Anzeichen für Wehen

Eine Geburt richtet sich oft nicht nach dem Kalender. Nur die wenigsten Kinder erblicken zum errechneten Geburtstermin das Licht der Welt. Daher sind die letzten Wochen und Tage einer Schwangerschaft besonders spannend: Wann wird der große Tag kommen? Und wie kündigt sich die Geburt an?

Es gibt ein paar körperliche Anzeichen, dass es schon bald soweit sein kann. Wie Sie die Signale Ihres Körpers erkennen und richtig deuten können, finden Sie in diesem Artikel.

Die stillen Vorboten der Geburt

Ihr Körper und Ihr Baby bereiten sich gleichermaßen auf die bevorstehende Geburt vor. Vieles passiert im Verborgenen und Sie selbst werden womöglich kaum Notiz davon nehmen.

Was passiert im Körper der Frau?

Das Becken wird gegen Ende der Schwangerschaft von Woche zu Woche immer flexibler. Das Schwangerschaftshormon Relaxin sorgt dafür, dass die Verbindungen zwischen den Knochen im Becken weicher und somit dehnungsfähiger werden. Ihrem Baby wird es so leichter fallen, sich seinen Weg in die Welt zu bahnen.

Auch wird nun alles elastischer und lockert sich: der Muttermund, das Gewebe der Scheide und des Damms, der Beckenboden und der Geburtskanal. All das erleichtert Ihrem Kind den Geburtsweg.

In den letzten Wochen und Tagen vor der Entbindung verkleinert sich der Gebärmutterhals. Zunächst wird er viel weicher als sonst, bevor er sich nach und nach verkürzt. Kurz vor der Geburt fängt er dann bereits an, sich leicht zu öffnen.

Wie bereitet sich Ihr Kind vor?

Parallel zu all diesen Ereignissen, macht sich auch Ihr Baby bereit für die große Reise:

  • Geburtsgymnastik. Vor der eigentlichen Geburt übt Ihr Kleines schon für den Ernstfall, in dem es sich immer wieder dreht und mit den Füßen abstößt. Sie werden vermutlich auch den ein oder anderen Tritt ganz deutlich spüren können.

  • Mit dem Kopf voraus! Sollte Ihr Baby bis vor Kurzem noch hin und wieder seine Position in Ihrem Bauch verändert haben, wird es nun im Idealfall mit dem Kopf nach unten liegen. Diese Lage ermöglicht es ihm, in den letzten Tagen noch tiefer ins Becken zu rutschen.

  • Schluckauf? Spüren Sie ab und an ein leichtes regelmäßiges Kribbeln oder Pochen? Ihr Baby könnte Schluckauf haben. So wird die Atemmuskulatur trainiert, denn diese muss gleich nach der Geburt einsatzbereit sein.

  • Fett als Wärmemantel. Ihr Baby wird jetzt vermehrt braunes Fett einlagern. Dieses fungiert nach der Geburt als Wärmemantel. Da Neugeborene ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können, ist diese Fettschicht besonders wichtig.

  • Hormone, Hormone, Hormone. Ihr ungeborenes Kind nimmt in den Tagen vor dem großen Ereignis mehr Progesteron aus Ihrer Plazenta auf als je zuvor. Dieses Hormon ist eine Vorstufe von Kortisol, welches wiederum für die Lungenreifung verantwortlich ist. Folglich wird Ihr eigener Progesteronspiegel sinken; gleichzeitig steigt aber Ihr Östrogenspiegel. Mit der Ausschüttung von Oxytocin (auch „Kuschelhormon“ genannt; es stärkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind) signalisiert Ihr Kind, dass es nun endlich losgehen kann und die Wehen setzen ein.

Unspezifische Anzeichen der nahenden Geburt

Neben diesen stillen Vorboten der nahenden Geburt, lassen sich häufig auch ganz unspezifische physische und psychische Anzeichen beobachten. Diese sind in ihrer Intensität von Frau zu Frau verschieden und auf manche Schwangere treffen sie auch gar nicht zu. Wann diese Anzeichen in der Schwangerschaft auftreten, lässt sich nicht wirklich bestimmen.

Daher können Sie die folgenden Anzeichen eher als Signal ansehen, dass sich Ihre Schwangerschaft langsam aber sicher dem Ende neigt:

  • Nestbautrieb. Viele schwangere Frauen kennen es nur zu gut: Dem Kinderzimmer fehlt noch der letzte Schliff, Möbel müssen verrückt werden und überhaupt ist alles noch nicht ganz so perfekt vorbereitet, wie erhofft. Der Wunsch danach, das Heim für den Nachwuchs herzurichten, kann ein typisches Anzeichen für die nahende Geburt sein.

  • Durchfall. Häufig berichten Frauen vor Geburtsbeginn von Durchfall.

  • Rückenschmerzen. Auch Rückenschmerzen, einige Tage vor der eigentlichen Entbindung, sind ein sehr typisches Anzeichen.

  • Gelassenheit. Obwohl Sie vielleicht das Thema Geburt noch vor wenigen Tagen eher nervös gemacht hat, sind Sie plötzlich völlig gelassen und blicken zuversichtlich auf das, was kommen mag? Diese innere Ruhe lässt sich kurz vor der Geburt öfters beobachten.

  • Übelkeit und Muskelzittern. Manche Frauen berichten, dass ihnen vor dem Einsetzen der Geburtswehen übel ist und nicht selten müssen sie sich sogar übergeben. Auch Muskelzuckungen sind ein mögliches Anzeichen der beginnenden Geburt.

Vielleicht bemerken Sie diese Geburtsanzeichen auch bei sich selbst. Beobachten Sie Ihren Körper genau und gönnen Sie sich am besten so viel Ruhe wie möglich.

Die Übungswehen

Das wohl eindeutigste Anzeichen für den Geburtsbeginn sind sicherlich die Wehen. Dabei handelt es sich um regelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter, die Ihr Kind schlussendlich durch den Geburtskanal befördern und den Muttermund soweit öffnen, dass der kleine Kopf austreten kann.

Ab der 32. Schwangerschaftswoche kann es zu mehr oder weniger deutlich spürbaren Übungswehen - auch Braxton-Hicks- Kontraktionen genannt - kommen. Die Gebärmutter bereitet sich mit diesen Trainingswehen auf die Entbindung vor. Dabei erproben die Muskeln die Übertragung der Signale zwischen den einzelnen Muskelzellen. Denn an dem Tag der eigentlichen Entbindung müssen alle Muskeln zusammenspielen.

Diese Art der Wehen sind in der Regel nicht weiter schmerzhaft und unterscheiden sich deutlich von echten Wehen:

  • Bei echten Wehen muss sich die Schwangere konzentrieren und atmet reflexartig mit. Sie holt tief Luft – wie, wenn man sich zum Beispiel den Zeh stößt.

  • Übungswehen treten meist in unregelmäßigen Abständen auf.

  • Im Gegensatz zu echten Wehen nehmen sie nicht an Intensität zu und hören nach einiger Zeit ganz auf.

  • Die Kontraktionen stoppen, wenn Sie sich hinlegen bzw. Ruhe gönnen.

Die Übungswehen nehmen viele Frauen lediglich als Verhärtung der Bauchdecke war.

Der Babybauch senkt sich ab

Im letzten Monat Ihrer Schwangerschaft rutscht Ihr Kind in seine endgültige Geburtsposition im Becken. Ungefähr ab der 36. Schwangerschaftswoche wird der kleine Kopf Ihres Lieblings mithilfe der sogenannten Senkwehen auf die Trennlinie zwischen großem und kleinem Becken manövriert. Dadurch wandert nun auch Ihr Babybauch nach unten.

Sie werden feststellen, dass Sie sich jetzt etwas befreiter fühlen und tiefer einatmen können. Auch wird wieder etwas mehr Platz in Ihrem Bauch sein und Sie können Mahlzeiten wahrscheinlich ohne ein Völlegefühl genießen. Wenn Sie sich nun seitlich vor den Spiegel stellen, erinnert ihr Bauch jetzt mehr an eine Birne oder ein umgekehrtes Fragezeichen als an einen Apfel.

Die Kehrseite der Medaille: Der Bauch drückt wieder auf den Darm und Ihre Blase. Sie verspüren wahrscheinlich einen stärkeren Harn- oder Stuhldrang als noch in den Monaten davor.

Wie fühlen sich Senkwehen an?

Wie schon beschrieben, bewirken die Senkwehen, dass das Kind tiefer ins Becken rutscht. Dies sind die ersten Wehen, die den Geburtsprozess einleiten. Das heißt aber nicht, dass damit die eigentliche Geburt beginnt. Dennoch rückt mit dem Beginn der Senkwehen der große Tag immer näher.

Senkwehen und die Zerfixreifung

Bis zum Zeitpunkt der Senkwehen ist Ihr Gebärmutterhals (Zervix) – vor allem, wenn Sie Ihr erstes Kind erwarten sollten – geschlossen. Der Zervix ist nach hinten, also zum Kreuzbein gerichtet. In den letzten vier Wochen vor der Geburt verändert er seine Position und zieht sich meistens mehr Richtung Mitte.

Den Gebärmutterhals kann man sich als einen etwa vier bis fünf Zentimeter langen Schlauch vorstellen, dessen unteres Ende in die Scheide hineinragt. Das Köpfchen Ihres Kindes drückt auf den Zervix, sodass sich dieser immer mehr verkürzt, bis der Kopf schlussendlich direkt auf den Muttermund presst.

Bevor all das geschehen kann, wird der zuvor feste Gebärmutterhals weicher und lockert sich. Damit sich später der Muttermund zehn Zentimeter öffnen kann und somit genügend Platz für den Austritt des Babyköpfchens bietet, muss der Gebärmutterhals ausreichend dehnbar sein. Diesen Vorgang bezeichnet man als Zervixreifung.

Sind Senkwehen schmerzhaft?

Die Senkwehen können schon deutlich spürbar sein. Sie werden häufig als krampfartig beschrieben, sodass sich manche Frauen während dieser Zeit gern etwas zurückziehen. Senkwehen können zwei bis drei Tage andauern und ein Ziehen im Unterleib, Rückenschmerzen, Schmerzen im Becken oder Unwohlsein auslösen.

Vielleicht fühlen Sie auch ein Ziehen in der Leistengegend oder im Kreuzbein. Manche Frauen kennen diese Beschwerden von Ihrer Regelblutung oder dem Dehnungsschmerz der Mutterbänder während der Schwangerschaft. Die Mutterbänder lockern sich in der Phase der Senkwehen.

Das Mutterband, welches vom unteren hinteren Teil der Gebärmutter zum Kreuzbein verläuft, kann verantwortlich für Ihre Rückenschmerzen sein. Das Ziehen in der Leistengegend wird von dem Band verursacht, welches sich von der Gebärmutter in Höhe der Eileiter über die Leiste bis zu den großen Schamlippen spannt.

Beim ersten Kind spüren Frauen die Senkwehen noch deutlicher als bei darauffolgenden Schwangerschaften. Es kann sogar vorkommen, dass beim zweiten oder dritten Kind die Senkwehen erst direkt vor der Geburt einsetzen oder von der Frau gar nicht bewusst wahrgenommen werden.

Machen Sie sich daher also bitte keine Sorgen, wenn Sie die Senkwehen nicht fühlen, obwohl es Ihre erste Schwangerschaft ist. So wie jede Schwangerschaft und Geburt ganz unterschiedlich verläuft, so individuell ist auch das Schmerzempfinden an sich.

Ein sicheres Geburtsanzeichen: der Schleimpfropf

Der Schleimpfropf verschließt während der Schwangerschaft den Gebärmutterhals und verhindert somit das Eindringen von Keimen. Beginnt nun langsam die Geburt, dehnt bzw. öffnet sich der Muttermund und der Schleimpfropf geht ab. Dies gilt als sicheres Geburtsanzeichen.

Das Ablösen des Pfropfes kann schon einige Tage vor der eigentlichen Geburt passieren. Manchmal sogar schon in der 38. SSW. Wenn Sie bereits ein Kind geboren haben, kann es sein, dass sich der Schleimpfropf schon früher löst, da die Muskeln um den Gebärmutterhals lockerer sind als bei der ersten Schwangerschaft.

Sollten Sie also eine ungewöhnliche Menge Ausfluss bemerken, könnte das der Schleimpfropf sein. Die Farbe und Konsistenz kann dabei von durchsichtig-wässrig bis zäh-rosa/braun variieren. Sollte er etwas blutig sein, ist das auch völlig normal. Zu viel Blut sollte allerdings nicht mit abgehen, denn der Verlust des Schleimpfropfes geschieht in der Regel ohne größeren Blutverlust.

Da sich der Schleimpfropf unter Umständen schon Tage vor der ersten echten Geburtswehe lockern kann, lässt sich keine sichere Aussage darüber treffen, wann es nun genau losgehen wird. Sicher ist allerdings: Ihr Körper macht sich bereit für die Geburt.

Sind das schon echte Wehen: Tipps und Tricks

Wenige Tage vor der Geburt können Vorwehen einsetzen, die sich intensiver anfühlen, sodass sie manchmal auch mit den echten Geburtswehen verwechselt werden. Wie die Übungswehen und Senkwehen, kommen und gehen sie in unregelmäßigen Abständen, ohne dabei so richtig an Fahrt aufzunehmen.

Gerade für Erstgebärende ist es nicht immer leicht, zu entscheiden, ob es nun schon so weit ist oder nicht. Es gibt es paar kleine Tricks, wie Sie herausfinden könnten, ob es los geht:

  • Nehmen Sie ein Bad! „Falsche“ Wehen lassen im warmen Wasser nach und hören nach einer gewissen Zeit ganz auf. Achtung: Sie sollten nicht alleine zuhause sein, damit Ihnen jemand helfen kann, sollte es sich doch um echte Wehen handeln.

  • Stoppen Sie die Zeit! Schauen Sie auf die Uhr und messen Sie die Zeit zwischen den Kontraktionen. Stellen Sie zum Beispiel fest, dass diese alle 10 Minuten in regelmäßigen Abständen kommen und bis zu 60 Sekunden andauern, ist das ein deutliches Anzeichen für echte Wehen.

  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl! Wenn Sie sich nur noch auf die Wehe konzentrieren und Sie sich durch nichts anderes mehr ablenken lassen (wie z. B. die Ansprache durch Ihren Partner), spricht das für eine echte Wehe. Hören Sie auf Ihre innere Stimme.

Allerdings bestätigen hier auch Ausnahmen die Regel und was auf die eine Frau zutrifft, kann bei der nächsten schon ganz anders sein. In jedem Fall gilt immer: Sollten Sie sich nicht sicher sein, ob Sie die körpereigenen Signale richtig deuten, rufen Sie Ihre Hebamme oder im Krankenhaus an.

Zu guter Letzt: der Blasensprung

Beim sogenannten Blasensprung reißen die Eihäute der Fruchtblase, die Ihr Kind umgibt. Dabei verlieren Sie das sich darin befindende Fruchtwasser. Jetzt gibt es keine Zweifel mehr: Die Geburt hat begonnen.

Im Gegensatz zu dem, was man oft in Filmen sieht, passiert dies während der Eröffnungsphase und in seltenen Fällen auch erst kurz vor oder nach dem Austreten des kleinen Köpfchens. Also dann, wenn Sie bereits in den Wehen liegen. Denn durch den Druck der Kontraktionen auf die Fruchtblase kann es erst zum Blasensprung kommen.

Aber jede Geburt ist anders und es kann durchaus auch vorkommen, dass der Blasensprung nicht von Wehen begleitet wird. Sollte dieser um Ihren errechneten Geburtstermin herum passieren, ist es wahrscheinlich, dass die Wehen innerhalb der nächsten 24 Stunden einsetzen.

Und das sollten sie auch, denn durch das Platzen der Blase geht ein Teil der Schutzfunktionen verloren und die Gefahr eines Infektes steigt. Werden Sie aber nicht nervös, sondern versuchen Sie sich noch etwas auszuruhen und Kraft zu sammeln. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie bereits Kontakt zu Ihrer Hebamme oder dem Krankenhaus aufnehmen, damit das weitere Vorgehen besprochen werden kann.

Das Fruchtwasser kann schwallartig, oder auch nur tropfenweise austreten. Sollten Sie lediglich ein paar Tröpfchen verlieren und sich nicht sicher sein, ob es sich um Fruchtwasser handelt, könnten Sie versuchen Ihre Blase zu entleeren. Tropft es danach immer noch weiter und können Sie dies auch nicht kontrollieren, wird es sich wahrscheinlich um das Fruchtwasser handeln und Ihre Fruchtblase ist geplatzt.

Mit jedem noch so kleinen Geburtsanzeichen steigt die Spannung. Wahrscheinlich können auch Sie es kaum noch erwarten. Vielen Frauen fällt es gar nicht so leicht, in dieser freudig angespannten Situation genau abzuschätzen, wann es nun wirklich losgeht.

Rufen Sie im Zweifel immer Ihre Hebamme an oder melden Sie sich im Krankenhaus. Hier sprechen Sie mit Geburtsexperten, die wahrscheinlich schon an Ihrer Stimme und im Gespräch mit Ihnen abschätzen können, ob sich Ihr kleines Wunder wirklich auf den Weg macht.

Fakten im Überblick - Wann geht es los?

  • In den Wochen vor der Geburt senkt sich der Bauch ab, da das Kind nun tiefer ins Becken rutscht. Außerdem werden Sie vielleicht feststellen, dass der Schleimpfropf abgeht. Dies kann schon einige Tage vor der eigentlichen Geburt passieren. Das wohl deutlichste Zeichen, sind regelmäßig wiederkehrende Wehen, die mit der Zeit an Intensität zunehmen. Gleichzeitig platzt in der Regel auch die Fruchtblase.

  • Sollten Sie während Ihrer Schwangerschaft bereits den ein oder anderen Tropfen Milch verlieren, ist das noch lange kein Anzeichen für die nahende Geburt. Weit vor dem eigentlich Geburtstermin bereitet sich Ihre Brust auf das erste Stillen vor. Im dritten Trimester ist alles soweit angelegt, dass Sie sogar im Falle einer Frühgeburt in der Lage sind Ihr Kind zu stillen. Daher ist es nicht ungewöhnlich, wenn Ihre Brust auch schon während der Schwangerschaft den ein oder anderen Tropfen Milch abgibt. Der echte Milcheinschuss erfolgt im Übrigen erst ungefähr drei Tage nach der Geburt.

  • Sollten die Wehen einige Stunden nach dem Blasensprung nicht einsetzen, melden Sie sich auf jeden Fall bei Ihrer Hebamme oder im Krankenhaus, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Normalerweise beginnen aber die Wehen spätestens 24 Stunden nachdem die Blase geplatzt ist.

  • Echte Wehen sind in den meisten Fällen sehr regelmäßig und werden langsam aber sicher immer stärker. Sollten die Kontraktionen stoppen, wenn Sie Ihre Position verändern oder sich zum Beispiel bei einem Vollbad entspannen, handelt es sich wahrscheinlich nur um Übungswehen.

  • Sollten Sie unsicher sein, ob Sie die Anzeichen richtig deuten, können Sie selbstverständlich jeder Zeit Ihre Hebamme kontaktieren. Rufen Sie lieber einmal zu viel als zu wenig an.

  • Sollten ungefähr 5 Minuten zwischen den Wehen liegen, können Sie sehr gern schon Ihre Hebamme bzw. Ihren Arzt anrufen oder sich langsam auf den Weg ins Krankenhaus machen. Beachten Sie, dass die Geburtsphase bei einer Folgeschwangerschaft meistens kürzer ist, als bei der ersten Schwangerschaft. Packen Sie also Ihre Kliniktasche in diesem Fall nicht erst, nachdem Sie die erste Wehe spüren, sondern am besten schon in den Tagen davor.

  • Nur ungefähr vier Prozent aller Kinder kommen am errechneten Geburtstermin zur Welt. Die meisten Babys werden in einem Zeitraum von 14 Tagen um diesen Termin herum geboren. Es besteht bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf also erst mal kein Grund zur Sorge, wenn Sie in der 40. Schwangerschaftswoche noch keinerlei Geburtsanzeichen spüren. Außerdem werden Sie nun regelmäßig untersucht, damit jegliches Risiko ausgeschlossen werden kann. Sollte sich nichts regen, werden Sie zusammen mit Ihrem behandelten Arzt nach einer Lösung suchen.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

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    • Bund Deutscher Hebammen (Hrsg.): Geburtsvorbereitung Kurskonzepte zum Kombinieren. Hippokrates. Stuttgart. 2008.
    • Ensel, Angelica; Frey, Carina; Mattern , Elke: Schwangerschaft und Geburt selbstbestimmt. Verbraucherzentrale NRW. Düsseldorf. 2015.