötigt dieser Nabelstumpf dann keine weitere besondere Nabelpflege.

  • Nach einigen Tagen ist er vollständig ausgetrocknet und fällt von selbst ab.

  • Bis dahin solltest du allerdings darauf achten, diesen Bereich besonders sauber und trocken zu halten, damit es nicht zu einer Entzündung kommt. Am besten wäre es, wenn der Nabel nicht durch Kleidung abgedeckt werden würde und somit gut an der Luft austrocknen kann.

  • Nutze also jede Möglichkeit, dein Neugeborenes für eine gewisse Zeit nackt liegen zu lassen.

  • Achte beim Windelwechsel darauf, dass die Windel den Nabelstumpf nicht überdeckt.

  • Erst wenn der Nabel vollständig abgefallen ist, kannst du bedenkenlos deinem Liebling nach Lust und Laune baden. Davor ist ein Bad mit einem Schwamm oder Lappen völlig ausreichend.

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Wie sich dein Leben durch ein neugeborenes Baby verändert

Ein Baby stellt dein Leben ganz schön auf den Kopf. Gerade am Anfang ist alles ungewohnt und es braucht Zeit, sich in die neue Rolle einzufinden. Auch der Körper der Mutter wird sich nach der Schwangerschaft ein weiteres Mal verändern und die Geburt hat wahrscheinlich auch ihre Spuren hinterlassen.

Mögliche Geburtsverletzungen

Jede Frau, die ihr Kind auf natürlichem Weg (also vaginal) auf die Welt gebracht hat, sollte in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt ihren Intimbereich besonders gut pflegen.

Möglicherweise beeinträchtigen noch Geburtsverletzungen deinen Alltag, die eine besondere Behandlung benötigen. Während der Geburt kann es zu Rissen im Intimbereich kommen, die genäht werden müssen. Selbst wenn das nicht der Fall ist, wird sich deine Vagina geschwollen und wund anfühlen. Meist fühlt sich alles schlimmer an, als es eigentlich ist. Oft kann es hilfreich sein, sich ein eigenes Bild davon zu machen. Nimm dir einen Handspiegel und überzeuge dich selbst.

Du kannst mit einfachen Mitteln die Regeneration nach der Geburt aktiv fördern:

  • Vermeide jeglichen Druck auf die Wunde. Sitze also nicht darauf und trage nicht zu enge Kleidung. Vermeide auch das Sitzen im Schneidersitz.

  • Kühle die betroffene Stelle. Dadurch wird sie schneller abschwellen. Du kannst zum Beispiel eine Binde ins Eisfach legen und diese dann für eine gewisse Zeit in deinem Slip platzieren.

  • Versuche, wann immer es möglich ist, die Wunde an der Luft trocken zu halten. Dafür kannst du dich „unten ohne” mit einem Handtuch ausgerüstet ins Bett setzen.

  • Arnika wird eine heilende Wirkung nachgesagt. Eine Arnika-Tinktur auf deiner Binde aufgetragen, ist wohltuend und unterstützt den Heilungsprozess.

Nach einem Kaiserschnitt wird dich die Wundheilung noch etwas länger beschäftigen. Immerhin handelt es sich hierbei um einen großen chirurgischen Eingriff. Die Narbe wird daher im Krankenhaus anfangs täglich kontrolliert.

Lass dir in den ersten Tagen auf jeden Fall bei allen Aktivitäten unter die Arme greifen, um den Druck auf die Wunde so gering wie möglich zu halten. Dein Partner / deine Partnerin oder ein:e Krankenpfleger:in sollte dir dabei helfen, dein Baby zu wickeln, es aus dem Bett zu holen und wieder hineinzulegen. Nach einigen Tagen wirst du aber bereits selber in der Lage sein, diese Dinge selbst zu übernehmen.

Egal, ob Kaiserschnitt oder vaginale Geburt: Dein Körper braucht nun viel Ruhe, um sich von der Zeit der Schwangerschaft und der Anstrengung der Geburt erholen zu können.

Allgemeiner körperlicher Zustand

Bei all der Vorfreude auf das Neugeborene während der Schwangerschaft vergisst man oft sich mit den körperlichen „Nachwehen“ einer Geburt auseinanderzusetzen.

  • Wochenfluss: Nachdem sich die Plazenta abgelöst hat, entsteht erst einmal eine Wunde, die Wundsekret und Blut absondert. In den ersten Tag kann diese Blutung noch sehr stark sein. Nach und nach wird sie allerdings schwächer und hört nach ein paar Wochen von selbst auf. Sollte dich die Intensität der Blutung verunsichern, kontaktiere bitte deinen Arzt / deine Ärztin oder deine Hebamme.

  • Nachwehen: Möglicherweise spürst du in den ersten zehn Tagen nach der Geburt noch leichte Wehen. Diese Kontraktionen helfen dabei, die Gebärmutter auf ihre ursprüngliche Größe zurückzubilden. Die Nachwehen bei einer Folgegeburt sind meist stärker als beim ersten Mal.

  • Bauch: In den ersten Tagen und Wochen wirst du wahrscheinlich noch recht schwanger aussehen, da deine Bauchmuskeln und das umliegende Gewebe in den letzten Monaten ordentlich gedehnt wurden. Gib dir Zeit und fange erst nach Rücksprache mit deiner Hebamme oder deinem Gynäkologen / deiner Gynäkologin mit der Rückbildungsgymnastik an.

  • Verdauungsbeschwerden: So manche Frau fürchtet sich vor dem ersten Toilettengang nach der Geburt. Wird es schmerzhaft sein? Bitte unterdrücke deswegen deinen Stuhlgang nicht – selbst wenn dieser durch die hormonelle Umstellung hart sein sollte. Viel Flüssigkeit, eine ballaststoffreiche Ernährung und leichte Bewegung helfen dabei, deine Verdauung wieder zu normalisieren.

Das Wochenbett

  • Was du nun brauchst, ist Zeit und Ruhe, um dich auf deinen Körper zu konzentrieren und dein neugeborenes Baby besser kennenzulernen.

  • Diese Phase der Zurückgezogenheit und Regeneration nennt man auch Wochenbett.

  • Dafür solltest du dir ungefähr sechs Wochen Zeit lassen.

  • Eine Hebamme begleitet dich normalerweise während des Wochenbetts. Anfangs werdet ihr noch sehr oft von ihr zu Hause besucht. Später werden die Abstände größer.

  • Deine Hebamme wird dein Neugeborenes wiegen, sich um deine körperliche Gesundheit bemühen und dir vor allem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wie schon während der Schwangerschaft, so übernimmt auch hier die Krankenkasse die Kosten dafür.

  • Das Wochenbett ist eine ganz besondere Zeit, die ihr auch dazu nutzen solltet, um euch als Familie zu finden. Schafft euch dafür euer eigenes kleines Reich. Macht es euch also so richtig gemütlich und genießt die Ruhe.

  • Wahrscheinlich wollen Verwandte und Freund:innen den neuen Erdenbürger begrüßen und können es kaum erwarten, zu euch nach Hause zu kommen. Seid achtsam und lasst nur so viel Besuch zu, wie es gut für euch und euer Neugeborenes ist.

  • Es ist völlig in Ordnung, sich in den ersten Wochen einzuigeln und sich erst danach wieder langsam an das Leben draußen heranzutasten.

Die meisten Frauen beginnen nach ungefähr acht Wochen mit einem Rückbildungskurs und nehmen damit auch so ganz allmählich ihr soziales Leben wieder auf.

Unglaublich, was du in den letzten Monaten vollbracht hast. Nimm dir nun alle Zeit der Welt, um dein kleines Wunder zu zelebrieren und lass auch du dich dafür feiern!

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen findest du im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt / deine Ärztin.