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Mit dem dritten Schwangerschaftsmonat endet bereits das erste Trimester Ihrer Schwangerschaft.

Häufige Schwangerschaftssymptome im dritten Schwangerschaftsmonat

Ab dem dritten Schwangerschaftsmonat gibt es einige typische Schwangerschaftssymptome, manche angenehm und andere eher anstrengend. Denken Sie daran, dass all das während der Schwangerschaft normal ist. Beschwerden müssen aber nicht unbedingt bei jedem auftreten.

  • Gesteigerte Energie
  • Übelkeit
  • Zunahme des vaginalen Ausflusses
  • Schwindel
  • Häufiges Wasserlassen
  • Gefühl der Ruhe
  • Vergesslichkeit
  • Veränderungen der Hautpigmentierung

Drei Monate schwanger: Das geschieht mit Ihrem Körper und Ihrem Baby

Entwicklung des Embryos: Während des dritten Monats Ihrer Schwangerschaft entwickelt Ihr Baby die Gesichtszüge wie Mund, Zunge und Nase. Die Augenlider schließen sich – und öffnen sich erst einmal nicht wieder in den nächsten Monaten. Neben den Gesichtszügen entwickeln jetzt auch die Ohren eine ausgeprägtere Form. An den kleinen Fingern und Zehen beginnen sogar schon die Nägel zu wachsen. Die Genitalien Ihres Kindes entwickeln sich weiter. Auch die sensorische Entwicklung schreitet voran. Die Nervenzellen verbinden sich, alle Organe sind angelegt und Ihr Kind kann sich schon bewegen.

Veränderungen Ihres Körpers: Es ist möglich, vor allem, sofern dies nicht Ihre erste Schwangerschaft ist, dass Sie in diesem Monat schon einen kleinen Babybauch bekommen, obwohl das natürlich von Frau zu Frau unterschiedlich ist. Ihre Brüste können auch schon etwas anschwellen. Ein typisches Symptom des dritten Schwangerschaftsmonats sind häufig Anfälle von Übelkeit, vor allem morgens, manchmal auch ein gesteigerter Hunger. Denken Sie daran, gut zu essen und sich auf Qualität statt Quantität zu konzentrieren. Bei einigen Frauen treten Hautpigmentveränderungen wie dunkle Linien auf dem Bauch oder dunkle Flecken auf dem Gesicht auf. Manche Frauen haben auch ein leichtes Ziehen im Unterbauch. Sollten Sie jedoch stärkere Unterbauchschmerzen – mit und ohne Blutung – verspüren, so suchen Sie bitte unbedingt Ihren Arzt auf. Es könnte sich um einen beginnenden Abort (Fehlgeburt) oder eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (z. B. Eileiterschwangerschaft) handeln.

Ernährung und Bewegung im dritten Schwangerschaftsmonat

Viele Frauen bemerken, dass sie einen großen Energieschub bekommen. Nutzen Sie diese Energie, indem Sie leichten Schwangerschaftssport beginnen oder fortsetzen. Wenn Sie ein Sportneuling sind, sollten Sie zuerst mit Ihrem Arzt sprechen. Übungen wie pränatales Yoga und Schwimmen sind toll in der Schwangerschaft.

Es ist wichtig, sich auf eine gesunde und vitaminreiche Schwangerschaftsernährung zu konzentrieren. Regelmäßige, kleine Mahlzeiten aus Protein, Gemüse, Obst und Vollkornprodukten sind zu empfehlen. Denken Sie auch daran, ausreichend zu trinken.

Ihr Arzt kann Ihnen individuelle Ernährungsempfehlungen geben. Generell sollten schwangere Frauen Fisch mit hohem Quecksilbergehalt, nicht pasteurisierten Käse und Milch, unverarbeitetes Fleisch und rohe Eier meiden. Achten Sie darauf, Obst und Gemüse gründlich unter fließendem Wasser abzuwaschen, bevor Sie es essen oder zubereiten. Denken Sie bitte unbedingt daran, Alkohol, Drogen und Zigaretten zu meiden.

Dritter Schwangerschaftsmonat – ein Überblick

  • Wann wollen Sie die gute Nachricht verbreiten: Im dritten Schwangerschaftsmonat überlegen Sie sicher, wann die beste Zeit ist, die gute Nachricht mit Familie und Freunden zu teilen. Viele Frauen warten damit, bis die 12. Schwangerschaftswoche beendet ist, da sich dann das Risiko für eine frühe Fehlgeburt (Abort) deutlich reduziert.
  • Die erste Ultraschalluntersuchung: Zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche führt Ihr Arzt die erste Ultraschalluntersuchung durch. Das wird sehr spannend und Sie können Ihren Partner zur Untersuchung mitnehmen. In diesem Stadium der Schwangerschaft sind alle Föten gleich groß, so dass nun auch der errechnete Entbindungstermin festgelegt wird. Der Arzt stellt auch fest, ob Sie eventuell Zwillinge erwarten. Sofern Sie eine Pränataldiagnostik (z.B. spezieller Bluttest, Nackentransparenzmessung mit Blutuntersuchung etc.) wünschen, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt und bedenken Sie, dass die gesetzlichen Krankenkassen diese Kosten evtl. nicht übernehmen.
  • Schwangerschaftsbescheinigung: Falls noch nicht erfolgt, erhalten Sie jetzt vom Arzt eine Schwangerschaftsbescheinigung für Ihren Arbeitgeber. Dieser muss die Vorschriften des Mutterschutzgesetzes beachten, sobald er über Ihre Schwangerschaft informiert ist. Sie erfahren nun auch, wann Ihr Mutterschutz beginnt und endet. Sofern Sie jetzt Ihre erste Mutterschaftsuntersuchung haben und nicht schon im 2. Schwangerschaftsmonat Ihren Arzt aufgesucht haben, wird Ihnen bei dieser Untersuchung auch Blut abgenommen, der Mutterpass angelegt und eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung durchgeführt. Ihr Arzt spricht auch bei jeder Untersuchung sehr ausführlich mit Ihnen und beantwortet auch gerne Ihre Fragen.
  • Schwangerschaftssport: Mit Ihrem Energieschub und bevor Ihr Bauch richtig groß wird, beginnt jetzt eine gute Zeit, um in Bewegung zu kommen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über sichere und schonende Sportmöglichkeiten.
  • Kommunizieren Sie mit Ihrem Partner: Die Schwangerschaft ist eine schöne Erfahrung für beide Elternteile. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Möglichkeiten, wie er Ihnen helfen kann und Ihre sowie seine Erwartungen an die Zukunft. Das hilft dem werdenden Vater, sich stärker eingebunden zu fühlen und mit Ihnen gemeinsam die Schwangerschaft zu erleben und zu genießen.