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Ein Grund zu feiern: Ihr kleines Baby wird ein Jahr alt! Für viele Eltern ist der erste Geburtstag des Kindes ein ganz besonderer Moment im Leben. Holen Sie Ihren Fotoapparat oder Ihr Smartphone aus der Tasche und halten Sie diesen Augenblick fest. Auch sich selbst sollten Sie nun kräftig auf die Schultern klopfen. Nicht nur Ihr Kind, auch Sie sind ein Jahr alt geworden – als Eltern!

Erfahren Sie hier, welche Entwicklung Ihr 12 Monate altes Baby um seinen ersten Geburtstag herum erwartet.

Worum geht es in diesem Artikel?

Wie sich Ihr Baby entwickelt Wie Sie Ihr Baby im 12. Monat unterstützen können Ernährung Ihres Babys im 12. Monat Der Tagesablauf Ihres Babys im 12. Monat Babys Gesundheit Wie Ihr Baby im 12. Monat schläft Wie sich Ihr Leben verändert Checkliste: Ihr 12 Monate altes Baby
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Wie sich Ihr Baby entwickelt

Schritt für Schritt

In diesem und den folgenden Monaten dreht sich alles um die ersten selbstständigen Schritte. Wann die Kleinen tatsächlich anfangen zu laufen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche wagen den ersten Schritt schon im 9. Monat, andere üben bis zum 15. Monat oder länger, bevor Sie einen Fuß vor den anderen setzen.

In der Regel fangen Babys einige Wochen bis Monate nach dem ersten Geburtstag an, wie Profis zu laufen.

Bis es so weit ist, müssen ein paar Hürden überwunden werden. Und das passiert nicht ohne Stürze. Achten Sie daher mehr denn je darauf, dass Ihr Zuhause babysicher ist.

Ihr 12 Monate altes Baby wird sich an Möbeln und Gegenständen hochziehen. So manövriert es sich vom Sitzen in den Stand. Wenn es das schafft, kommt der nächste Schritt: Loslassen und frei stehen. Das erweist sich schon als schwieriger.

Ihr kleiner Wackelpudding wird sicherlich mehrmals auf seinen Hintern plumpsen, bis er oder sie das Stehen ohne festhalten meistert. Aber auch das wird gelingen. Dann steht dem ersten Schritt nichts mehr im Wege.

Sobald Ihr Baby lernt, eigenständig zu laufen, wird es zum Kleinkind herangewachsen sein. Nicht der erste Geburtstag, sondern die Fähigkeit zu gehen, markiert diesen wichtigen Entwicklungsschritt. Feiern Sie das und halten Sie auch diesen magischen Moment fest!

Sprechen

Neben den motorischen entwickeln sich auch die sprachlichen Fähigkeiten Ihres 12 Monate alten Babys täglich weiter. Wenn Sie nicht jedes Wort Ihres Quasselmännchens verstehen, können Ihnen vielleicht diese Tipps helfen, die Baby-Sprache richtig zu deuten.

Autos zum Beispiel machen „BRRR“. Doch manche Wörter sind auch schon klar und deutlich herauszuhören. „Mama“ und „Papa“ können viele Kinder in diesem Alter schon aussprechen. Manchmal sind damit allerdings nicht Sie gemeint. So kann ein wild fremder Mann, der beim Spazierengehen vorbeiläuft, von Ihrem Baby „Papa“ genannt werden. Ihr Kind denkt wahrscheinlich, alle Männer heißen „Papa“.

Auch auf gefährliche Situationen reagiert es wahrscheinlich mit nur einem einzigen Begriff, da sein Wortschatz natürlich noch sehr begrenzt ist. Eine spitze Tischkante wird dann beispielsweise als „heiß“ bezeichnet.

Den eigenen Vornamen versteht Ihr Baby auch schon. Wenn Sie ihn rufen, wird Ihr neugieriges Eichhörnchen sich bestimmt zu Ihnen wenden. Es freut sich in diesem Alter sehr darüber, angesprochen zu werden. Besonders wenn die Kontaktaufnahme spielerisch erfolgt.

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Wie Sie Ihr Baby im 12. Monat unterstützen können

Laufen lernen

Keine Frage: Das Laufenlernen erfordert sehr viel Übung. Und natürlich wollen Sie als Eltern Ihr Baby dabei unterstützen. Doch sollte man es damit nicht übertreiben, denn forcieren kann man diesen Entwicklungsschritt nicht.

Es wird sogar empfohlen, die Kleinen nicht gleich wieder hinzustellen, wenn einmal ein Gehversuch gescheitert ist. Genau so umstritten ist der Gebrauch von sogenannten Babywalkern. Die haben keinerlei positiven Effekt auf den Lernprozess. Aus orthopädischer Sicht sollten sie aus folgenden Gründen sogar gemieden werden:

  • Die Muskulatur des Babys ist noch nicht ausreichend entwickelt. Es kann sein eigenes Gewicht in dieser Position noch nicht tragen. Die Folgen könnten bleibende Haltungsschäden sein.
  • Das Baby ist in einer Lauflernhilfe motorisch stark eingeschränkt. Es kann sich nicht so bewegen, wie es für die Entwicklung sinnvoll wäre.
  • Mit einem Babywalker können die Kleinen bis zu 10 Km/h durch die Wohnung brausen. Dadurch kann es leichter zu heftigen Stürzen und Verletzungen kommen.

Bieten Sie Ihrem 12 Monate altem Baby eine Umgebung, in der es sich sicher und frei bewegen, spielen und ausprobieren kann. So unterstützen Sie Ihr Kind am sinnvollsten. Wenn Ihr kleiner Athlet gerade übt, sich hinzustellen, sorgen Sie dafür, dass er sich an Gegenständen und Möbel hochziehen kann, die nicht umkippen können.

Auf dem Weg zum ersten Schritt - und auch die ganze Kindheit hindurch - wird Ihr Schatz immer mal wieder hinfallen. Das bleibt nicht aus und gehört zum Lernen dazu. Versuchen Sie daher vorausschauend die motorische Entwicklung Ihres Kindes zu begleiten. Schränken Sie dabei den Bewegungsraum von Ihrem Baby nicht zu sehr ein aus Angst vor Verletzungen. Ihr Kind braucht Ihr Vertrauen. Nur so lernt Ihr kleiner Schatz mit Gefahren umzugehen und Risiken einzuschätzen.

Spielen

Frage-Antwort-Spiele stehen jetzt hoch im Kurs. Allerdings wird Ihr Baby die Frage noch nicht selbst beantworten können. Die Antwort sollte daher auch von Ihnen kommen. Fragen Sie Ihr Kleines: „Wo ist die Nase?“ Warten Sie einen Augenblick und antworten Sie schließlich, in dem Sie darauf zeigen: „Da ist die Nase!“ Mit solchen Spielen lernt Ihr Baby Begriffe und Zusammenhänge kennen. So können Sie mit viel Spaß das Sprechen lernen fördern.

Nachahmen

Das Nachahmen bleibt auch im zweiten Lebensjahr der größte Motor für Ihr Kind, neue Dinge zu lernen. Nutzen Sie diese Begeisterung, in dem Sie Ihrem kleinen Schatz vormachen, wie man den Löffel richtig zum Mund führt, die Zähne putzt, sich selbst anzieht und wäscht. Ihr kleiner Pantomime-Künstler wird sich auch viel von den großen Geschwistern oder anderen Kindern abschauen.

Beziehen Sie Ihr 12 Monate altes Baby daher in die alltäglichen Aktivitäten wie Kochen, Wäsche waschen oder Einkaufen mit ein. Bringen Sie Ihrem wissbegierigen Kind bei, wie diese Dinge funktionieren. Sie können auch Ihren Arbeitsplatz oder den Ihres Partners zeigen und Ihrem Baby erklären, was Mama und Papa beruflich machen. Dadurch bekommt es das Gefühl, zum Leben seiner Eltern dazuzugehören. Das stärkt das Selbstbewusstsein.

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Ernährung Ihres Babys im 12. Monat

Ihr kleines Krümelmonster ist mit 12 Monaten eventuell schon sehr daran interessiert, was beim Mittag- und Abendessen alles am Tisch passiert. Und natürlich was die Großen auf ihren Tellern haben. Nutzen Sie diese Neugier und bieten Sie Ihrem Spatz immer wieder neue Lebensmittel und somit neue Geschmacksrichtungen an.

Achten Sie nur darauf, dass die Nudeln, das Gemüse oder Fleisch nicht stark gewürzt ist. Außerdem sollte das Essen zerdrückt oder in kleine, mundgerechte Stücke geschnitten werden.

Vielleicht haben Sie auch schon bemerkt, dass Ihr Baby eine weniger große Essenschlacht veranstaltet und langsam selbstständig isst.

Zum Ende des ersten Lebensjahres verträgt Ihr kleines Leckermäulchen fast alle Lebensmittel. Der Essensplan kann jetzt auch um Vollmilch oder Milchprodukte erweitert werden. Berücksichtigen Sie aber weiterhin Folgendes:

  • Verzichten Sie nach wie vor auf kleine und harte Lebensmittel, an denen sich Ihr Kind verschlucken könnte (z. B. Oliven, Nüsse etc.).
  • Auch stark blähendes Gemüse wie Kohl oder Hülsenfrüchte könnten viele Kinder noch nicht gut vertragen.
  • Das Essen sollte nicht zu stark gewürzt sein. Salz benötigen Babys in diesem Alter noch nicht. Falls Sie dennoch etwas salzen wollen, verwenden Sie jodiertes und fluoridiertes Salz.
  • Wenn Sie Ihrem Beißerchen Rohkost anbieten, berücksichtigen die Zahnentwicklung Ihres Kleinen und passen das Angebot dementsprechend an.

Sollte Ihr kleiner Gourmet von dem neuen Ernährungsplan wenig begeistert sein, vergessen Sie nicht, dass es zwischen 10 und 15 Versuche dauern kann, bis Ihr Kind weiß, ob es einen neuen Geschmack mag oder nicht. Falls Ihr Baby etwas nicht essen will, geben Sie nicht so schnell auf. Biete Sie Ihrem 12 Monate alten Babys solange die Mahlzeit an, bis es bereit ist, zu probieren.

Im Alter von 12 Monaten wird Ihr Baby schon alle Festlichkeiten des Jahres erlebt haben. Ob Advent, Weihnachten oder Ostern, viele Eltern wollen ihr Kind gerne mit kleinen Geschenken verwöhnen. Sie könnten zum Beispiel einen eigenen Adventskalender basteln und diesen mit kleinen Leckereien füllen. Natürlich soll Ihr Baby noch keine Schokolade oder andere Süßigkeiten bekommen. Genauso gut bieten sich leckere Reiswaffeln, Cracker oder andere Snacks an, über die sich Ihr Kind bestimmt freuen wird. Es muss aber auch nicht immer etwas Essbares sein. Hinter einer Tür könnte sich auch ein neues Spielzeug verstecken.

Der Speiseplan – für Ihr 8 bis 12 Monate altes Baby

Der Speiseplan für 12 Monate altes Baby
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Der Tagesablauf Ihres Babys im 12. Monat

Der Tagesablauf Ihres 12. Monate alten Babys
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Babys Gesundheit

Zwischen dem 10. Monat und dem 12. Lebensmonat findet die sechste Vorsorgeuntersuchung statt, auch U6 genannt. Inzwischen hat Ihr Kind seinen Bewegungsraum enorm ausgedehnt und viele neue motorische Fähigkeiten entwickelt. Falls Sie Fragen zu der Entwicklung Ihres 12 Monate alten Babys haben, können Sie diese Ihrem Kinderarzt jetzt stellen. Ohnehin wird dieser Sie zu dem Befinden und der Entwicklung Ihres Babys befragen.

Bei der U6 Vorsorgeuntersuchung werden aber auch das Gewicht und die Größe Ihres kleinen Wonneproppen ermittelt und ggf. in der Wachstumstabelle im gelben Untersuchungsheft Ihres Kindes festgehalten. Auch nach dem emotionalen Befinden und der Beziehung zwischen Ihrem Kind und Ihnen als Eltern wird der Arzt Sie fragen.

Die ärztliche Untersuchung beinhaltet ebenfalls einen Seh- und Hörtest. Außerdem wird geschaut, wie es um die sprachlichen Fähigkeiten Ihres Babys steht. Manchmal sind diese Untersuchungen nicht ganz leicht zu bewerkstelligen. In den meisten Fällen sind Babys mit 12 Monaten aufgeschlossen und wollen gerne zeigen, was sie schon alles können. Aber auch Babys können mal einen schlechten Tag haben.

Sollte Ihr Baby die Tests verweigern, ist dies aber nicht weiter schlimm. Der Arzt wird Sie in diesem Fall nach dem Stand der Dinge befragen. Als Eltern sind Sie die Experten. Es reicht also, dass Sie dem Arzt erzählen, wie gut Ihr Baby schon sehen, hören und sprechen kann.

Je nach dem, wie Sie sich entschieden haben, steht am Ende der U6 die Auffrischimpfung an. Diese ist für die Grundimmunisierung wichtig. Vergessen Sie daher nicht den Impfpass. Außerdem werden Sie über weitere Impfungen für Ihr Kind aufgeklärt, die im zweiten Lebensjahr anstehen. Ihre Krankenkasse wird Sie aber wahrscheinlich rechtzeitig über die möglichen Termine informieren.

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Wie Ihr Baby im 12. Monat schläft

Neben dem ersten Geburtstag Ihres Kindes gibt es einen weiteren Grund zur Freude: Die Hauptschlafphase von vielen Babys hat sich nach einem Jahr auf etwa sieben Stunden eingependelt. Natürlich variiert das Schlafverhalten von Kind zu Kind.

Auch wenn Ihr Kleines einen turbulenten Tag hinter sich hatte oder etwa an einer der häufigen Kinderkrankheiten leidet, kann dieser fragile Schlafrhythmus gestört werden. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass Babys mit 12 Monaten immer mal wieder eine unruhige Nacht haben.

Insgesamt benötigt Ihr Baby in diesem Alter etwa 12 bis 16 Stunden Schlaf pro Tag. Neben der langen Nachtschlafphase braucht Ihr kleiner Schlummerhase einen Mittagsschlaf plus ein weiteres Nickerchen, die jeweils zwischen 30 Minuten und zwei Stunden lang sein können.

Ob tagsüber oder nachts: Mit diesen Tipps für den Schlaf des Babys können Sie Ihren keinen Schatz beim Übertritt ins Reich der Träume helfen.

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Wie sich Ihr Leben verändert

Mit jedem neuen Schritt des Kindes in die weite Welt hinaus, werden viele Eltern etwas wehmütig. Manche leiden sogar unter echtem Trennungsschmerz. Von der Geburt bis zum erwachsenen Alter kann dieses Gefühl immer wieder bei großen Entwicklungsschritten auftauchen.

Schon bei der Trennung der Nabelschnur musste die Mutter die körperliche Einheit mit ihrem Kind aufgeben. Nun steht ein weiterer Abnabelungsprozess an. Ihr Baby lernt das Laufen und betritt damit die Ära des Kleinkindes. Auch der Beikostbeginn und das Abstillen sind für Ihr Kind Schritte in die Selbstständigkeit.

Manche Mütter empfinden diesen Verlust als schmerzhaft. Ihr Liebling beginnt allmählich eigene Wege einzuschlagen. Das ist wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes. Versuchen Sie daher solchen Trennungssituationen mit Toleranz und Vertrauen zu begegnen.

Als Eltern wird man im Laufe des Lebens immer wieder vor diese Prüfung gestellt. Das Zauberwort heißt Loslassen. Wenn Ihr Kind bereit ist und den nächsten Schritt in die Unabhängigkeit wagen möchte, lassen Sie es gehen. Das bedeutet natürlich nicht, Ihrem Kind alles zu erlauben, was es möchte. Grenzen und ein sicherer Rahmen sind nach wie vor wichtig.

Wenn Sie es schaffen, Ihrem Kind dies zu bieten, ohne dabei zu klammern oder Ihren Schatz zu sehr einzuschränken, wird er oder sie sicherlich immer wieder gerne zu Ihnen zurückkommen. Ihr Baby braucht Ihr Vertrauen. Nur damit kann es ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, das es für die Welt da draußen benötigt.

Die wirklich wichtigen Augenblicke des Lebens müssen gewürdigt werden. Einer dieser Momente ist, wenn Ihr Kind ein Jahr alt wird. Vielleicht möchten Sie für Ihren Schatz einen Kuchen zum ersten Geburtstag backen und eine Party geben? Wie Sie diesen Tag zelebrieren, ob in kleiner familiäre Runde oder mit vielen Freunden und anderen Kindern, ist ganz Ihnen überlassen. Hauptsache Sie bereiten Ihrem Baby einen besonderen Tag, teilen Ihre Freude mit anderen und feiern auch Ihre große Leistung als Eltern!

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