Baby lernt laufen

Wenn Babys laufen lernen, beginnen sie, buchstäblich auf eigenen Beinen durchs Leben zu gehen. Die ersten wackeligen Schritte sind für die Eltern und das Kind ein großes Ereignis. Ab wann können Kinder laufen, und brauchen sie dabei Hilfe? Wann genau Babys laufen lernen, ist eine sehr individuelle Angelegenheit.

Wann lernen Babys in der Regel laufen?

Dass sich ihr Baby glücklich und gesund entwickelt, hat für Eltern oberste Priorität. Deswegen ist es ganz normal, sich mit den wichtigsten Meilensteinen der Entwicklung zu beschäftigen: Ab wann können Babys laufen und sprechen? Wie lange dauert es vom Krabbeln bzw. vom Stehen bis zum Laufen? Und was bedeutet es, wenn das eigene Kind später dran ist als andere? Schnell werden Vergleiche herangezogen – das Baby der Nachbarn ist zum Beispiel erst 8 Monate alt und kann schon laufen, und das eigene läuft mit einem Jahr noch nicht. Regel Nummer 1 beim Laufen lernen lautet: Keine Panik! Ab wann Babys alleine beziehungsweise frei laufen können, hat laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Schwankungen von 9,4 Monaten eine der größten Zeitfenster von allen motorischen Entwicklungsschritten. Von Baby zu Baby gibt es also enorme Unterschiede. Grundsätzlich kann man sich grob an den folgenden Werten orientieren:

Ab wann Babys laufen können
 Laufen mit Hilfe Laufen alleine
Ab wann Babys frühestens laufen:ca. 5,9 Monateca. 8,2 Monate
Ab wann Babys spätestens laufen:ca. 13,7 Monateca. 17,6 Monate
Ab wann Babys durchschnittlich laufen:ca. 9,2 Monateca. 12,1 Monate

Durchschnittlich kann ein Baby also mit einem Jahr laufen. Wenn Babys gefühlt zu früh laufen, fragen sich Eltern nicht selten, ob die kleinen Beinchen das Gewicht des Körpers überhaupt schon tragen können. Ab wann dürfen Babys also stehen und gehen, damit sie sich gut entwickeln? Das entscheiden Kinder tatsächlich selbst: Solange Du Dein Baby nicht dazu drängst, ist es völlig in Ordnung, wenn es schon sehr früh laufen möchte. Ebenso wenig muss es ein Warnsignal sein, wenn Dein Kind mit 20 Monaten lieber krabbelt, statt seine ersten Schritte zu tun. Abweichungen von der Norm gibt es immer und wenn sich Dein Baby ansonsten gut entwickelt, gibt es in der Regel keinen Grund zur Sorge. Wenn Du dennoch Bedenken hast, nutze die nächste Check-Up-Untersuchung bei Deinem Kinderarzt oder Deiner Kinderärztin, um Unsicherheiten aus dem Weg zu räumen. Aber denke immer daran, dass es völlig in Ordnung ist, sich etwas mehr Zeit zu lassen.

Erste Schritte: Was ein Baby lernt, bevor es laufen lernen kann

So unterschiedlich das Tempo ist, mit dem Kinder laufen lernen, ist die Reihenfolge der Entwicklungsschritte bis dahin hingegen beinahe immer gleich.

Etappen in der motorischen Entwicklung

Folgende Dinge muss Dein Baby erst einmal beherrschen, bevor es laufen kann:

Ungefähres AlterBewegung
ca. 3 MonateDas Baby kann in Bauchlage den Kopf halten.
ca. 3 – 7 MonateDas Baby dreht sich eigenständig, erst auf die Seite, dann vom Bauch auf den Rücken und anschließend umgekehrt.
ca. 7 – 10 MonateDas Baby fängt an, sich eigenständig fortzubewegen, sei es durch robben, kriechen, schlängeln oder krabbeln.
ca. 10 MonateDas Baby kann frei sitzen.
ca. 9 – 15 MonateDas Baby steht auf, indem es sich an Möbeln oder Ähnlichem hochzieht. Einige Babys laufen mit wackligen Schritten an Wänden und Regalen entlang. 
ca. 8 – 17 MonateDas Baby lernt, frei zu gehen.

 

Es gibt Kinder, die bestimmte Zwischenstufen wie das Robben oder Krabbeln einfach überspringen. Die Altersangaben sind hierbei nur grobe Anhaltspunkte. Ab wann sich Babys an den Händen hochziehen ist ebenso individuell wie das Laufen lernen – fördern kannst Du Dein Kind am besten, indem Du ihm die Freiheit lässt, sich in seinem eigenen Tempo zu entwickeln.

Wann Babys laufen lernen: Anzeichen, dass es bald losgeht

Es macht also wenig Sinn, diese Punkte auf einer Liste abzuhaken, um zu ermitteln, ab wann Babys oder Kinder anfangen, zu laufen. Dennoch gibt es ein paar Verhaltensweisen, die darauf hinweisen, dass Dein Liebling bald beginnen wird, sich auf zwei Beinen fortzubewegen:

  • Dein Baby "quengelt“ mehr: Der Zeitpunkt, wann Babys laufen lernen, kann für sie selbst oft gar nicht früh genug kommen. Ist der Erkundungsdrang schon weiter fortgeschritten als die Beinmotorik, kann schon mal Frust aufkommen. Wundere Dich also nicht, wenn Dein sonst so genügsamer Schatz plötzlich etwas „quengelig“ wird.

  • Andere Entwicklungsschritte pausieren: Laufen lernen ist eine enorme Leistung, und manche Kinder sind so sehr damit beschäftigt, dass sie vorübergehend weniger Interesse am Sprechen oder Spielen zeigen.

  • Erste Gehversuche: Dein Baby steht auf, indem es sich hochzieht, steht öfter mal auf den Zehenspitzen und macht ein paar Schritte zur Seite – das alles sind Übungen fürs Laufen.

Aber auch hier gilt: Diese Vorboten können, aber müssen sich bei Deinem Baby nicht zeigen. Vielleicht fängt es sogar ganz unerwartet an, zu laufen. Sei Dir sicher: Es wird nicht die letzte Überraschung im Zusammenleben mit Deinem Kind sein!

Baby beim Laufen lernen unterstützen: Wann Hilfe angebracht ist und wann nicht

Bei vielen Eltern ist der Drang groß, ihr Baby beim Laufen lernen zu unterstützen – doch braucht es dabei überhaupt Hilfe?

Tipps und Tricks zum Laufen lernen

Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass man seinem Baby das Laufen weder antrainieren noch den Lernprozess beschleunigen kann. Ganz im Gegenteil: Ab wann Babys laufen lernen, können Eltern kaum beeinflussen. Wer zu viel Hilfe anbietet, nimmt den Kleinen die wichtige Erfahrung, Dinge selbst zu erlernen und verhindert womöglich dadurch sogar wichtige Entwicklungsschritte. Trotzdem kannst Du Dein Baby beim Laufen lernen unterstützen:

  • Bewegungsfreiheit: Je mehr sich Dein Baby auf dem Boden ausprobieren darf, desto besser kann es wichtige Bewegungsabläufe trainieren. Es schadet auch nicht, Möglichkeiten zum Hochziehen anzubieten, damit Dein Baby das Aufstehen üben kann.

  • Sicherheit: Je mobiler Dein Liebling wird, desto wichtiger ist es, Dein Zuhause babysicher zu machen. Gefährliche Gegenstände solltest Du für Dein Baby unzugänglich aufbewahren und ggf. Regale an der Wand festmontieren.

  • Motivation: Dazu gehört sowohl, Dein Kind zu ermutigen, wenn es Erfolgserlebnisse hat, als es auch es nicht zu verunsichern, wenn es mal auf den Hosenboden fällt. Wackelig gehen und auch mal hinfallen gehört zum Laufen lernen dazu.

  • Nicht zu viel helfen: Führen und motivieren ist erlaubt, solange es nicht in Training ausartet. Dein Baby beim Laufen lernen gelegentlich auch mal an der Hand zu nehmen, ist nicht schädlich – sofern Du es nur sanft stützt und nicht zum Beispiel in eine gewünschte Richtung ziehst. Die Gelenke und Muskeln Deines Kindes sollen die Bewegungen stets eigenständig ausführen dürfen.

Warum Lauflernhilfen schädlich sein können

Lauflernhilfen wie Babyhopser oder Gehfreigeräte sind in der Regel nicht das geeignete Mittel, um ein Kind zum Laufen zu motivieren. Lauflerngeräte bringen nur selten den erwünschten Erfolgt und können sogar schaden:

  • Störung der Entwicklung: Wann Babys das Aufstehen üben, im Stehen die Balance halten oder wackelig gehen, sollen sie selbst entscheiden. Lauflernhilfen nehmen ihnen diese Bewegungsabläufe ab und hemmen sogar die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten, die für das Laufen lernen wichtig sind.

  • Fehlhaltungen: Wird von außen zu sehr in die Bewegungsentwicklung eingegriffen, kann das negative Folgen für die spätere Körperhaltung haben. Ein Baby hinzustellen, bevor es so weit ist und auf Lauflernhilfen zurückzugreifen, hemmt die natürlichen Bewegungsabläufe und den Gleichgewichtssinn.

  • Achtung, Unfallgefahr: Mit Lauflerngeräten sind Kinder schnell unterwegs, ohne aber das nötige Bewusstsein für mögliche Gefahren entwickeln zu können. Stürze über Türschwellen oder Treppenkanten und Kopfverletzungen sind dann keine Seltenheit.

  • Verlangsamung des Laufenlernens: Ein Baby steht auf Zehenspitzen, während es lernt, sein eigenes Gewicht zu tragen. Erst später folgt die Belastung des ganzen Fußes. Eine Lauflernhilfe nimmt ihm das Gewicht ab und hindert so die natürliche Abfolge dieses Lernprozesses und verlangsamt ihn.

Wann man als Eltern eingreifen und wann man sich zurückhalten sollte, ist nicht immer leicht einzuschätzen – besonders dann, wenn Babys laufen lernen. Doch verlass Dich ruhig auf den Instinkt und die Kraft Deines Lieblings – er schafft das schon!

Laufen lernen: Ab wann Babys in der Regel Schuhe brauchen

Wenn Babys laufen lernen, ist es früher oder später so weit und der Kleiderschrank der Kleinen muss um das erste Paar Schuhe erweitert werden. Hierbei gilt allerdings erst einmal: Laufen lernen können Kinder am besten barfuß. Tasten, greifen und sicherer Stand sind mit nackten Füssen am besten gewährleistet. Sensorische Reize von Fußboden, Gras, Sand oder Stein fordern und fördern Dein Kind, während es sich fortbewegt. Lauflernschuhe, wie es sie im Handel gibt, sind dabei eigentlich ebenso unnötig wie anderes festes Schuhwerk. Drinnen auf kaltem Boden genügen normalerweise Socken – gern auch mit rutschfesten Gumminoppen. Seine ersten Schuhe braucht Dein Baby in der Regel erst, wenn es gut genug laufen kann, um draußen auf der Straße unterwegs zu sein.

FAKTEN IM ÜBERLICK

Hier gibt es große Entwicklungsunterschiede. In der Regel lernen Babys zwischen dem 8. und 17. Monat, frei zu laufen.

Im Schnitt vergehen 3 bis 4 Monate zwischen Krabbeln und Laufen. Dies kann jedoch stark variieren – und manche Babys krabbeln sogar nie.

Lauflerngeräte sind dem Baby in der Regel keine Hilfe beim Laufen lernen, sondern können Fehlhaltungen begünstigen und die Unfallgefahr erhöhen.

Lieber motivieren statt zu viel helfen: Statt das Baby ständig an der Hand zu führen, kann man zum Beispiel das Lieblingsspielzeug außer Reichweite legen und kleine Lernerfolge loben.

Bisher hat noch jedes motorisch nicht eingeschränkte Baby laufen gelernt! Wann Babys laufen lernen, entscheiden die Kleinen selbst. Ob Dein Schatz nun etwas früher oder später dran ist: Bald wird er Schritt für Schritt auf seinen eigenen Beinen die Welt erobern!

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Deinen Arzt bzw. Deine Ärztin.

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  • Bauer, Monika: Von der artgerechten Aufzucht unserer Kinder. Goldegg Verlag. Berlin. 2006.
  • Zukunft-Huber, Barbara: Die ungestörte Entwicklung Ihres Babys. Wie Sie die natürliche Bewegung unterstützen und Fehlhaltungen vermeiden. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 1990.
  • Zukunft-Huber, Barbara: Baby-Gymnastik – So unterstützen Sie Ihr Kind. Georg Thieme Verlag. Stuttgart. 2005.
  • Berufsverband der Kinder- & Jugendärzte e.V.: Lauflernhilfen – erhöhte Unfallgefahr
  • Berufsverband der Kinder- & Jugendärzte e.V.: Kleine Kinder gut zu Fuß
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Vom Strampeln auf dem Weg zum Laufen
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Entwicklung der Beweglichkeit – Körpermotorik