Schwangere Frau sucht Zweitnamen für Ihr Kind

Es gibt so viele tolle Namen für Mädchen und Jungs, dass es sicherlich dem ein oder anderen schwerfallen wird, sich für einen zu entscheiden. Wem die Wahl zur Qual wird, dem sei geraten, sich Gedanken über einen Zweitnamen zu machen und einen Blick in unsere Liste der beliebtesten zweiten Vornamen zu werfen.

Was ist ein Zweitname?

Einem Kind einen Beinamen zu geben, hat eine lange Tradition und reicht weit bis ins Mittelalter zurück. Anfänglich war es ein Phänomen des Adels und erfreute sich später auch in den anderen Bevölkerungsschichten großer Beliebtheit.

Der Zusatzname charakterisierte meist eine Person etwas genauer – er schrieb ihr zum Beispiel eine bestimmte Eigenschaft oder eine Berufsbezeichnung zu. Diese zusätzlichen Namen verwandelten sich im Laufe der Zeit zu einem Nachnamen. Der Familienname Müller ist ein schönes Beispiel dafür.

Erst später wurden aus den Beinamen echte Zweitnamen, so wie wir sie heute kennen. Dabei schien es eine Rolle zu spielen, dass Kinder nach Heiligen benannt wurden. Da deren Anzahl begrenzt ist, trugen so einige Kinder denselben Vornamen. Um sie voneinander unterscheiden zu können, war es hilfreich, einen Zweitnamen zu finden.

Die Reihenfolge der Zusatznamen wird heute von den Eltern beim Standesamt festgelegt. Als Rufname gilt üblicherweise der als erster gesetzter Name, also nicht der Mittelname oder Zweitname. Bei einem Doppelnamen hingegen gehören beide Namen fest zusammen und werden oft mit einem Bindestrich verbunden oder gleich zusammengeschrieben (z. B. Annalena).

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Der Zweitname und gesetzliche Vorschriften

Für alle, die einen seltenen Namen für ihr kleines Mädchen oder ihren kleinen Jungen auf der Wunschliste stehen haben, hier die gute Nachricht vorweg: Die Wahl des Namens ist in Deutschland in erster Linie den Eltern überlassen.

Es gibt keine konkreten Gesetze, an die man sich halten muss, wenn man den Vornamen beim Standesamt eintragen lässt. Das gilt auch für den Zweitnamen.

Allerdings kann es passieren, dass das Standesamt Einwände hat. Dies ist immer dann der Fall, wenn sie das Wohl des Kindes als gefährdet ansehen. Es gibt einige Richtlinien, an denen man sich orientieren kann:

  • Die Vergabe eines Unisex-Namens ist möglich, auch ohne dass ein zweiter Vorname das Geschlecht eindeutig bestimmt.

  • Eine offizielle Begrenzung der Anzahl der Vornamen bzw. Zweitnamen existiert nicht. Allerdings wurde zum Beispiel einmal die Vergabe von 15 Vornamen vom Verfassungsgericht untersagt.

  • Der Vorname sollte als solcher zu erkennen sei und sollte keinem in Deutschland üblichen Nachnamen entsprechen.

  • Die Schreibweise richtet sich generell nach der deutschen Rechtschreibung, während Sonderwünsche berücksichtigt werden.

  • Der Vorname darf nicht zu Spot führen. Das bedeutet, dass Markennamen, Namen, die eine extreme Gesinnung ausdrücken oder besonders lächerlich wirken, schlechte Chancen haben, ins Namensregister eingetragen zu werden.

Das Standesamt hat aber einen gewissen Spielraum und kann von Fall zu Fall entscheiden.

Die 25 häufigsten Zweitnamen für Mädchen

Einen Vornamen für Dein Baby zu finden, kann manchmal zu einer echten Herausforderung werden. Es gibt so viele wunderschöne Namen mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen, sodass es sicherlich nicht immer leicht ist, den passenden für Deinen kleinen Schatz zu finden.

Besonders dann, wenn Du und Dein:e Partner:in Euch vielleicht nicht einig seid, könnte ein Zuname bzw. Zweitname beide Seiten zufriedenstellen. Lass Dich dabei gern von den 25 beliebtesten Zusatznamen für Mädchen inspirieren.

Die hier aufgeführte Reihenfolge entspricht den Platzierungen der Zweitnamen aus dem Jahr 2020:

  • Sophie – aus dem Griechischen; Bedeutung: Weisheit; weitere Schreibweisen: Sofie, Sofi, Sophy, Sophi

  • Marie/Mari – Variante von Maria

  • Maria/Marija - geht zurück auf Mirjam (aus dem Hebräisch-Aramäischen: die Widerspenstige, die Ungezähmte); in vielen Sprachen vertreten

  • Luise – Variante von Ludwiga (Bedeutung: laut; berühmt und Kampf); französische Form: Louise; Kurzform: Lou

  • Sophia/Sofia - aus dem Griechischen; weltweit beliebter Mädchenname; Bedeutung: Weisheit

  • Elisabeth – Bedeutung: die Gott verehrt, die Gottgeweihte; hat viele Kurzformen u. a.: Betsy, Bessy, Betty, Eila, Ela, Elise, Ella, Elsa, Ellie, Ilse, Lisa, Sissy

  • Emilia - geht zurück auf einen römischen Geschlechternamen

  • Charlotte – französische Form von Karla (aus dem Althochdeutschen für Mann, Ehemann) Kurzformen: Lotte, Lotta

  • Johanna – biblischer Mädchenname; Bedeutung: der Herr ist gnädig, gütig

  • Katharina – viele Schreibweisen und Varianten möglich, u. a. Catharina, Catarina, Katarina, Katherina, Katherine, Kathinka, Kathrina, Ekaterina, Catalina, Cathérine; Bedeutung: rein

  • Anna – aus dem Hebräischen; Bedeutung: Gott hat sich erbarmt

  • Luisa/Louisa – geht wie Luise auf den Namen Ludwiga (Bedeutung: laut; berühmt und Kampf) zurück

  • Victoria/Viktoria – lateinisch: die Siegerin

  • Josefine/Josephine – erweiterte Formen von Josefa; Bedeutung: Gott möge vermehren, Gott fügt hinzu

  • Mathilda/Matilda – aus dem Althochdeutschen; Bedeutung: Macht und Kampf

  • Rose – englische Form von Rosa

  • Elisa – Kurzform von Elisabeth

  • Rosa – italienisch für „Rose“

  • Magdalena - Bedeutung: aus Magdala (Ort am See Genezareth gelegen); Kurzformen: Lene, Lena, Leni, Lenka, Maddy, Madina, Madlen, Magda

  • Klara/Clara – aus dem Lateinischen; Bedeutung: die Helle, Leuchtende, die Berühmte

  • Helene – aus dem Griechischen; Bedeutung: die Glänzende, die Wärmende

  • Valentina – Bedeutung: die Gesunde, die Starke

  • Teresa/Theresa - aus dem Griechischen; Bedeutung: Bewohnerin der Insel Thera oder Sommer, ernten

  • Isabell/Isabelle/Isabel – spanische Form von Elisabeth

  • Marleen/Marlen/Marlén – Variante von Marlene; Zusammensetzung aus Maria und Magdalena

Die 25 häufigsten Zweitnamen für Jungs

Ein zweiter Vorname zu Ehren der Großeltern oder eines Verwandten ist eine schöne Tradition. Auf diese Weise kann man beispielsweise die Erinnerung an ein bereits verstorbenes Familienmitglied lebendig halten. Soll dieser Name nicht zum Rufnamen werden, könnte er ganz einfach als Zweitname verwendet werden.

Die im Folgenden aufgeführten Mittelnamen für Jungs entsprechen ihrer Reihenfolge nach dem Beliebtheitsrang aus dem Jahr 2020:

  • Alexander – mögliche Schreibweisen: Alexandar, Aleksandar oder Aleksander; Bedeutung: der Beschützer, der Verteidiger

  • Maximilian – Jungenname mit lateinischen Wurzeln; Bedeutung: der Größte, der Älteste, der Erhabenste

  • Elias - Bedeutung: mein Gott ist Jahwe

  • Paul – aus dem Lateinischen; Bedeutung: der Kleine

  • Carl/Karl – aus dem Althochdeutschen; Bedeutung: (freier) Mann, Ehemann

  • Michael – biblischer Vorname; einer der Erzengel; im Alten Testament Beschützer Israels und im Neuen Testament Anführer der himmlischen Armeen

  • Johann/Johan – Form von Johannes; Bedeutung: der Herr ist gnädig, gütig

  • Joseph/Josef – Bedeutung: Gott möge vermehren

  • Luis/Louis – Variante von Ludwig; Bedeutung: laut, berühmt und Kampf

  • Emil/Emile - französisch, lateinischer Herkunft; geht zurück auf einen römischen Geschlechternamen

  • Anton – geht zurück auf den römischen Geschlechternamen Antonius

  • Valentin – Bedeutung: der Gesunde, der Starke

  • Matteo – beliebter italienischer Jungenname; Form von Matthias; Bedeutung: Gabe des Herrn, Gottesgeschenk; weitere Schreibweisen: Mattheo, Mateo, Matheo

  • Johannes - Bedeutung: der Herr ist gnädig, gütig; Kurzform: Johan

  • Henri/Henry – englischer Vorname und Variante von Heinrich; aus dem Althochdeutschen; Bedeutung: Einfriedung/Hof und reich

  • David – aus dem Hebräischen; Bedeutung: der Geliebte, der Liebende Drews S. 162

  • Peter – Bedeutung: Fels, Felssitz; in vielen Sprachen vertreten, z. B.: Per (Schweden), Perez (Spanien), Pete (England), Pietro (Italien), Pierre (Frankreich), Pjotr (Russland)

  • Gabriel – aus dem Hebräischen; Bedeutung: Mann Gottes

  • Andreas - griechisch; Bedeutung: der Tapfere, der Mannhafte

  • Jacob/Jakob – laut Altem Testament einer der Stammesväter der zwölf Stämme Israels; Bedeutung: Fersenhalter oder Überlister

  • Luka/Luca – Form von Lukas; einer der vier Evangelisten in der Bibel; auch weiblicher Name

  • Friedrich - aus dem Althochdeutschen; Bedeutung: Friede und reich

  • Christian – alternative Schreibweise: Kristian; Bedeutung: der Christ, der Gesalbte

  • Noah/Noa – sehr beliebter Jungenname; Bedeutung: der Ruhebringer, beruhige dich

  • Georg – aus dem Griechischen; Bedeutung: der Ackermann, der Bauer

Wem zwei Vornamen immer noch nicht genügen, der kann für einen weiteren Zwischennamen ausgiebig in unseren vielen Babynamenslisten stöbern. Viel Spaß dabei!

  • Debus,Friedhelm: Reclams Namenbuch. Reclam. Stuttgart. 2014.
  • Drews, Gerald: Das große Humboldt Vornamensbuch. Humboldt. Hannover. 2019.
  • Gesellschaft für deutsche Sprache. Vornamen 2020. Wiesbaden 2021.
  • Kommission für bayerische Landesgeschichte (Hrsg.): Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Orts- und Personennamen als kulturelles Erbe. Band 78. Heft 2. C.H. Beck. München. 2015.
  • Mitterauer, Michael: Ahnen und Heilige. Namengebung in der europäischen Geschichte. C.H. Beck. München. 1993.
  • Deutscher Bundestag: Das Namensrecht in der Bundesrepublik Deutschland (Stand: 06.12.2021)
  • Bundesverfassungsgericht: Zur Anzahl der Vornamen eines Kindes (Pressemitteilung Nr. 18/2004 vom 20. Februar 2004) (Stand: 06.12.2021)
  • Bundesverfassungsgericht: Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen Versagung des Vornamens „Anderson“ (Pressemitteilung Nr. 114/2005 vom 15. November 2005) (Stand: 06.12.2021)
  • Behind the Name (Stand: 06.12.2021)