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Erst vor Kurzem trugen Sie noch ein neugeborenes Baby in Ihren Armen. Jetzt haben Sie schon einen Säugling an Ihrer Seite – so bezeichnet man das Entwicklungsstadium Ihres Kindes nach der vierten Lebenswoche. Ihr kleiner Schatz hat schon viele kleine und große Entwicklungsschritte in seinem Leben gemacht und möchte auch im 2. Monat weiter neue Fähigkeiten erlernen.

Worum geht es in diesem Artikel?

Wie sich Ihr Baby entwickelt Wie Sie Ihr Baby jetzt unterstützen können Ernährung Ihres Babys Der Tagesablauf Ihres Babys Babys Gesundheit Wie Ihr Baby schläft Wie sich Ihr Leben verändert Checkliste für diesen Monat
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Wie sich Ihr Baby entwickelt

Vielleicht haben Sie schon bemerkt, dass Ihr 2 Monate altes Baby keine leichte Feder mehr ist. Seit der Geburt hat Ihr Wonneproppen rund 150 bis 200 Gramm pro Woche an Gewicht zugenommen. Und im 2. Monat kann es noch mehr werden. Die Gewichtszunahme ist in dieser Zeit am größten.

Auch wächst das Kind zwischen drei bis vier Zentimeter pro Monat. Ihr kleiner Säugling möchte ein großes Menschlein werden!

Sollte die körperliche Entwicklung Ihres Babys langsamer oder schneller verlaufen, ist das kein Grund zur Unruhe. Jedes Kind hat einen anderen und eigenen Rhythmus. Manche Babys wachsen stetig und konstant, andere scheinen stillzustehen, bevor sie plötzlich in die Höhe und Breite schießen.

Aber nicht nur körperlich verändert sich Ihr Kind in diesem Monat. Auch seine Persönlichkeit kommt stärker zum Vorschein. Babys, die 2 Monate alt sind, können sich nun besser ausdrücken. Zum Beispiel kann Ihr Kleines verschiedene Grimassen schneiden, da es jetzt die Gesichtsmuskulatur zu kontrollieren und einzusetzen weiß.

Viele Reflexe, die ein Neugeborenes von Geburt an hat, legt Ihr Baby allmählich ab. An deren Stelle treten bewusstere Bewegungen. Zwar sind die oft noch etwas hölzern und ungeschickt, aber Ihr Baby wird in den nächsten Wochen viel trainieren, um sie zu verfeinern.

Zum Beispiel wird Ihr Baby langsam lernen, seine Hand um ein Spielzeug zu schließen. Auch wird es beim Stillen versuchen, in einem bewussten Bewegungsablauf Ihre Brust zu erreichen, anstatt zufällig nach vielen Versuchen darauf zu stoßen. Es wird daher unabhängiger von den Reflexen und selbstständiger und bewusster im Handeln.

Besonders in den ersten Monaten nach der Geburt macht Ihr Baby eine erstaunliche Entwicklung der fünf Sinne durch. Es nimmt seine Umwelt immer genauer wahr. Achten Sie aber auch darauf, Ihr Baby nicht mit Reizen zu überfluten. Es braucht zwischendurch immer wieder Zeit, die aufgenommenen Informationen zu verarbeiten.
An Orten, wo der Lärmpegel sehr hoch ist, empfiehlt es sich, dem Baby einen Gehörschutz aufzusetzen, damit das noch empfindliche Gehör vor zu viel Lärm geschützt ist.

Der nächste Besuch beim Kinderarzt zur Vorsorgeuntersuchung steht erst wieder zwischen dem 3. und 4. Lebensmonat an. Sollten Sie allerdings noch Fragen haben, die bei der U-3-Untersuchung im letzten Monat nicht geklärt wurden, können Sie gegen Ende des 2. Monats einen zusätzlichen Termin bei Ihrem Kinderarzt wahrnehmen.

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Wie Sie Ihr Baby jetzt unterstützen können

Ein 2 Monate altes Baby kann sich zwischendurch auch kurz alleine beschäftigen. Das ist sogar gut und förderlich für das Kind. Allerdings braucht es auch schnell wieder die Aufmerksamkeit von Mama oder Papa und möchte mit Ihnen spielen.

Händchen

In diesem Monat entdeckt Ihr Baby die eigenen Händchen und Finger. Immer wieder schwirren sie vor den Augen herum. Deshalb sind sie so faszinierend für die Kleinen. Nun wollen sie lernen die Hände und Finger auch zu gebrauchen.

Helfen Sie Ihrem Baby dabei, Spielzeuge wie Rassel oder Kuscheltier mit seinen Händen und Fingern zu fassen. Da es noch nicht nach Gegenständen greifen kann – vielleicht wird es das vergeblich versuchen, was sehr frustrierend für Ihr Kind sein kann –, sollten die Objekte in Reichweite gehangen oder gestellt werden. Oder noch besser: Die Gegenstände kommen von Ihnen zum Baby „angeflogen“.

Meist klappt das Umschließen des Gegenstandes nicht auf Anhieb. Daher braucht Ihr Baby viel Zuspruch und Ermunterungen von Ihnen und immer wieder neue Versuche, bis es etwas selbst in den Händen halten kann.

Hochziehspiels

Perspektivenwechsel: Viele 2 Monate alte Babys finden es sehr spannend, wenn sie in eine Sitzposition hochgezogen werden. Oder Sie ziehen Ihr Kind vom Sitzen zum Stehen hoch. Achten Sie dabei aber immer auf den Kopf Ihres Babys. Die Kleinen können den schweren Kopf noch nicht so gut selbst halten. Am besten Sie stützen den Kopf mit Ihrer Hand beim Hochziehen.

Mit diesem Spiel lernen Babys neue Körperhaltungen kennen und entwickeln für diese die benötigte Muskulatur. Ihr Baby wird vermutlich nach einigen Malen versuchen, selbst mitzuarbeiten und sich in die neue Stellung zu manövrieren. Das passiert oft noch sehr ruckartig. Wenn es mit Ihrer Hilfe den Wechsel geschafft hat, möchte es erst mal in der neuen Position verharren. Das ist wichtig, damit Ihr Baby diese Haltung kennenlernt. Manche Stehaufmännchen werden sogar böse, wenn das Spiel beendet wird – so viel Spaß bereitet es ihnen!

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Ernährung Ihres Babys

Die meisten Eltern fragen sich immer wieder: Trinkt unser Baby auch genug? Leider gibt es nicht die eine Trinkmenge, die alle 2 Monate alten Babys zu sich nehmen sollten. Jedes Kind ist unterschiedlich und kommt mit einem ganz eigenen Appetit zur Welt.

Manche Babys trinken alle halbe Stunde ein bisschen, andere trinken alle drei Stunden eine größere Portion. Es gibt keine Regel, an die Sie sich halten müssen. Ein gesundes Kind darf so oft trinken oder gestillt werden, wie es sich das wünscht.

Wenn Ihr neugebornes Baby gesund ist, sich gut entwickelt und ausreichend an Gewicht zunimmt, können Sie auf die individuellen Signale Ihres Babys ohne Bedenken eingehen. Sollte es aber nur unzureichend an Gewicht zunehmen oder sehr verschlafen sein, kontaktieren Sie am besten Ihren Kinderarzt.

Hungersignale

Woran Sie erkennen können, dass Ihr kleiner Schatz Hunger hat.

Frühe Hungersignale
  • Suchen: Ihr Baby öffnet den Mund und bewegt ihn hin und her.
  • Saugen: Die Zunge wird herausgestreckt, die Lippen abgeleckt oder es saugt an den Fingerchen oder kaut an den Händen (allerdings kann dies auch ab dem 2. Monat Selbstbeschäftigung und Forschungsdrang sein).
  • Unruhe: Ihr Baby fängt an zu zappeln, bewegt Arme und Beine oder führt die Hände zum Mund.
Späte Hungersignale
  • Anspannung: Die Körperhaltung Ihres Babys ist angespannt, es fängt an zu schreien oder weinen.
  • Sättigungssignale
    • Der Körper und die Hände Ihres Babys entspannen sich.
    • Es lässt die Brust los.
    • Ihr Baby schläft ein.

    Milchaufnahme beim Stillen

    Woran Sie erkennen können, dass Ihr Baby beim Stillen auch genug Milch erhält:

    • Ihr Baby hat Ihre Brust gut erfasst.
    • Nach anfänglicher Gewöhnung ist das Stillen für Sie schmerzlos.
    • Ihr Baby wechselt von einem hastigen Saugen zu einem langsameren, rhythmischen Nuckeln.
    • Sie hören Ihr Baby schlucken. Ab und zu legt es auch einmal eine Pause ein.
    • Eventuell spüren Sie ein leichtes Ziehen oder Kribbeln in der Brust. Das ist der Milchspendereflex.
    • Bei vielen stillenden Müttern tropft auch etwas Milch aus der anderen Brust.
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    Der Tagesablauf Ihres Babys

    Der Tagesablauf Ihres 2 Monate alten Babys ist noch von einfachen Dingen wie Schlafen, Füttern, Baden und Spielen bestimmt. Hier finden Sie ein Beispiel, wie ein typischer Tag in dem Leben Ihres Babys aussehen kann:

    Des Tagesablauf Thres 2 Monate alten babys
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    Babys Gesundheit

    Nagelpflege

    Der kleine Prinz oder die Prinzessin verlangt nun nach einer Mani- und Pediküre. Sobald Ihr Baby 2 Monate alt ist, sollten Sie regelmäßig Finger- und Fußnägel kürzen. Andernfalls könnte es sich mit den langen Nägeln verletzen.

    Die Fingernägel wachsen schneller und müssen daher öfter geschnitten werden. Aber auch die Fußnägel sollten regelmäßig gekürzt werden, damit Ihr Baby nicht an Kleidung oder Schlafsack hängen bleiben kann. Schauen und fühlen Sie nach dem Kürzen, ob es noch scharfe Kanten oder Spitzen gibt, und entfernen Sie diese gegebenenfalls mit einer Feile.

    Windelausschlag

    Der Po ist rot, wund und schmerzt; er sieht entzündet aus und es bilden sich Hautschuppen – in dem Fall hat Ihr Baby vermutlich einen Windelausschlag. Meist entsteht dieser, wenn die Windel nicht oft genug gewechselt wurde.

    Bei ersten Anzeichen eines Windelausschlags können folgende Maßnahmen helfen:

    • Wechseln Sie häufig und vor allem direkt nach dem Stuhlgang die Windel.
    • Der Windelbereich sollte erst gründlich gereinigt und dann sehr gut getrocknet werden, vor allem auch in den Hautfalten.
    • Licht und Luft sollten so oft wie möglich an die Haut kommen.
    • Verwenden Sie Windeln, die luftdurchlässig sind.
    • Kamillenbäder können die Haut beruhigen.
    • Zinkhaltige Hautcremes, die dünn im Windelbereich aufgetragen werden, können Linderung verschaffen.
    • Oder schmieren Sie ein paar Tropfen Muttermilch auf die wunde Haut.

    Sollte die Entzündung länger andauern und nicht abklingen, kontaktieren Sie Ihren Kinderarzt. Es könnte sich in dem Fall eventuell um eine Pilzinfektion handeln.

    Impfung

    Ein heiß diskutiertes Thema. Es gibt viele Lager und Meinungen dazu. Ob das Kind geimpft werden soll, entscheiden am Ende immer die Eltern, denn in Deutschland gibt es keine allgemeine Impfpflicht. Daher sollten Sie sich mit dem Thema Impfung für Ihr Kind auseinandersetzen und sich gut informieren.

    Spätestens bei nächsten, der U-4-Untersuchung, die zwischen dem 3. und 4. Lebensmonat stattfindet, steht die erste Impfung für Ihr Baby an. Jedenfalls wird von der Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfohlen, eine Sechsfach-Impfung gegen Diphtherie, Hepatitis B, HiB, Keuchhusten, Kinderlähmung und Wundstarrkrampf vorzunehmen, wenn Ihr Kind 2 Monate alt ist.

    Es gibt sicherlich viele Vorteile für Ihr Kind und für Sie, wenn Sie sich dafür entscheiden sollten, es zu impfen. Sie können Ihrem Kind und sich viel unnötiges Leid ersparen. Außerdem tun Sie etwas für die Gemeinschaft und sorgen dafür, dass sich Kinderkrankheiten weniger wahrscheinlich ausbreiten können.

    Auf der anderen Seite besitzt keine medizinische Maßnahme eine 100-prozentige Garantie – auch die Impfung nicht. Die Angst vor möglichen Nebenwirkungen und Langzeitschäden sollten ebenfalls in Betracht gezogen werden.

    Am besten lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt ausführlich beraten. Informieren sich selbst und entscheiden dann, was das Beste für Ihr Kind ist.

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    Wie Ihr Baby schläft

    Der Schlafrhythmus eines 2 Monate alten Babys gleicht noch nicht denen von Erwachsenen. Aber mit der Zeit wird Ihr Baby lernen einen Tag-Nacht-Rhythmus anzunehmen.

    Der Schlafrhythmus eines 2 Monate alten Babys gleicht noch nicht denen von Erwachsenen. Aber mit der Zeit wird Ihr Baby lernen einen Tag-Nacht-Rhythmus anzunehmen.

    Vielleicht schläft Ihr kleines Murmeltierchen oft, aber dafür nicht sehr lange. Andere Säuglinge schlafen schon mit 2 Monaten nachts durch und sind tagsüber öfter wach. Jedes Kind ist anders – das zeigt sich auch im Schlafverhalten.

    Das Familienbett

    Das Schlafen in einem gemeinsamen Bett kann für Sie, Ihren Partner und Ihr Baby zu einem schönen Familienerlebnis werden. So kann auch der Elternteil ausgiebig die körperliche Nähe mit dem Baby genießen, der tagsüber wenig Zeit mit ihm verbringen kann.

    Weitere Vorteile eines Familienbetts sind, dass das Kind zum Stillen oder Trinken nicht extra aus dem Babybett genommen werden muss. Es kann im Liegen zwischen seinen Eltern trinken oder gestillt werden.

    Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys, die im Familienbett schlafen, seltener in der Nacht aufwachen und weniger schreien. Außerdem können Sie sich schneller um Ihren kleinen Schatz kümmern, wenn er weinen sollte.

    Natürlich sollten Sie beachten, dass Ihr Kind in der Nacht auch strampelt und sich bewegt und dadurch Ihr Schlaf und der Ihres Partners etwas unruhiger wird. Damit das Kind nicht aus dem großen Bett herausfallen kann, sollten Sie es mit einem Gitter oder Rahmen absichern. Auch empfiehlt es sich, um das Bett herum weiche Kissen zu legen.

    Natürlich sollten Sie beachten, dass Ihr Kind in der Nacht auch strampelt und sich bewegt und dadurch Ihr Schlaf und der Ihres Partners etwas unruhiger wird. Damit das Kind nicht aus dem großen Bett herausfallen kann, sollten Sie es mit einem Gitter oder Rahmen absichern. Auch empfiehlt es sich, um das Bett herum weiche Kissen zu legen.

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    Wie sich Ihr Leben verändert

    Rückbildungskurs

    Nach ungefähr sechs bis acht Wochen nach der Geburt, können Sie mit dem Rückbildungskurs beginnen. Voraussetzung ist, dass sich Ihr Beckenboden schon etwas stabilisiert hat. Bei Müttern, die einen Kaiserschnitt hatten, sollte die Wunde gut verheilt sein.

    Der Rückbildungskurs soll Ihre Muskulatur wieder stärken, die durch die Schwangerschaft und Geburt geschwächt wurde. Besonders betrifft das den Beckenboden und die Bauchmuskulatur. Die Krankenkassen bezahlen den Kurs von zehn Einheiten à 60 Minuten. Er sollte bis zum neunten Monat nach der Geburt abgeschlossen werden.

    Dieses spezielle Training bieten viele Hebammen und Physiotherapeutinnen an. Ihr Baby können Sie mitbringen oder Sie entscheiden sich, alleine zum Kurs zu gehen. Jede Mutter sollte diese Chance nutzen und den Rückbildungskurs wahrnehmen. Er wird Ihrem Körper helfen wieder zur vorherigen Stärke und Form zurück zu finden.

    Rückbildung und Fitness mit Baby macht nicht nur in der Gruppe, sondern auch zu Hause Spaß.

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    Das Abenteuer geht weiter. Ihr kleiner Schatz lernt immer besser sich zu bewegen und auszudrücken! Und Sie finden allmählich einen Rhythmus als Familie. Da sich Ihr Baby jedoch rasch weiterentwickelt, gibt es immer wieder neue Überraschungen. Lesen und erfahren Sie hier, was Sie und Ihr Kind alles im 3. Monat erwartet.