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Die Entwicklung Ihres Babys in der 26. Schwangerschaftswoche

In der 26. SSW lautet das Motto: Übung macht den Meister! Ihr Baby erprobt seine Muskeln und Reflexe. Wundern Sie sich also nicht über zunehmende Kindsbewegungen.
Ferner öffnen sich in der 26. Woche die Nasenflügel Ihres Babys und es kann ab sofort damit beginnen, unter Einsatz seiner Muskeln und Lungen seine Atmung zu trainieren. In Ihrem Bauch ist die Lunge des Kindes noch mit einer von ihr selbst produzierten Flüssigkeit gefüllt. Diese sorgt dafür, dass die klitzekleine Lunge nicht während des Heranwachsens in sich zusammenfällt. Bis zur Geburt übernimmt die Mutter die Sauerstoffversorgung über die Plazenta und die Nabelschnur. Erst kurz davor wird die Flüssigkeit in der Lunge des Kindes nach und nach abgebaut. Der allerletzte Rest wird dann nach der Geburt abgehustet und Ihr Kind beginnt zum ersten Mal mit der selbstständigen Atmung. Sie haben vielleicht schon einmal davon gehört, dass Säuglinge in den ersten Lebensmonaten einen angeborenen Tauchreflex besitzen. Obwohl Sie Ihr Baby in der 26. SSW noch mit Sauerstoff versorgen, macht es bereits die ersten Atembewegungen, ohne aber dabei richtig Luft zu holen. Über diesen Weg scheint sich also auch der Tauchreflex auszubilden. Sobald ein Säugling nach der Geburt ins Wasser getaucht wird, verschließt sich die Luftröhre und das Baby hört auf zu atmen. Das ermöglicht zum einen beispielsweise eine sanfte Wassergeburt und macht zum anderen das Babyschwimmen so attraktiv. Denn Ihr Kleines wird sich hierbei wahrscheinlich nicht verschlucken.

Obwohl ein Baby in der 26. Schwangerschaftswoche unter intensiver medizinischer Betreuung eine gar nicht so schlechte Überlebenschance hat, ist eine Frühgeburt dennoch sehr belastend für den kleinen Körper. Statt geborgen und geschützt die letzten Wochen in Ihrem Bauch zu verbringen, würde ein Frühchen in der 26. SSW gleich nach der Geburt in den sogenannten Inkubator gelegt werden. In diesem optimal klimatisierten Brutkasten werden dann alle weiteren nötigen Behandlungen durchgeführt. Denn Frühchen, die vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren werden, leiden unter Atemproblemen, sodass der Wirkstoff Surfactant zugeführt werden muss, der für das Wachstum der Lunge unerlässlich ist. In der 26. SSW ist dieser noch nicht in ausreichender Menge vorhanden. Auch ist eine Ernährung über eine Magensonde oder durch Infusionen nötig. In dieser Zeit ist es sehr wichtig, dass die Eltern trotz der schwierigen Umstände auch zwischendurch die Möglichkeit haben, Körperkontakt zu Ihrem Kind aufzunehmen. Viele Frühgeborenenstationen bemühen sich ganz explizit darum, genau das zu ermöglichen. Je mehr Hautkontakt hergestellt werden kann, desto weniger Stresssymptome treten bei dem Kind auf. Es kann besser schlafen und entwickelt sich schneller als Babys mit wenig Körperkontakt. Aber machen Sie sich jetzt bloß nicht zu viele Gedanken: Es kommen lediglich 9 % aller Kinder zu früh auf die Welt.

In der 26. SSW könnte Ihr Gynäkologe mit etwas Glück während des Ultraschalls so einige lustige Schnappschüsse einfangen. Ihr Baby kann nämlich schon nuckeln. Sein Saugreflex ist so stark, dass es sofort am Daumen oder seinen Fingern lutscht, sobald die kleine Hand in die Nähe des Mundes kommt. Bekommt Ihr kleiner Liebling hingegen die Nabelschnur zu fassen, wird er daran liebend gern ziehen und reißen, um seinen Greifreflex zu trainieren. Aber keine Sorge, sie ist sehr robust!

Wie groß ist Ihr Baby in der 26. Schwangerschaftswoche?

Ihr kleiner Schatz ist nun schon 33 cm lang; so groß wie eine Zucchini. Das Gewicht des Babys liegt in der 26. SSW schon bei ganzen 800 Gramm.

Baby im Mutterleib nach 26 Wochen

Ihr Körper in der 26. Schwangerschaftswoche

Auch, während Sie schwanger sind, bleiben Sie unter Umständen nicht vor Krankheiten verschont. Besonders in der kalten Jahreszeit droht zum Beispiel eine Erkältung, die mitunter wirklich lästig sein kann. Da das Immunsystem in der Schwangerschaft stark beansprucht wird, erkälten sich Frauen in anderen Umständen häufiger. Viele Medikamente sind nun für Sie tabu. Ihr Arzt wird Sie darüber aufklären. Bei einem gewöhnlichen Schnupfen können Sie jedoch trotzdem aktiv werden. Viele allgemein bekannte Hausmittel helfen, die Symptome abzumildern. Trinken Sie zum Beispiel viel Tee (Kamillentee, Holunderblütentee, Lindenblütentee) und essen Sie eine heiße Hühnersuppe. Auch Zwiebelsaft mit etwas Honig oder Kandiszucker soll gut gegen den Husten sein. Inhalieren mit heißem Wasserdampf hilft bei einer verstopften Nase. Als Zusätze eigenen sich hier frischer Kamillentee oder Kamillenblüten. Ab dem zweiten Trimester – in dem Sie sich in der 26. Woche ja nun schon längst befinden – können dem Wasserbad sogar bestimmte schwangerschaftsverträgliche ätherische Öle (z. B. Lavendelöl) hinzugefügt werden. Befragen Sie hierzu auch Ihre Hebamme. Krankheiten lassen sich natürlich nicht immer vermeiden. Versuchen Sie dennoch Ihr Immunsystem mit leichtem Sport, viel frischer Luft und einer gesunden Ernährung fit zu halten. Verhindern Sie kalte Füße mit warmen Wollsocken und achten Sie – gerade während einer Erkältungswelle – darauf, Ihre Hände oft und gründlich zu waschen.

26. Schwangerschaftswoche: Ihre Symptome

  • Erschöpfung. Denken Sie sich nichts dabei, wenn Sie sich in der 26. SSW abgespannt und kraftlos fühlen. Ihr Kind wächst nun sehr schnell und Ihr Körper muss sich auf eine starke Gewichtszunahme einstellen. Lassen Sie es ruhig angehen und gönnen Sie sich genügend Pausen.
  • Hitzewellen. Ihr Blut fließt in der Schwangerschaft schneller als sonst, die Stoffwechselvorgänge beschleunigen sich und die Blutgefäße der Haut sind erweitert. Daher generiert der Körper mehr Wärme und gibt diese auch nach außen ab. Es kann deshalb bei manchen Frauen zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen kommen. Das ist völlig normal und etwas kaltes Wasser über die Handgelenke fließen zu lassen, kann ganz schnell für etwas Linderung sorgen.

26. Schwangerschaftswoche: Das sollten Sie beachten

  • Denken Sie daran, dass Ihr Kind im Grunde dasselbe isst wie Sie. Sie sollten also weiterhin darauf achten, was und wie viel Sie essen. Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig ist, fühlen Sie sich schwindlig, wacklig auf den Beinen und müde. Essen Sie häufig kleine Mahlzeiten, damit es Ihnen gelingt, den Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht zu halten.
  • Wenn Sie scharfe Speisen mögen und diese gut vertragen, spricht nichts dagegen. Sie sollten jedoch keine neuen Lebensmittel probieren, an die Ihr Magen nicht gewöhnt ist, weil dies zu Magenverstimmungen führen kann.

26. Schwangerschaftswoche: Fragen an Ihren Arzt

  • Egal welcher Monat Ihrer Schwangerschaft gerade angebrochen ist: Eine Erkrankung ist nun einfach immer eine zusätzliche Belastung. Konsultieren Sie in diesem Fall bitte immer Ihren Arzt und nehmen Sie Abstand davon, irgendwelche Medikamente eigenständig einzunehmen.
  • Ihr Gynäkologe kann zumeist nur durch Ertasten die Lage des Kindes feststellen. Dabei unterscheidet man zwischen drei Positionen: der Schädellage (das Köpfchen liegt unten), der Beckenendlage oder Steißlage (der Po liegt unten) und der Querlage (Ihr Baby liegt horizontal bzw. seitlich in Ihrem Bauch). Am Ende Ihrer Schwangerschaft sollte Ihr Baby mit dem Kopf nach unten im Becken liegen. Daher wird Ihr Arzt die Position immer gut im Auge behalten und in den Mutterpass eintragen. Da Sie in der 26. SSW noch genügend Platz haben, kann sich die Position Ihres Kindes im Moment immer wieder ändern. Es besteht also keinerlei Grund zur Sorge, sollte sich Ihr Baby jetzt zum Beispiel in der Querlage befinden.

26. Schwangerschaftswoche: Ihre Checkliste

Achten Sie auf eine regelmäßige und ausgewogene Ernährung

Nehmen Sie unterwegs immer kleine Snacks, wie Früchte oder Joghurt, mit.

Melden Sie sich für die bevorstehende Geburt im bevorzugten Krankenhaus oder Geburtshaus an.

Machen Sie öfters einmal eine Pause.

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