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Die Entwicklung Ihres Babys in der 34. Schwangerschaftswoche

In der 34. SSW gehen die Vorbereitungen für den ersten Atemzug Ihres Babys in die nächste Runde! Jetzt beginnen sich die Nasennebenhöhlen Ihres kleinen Schatzes zu entwickeln. Sie sind als Fortsatz der Nasenschleimhaut in den angrenzenden Knochen sogar sichtbar.

Falls Ihr Baby ein Junge ist, verlagern sich die Hoden jetzt in den Hodensack. Dieser Prozess hat jedoch bereits in der 22. Schwangerschaftswoche begonnen. Machen Sie sich keine Sorgen, falls Ihnen nach der Geburt der Hodensack Ihres kleinen Jungen sehr groß vorkommt. Dieses Anschwellen ist auf überschüssige Flüssigkeit zurückzuführen und klingt innerhalb von etwa einer Woche ab.

Zudem kommt es bei einigen Neugeborenen vor, dass die Hoden bis zur Geburt noch nicht gewandert sind. Insbesondere wenn Sie ein Frühchen zur Welt bringen, kann dies der Fall sein. Diese „Wanderung“ kann noch bis zum ersten Lebensjahr passieren. Erst danach bedarf der sogenannte Hodenhochstand einer ärztlichen Behandlung.

Die Entwicklung der kleinen Fingernägel Ihres Lieblings ist in der 34. Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Sie haben Ihre volle Länge bis an die Fingerkuppen erreicht. Die Zehennägel hingegen benötigen noch ein wenig länger Zeit, bis sie vollständig ausgebildet sind.

Wie groß ist Ihr Baby in der 34. Schwangerschaftswoche?

Die Gewichtszunahme Ihres Babys ist unaufhaltsam! Sein Gewicht beträgt in der 34. SSW schon 2100 bis 2300 Gramm. Seine Größe liegt im Bereich zwischen 43 und 46 cm. Es ist damit etwa so groß und schwer wie eine Honigmelone.

Baby im Mutterleib nach 34 Wochen

Ihr Körper in der 34. Schwangerschaftswoche

Sie sind nun in der 34. SSW oder im neunten Schwangerschaftsmonat und Ihnen verbleiben nur noch weniger als 2 Monate, bis Sie endlich Ihr kleines Wunder im Arm halten werden. Die ersten Senkwehen haben Sie jetzt vielleicht schon erlebt. Die 34. Schwangerschaftswoche ist also ein guter Zeitpunkt sich mit den Symptomen der einsetzenden Geburt und mit Techniken zur Linderung der Geburtswehen vertraut zu machen. Die häufigsten Anzeichen, dass die sogenannte Eröffnungsphase der Geburt bereits begonnen hat, sind:

  • regelmäßige Wehen, die in immer kürzer werdenden Zeitabständen auftreten
    und die als Schmerzen im unteren Rücken und/oder menstruationsähnliche Krämpfe wahrgenommen werden
  • „Abgehen des Fruchtwassers“ (durch das Reißen der Fruchtblase)

In welcher Reihenfolge diese Anzeichen auftreten, ist sehr individuell. Jede Mutter und jedes Kind sind anders, und somit auch jede Geburt. Da niemals alles nach dem gleichen Muster verläuft, sollten Sie auf alle der aufgezählten Symptome achten.

Bei vielen Schwangeren kann es bereits Tage oder sogar Wochen vor der Geburt zu diesen Symptomen kommen. Bei jedem dieser Anzeichen sollten Sie ab der 34. SSW auf jeden Fall Ihren Arzt aufsuchen, um eine mögliche Frühgeburt auszuschließen.

Nach der Eröffnungsphase der Geburt folgt übrigens die Austreibungsphase. Wie der Name schon besagt, gelangt Ihr Kleines in dieser Phase durch Presswehen immer weiter ans Licht der Welt.

34. Schwangerschaftswoche: Ihre Symptome

  • Beckenschwäche. Durch den erhöhten Druck nach unten, aber auch durch die Schwangerschaftshormone, lockern sich die Bänder, die Ihre Knochen rund um die Symphyse (Schambeinfuge) miteinander verbinden. Diese Lockerung wird auch Beckenschwäche genannt. Sie führt dazu, dass Sie ein unangenehmes Gefühl im Bereich des Schambeins empfinden, das bis in die Beine und den Rücken ziehen kann. Bestimmte Bewegungen, wie zum Beispiel Treppensteigen, könnten den Schmerz verschlimmern. Sollten solche Symptome nun bei Ihnen auftreten, müssen Sie diese nicht einfach aushalten, sondern konsultieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme. Sie können Ihnen sicherlich mit hilfreichen Tipps weiterhelfen.
  • Hämorrhoiden. Kein besonders beliebtes Thema, aber trotzdem eins, das in der 34. SSW durchaus akut werden kann. Das Gewicht Ihres Babys, das zunehmend nach unten drückt und häufige Verstopfung können zu einer Ausdehnung der Gefäße im unteren Darm und im Afterbereich führen. Diese sogenannten Hämorrhoiden können sehr störend sein, da sie oft jucken oder brennen. Durch viel Bewegung, reichlich Flüssigkeit, eine ausgewogene Ernährung, Sitzbäder und Salben können Sie sich jedoch Linderung verschaffen. Sollten in der 34. Schwangerschaftswoche und darüber hinaus Schmerzen oder leichte Blutungen im Stuhl auftreten, suchen Sie bitte Ihren Arzt auf.
  • Schlafprobleme. Schlafmangel ist für Schwangere oft ein Dauerthema. Manche hält Ihr Sodbrennen wach, andere Ihr ständiger Harndrang. Wieder andere kommen besonders abends ins Grübeln, über das, was Ihnen nun noch bevorsteht. Besonders schwer wird es mit 34 Wochen aber für Schwangere, die sehr gern auf dem Rücken schlafen. Das Kind kann in dieser Lage auf die Hohlvene drücken und somit das Blut daran hindern zum Herzen zurückzufließen. Um die 34. SSW könnte diese Schlafposition also zu Übelkeit, Atemnot oder Kreislaufproblemen führen. Schlafen Sie nun besser auf der Seite - auch wenn das erst mal ungewohnt sein mag. Ein Kissen oder Stillkissen zwischen den Beinen kann Ihren Komfort dabei deutlich erhöhen.
  • Schwindelanfälle. Ihr Herz arbeitet 40 bis 50 Prozent härter als vor der Schwangerschaft. Kombiniert mit dem Druck der wachsenden Gebärmutter auf die Blutgefäße kann dies zu Schwindelgefühlen führen, besonders, wenn Sie abrupt aufstehen. Ein niedriger Blutzuckerspiegel kann ebenfalls zu einem benommenen Gefühl beitragen. Ruhen Sie sich aus, legen Sie sich auf die Seite oder essen Sie ein Stück Obst. Dadurch kommt der Blutkreislauf wieder in Schwung und Ihnen wird es bald besser gehen.
  • Wadenkrämpfe. In der Schwangerschaft scheiden Sie mehr Magnesium aus als sonst. Somit kann es auch leichter zu Krampfbildungen der Muskulatur bzw. zu Wadenkrämpfen kommen. Dem kann man mit der zusätzlichen Einnahme von Magnesium entgegen kommen. Aber Achtung: Die Einnahme von Magnesium hemmt wiederum die Aufnahme von Eisen. Falls Sie also auch noch ein Eisenpräparat nehmen sollten, tun Sie dies dann nicht zusammen mit dem Magnesium. Zwischen den Einnahmen sollte am besten ein Abstand von drei bis vier Stunden liegen.

34. Schwangerschaftswoche: Das sollten Sie beachten

  • Mit dem Ende der 34. SSW beginnt wahrscheinlich Ihre Mutterschutzfrist, die im Regelfall dann acht Wochen nach der Geburt wieder endet. Nun beginnt die Zeit, in der Sie sich in Ruhe auf die Geburt vorbereiten können. Vielleicht machen Sie jetzt die letzten Besorgungen für Ihre Kliniktasche und Pläne für Ihre Babyparty? Oder Sie beginnen mit der Einrichtung des zukünftigen Kinderzimmers für Ihr Kleines. Ihnen fällt sicherlich jede Menge ein, was Sie in den letzten sechs Wochen vor der Geburt noch erledigen können. Aber übertreiben Sie es auch nicht, sondern tanken Sie nun auch Energie für die Zeit nach der Geburt.
  • Sicher haben Sie Ihrem Arzt, Ihrem Partner oder Familienmitgliedern, die bei der Geburt dabei sein sollen, Ihre Vorstellungen für den Ablauf der Geburt mitgeteilt. Sie als Schwangere haben die Details garantiert im Kopf. Vielleicht finden Sie es aber trotzdem sinnvoll, eine Tabelle mit den für Sie wichtigen Punkten, zu erstellen. Anhand derer können Sie Ihre Wünsche erneut mit dem Arzt oder Ihrer Hebamme besprechen. So können Sie allen Beteiligten und sich selbst diese Informationen auch später wieder ins Gedächtnis rufen und sichergehen, dass nichts gegen Ihre Pläne spricht. Trotz allem sollten Sie sich nicht zu sehr auf Ihre Vorstellungen versteifen. Jede Geburt ist anders und kein Baby hält sich letztlich an einen Plan.
  • Vielleicht haben Sie aus Ihrem Umfeld schon gehört, dass es bei Geburten zu einem sogenannten Dammriss kommen kann. Dabei hält der Damm – der Bereich zwischen Scheide und After – der starken Dehnung durch die Geburt nicht mehr Stand und bekommt Risse, die je nachdem schwächer oder stärker ausfallen. In manchen Fällen wird der Damm auch als Vorsichtsmaßnahme eingeschnitten. Um Dammriss und -schnitt vorzubeugen, beginnen viele Schwangere in der Woche 34 mit Dammmassagen, die diesen dehnungsfähiger machen sollen. Hierzu werden einige Tropfen Öl mit den Fingern in den Damm einmassiert. Besonders gut eignen sich dafür eigens hergestellte Dammmassageöle. Sie können aber auch ganz einfach Mandel-, Sonnenblumen- oder Olivenöl verwenden.

34. Schwangerschaftswoche: Fragen an Ihren Arzt

  • In dieser Woche steht eine weitere Vorsorgeuntersuchung an.
  • Falls Sie jetzt sehr schlecht schlafen und sich unsicher sind, ob Sie natürliche Mittel wie Baldrian oder Johanniskraut einnehmen dürfen um Ihren Schlaf zu verbessern, sollten Sie auf jeden Fall vorher mit Ihrem Arzt sprechen.
  • Stellen Sie Ihrem Arzt Fragen zum Thema Dammschnitt und Dammriss. Er kann Sie zu vorbeugenden Maßnahmen weiter beraten.

34. Schwangerschaftswoche: Ihre Checkliste

Informieren Sie sich über Anzeichen, dass die Geburt einsetzt.

Besprechen Sie Ihre Wünsche für die Geburt mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Beginnen Sie vorbeugend mit Dammmassagen.

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