Neugeborenes Schlaf

In den ersten Wochen seines Lebens muss dein kleiner Schatz noch viel schlummern. Aber wie viel schlafen Neugeborene? Im Durchschnitt ganze 16 bis 18 Stunden pro Tag. In der Regel verteilt sich die Zeit auf mehrere Nickerchen von drei bis vier Stunden. Beim Schlaf gilt wie in so vielen Bereichen: Von Baby zu Baby kann es große Unterschiede geben. Deshalb keine Sorge, dein Schatz ist perfekt, wie er oder sie ist! Wir haben im folgenden Beitrag ganz grundsätzliche Tipps und Informationen zum Thema Schlaf für dich gesammelt.

Vorkehrungen für den Schlaf deines kleinen Lieblings

Du kennst es sicher selbst: Jeder Mensch braucht eine sichere und schöne Umgebung, um gut zu schlafen. So auch dein süßer Sprössling! Achte auf ausreichende frische Luft in dem Raum, in dem dein Neugeborenes schläft. Außerdem verhelfen auch folgende Maßnahmen deinem Schätzchen zu gutem und sicherem Schlaf:

  • Lasse deinen kleinen Liebling ruhig in deinem Arm, auf deiner Brust oder deinem Bauch schlafen. Viel Nähe und intensiver Körperkontakt sind wertvoll für euch beide!

  • Sorge dafür, dass dein Kleines nicht herunterfällt oder stürzt, wenn du selbst auch wegdösen solltest.

  • Lege dein Baby zum Schlafen im Kinderwagen oder im Bett immer auf den Rücken. Andere Schlafpositionen, zum Beispiel die Seiten- oder Bauchlage, sind für Neugeborene nicht gesund. Der Schlaf in der Rückenlage verringert außerdem das Risiko des plötzlichen Kindstodes (SIDS).

  • Die kleinen Schätze schlafen am sichersten in einem Schlafsack direkt auf der Matratze. Kopfkissen, Decken und große Plüschtiere rutschen im ungünstigsten Fall nämlich hin und her. Und machen so das Atmen deines Lieblings schwer.

  • Schlafe in der Nähe des Kleinen. Deine Atmung regt automatisch auch sein Gehirn zum Weiteratmen an. Praktisch!

  • Damit dein kleiner Sonnenschein gut schlafen kann, darf es weder zu heiß noch zu kalt sein. Dabei ist die richtige Kleidung entscheidend: Säuglingen reicht oft eine Windel, Unterwäsche und ein Schlafanzug. Im Sommer darf es sogar noch weniger sein. Du kannst im Nacken testen: Fühlt er sich angenehm warm, aber nicht verschwitzt an, ist die Temperatur perfekt!

Nichts auf der Welt beruhigt mehr als ein zufriedenes Baby, das sanft und ruhig schläft. Genieße diese Ruhe und Nähe mit deinem kleinen Schatz, wenn er auf deinem Arm oder deiner Brust einnickt.

Wie viel schlafen Babys? Rhythmus und die Schlafphasen

Im ersten Lebensjahr haben die ganz Kleinen einen ganz anderen Schlafrhythmus als wir Erwachsene! Die Schlaf- und Wachphasen sind viel kürzer, dafür aber auch häufiger. Auch dein kleiner Schatz schläft in seinen ersten Monaten weitaus mehr als du. Und zwar fast den ganzen Tag: Im Durchschnitt sind es 16 bis 18 Stunden.

Aber schon im ersten Jahr, also zwischen dem 1. und 12. Lebensmonat, verändert sich der Schlafrhythmus deines Schlummerhäschens einige Male.

Dein Neugeborenes schläft nicht?

Wenn dein Neugeborenes nicht schläft, liegt es vielleicht daran, dass sich die Schlafphasen deines Lieblings verändert haben.

Du kannst deinem Schatz etwas helfen, einen Schlafrhythmus zu entwickeln. Dafür hilft es, die drei Schlafphasen bei Neugeborenen und Babys zu kennen. Und zu wissen, wie sich das Schlafmuster mit der Zeit verändert:

  • Neugeborene im Alter von 0 bis 2 Monaten: Es gibt zwei verschiedene Schlafphasen bei Neugeborenen. Nach dem Einschlafen versinken die Kleinen als Erstes in einen Traumschlaf. Oft bewegen sie dann ihre Ärmchen und Beinchen; Atmung und Herzschlag sind auch noch sehr schnell. In der zweiten Phase wird es dann ruhiger: Die Gesichtsmimik entspannt sich und der Tiefschlaf beginnt. Gegen Ende der Tiefschlafphase macht dein kleiner Schatz oft Saugbewegungen und signalisiert so Hunger. Dieser Schlafzyklus dauert etwa 50 Minuten. Wenn dein süßer Sprössling den Einstieg in die erste Schlafphase verpasst, dauert es manchmal einen gesamten Schlafzyklus, bis er wieder einschlafen kann.

  • Babys im Alter von 2 bis 9 Monaten: Ab dem 3. Lebensmonat teilt sich der Schlaf in drei verschiedene Phasen. Die erste Phase ist der paradoxe Schlaf. Hier ist dein Schatz ruhig und entspannt, das Gehirn ist aber noch aktiv und verarbeitet die Erlebnisse des Tages. Danach stellt sich ein eher leichter Schlaf ein, der etwa 25–30 Minuten dauert, bevor dein Sonnenschein in die Tiefschlafphase übergeht. Der gesamte Schlafzyklus mit den drei verschiedenen Schlafphasen dauert etwa 70 Minuten und wird ungefähr fünf Mal wiederholt.

  • Kleinkinder im Alter von 9 bis 36 Monate: Mit ungefähr 9 Monaten passen sich Babys allmählich der Schlafkultur ihrer Familie an. Was für ein Meilenstein! Direkt nach dem Einschlafen befinden sich die Kleinen in einem leichten (sehr störanfälligen!) Schlaf. Vermeide währenddessen äußere Reize so gut es geht. Darauf folgt die Phase des paradoxen Schlafes. Hier murmelt deine süße Schlafeule vielleicht, bewegt sich oder antwortet sogar auf Fragen. Wecke deinen Schatz trotzdem bitte nicht aus diesem Halbschlaf.

  • Dein Baby schläft nur? Wenn dein Säugling plötzlich viel schläft, hat es eventuell einen neuen Schlafrhythmus entwickelt.

Viele Eltern warten sehnsüchtig darauf, dass ihr kleiner Schatz endlich durchschläft. Bereite dich aber darauf vor, dass das nicht von Anfang an der Fall sein wird. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge! Im Gegenteil: Erst zwischen dem 6. Monat und dem ersten Jahr beginnen die kleinen Schätze, allmählich nachts durchzuschlafen.

Wie lange darf ein Baby (nachts) schlafen?

Kaum ein anderes Thema ist im ersten Lebensjahr unter Eltern mehr diskutiert als der Schlaf. Kein Wunder! Wenn dein kleiner Sonnenschein nicht gut schläft, wirkt sich das natürlich auch auf seine Entwicklung aus. Aber auch dein eigener Schlaf wird beeinflusst.

Wir haben ein hier paar Tipps, wie du deinen Liebling am besten ins Reich der Träume begleitest:

  • Hilf deinem Schatz dabei, den Unterschied zwischen Tag und Nacht zu lernen: Dimme das Licht in der Nacht und sorge tagsüber für helles Licht.

  • Ziehe deinem Nachwuchs direkt vor dem Schlafengehen eine frische Windel an und lass ihn noch einmal etwas trinken. So geht es ungestört ins Land der Träume – ohne, von Hunger oder einem nassen Po geweckt zu werden. Verwende Windeln, die bequem sind und lange Trockenheit bieten (zum Beispiel die Pampers Premium Protection). So wird dein Schatz nicht unnötigerweise geweckt!

  • Die neugeborenen Schätz sollten möglichst auf dem Rücken schlafen. Deshalb sollten sie wach möglichst viel Zeit in der Bauchlage oder in einer aufrechten Position verbringen. So sorgst du ganz einfach dafür, dass der Kopf deines Sprösslings nicht abflacht, sondern seine schöne runde Form behält.

  • Ein Tagesablauf mit klaren Strukturen hilft deinem Energiebündel, nachts zur Ruhe zu kommen. Essen-, Spiel- und Zubettgehzeiten sollten möglichst regelmäßig sein.

  • Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte dein Liebling zur Ruhe kommen können. Dafür ist ein wiederkehrendes Gute-Nacht-Ritual perfekt! Es hilft, in den Schlaf zu finden und ist eine tolle Gelegenheit für gemeinsame Ruhe-Zeit.

  • Manche Eltern lassen ihren kleinen Prinzen oder ihre kleine Prinzessin mit im Familienbett schlafen. Diese Entscheidung ist jedem Paar selbst überlassen! Je nach persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten, kann das eine tolle Option sein. Gleichzeitig kannst du auch ohne das Schlafen im gleichen Bett eine wunderbare Beziehung zu deinem Liebling aufbauen. Wichtig ist immer, dass ihr euch als Eltern einig seid und euch wohlfühlt!

Das Thema Schlaf ist bisher noch eine Herausforderung? Kein Problem! Vielleicht helfen dir unsere 6 Tipps, um dein Baby beim Einschlafen zu unterstützen.

Schlafprobleme bei Babys können manchmal das ganze Familienleben belasten. Suche dir unbedingt ärztliche Hilfe, wenn dein Schatz selbst nach dem 6. Lebensmonat keinen geregelten Schlaf-Wach-Rhythmus entwickelt hat und unter Koliken leidet.

Dein Baby schläft den ganzen Tag?

Der Schlafbedarf im ersten Lebensjahr

Im Laufe der ersten 12 Monate verändert sich wirklich eine ganze Menge in Sachen Schlaf; nicht nur der Schlafrhythmus und die Schlafphasen deines kleinen Sonnenschein, sondern auch sein Schlafbedarf. Ein ganz junges Neugeborenes schläft fast nur, es sei denn es möchte trinken. Ein 12 Monate altes Baby hingegen hat sich schon mehr an die Schlafgewohnheiten der Familie angepasst.

Wir haben einen Überblick zusammengestellt, auf dem du lesen kannst, wie die Schlafdauer von Babys und Neugeborenen im Durchschnitt ist:

  • Neugeborene: 16–18 Stunden pro Tag

  • Drei Monate alte Säuglinge: 14–15 Stunden pro Tag

  • Sechs Monate alte Babys: 14 Stunden pro Tag, davon zwischen 6 und 8 Stunden am Stück

  • Ein Jahr alte Babys: 14 Stunden, davon zwei oder mehr Nickerchen am Tag

All diese Zahlen sind nur statistische Durchschnittswerte, von denen der Schlafbedarf deines Lieblings gut und gerne abweichen kann. Jedes Baby ist anders und auf seine Weise perfekt – gönn deinem Schatz so viel (oder so wenig) Ruhe und Schlaf, wie er oder sie braucht.

Häufig gestellte Fragen

  • Neugeborene schlafen in den ersten Monaten um die 16 bis 20 Stunden pro Tag.

  • Eigentlich nicht. Insbesondere in den ersten drei Monaten benötigen Neugeborene viel Schlaf. Sollte sich der Schlafbedarf allerdings bis zum sechsten Monat nicht verringern, lasse deinen kleinen Schatz von einem Kinderarzt / einer Kinderärztin untersuchen.

  • Das kommt auf das Alter und die Entwicklung an. Nach der Geburt schläft ein Neugeborenes tagsüber etwa nur ein bis zwei Stunden am Stück, mit vier bis sechs Wochen dann um die vier Stunden. Nach vier bis sechs Monaten pendelt sich dann langsam der Tag-Nacht-Schlafrhythmus ein.

  • Das nächtliche Aufwachen ist wichtig für die Entwicklung. In diesem Alter verbringen die süßen Kleinen die Nacht größtenteils in einem leichten Schlaf, damit sie ihre Bedürfnisse (wie zum Beispiel Hunger) rechtzeitig wahrnehmen können.

  • Dein Kleines braucht keine besondere Kleidung zum Schlafen. Eine Windel, Unterwäsche und einen Schlafanzug reichen aus. Deinem Schatz sollte angenehm warm sein, aber er sollte nicht schwitzen. Im Sommer kann er deshalb sogar gerne noch luftiger bekleidet sein.

Wichtig: Gestalte euren ganz eigenen Tagesablauf nicht um feste Zeiten und Tabellen. Achte auf die individuellen Bedürfnisse deines kleinen Lieblings und lasse nicht von den Schlafgewohnheiten anderer Babys verunsichern – alle Menschen sind unterschiedlich und das ist kein Grund zur Sorge, sondern sogar gut so!

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen findest du im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt / deine Ärztin.

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