Frau während Wassergeburt in Wanne

Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Zeit in Deinem Leben. Um so schöner ist es, wenn Du auch die Möglichkeit hast, die Entbindung ganz nach Deinen Vorstellungen zu gestalten. Eine Variante ist zum Beispiel die Wassergeburt.

Was sind die Vor- bzw. mögliche Nachteile einer Geburt im Wasser? Wie läuft eine Unterwassergeburt genau ab und musst Du dafür besondere Voraussetzungen erfüllen? Die Antworten auf all diese Fragen, findest Du hier.

Was versteht man unter einer Wassergeburt?

In den 80er-Jahren wurde die Wasserentbindung immer beliebter und auch für Frauen in Deutschland möglich. Seitdem bieten viele Krankenhäuser die Geburt im Wasser an.

Die Nachfrage nach dieser besonderen Art der Entbindung ist nach wie vor hoch, sodass sich auf den meisten Geburtsstationen die entsprechende Ausstattung dafür vorhanden ist. Das wichtigste Utensil ist dabei die mit warmem Wasser gefüllte Gebärwanne. Darin liegt die Frau während des Geburtsvorgangs und bringt ihr Baby gegebenenfalls auch dort unter Wasser zur Welt.

Wann und wie lange die werdende Mutter die Geburtswanne nutzen, ist ganz unterschiedlich. Manche Frauen verlassen das Wasser vor der eigentlichen Geburt, während andere erst kurz davor hineinsteigen. Viele Frauen erleben sogar den gesamten Geburtsverlauf in der Gebärwanne.

Die Vorteile der Wassergeburt

Eine Wassergeburt könnte folgene Vorteile bieten:

  • Seltener Dammverletzungen: Bei der Wassergeburt wird das Dammgewebe besser durchblutet und ist dadurch dehnbarer und stabiler. Es kommt demzufolge seltener zu einem schweren Dammriss.

  • Weniger Gewicht: Im Wasser spielt das eigene Körpergewicht eine weniger große Rolle als an Land. Der Körper fühlt sich leicht an, die Frau kann sich so besser entspannen.

  • Sanfter Übergang: Eine Wassergeburt könnte im Vergleich für das Neugeborene ein sanfterer Übergang sein. Denn es kommt aus der warmen Umgebung des Mutterleibes und wird von warmem Wasser empfangen – einem Element, was dem Baby durch das Fruchtwasser wahrscheinlich vertrauter ist.

Eine Wassergeburt ist allerdings keine Garantie für eine leichte Entbindung, denn jede Geburt ist anders.

Darüber hinaus fühlen sich nicht alle Frauen im Wasser wohl. Trifft dies auch auf Dich zu, solltest Du den Geburtsweg wählen, der für Dich der richtige ist.

Kommt eine Wassergeburt für jede Frau infrage?

Die Entbindung im Wasser kommt in der Regel für alle Frauen infrage, die eine unkomplizierte Schwangerschaft durchleben.

Wann ist eine Wassergeburt ausgeschlossen?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es nur sehr wenige Voraussetzungen gibt, die eine Wassergeburt unmöglich machen. Dazu zählen u. a.:

  • Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung)

  • grünes Fruchtwasser

  • Entbindung von Mehrlingen

  • problematische Lage des Babys im Mutterleib

  • Frühgeburt

  • nach einer PDA

  • fieberhafte Erkrankungen

  • Infektionen der Mutter (HIV, Hepatitis B oder C)

Gerade Infektionen können und sollten vor der Entbindung mittels eines Tests ausgeschlossen werden. Das ist völlig unabhängig davon, ob Du eine Wassergeburt planst oder nicht.

Gibt es Risiken?

Selbst, wenn keine der oben genannten Risiken auf Dich zutrifft, kann es dennoch passieren, dass eine Wassergeburt aus ganz unvorhergesehenen Gründen nicht stattfinden kann. Wenn zum Beispiel die Herztöne Deines Babys plötzlich im CTG von einem normalen Wert abweichen, musst Du aus der Geburtswanne steigen bzw. darfst erst gar nicht hinein. Kritische Situationen sind nämlich außerhalb des Wassers für die Hebamme besser beherrschbar und der Transport der werdenden Mama aus der Wanne könnte in diesem Fall wertvolle Zeit kosten.

Das ist aber gleichzeitig eine gute Nachricht, denn auch bei einer Wassergeburt kann die Gesundheit Deines Babys mithilfe eines speziellen CTG-Gerätes kontrolliert werden und die Hebamme kann bei Unregelmäßigkeiten genauso schnell handeln wie bei jeder anderen Entbindungsart auch.

Bietet eine Hebamme bzw. ein Krankenhaus Wassergeburten an, muss das Personal entsprechend ausgebildet sein: Es kennt alle Besonderheiten der Unterwassergeburt und weiß, wie die Hygienestandards umgesetzt werden. Daher ist das Risiko einer Infektion bei einer Wassergeburt nicht höher als bei einer „normalen“ Geburt „an Land“.

Womöglich hast Du die Befürchtung, dass Sich Dein Baby am Wasser verschlucken könnte. Damit wärst Du nicht alleine. Ein Neugeborenes beginnt allerdings erst dann zu atmen, wenn sein Gesicht mit der Luft in Berührung kommt. Daher besteht keine Gefahr, dass es Wasser schluckt oder gar ertrinken kann.

Der Ablauf einer Wassergeburt

Jede Geburt ist anders und daher lässt sich nie genau vorhersagen, wie sie ablaufen wird. Dennoch wollen wir Dir eine grobe Orientierung geben, wie eine Wasserentbindung aussehen könnte.

Die Vorbereitung

Solltest Du den Wunsch haben, Dein Baby im Wasser zu gebären, sprich am besten Deine Hebamme während Deiner regelmäßigen Besuche darauf an. Sie:Er kann Dir Tipps und Informationen geben.

Auch solltest Du sicherstellen, dass die Geburtsklinik Deiner Wahl ein Gebärbecken im Kreißsaal hat. Bei der Anmeldung zur Geburt kannst Du Deinen Wunsch nach einer Wassergeburt mit der betreuenden Hebamme besprechen und abklären, ob Du alle Voraussetzungen dafür erfüllst. Dasselbe gilt auch bei einer Geburt im Geburtshaus.

Solltest Du Deine Entbindung zu Hause planen, musst du deshalb nicht auf eine Wassergeburt verzichten. Entweder Du besorgst Dir selbst ein Geburtsbecken oder Deine Hebamme bringt eines mit. Ungefähr ab der 36. Schwangerschaftswoche ist es allerdings ratsam, einen Probedurchlauf zu unternehmen, um zu klären, wo das Becken genau stehen soll und wie es an Deinem großen Tag am besten und schnellsten mit Wasser befüllt werden kann.

Möchte Dein:e Partner:in oder Dein:e Geburtsbegleiter:in mit Dir in die Wanne steigen, solltest Du nicht vergessen Badesache für sie oder ihn mit auf Deine Kliniktaschen-Liste zu setzen.

Während der Wehen und der Geburt

Die Geburtswanne sollte während der Wehen mit sauberem und immer gleich warmem Wasser befüllt sein. Die Temperatur sollte dabei 37 Grad nicht übersteigen, da sonst Dein Kreislauf zu stark belastet werden könnte.

Entbindest Du im Wasser, ist Dein Bewegungsradius natürlich etwas eingeschränkt. Das empfinden manche Frauen als Nachteil. Aber auch in einem Gebärbecken sind verschiedene Geburtspositionen möglich. Du kannst Dich zum Beispiel auf die Seite legen, hin knien oder hocken oder ganz entspannt jede Wehe auf dem Rücken liegend veratmen.

Dabei begleitet Dich Deine Hebamme, die sich neben dem Wannenbad positioniert. Solltest Du Dich unwohl fühlen, weil Du nur sehr spärlich bekleidet bist, kann Dir Deine Hebamme ein großes Handtuch reichen. Dieses bietet außerdem Schutz vor Auskühlung.

Nach der Entbindung

Bei einer Wassergeburt kannst Du Dein Baby in der Regel selbst in Empfang nehmen und Dein Kind kann seine ersten Lebensminuten auf Deinem Bauch bzw. Deiner Brust verbringen. Wenn Du dann aus dem Wasser steigen willst, wird Dein Baby wahrscheinlich in ein warmes Tuch gewickelt, damit es nicht auskühlt. Anschließend wird die U1-Untersuchung durchgeführt.

Die Plazenta kann sowohl im als auch außerhalb des Wassers geboren werden. Deine Hebamme wird Dier hier genaue Anweisungen geben können. Die Versorgung möglicher Geburtsverletzungen wird außerhalb des Wassers durchgeführt.

Wenn Du Dich für eine Wassergeburt entscheidest, brauchst Du Dich nicht vor zusätzlichen Kosten zu fürchten. Eine Geburt unter Wasser wird ebenfalls von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei einer Entbindung im Geburtshaus musst Du – unanhängig davon, ob Du Dein Baby unter oder über Wasser zur Welt bringst - einen gewissen Eigenanteil zahlen. Informiere Dich am besten direkt im Geburtshaus oder bei Deiner Hebamme.

Fakten im Überblick

  • Bei einer Wassergeburt entbindet die Frau ihr Kind in einer mit warmem Wasser gefühlten Geburtswanne.

  • Eine Frau, die sich für eine Wasserentbindung entscheidet, kann jeder Zeit in das Geburtsbecken steigen bzw. es wieder verlassen. Die Wanne ist während des gesamten Geburtsprozesses mit warmem Wasser gefüllt. Nach der Entbindung kann das Neugeborene in der Regel noch Zeit zusammen mit der Mutter im Wasser verbringen.

  • Da die Gesundheit des Babys im Bauch mit einem speziellen CTG kontrolliert werden kann, ist eine Wassergeburt in der Regel nicht riskanter als eine normale Geburt. Treten Unregelmäßigkeiten auf, kann die Hebamme umgehend handeln. Außerdem ist sie entsprechend geschult und die Hygienestandards müssen auch bei einer Wassergeburt streng eingehalten werden.

  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Geburt im Wasser nicht stattfinden. Dazu zählen zum Beispiel einige Vorerkrankungen der Mutter, eine Frühgeburt, eine ungünstige Lage des Babys im Bauch oder eine Mehrlingsgeburt.

Ob Du Dein Baby im Wasser oder doch lieber in einer anderen Umgebung zur Welt bringen möchtest, ist ganz Deine Entscheidung. Selbst wenn Du Dich im Vorfeld für eine Wassergeburt entschieden hast, kannst Du während der Geburt jeder Zeit Deine Meinung ändern. Du bestimmst, was gut für Dich ist und kannst deine Wünsche mit Deiner Geburtshebamme besprechen.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

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