Seltener Mädchennamen

Top fünf Kategorien seltener Mädchennamen

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14.06.19
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Sie haben die Qual der Wahl: Soll es ein traditioneller, internationaler oder christlicher Name werden oder lassen Sie sich lieber von der griechischen Mythologie oder bekannten Persönlichkeiten inspirieren? Viele Eltern wollen für Ihr Kind etwas ganz Besonderes und sind daher auf der Suche nach einem seltenen Vornamen. Wir wollen Ihnen dabei unter die Arme greifen!

Traditionelle Namen

Stöbern Sie ruhig bei Ihrer Suche auch in den Listen älterer Namen. Vielleicht lässt sich in Ihrer Familie ein Vorname finden, den Sie für passend erachten. Somit könnten Sie eine Familientradition fortführen und gleichzeitig einen ganz besonderen und seltenen Namen für Ihr Baby wählen.

  • Theresia - Dieser schöne Name ist eine alternative Form des Vornamens Theresa. Er wurde aus Spanien übernommen, ist aber eigentlich vorrömischer, vielleicht sogar keltischer Herkunft. Er hat also schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel. Namenspatroninnen sind gleich zwei Heilige: Theresia von Avila und Theresia vom Kinde Jesu.
  • Frederike – Bei diesem Namen handelt es sich um die weibliche Form von Frederik, was eine niederdeutsche, dänische und niederländische Version des Namens Friedrich ist. Die Bedeutung „Friedensherrscherin“ leitet sich aus den beiden althochdeutschen Wörtern fridu (Frieden) und rihhi (Herrschaft) ab. Eine andere Schreibweise des Namens ist Friederike.
  • Minna – Heute ist dieser Mädchenname eine echte Rarität. Doch tatsächlich kam er bis in die Zwanziger Jahren hinein gar nicht so selten vor. Viele deutsche Mädchen wurden so genannt. Sogar so viele, dass der Vorname zu den häufigsten des Landes zählte. Bekannt wurde er durch Lessings Lustspiel „Minna von Barnhelm“ aus dem Jahr 1767. Seinen Ursprung hat er übrigens im Namen Wilhelmine, von dem er eine Kurzform ist.
  • Rita – Ein echter Italiener ist dieser hübsche Mädchenname. Ende des 19. Jahrhunderts wurde er nämlich von dort übernommen. Er ist eine Kurzform des Namens Margherita, der aus dem lateinischen Wort margarita für „Perle“ entstand. Seine Namenspatronin war übrigens auch Italienerin: die heilige Rita von Cascia, die im 14. und 15. Jahrhundert lebte.
  • Wilma. Dies ist eine Kurzform von Wilhelma oder Wilhelmine. Vergeben wird der Name erst etwa seit dem 19. Jahrhundert. Das männliche Pendant Wilhelm setzt sich aus den beiden althochdeutschen Wörtern willio und helm zusammen, die „Wille“ und „Helm“ bedeuten.

Internationale Namen

Bei der Suche nach einem Vornamen liebäugeln viele Eltern mit einem internationalen Namen. Dies bietet, neben seiner Seltenheit und einem relativ exotischen Klang, den Vorteil, dass er auch im Ausland problemlos ausgesprochen werden kann.

  • Amber – Dies ist das englische Wort für Bernstein. Erst im 19. Jahrhundert tauchte dieser Mädchenname in England auf. Bei uns wird er seit den 1970er Jahren vergeben und ist auch heute noch eher selten vorzufinden.
  • Lucia – Der Name Lucia ist die weibliche Form von Lucius und ist in Spanien sehr beliebt. Er hat seinen Ursprung im Lateinischen Wort lux, welches „Licht“ bedeutet. Lucia könnte man also ungefähr mit „die Lichte/Glänzende“ oder „die bei Tagesanbruch Geborene“ übersetzen. Weitere Formen des Namens sind: Lucy (englisch), Lucie (französisch) oder Luzia (deutsch).
  • Joy – Auch dieser Name ist eigentlich ein englischer Begriff: Joy heißt nämlich nichts Anderes als „Freude“.
  • Ann – Nein, wir haben uns nicht verschrieben! Beim Namen Ann handelt es sich um eine englische oder auch alternative Form des allseits beliebten und weit verbreiteten Namens Anna. Viele kennen ihn als Doppelname wie Ann-Christin oder Ann-Kathrin, doch tatsächlich kann er auch einfach für sich alleine stehen. Genau wie die Form Anna, ist Ann hebräischen Ursprungs und bedeutet „Anmut, Liebreiz“.
  • Lola – Dieser hübsche Mädchenname stammt aus Spanien, wo er als Koseform von Dolores entstand. Er kann aber auch eine kurze Form von Namen wie Aloisia, Carlotta oder Lorenza sein. In Frankreich ist er im Gegensatz zu Deutschland nicht ganz so selten. Dort zählt Lola derzeit zu den beliebtesten Namen.

Christliche Vornamen

Jungennamen wie David oder Johannes sind uns aus der Bibel bekannt. Einigen sehr seltenen Mädchennamen sieht man dagegen ihren biblischen Ursprung auf den ersten Blick nicht gleich an.

  • Marielle – Dies ist die wahrscheinlich niedlichste Form des biblischen Namens Maria! Sie kommt ursprünglich aus dem Französischen und ist bei uns noch eher selten zu finden. Der Name Maria ist eine Abwandlung des hebräisch-aramäischen Namens Mirjam. Mutter Maria ist wohl die bekannteste Figur des Christentums.
  • Debora – Dieser Name ist hebräisch und bedeutet „die Biene“. Die biblische Debora war eine Richterin und Prophetin in Israel – also eine echte Powerfrau in der damaligen Zeit. Andere Schreibweisen dieses Namens sind übrigens Deborah (englisch) und Dvorah (neuhebräisch).
  • Salome – Salome ist in der Bibel die Stieftochter von Herodes, die die Enthauptung von Johannes dem Täufer einfordert – eine Geschichte, die auch oft in der Literatur aufgegriffen wurde. Der Name ist die griechische Form eines hebräischen Vornamens, der mit salom gebildet wird, was „Glück, Friede“ bedeutet.
  • Seraphina – Der Prophet Jesaja spricht in der Bibel von sechsflügeligen Engelsgestalten, die an Gottes Thron sitzen und die er als Seraphim bezeichnet. Vom Singular dieses Wortes (Seraphin) wird auch die weibliche Form Seraphina abgeleitet. Eine alternative Schreibweise ist auch oft Serafina.
  • Delila – Im Alten Testament war Delila die Geliebte Samsons. Sie überredete ihn, ihr das Geheimnis seiner Kraft zu verraten. Zur Bedeutung gibt es viele Interpretationen. Wahrscheinlich ist jedoch, dass er von layla stammt, was „Nacht“ bedeutet und somit das Gegenstück zu Samson darstellt, dessen Name sich vom hebräischen Wort für Sonne abgeleitet.

Namen aus der griechischen Mythologie

Die griechische Mythologie ist eine Inspirationsquelle, die zahlreiche ganz besonders schöne und auch seltene Mädchennamen bereithält. Überzeugen Sie sich selbst:

  • Chloe – Demeter ist in der griechischen Sage die Erd- und Muttergöttin. Chloe ist ihr Beiname. Auf Griechisch bedeutet der Name „junges Grün; junger Trieb; junges Mädchen“.
  • Phoebe – Der Name Phoebe stammt vom griechischen Wort phoibos und bedeutet „glänzend, rein, leuchtend“. In der griechischen Mythologie ist Phoebe ein Beiname der Mondgöttin Artemis. Während der Name hierzulande noch selten ist, findet man ihn in England und den USA recht häufig.
  • Selena – Auch Selene ist in der griechischen Sage eine Mondgöttin und die Schwester des Sonnengotts Helios. Selena, eine schöne alternative Schreibweise des Namens, trifft man heutzutage allerdings wesentlich öfter an.
  • Kora – Dieser Mädchennamen wird auch oft mit einem „C“- also Cora – geschrieben. Er ist der Beiname der Göttin Persephone, die vom Totengott Hades entführt wurde. Ableiten lässt er sich vom griechischen Wort kore, was „Jungfrau, Mädchen“ bedeutet.
  • Penelope – Geben Sie es zu: Sie haben wahrscheinlich gleich an die spanische Schauspielerin Penelope Cruz gedacht. Tatsächlich entstammt der Name allerdings der griechischen Sage. In Homers Epos der „Odyssee“ ist Penelope die Figur der Ehefrau des verirrten Seefahrers Odysseus.

Vornamen mit berühmten Vorbildern

Viele prominente Frauen prägen das Bild unserer Gesellschaft. Ihr Name war oder ist in aller Munde. Man verbindet ihn mit einem besonderen Ereignis oder einer außergewöhnlichen Charaktereigenschaft, die vielleicht auch auf Ihr kleines Mädchen passt.

  • Yoko – Die berühmteste Namensträgerin ist wohl die Künstlerin Yoko Ono, die als Ehefrau von John Lennon (The Beatles) bekannt wurde. Wie Yoko Ono selbst, stammt auch ihr Name aus Japan. Das japanische Wort yo kann verschiedene Bedeutungen haben: unter anderem „Großzügigkeit, Toleranz“, „Heiterkeit“ oder auch „Hibiskusblüte“. Ko bedeutet hingegen einfach nur „Kind“.
  • Angelina – Der Name Angelina ist den meisten hauptsächlich durch die US-amerikanische Schauspielerin Angelina Jolie bekannt. Tatsächlich kommt diese italienische Koseform des Namens Angela in Deutschland schon seit dem 17. Jahrhundert vor. Angela lehnt sich an das lateinische Wort angelos an und bedeutet „Engel“.
  • Romy – Die deutsche Schauspielerin Romy Schneider ist das Gesicht der erfolgreichen Filmreihe „Sissi“, die vom Schicksal der österreichischen Kaiserin Elisabeth erzählt. Eigentlich hieß die Schauspielerin jedoch Rosemarie Albach-Retty. So wurde kurzerhand aus diesem langen Namen der Mädchenname Romy.
  • Coco – Coco Chanel kennt man als Erfinderin und Designerin des „kleinen Schwarzen“. Obwohl sie unter diesem Namen bekannt ist, wurde sie 1883 ursprünglich als Gabrielle Chasnell geboren. „Coco“ war also eigentlich nur ihr Spitzname.
  • Bertha – Bertha Benz war die erste Person überhaupt, die eine Fernfahrt mit einem Automobil machte, was zu dieser Zeit für eine Frau eine äußerst ungewöhnliche Unternehmung war. Und auch sonst leistete sie gemeinsam mit ihrem Mann Carl einiges an Pionierarbeit im Bereich Automobilität. Der Name kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „glänzend, berühmt“.

Seltene Mädchennamen: Tipps und Anregungen

  • Eigenkreationen. Sie mögen es wirklich außergewöhnlich und sind kreativ? Dann haben wir eine gute Nachricht: Freie Namenserfindungen werden in Deutschland nämlich zugelassen, solange Sie als Vorname erkennbar sind.
  • Geschlecht. In Deutschland muss man nach aktueller Rechtsprechung seinem Kind keinen Namen mehr geben, der genau einem Geschlecht zugeordnet ist. Wenn er allerdings dem Geschlecht Ihres Kindes widerspricht, könnte das Auswirkungen auf sein späteres seelisches Wohl haben. Wählen Sie also mit Bedacht!
  • Kurzform. Wenn Sie sich schon jetzt für eine Kurz- oder Koseform als Vorname entschieden haben, empfiehlt es sich trotzdem, den vollen Namen ins Stammbuch eintragen zu lassen. Wer Romy heißt, möchte später vielleicht doch lieber Rosemarie genannt werden. So kann Ihr Kind später selbst entscheiden.

Mehr Tipps und Anregungen finden Sie auch in unseren Artikeln zu den beliebtesten Mädchen- und Jungennamen.

Haben Sie in unserer Liste einen passenden Namen für Ihr Kind gefunden? Lassen Sie sich zusätzlich gern noch von unserem Namensfinder inspirieren.

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Beliebte Vornamen: Amber

Beliebte Vornamen: Selena

Beliebte Vornamen: Minna

Dr. Kohlheim, Rosa; Dr. Kohlheim, Volker : Das große Vornamenlexikon – Herkunft und Bedeutung von über 8000 Vornamen. Duden Verlag. Berlin. 2016.

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