Neugeborenes Schlaf

Zu Beginn des Lebens muss Ihr kleiner Schatz noch viel schlummern. In den ersten Wochen schlafen Neugeborene im Durchschnitt ganze 16 bis 18 Stunden am Tag. Typischerweise verteilt sich die Zeit auf mehrere Nickerchen von drei bis vier Stunden am Stück. Doch besonders den Schlaf betreffend, kann es von Baby zu Baby große Unterschiede geben.

Vorkehrungen für den Schlaf Ihres Neugeborenen

Jeder Mensch braucht zum Schlafen eine sichere und schöne Umgebung. Ihr Baby bildet da keine Ausnahme. Achten Sie darauf, dass in dem Raum, wo Sie Ihr Neugeborenes schlafen legen, ausreichend Luftzirkulation vorhanden ist. Außerdem helfen folgende Maßnahmen, damit Ihr Baby gut und sicher schläft:

  • Lassen Sie Ihr Neugeborenes unbesorgt in Ihrem Arm, auf Ihrer Brust oder Ihrem Bauch schlafen. Die Nähe und der intensive Körperkontakt tun Ihnen beiden gut

  • Sorgen Sie nur dafür, dass Ihr Kleines nicht abstürzen kann, sollten Sie selbst wegdösen.

  • Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen im Kinderwagen oder im Bett immer auf den Rücken. Andere Schlafpositionen wie Seiten- oder Bauchlage sind für Neugeborene nicht geeignet. Der Schlaf in der Rückenlage verringert außerdem das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS).

  • Neugeborene schlafen am sichersten in einem Schlafsack direkt auf der Matratze. Unter Kopfkissen, Decken und große Plüschtüre könnten sie im ungünstigsten Fall nämlich herunterrutschen und so am Atmen gehindert werden.

  • Schlafen Sie in der Nähe des Babys, denn Ihre Atmung regt auch das Gehirn Ihres Kindes zum Weiteratmen an.

  • Damit Ihr Neugeborenes gut schlafen kann, darf es weder zu heiß noch zu kalt sein. Die richtige Kleidung ist dabei entscheidend. Säuglingen reicht oft eine Windel, Unterwäsche und ein Schlafanzug. Im Sommer darf es sogar noch weniger anhaben. Fühlt es sich im Nacken angenehm warm, aber nicht verschwitzt an, ist die Temperatur genau richtig.

Nichts auf der Welt kann eine beruhigendere Wirkung haben, als ein knuffiges Baby, das sanft und ruhig schläft. Genießen Sie diese Ruhe und Nähe mit Ihrem Neugeborenen, wenn es auf Ihrem Arm oder Ihrer Brust einnickt.

Der Schlafrhythmus und die drei Schlafphasen

Im ersten Lebensjahr haben Babys noch einen ganz anderen Schlafrhythmus als wir Erwachsene. Schlaf- und Wachphasen von Neugeborenen sind wesentlich kürzer. Dafür schlafen Säuglinge insgesamt weitaus mehr als ihre Eltern. Mit 16 bis 18 Stunden schläft Ihr Neugeborenes eigentlich den ganzen Tag.

Doch zwischen dem 1. und 12. Lebensmonat verändert sich der Schlafrhythmus Ihres Schlummerhäschens so einige Male.

Wenn Ihr Neugeborenes zeitweise nur schlecht oder gar nicht schläft, liegt das vielleicht daran, dass sich die Schlafphasen Ihres Babys verändert haben.

Damit Sie Ihrem Kind helfen können, einen Schlafrhythmus zu entwickeln, ist es hilfreich zu wissen, welche drei Schlafphasen es bei Neugeborenen und Babys gibt. Und wie sich das Schlafmuster mit der Zeit verändert.

  • Neugeborene im Alter von 0 bis 2 Monaten: Es gibt zwei verschiedene Schlafphasen bei Neugeborenen. Nach dem Einschlafen versinken die Kleinen als Erstes in einen Traumschlaf. Hier werden die Gliedmaßen oft bewegt, auch sind Atmung und Herzschlag noch schnell. In der zweiten Phase wird es ruhiger, die Gesichtsmimik entspannt sich, der Tiefschlaf beginnt. Gegen Ende der Tiefschlafphase macht das Baby oft Saugbewegungen, um Hunger zu signalisieren. Dieser Schlafzyklus dauert etwa 50 Minuten. Wenn Ihr Baby den Einstieg in die erste Schlafphase verpasst, müssen Sie manchmal einen gesamten Schlafzyklus abwarten, bis Ihr Neugeborenes wieder einschlafen kann.

  • Babys im Alter von 2 bis 9 Monaten: Ab dem 3. Lebensmonat teilt sich der Schlaf in drei verschiedene Phasen ein. Die erste Phase wird paradoxer Schlaf genannt. Hier ist Ihr Baby ruhig und entspannt, allerdings ist das Gehirn noch aktiv und verarbeitet die Erlebnisse des Tages. Danach stellt sich ein eher leichter Schlaf ein, der etwa 25-30 Minuten dauert, bevor Ihr Baby in die Tiefschlafphase übergeht. Der gesamte Schlafzyklus mit den drei verschiedenen Schlafphasen dauert etwa 70 Minuten und wird ungefähr fünf Mal wiederholt.

  • Kleinkinder im Alter von 9 bis 36 Monate: Mit ungefähr 9 Monaten passen sich Babys allmählich der Schlafkultur ihrer Familie an. Direkt nach dem Einschlafen befinden sich die Babys in einem leichten Schlaf, der sehr störanfällig ist. Äußere Reize sollten daher vermieden werden. In einer späteren Phase folgt der paradoxe Schlaf. Hier murmelt Ihre Schlafeule eventuell, bewegt sich oder antwortet sogar auf Fragen. Dennoch sollten Sie Ihr Kind nicht aus diesem Halbschlaf wecken.

  • Wenn Ihr Neugeborenes im Gegensatz zu vorher plötzlich viel schläft, hat es eventuell damit zu tun, dass es einen neuen Schlafrhythmus entwickelt hat.

Viele Eltern warten sehnsüchtig darauf, dass Ihr Baby endlich durchschläft. Bei Neugeborenen ist das in der Regel noch nicht der Fall. Erst zwischen dem 6. Monat und dem ersten Jahr beginnen Babys allmählich nachts durchzuschlafen.

Wichtige Tipps für den Schlaf Ihres Neugeborenen

Kaum ein anderes Thema ist im ersten Lebensjahr unter Eltern mehr diskutiert als der Schlaf. Kein Wunder, denn wenn Ihr Baby nicht gut schläft, wirkt sich das natürlich auch auf Ihren Schlaf aus. Daher haben wir für Sie noch paar Tipps zusammengetragen, wie Sie Ihr Baby am besten ins Reich der Träume begleiten können:

  • Helfen Sie Ihrem Kind dabei, den Unterschied zwischen Tag und Nacht zu lernen: Dimmen Sie das Licht in der Nacht und sorgen Sie tagsüber für helles Licht.

  • Viele Eltern empfinden es als praktisch, Ihrem Baby direkt vor dem Schlafengehen eine frische Windel anzuziehen und es noch einmal etwas trinken zu lassen. So kann es ungestört schlafen, ohne von Hunger oder einem nassen Po geweckt zu werden. Verwenden Sie Windeln, die bequem sitzen und langanhaltende Trockenheit bieten, wie die Pampers Premium Protection, damit Ihr Baby nicht unnötigerweise geweckt wird.

  • Da Neugeborene möglichst auf dem Rücken schlafen sollen, ist es wichtig, wenn sie wach sind möglichst viel Zeit in der Bauchlage oder in einer aufrechten Position verbringen zu lassen, zum Beispiel beim Tragen im Tragetuch. Auf diese Weise sorgen Sie dafür, dass der Kopf Ihres Babys nicht abflacht, sondern seine schöne runde Form behält.

  • Ein Tagesablauf mit klaren Strukturen hilft Ihrem Baby nachts zur Ruhe zu kommen. Essen-, Spiel- und Zubettgehzeiten sollten möglichst regelmäßig sein.

  • In der letzten Stunde vor dem Schlafengehen sollte Ihr Baby zur Ruhe kommen können. Hier bietet sich ein wiederkehrendes Gute-Nacht-Ritual an. Das hilft Ihrem Neugeborenen in den Schlaf zu finden.

  • Manche Eltern bevorzugen ihr Neugeborenes mit im Familienbett schlafen zu lassen. Die Vor- und Nachteile müssen allerdings alle Paare selbst für sich klären. Wichtig ist, dass sich auch die Eltern mit dem Arrangement wohlfühlen – denn das wirkt sich auch auf den Schlaf des Kindes aus.

Sollte es beim Thema Schlaf dennoch Probleme geben, helfen Ihnen vielleicht diese 6 Tipps, um Ihr Baby beim Einschlafen zu unterstützen.

Schlafprobleme bei Babys können schnell das ganze Leben der Familie belasten. Wenn Ihr Kind ständig unruhig ist, selbst nach dem 6. Lebensmonat keinen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus entwickelt und unter Koliken leidet, suchen Sie sich rechtzeitig ärztliche Hilfe.

Der Schlafbedarf im ersten Lebensjahr

Im Laufe der ersten 12 Monate verändern sich nicht nur der Schlafrhythmus und die Schlafphasen von Babys, sondern auch deren Schlafbedarf. Ein Neugeborenes schläft fast nur, es sei denn es möchte trinken. Ein 12 Monate altes Baby hingegen hat sich schon mehr an die Schlafgewohnheiten der Familie angepasst.

Hier erfahren Sie auf einen Blick, wie viel Neugeborene und Babys im Durchschnitt schlafen.

  • Neugeborene: 16–18 Stunden pro Tag

  • Drei Monate alte Säuglinge: 14–15 Stunden pro Tag

  • Sechs Monate alte Babys: 14 Stunden pro Tag, davon zwischen 6 und 8 Stunden am Stück

  • Ein Jahr alte Babys: 14 Stunden, davon zwei oder mehr Nickerchen am Tag

Vergessen Sie jedoch nicht, dass es sich bei all diesen Zahlen um statistische Durchschnittswerte handelt, von denen der Schlafbedarf Ihres Babys stark abweichen kann. Denn jedes Baby ist anders, und kein Baby kann mehr schlafen, als es seinem individuellen Bedarf entspricht.

Häufig gestellte Fragen

  • Neugeborene schlafen in den ersten Monaten um die 16 bis 20 Stunden pro Tag.
  • Eigentlich nicht. Insbesondere in den ersten drei Monaten benötigen Neugeborene viel Schlaf. Sollte sich der Schlafbedarf allerdings bis zum sechsten Monat nicht verringern, sollten Sie Ihr Kind ärztlich untersuchen lassen.
  • Das kommt auf das Alter und die Entwicklung an. Nach der Geburt schläft ein Neugeborenes tagsüber etwa nur ein bis zwei Stunden am Stück, mit vier bis sechs Wochen dann um die vier Stunden. Nach vier bis sechs Monaten pendelt sich dann langsam der Tag-Nachtschlaf-Rhythmus ein.
  • Das nächtliche Aufwachen ist wichtig für die Entwicklung. In diesem Alter verbringen Babys die Nacht größtenteils in einem leichten Schlaf, damit sie ihre Bedürfnisse wie zum Beispiel Hunger, rechtzeitig wahrnehmen können.
  • Ihr Baby braucht keine besondere Kleidung zum Schlafen. Eine Windel, Unterwäsche und einen Schlafanzug reichen aus. Ihrem Kind sollte angenehm warm sein, aber es sollte nicht schwitzen. Im Sommer kann es daher noch luftiger bekleidet sein.

Gestalten Sie Ihren individuellen Tagesablauf und den Ihres Neugeborenen nicht um abstrakte Zeiten und Tabellen. Stattdessen nehmen Sie die individuellen Bedürfnisse Ihres Babys wahr und lassen Sie sich nicht davon verunsichern, wenn andere Babys viel mehr oder viel weniger schlafen – wir Menschen sind eben unterschiedlich, und das von Geburt an!

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

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