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11. SSW: Die Entwicklung Ihres Babys

Das Wachstum Ihres Kindes schreit auch in der 11. SSW rasant voran. Besonders das Gehirn bildet nun minütlich Tausende neue Nervenbahnen. Es wird noch von einer weichen knorpeligen Schicht umgeben.

Seit einigen Wochen ist der Herzschlag Ihres Kindes schon im Ultraschall zu erkennen. Nun ist er auch endlich hörbar. Das kleine Herz schlägt mit 120 bis 160 Schlägen pro Minute doppelt so schnell wie Ihr eigenes. Im vergangenen Monat wurde die Struktur mit allen vier Kammern geformt. Einige der Trennwände werden jedoch erst nach der Geburt fertig gebildet. Auch besitzt der Fötus schon eine feine Hautschicht. Aus einer weiteren Schicht entwickeln sich später die Finger- und Zehennägel.

Des Weiteren ist die Lunge in der 11. SSW schon ausgebildet. Sie ist jedoch erst nach der Geburt voll funktionstüchtig. In der Zwischenzeit wird Ihr Kind mit dem nötigen Sauerstoff über Ihr eigenes Blut versorgt. Dies geschieht mithilfe der Nabelschnur. Sie hat insgesamt drei Blutbahnen. Die dickere davon versorgt Ihr Kind permanent mit frischem, sauerstoffreichem Blut. Die beiden dünneren dienen zum Abtransport von Abfallstoffen.

Auf dem Ultraschallbild könnten Sie in dieser Woche schon einen richtigen kleinen Menschen erkennen. Auch die Genitalien beginnen sich zu formen. Dennoch müssen Sie sich etwas gedulden: Das Geschlecht Ihres Kindes kann erst im 4. oder 5. Schwangerschaftsmonat mit Sicherheit bestimmt werden. Es wird aber schon bei der Zeugung festgelegt, wenn die Samenzelle auf die Eizelle trifft. In der Samenzelle befindet sich ein X- oder ein Y-Chromosom, während die Eizelle nur mit einem X-Chromosom ausgestattet ist. Wird die Eizelle von einem Spermium mit einem Y-Chromosom befruchtet, entsteht eine XY-Kombination und ein männlicher Embryo wächst heran. Trifft ein X-Chromosom auf ein weiteres X-Chromoson, entsteht dabei ein weiblicher Embryo.

Baby im Mutterleib nach 11 Wochen

Wie groß ist Ihr Baby in der 11. SSW?

Ihr Kind hat die SSL (Scheitel-Steiß-Länge) von 4-5 cm erreicht und wiegt um die 9 Gramm. Das entspricht in etwa der Größe eines Rosenkohlröschens.

Ihr Körper in der 11. SSW

Haben Sie Mut zum Bauch! Innerhalb des ersten Trimesters der Schwangerschaft nehmen Frauen ungefähr ein bis drei Kilo zu und sehen dabei noch nicht so richtig schwanger aus. Sollten Sie an starker Übelkeit und damit einhergehendem Erbrechen leiden, kann es allerdings auch zu Gewichtsverlust kommen. So wie jede Schwangerschaft unterschiedlich ist, so individuell ist auch die Gewichtszunahme. Sehr zierliche Frauen können mehr zunehmen, als übergewichtige. Lassen Sie sich von Ihrem Gewicht nicht verunsichern. Das ist ein ganz natürlicher und wichtiger Vorgang in dieser spannenden Zeit.

11. SSW: Ihre Symptome

Einige Experten sind der Ansicht, dass Ihr Körper Ihnen durch Heißhunger auf gewisse Lebensmittel mitteilt, was genau er braucht. Andere Fachleute sind gegenteiliger Meinung. Es wurde nie wissenschaftlich nachgewiesen, warum schwangere Frauen Heißhungerattacken haben. Viele Frauen erleben irgendwann im Laufe Ihrer Schwangerschaft eine solche Phase.

  • Verstopfung. Durch die Hormonumstellung verlangsamt sich die Darmbewegung, was zu Verstopfung führen kann. Auch die zusätzliche Einnahme von Eisen kann dies begünstigen. Oft wird eine Verstopfung auch von einem allgemeinen Völlegefühl, Blähungen und Bauchschmerzen begleitet. Beugen Sie dem mit ballaststoffreicher Kost, viel Bewegung, genügend Flüssigkeit und Dörrobst vor. Bei hartnäckigen Beschwerden konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Ihre Hebamme.
  • Sodbrennen. Das unangenehme brennende Gefühl hinter dem Brustbein beim Aufstoßen beschreiben ca. 80 Prozent der werdenden Mütter. Auch hierfür sind wieder die Hormone verantwortlich, die die Muskeln in Ihrem Körper lockern. In der Schwangerschaft kann es dazu kommen, dass der Schließmuskel des Magens den Eingang desselbigen nicht mehr ausreichend abdichtet. Dadurch kann Magensäure in der Speiseröhre aufsteigen und es kommt zu Sodbrennen. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft kann dies durch das Wachstum und den Druck des Kindes auf den Magen verschlimmert werden. Wirken Sie dem entgegen: mehrere kleine, statt drei große Mahlzeiten, Zurückhaltung bei Kaffee, schwarzem Tee und kohlensäurehaltigen Getränken und streichen Sie stark zuckerhaltige und sehr scharfe Gerichte von Ihrem Speiseplan.
  • Haare. Durch Ihren angeregten Stoffwechsel wachsen nun Ihre Fingernägel und Haare schneller. Genießen Sie es und gönnen Sie sich eine kleine Auszeit bei einem Friseurbesuch.

11.SSW: Das sollten Sie beachten

Eine Voraussetzung für eine gesunde Schwangerschaft ist auch eine gesunde Ernährung - immerhin versorgen Sie nun auch Ihr Baby mit. Vitamin C unterstützt die Entwicklung neuer Zellen sowie gesunder Knochen und Zähne des ungeborenen Kindes. Orangen, Papaya, Erdbeeren oder Brokkoli sind hervorragende Vitamin C-Quellen. Besprechen Sie die Einnahme von Vitaminpräparaten mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

  • In der Schwangerschaft wird auch das Zahnfleisch mehr als sonst durchblutet. Es kann zu Zahnfleischbluten kommen. Sollten Sie unter Übelkeit und Erbrechen leiden, greift die Säure hier den Zahnschmelz noch zusätzlich an. Daher ist die Mundhygiene gerade im ersten Drittel Ihrer Schwangerschaft besonders wichtig. Vereinbaren Sie am besten einen Termin mit Ihrem Zahnarzt.
  • Sollten keine Komplikationen auftreten, spricht nichts dagegen auch während Ihrer Schwangerschaft zu arbeiten. Überlegen Sie sich jetzt schon, wann genau Sie Ihren Arbeitgeber über Ihren besonderen Zustand informieren möchten. Erst wenn dieser Bescheid weiß, tritt auch das Mutterschutzgesetz für Sie in Kraft. Ihr Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, auch Ihren Arbeitsplatz und Ihre Arbeitsstunden den neuen Umständen anzupassen. So sind zum Beispiel Sonntags- und Nachtarbeit nicht mehr zulässig. In der 34. SSW beginnt dann die sogenannte Mutterschutzzeit und damit ein Beschäftigungsverbot bis zum Ende der 8. in manchen Fällen auch der 12. Woche nach Ihrer Geburt.
  • Frische Luft und Bewegung wird Ihnen auch in der 11. SSW gut tun. Bewegung beugt einem trägen Darm vor und ein Ausflug an der frischen Luft kann helfen die Wellen Ihrer Gefühlsschwankungen etwas zu glätten. Nehmen Sie Ihren Partner mit und nutzen Sie die Zeit über Ihre neue Lebenssituation zu sprechen.

11. SSW: Fragen an Ihren Arzt

  • Im Laufe Ihrer Schwangerschaft wird Ihr Arzt einen Bluttest durchführen, um den Rhesusfaktor zu bestimmen. Wenn Sie Rhesus-negativ sind und der Vater des Kindes Rhesus-positiv ist, kann Ihr Baby auch Rhesus-positiv sein. In einem solchen Fall könnte Ihr Körper Antikörper gegen die Rhesus-positiven Blutzellen des Babys bilden, was ein Gesundheitsrisiko für Ihr Kind darstellt. Das ist aber kein Grund, sich Sorgen zu machen: Es kann behandelt werden, indem man Betroffenen zwischen der 28. und 29. Schwangerschaftswoche den Antikörper Rhesogam verabreicht. Möglicherweise wird er auch nach der Geburt nochmals gespritzt, um die Föten künftiger Schwangerschaften zu schützen.
  • Sollten Sie zum Zeitpunkt Ihrer Schwangerschaft 34. Jahre oder älter sein oder in Ihrer Familie Erbkrankheiten vorkommen, hat Ihr Frauenarzt evtl. mit Ihnen schon über die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik gesprochen. Hierbei wird Ihr Kind gezielt auf Fehlbildungen, Chromosomen-Abweichungen und Erbkrankheiten untersucht. Ob Sie diese Untersuchungen durchführen lassen, liegt selbstverständlich außschließlich bei Ihnen.

11. SSW: Ihre Checklist

Informieren Sie sich über das Stillen und andere Schwangerschaftsthemen.

Fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie sich ausgewogen ernähren können, um alle Nährstoffe zu bekommen.

Haben Sie schon eine Liste für das benötigte Baby-Zubehör?

Vereinbaren Sie ggf. einen Gesprächstermin mit Ihrem Arbeitgeber, um Ihn über die Schwangerschaft zu informieren.

Machen Sie einen Zahnarzttermin.

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