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Die Erkundungstour geht weiter für Ihr 10 Monate altes Baby. Aber auch für Sie. Ihr Schatz wird immer mobiler und entdeckt die Welt um sich herum. Sie haben die Möglichkeit, durch die Augen Ihres Kindes das Leben noch einmal aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten. Welche Entwicklung Ihr Baby mit 10 Monaten durchläuft und was Sie in dieser Zeit erwartet, erfahren Sie hier.

Worum geht es in diesem Artikel?

Wie sich Ihr Baby entwickelt Wie Sie Ihr Baby im 10. Monat unterstützen können Ernährung Ihres Babys im 10. Monat Der Tagesablauf Ihres Babys im 10. Monat Babys Gesundheit Wie Ihr Baby im 10. Monat schläft Wie sich Ihr Leben verändert Checkliste: Ihr 10 Monate altes Baby
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Wie sich Ihr Baby entwickelt

Für Ihr 10 Monate altes Baby sind alle Weichen auf Fortbewegung gestellt. Wenn Ihr kleiner Wonneproppen noch nicht krabbelt, wird er dies sicherlich sehr bald lernen. Machen Sie sich also keine Sorgen. Manche Kinder können in diesem Alter robben, andere sich aufsetzen, wieder andere krabbeln. Wann ein Säugling diese unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten entwickelt, ist von Kind zu Kind verschieden.

Es spielt auch keine Rolle, auf welche Weise sich Ihr Baby fortbewegt. Jedes Kind entwickelt seine eigene Technik von A nach B zu kommen. Vielleicht ist es nicht die effektivste Art, auf dem Rücken zu liegen und eine Brücke zu schlagen, um sich auf diese Weise nach vorne oder hinten zu schieben. Oder auf dem Hintern sitzen zu bleiben, sich mit den Beinchen abzustoßen und so durch die Wohnung zu rutschen, um ein Spielzeug zu erreichen. Hauptsache Ihr Baby schafft es, sich aus eigener Kraft fortzubewegen. Das ist das Entscheidende. Ihr Baby wird immens viel Energie und Kraft dafür investieren und sich riesig freuen, wenn es schließlich Erfolg hat. Feuern Sie es an!

Viele Kinder können mit 10 Monaten frei sitzen. Auch das verschafft Ihrem Eroberer neue Möglichkeiten, sein Umfeld zu erkunden. Anders als beim Armstütz kann Ihr Baby in der Sitzposition seine Arme und Hände frei bewegen. Vielleicht hat Ihr Kleines auch schon auf etwas im Raum gezeigt und „da“ gesagt.

Viele Babys hopsen im Sitzen auf und ab, wenn sie sich freuen. Oder sie winken zum Abschied. Allerdings oft erst wenn die Person schon längst den Raum verlassen hat. Die Reaktionsgeschwindigkeit von 10 Monate alten Babys ist noch nicht sehr hoch.

Sollte Ihr Baby bisher noch nicht selbst frei sitzen können, verzichten Sie bitte darauf, es mit Ihrer Hilfe hinzusetzen. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, um Muskelkraft und Koordination ausreichend zu trainieren. Wenn es so weit ist, wird es sich selbst aufsetzen.

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Wie Sie Ihr Baby im 10. Monat unterstützen können

Der Schnuller –Segen oder Fluch? Vielleicht ein bisschen von beidem. Wobei der Schnuller eine sehr sinnvolle Erfindung ist. Die Frage ist vielmehr, wie und wann er eingesetzt werden sollte.

Sobald ein Baby Unmut äußert, sollten es nicht gleich mit einem Schnuller „ruhig gestellt“ werden. Kinder und Babys brauchen die Möglichkeit, ihren Ärger und Frust auch mal Luft machen zu dürfen. Es gibt viele Strategien, wie Sie Ihr Baby beruhigen können. Doch manchmal will einfach nichts davon helfen – außer der Schnuller. In solchen Fällen nutzen Sie ihn.

Das Nuckeln am Schnuller kann eine sehr beruhigende Wirkung auf Ihr Kind haben. Die heute verkäuflichen Schnuller bestehen aus Latex. Sie sind von Wissenschaftlern entwickelt und geprüft und daher ganz ungefährlich. Wichtig ist nur, dass Sie den Schnuller regelmäßig reinigen.

Wenn Ihr 10 Monate altes Baby beispielsweise nachts schlecht schläft, und ihm der Schnuller dabei hilft, zur Ruhe zu kommen, brauchen Sie wirklich nicht auf diese Erfindung zu verzichten. Setzen Sie den Schnuller ein, wenn Ihr Baby eine schwere Zeit hat und lernen muss, sich selbst zu beruhigen.

Tatsächlich werden Schnuller auch therapeutisch eingesetzt. Zum Beispiel für das Saugtraining wenn Babys eine Trinkschwäche haben oder bei Störungen der Mundmotorik finden Sie Verwendung bei Logopäden. Der Schnuller bietet also diverse Vorteile.

Aber natürlich gibt es auch Nachteile. Ein zu langes Schnullern wirkt sich negativ auf die Zahngesundheit Ihres Babys aus und führt oft zu Fehlstellungen der Zähne. Daher sollten Kinder spätestens mit zwei Jahren vom Schnuller entwöhnt werden.

Dieser Abschied kann sich oft schwieriger gestalten als erwartet. Vielleicht hilft da nur der Trick mit der Schnullerfee, die nachts kommt, um den Schnuller wegzunehmen, aber dafür ein Spielzeug oder anderes Geschenk hinterlässt. Oder der Schnuller wird feierlich zusammen mit anderen Kindern im Garten vergraben. Das kann Ihrem Kind helfen, seinem Nuckelfreund Lebewohl zu sagen.

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Ernährung Ihres Babys im 10. Monat

Essen wie Mama und Papa

Ihr 10 Monate altes Baby können Sie nun allmählich an die Familienkost heranführen. Die meisten Kinder haben in diesem Alter bereits ihre ersten Zähne bekommen. Mit den Beißerchen im Mund ist Ihr Baby bestens gewappnet für den neuen Essensplan, der neben Milch- und Breinahrung auch festere Lebensmittel beinhalten sollte.

Achten Sie nur darauf, dass Sie die Speisen für Ihr kleines Leckermaul nicht zu sehr würzen. Bevor Sie die Mahlzeit für Sie und die anderen Familienmitglieder mit Salz, Zucker und anderen Gewürzen abschmecken, nehmen Sie am besten die Portion für Ihr Baby beiseite.

Auch schwer bekömmliche Kost, wie Fettgebackenes oder blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Kohlgemüse, sind noch nicht gut geeignet für Ihr 10 Monate altes Baby.Ebenso sollten Sie aus dem Ernährungsplan rohe tierische Produkte streichen, bis Ihr Kleines fünf Jahre alt ist.

Dazu zählen zum Beispiel Milchspeisen und Käse, die aus Rohmilch hergestellt sind, sowie Rohwurstwaren (Salami, Teewurst), roher Fisch und rohe Eier (auch Lebensmittel, die daraus hergestellt werden wie Mayonnaise). Ansonsten sollte Ihr Spatz so viel wie möglich von den Dingen zu essen bekommen, die auch Mama und Papa zu sich nehmen.

Selbstständig essen

Sobald Ihre Königin oder Ihr Sultan auf dem Thron – das heißt auf dem Hochstuhl – Platz nehmen kann, ist es an der Zeit, dass Ihr Baby lernt, selbstständig zu essen. Hier ist Geduld gefragt. Gerade am Anfang landet vermutlich nur ein Bruchteil von der Mahlzeit in dem Mund Ihres Suppenkaspers.

Lassen Sie Ihr Kind ruhig mit dem Essen spielen und matschen. Das wird Ihrem Baby sehr viel Spaß bereiten. Und Spaß ist der beste Antrieb etwas Neues zu lernen. Ihr Baby wird durch das Experimentieren mit der Mahlzeit herausfinden, wie man den Löffel und die Finger gebraucht, um das Essen zu greifen und zum Mund zu führen. Landet schließlich etwas im Mund, wird Ihr Baby sicherlich sehr stolz sein, so essen zu können wie die Großen am Tisch.

Fünf Mahlzeiten am Tag

In der Familienkostphase bekommt Ihr Baby drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag. Die Hauptmahlzeiten sind morgens, mittags und abends. Zwischendurch, beispielsweise zum zweiten Frühstück und zum Nachmittag hin, gibt es für Ihr Schleckermäulchen noch zusätzlich einen Snack.

Auch Brot kann Ihr Baby mit 10 Monaten nun mitessen. Es empfiehlt sich das Brot – am besten aus fein gemahlenem Vollkorn – mit Butter zu bestreichen und in kleine Stücke zu schneiden, die Ihr Kleines eigenständig greifen kann. Reiswaffeln, Toast, Knäckebrot – auch das mögen viele Kinder. Probieren Sie es aus. Und geben Sie nicht auf, falls Ihr Gourmet die feste Nahrung anfangs verweigert. Bieten Sie Ihrem Baby immer wieder etwas an. So gewöhnt es sich allmählich an die neue Ernährung.

Vergessen Sie nicht, dass ihr Kind zwischendurch und zu den Mahlzeiten außerdem etwas trinken sollte. Insgesamt mindestens einen Becher pro Tag (200 Milliliter). Mineral- oder Leitungswasser eignet sich genauso gut wie ungesüßter Früchte- oder Kräutertee.

Versuchen Sie außerdem schon früh, Ihr Kind zu überzeugen, immer mal wieder neue Lebensmittel zu probieren. Vielleicht helfen Ihnen kreative Rezepte wie Puten-Gemüse-Frikadellen oder Reispfanne mit Gemüse und Cabanossi, um den Gaumen Ihres Babys an vielseitige Geschmäcker zu gewöhnen.

Der Speiseplan – für Ihr 8 bis 12 Monate altes Baby

Der Speiseplan für Ihr 10 Monate altes Baby
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Der Tagesablauf Ihres Babys im 10. Monat

Der Tagesablauf Ihres 10 Monate alten Babys
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Babys Gesundheit

Ihr 10 Monate altes Baby geht auf immer größere Erkundungstouren. Und das ist auch gut und richtig so. Ihr Kind sollte so viel wie möglich ausprobieren und frei spielen können. Fördern Sie den Bewegungsdrang Ihres Rabauken. Viele Kinder stecken gerade in diesem Alter alle ihre Energie in die Entwicklung der Fortbewegung. Bevor Sie sich versehen, wird ihr Baby bald schon wie ein Profi laufen können. Allerdings dauert das noch ein wenig. Mit 10 Monaten krabbelt, robbt oder manövriert sich Ihr Kleines auf irgendeine andere Weise durch die Gegend.

Viel Bewegung fördert die Gesundheit – das gilt für Ihr Baby genauso wie für Sie. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran. Wenn Sie aktiv sind, wird dadurch automatisch auch Ihr Baby angespornt sein, sich viel zu bewegen. Sie können sich aber auch gemeinsam mit Ihrem Kind in die Aktivität stürzen: Diese Babyspiele und Babyaktivitäten könnten Ihnen als Anreiz dienen.

Genauso braucht Ihr Kind Zeit, in der es alleine und ungestört spielen und entdecken kann. Damit Ihr Baby auch auf seinen Expeditionen gesund bleibt, ist wohl die wichtigste Vorkehrung, potenzielle Unfallquellen möglichst zu reduzieren. Kleinere Unfälle können natürlich nie ganz verhindert werden. Sie gehören zu jeder Kindheit dazu. Mit diesen Sicherheitstipps für aktive Babys können Sie aber vielleicht den einen oder anderen Sturz vermeiden.

Achten Sie darauf, dass sie die Sicherheitsvorkehrungen im Haus immer wieder auf die Entwicklungsschritte Ihres Kindes anpassen. Je ungefährlicher die Umgebung ist, desto freier kann sich Ihr Baby austoben. Und diese Freiheit ist ebenfalls wichtig für die Entwicklung und Gesundheit Ihres Kindes.

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Wie Ihr Baby im 10. Monat schläft

Der Bedarf an Schlaf für ein 10 Monate altes Baby liegt ungefähr zwischen 10 und 12 Stunden pro Nacht. Hinzu kommen zwei Nickerchen am Tag.

Wenn Ihr Baby momentan nachts nicht durchschläft, liegt das eventuell an der sogenannten Trennungsangst, die Babys in diesem Alter häufig entwickeln. Viele Kinder fühlen sich in dieser Phase schnell beunruhigt, wenn Mama und Papa nicht mehr in Sichtweite sind. Das kann zu Problemen in der Nacht führen. Wacht Ihr Baby nachts zwischendurch auf und kann Sie nicht sofort sehen bzw. spüren, bekommt es Angst.

In diesem Fall sollten Sie kurz nachsehen, ob es Ihrem Baby gut geht. Versuchen Sie Ihre Nachteule zu beruhigen, in dem Sie sie streicheln und erklären, dass Sie da sind und alles in Ordnung ist. Sollte die Windel voll sein, wechseln Sie diese möglichst schnell aber ruhig und legen Sie Ihr Baby wieder ins Bett. Für den Schlaf des Babys sind außerdem eine angemessene Zimmertemperatur, die richtige Schlafkleidung sowie ein adäquater Geräuschpegel wichtig.

Vermeiden Sie, das Licht anzuschalten, Ihr Baby in den Schlaf zu schaukeln oder mit Ihrem Kleinen durch die Wohnung zu gehen, es zu füttern oder es mit in Ihr Bett zu nehmen. Auch wenn diese Handlungen anfangs hilfreich erscheinen, wirken sie sich auf Dauer negativ aus. Ihr Baby wird sich an diese Aktionen gewöhnen und in Zukunft schneller aufwachen, um diese Belohnungen einzufordern. Die Phase der Trennungsangst zögert sich dadurch länger hinaus.

Mit der Zeit wird Ihr kleines Häschen lernen, sich selbst zu beruhigen und zurück in den Schlaf zu finden. Das Lieblingsspielzeug wie der Teddy, der Schnuller oder eine Kuscheldecke können Ihrem Spatzen eventuell dabei helfen.

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Wie sich Ihr Leben verändert

Keine Frage: Ihr 10 Monate altes Baby hält Sie sicherlich ganz schön auf Trab. Jetzt wo es mobiler geworden ist, müssen Sie hier und dort hineilen, um Gefahren aus dem Weg zu räumen. Zwar kann sich Ihr kleiner Schatz schon selbstständiger fortbewegen, aber oft müssen Sie ihn noch auf den Arm nehmen und tragen. Das Gewicht Ihres Kindes ist mit der Zeit auch nicht weniger geworden.

Summa Summarum: Sie sind den ganzen Tag auf den Beinen, tragen Ihr Baby von A nach B, kümmern sich um den Alltag. Der immer größer gewordene Bauch schon während Ihrer Schwangerschaft, danach das Tragen Ihres Kindes auf dem Arm – all das stetig zunehmende Gewicht wurde von Ihren Füßen getragen.

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, Ihren Füßen eine Auszeit und Belohnung zu gönnen, sie zu stärken und zu pflegen:

Entfernung der Hornhaut

  • Nehmen Sie als erstes ein Fußbad.
  • Reiben Sie danach, wenn Ihre Haut weich geworden ist, die Hornhaut mit einem Raspel oder Bimsstein ab.
  • Wiederholen Sie diese Pflege alle zwei bis drei Tage.

Fußgymnastik

  • Ihre Bänder und Muskel sollten zwischendurch mithilfe von Fußgymnastik gelockert und gedehnt werden.
  • Setzen Sie sich hierfür auf einen Stuhl.
  • Heben Sie einen Fuß an. Drehen Sie den angehobenen Fuß aus dem Gelenk heraus zehn Mal nach links und zehn Mal nach rechts.
  • Wiederholen Sie das Gleiche mit dem anderen Fuß.

Fußmassage

  • Eine Fußmassage kann gerade abends sehr wohltuend und entspannend sein.
  • Nehmen Sie etwas Lavendel- oder anderes Massageöl und verteilen Sie es auf der Hand.
  • Kneten Sie mit beiden Händen Ihre Füße nacheinander durch.
  • Massieren Sie dabei auch einzelne Zehen, die Fußfläche und die Ferse.

Ihr Baby kann sich eigenständiger fortbewegen, sitzt vermutlich schon mit Ihnen am Tisch und isst und probiert munter das Essen von Mama und Papa. In den letzten Monaten ist Ihr Kind viel selbstständiger geworden. Langsam kommt die Zeit, wo Sie Ihr Kleines mit anderen Kindern oder Erwachsenen spielen lassen können. Dadurch können Sie sich vielleicht auch einmal eine kleine Auszeit genehmigen.

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