So linderst du typische Schwangerschaftsbeschwerden im 3. Trimester

Du bist jetzt auf der Zielgeraden! Dein Bauch wird jetzt jeden Tag dicker, weil dein Baby in der Gebärmutter rasch wächst.

Schon bald wirst du dein Kind zu Gesicht bekommen. Aber bevor es soweit ist, wird es dich noch einige Mühe kosten. So bringt z. B. die Gewichtszunahme einige Beschwerden im 3. Trimester wie Kurzatmigkeit und Verdauungsprobleme mit sich.

Diese Begleiterscheinungen werden höchstwahrscheinlich direkt nach der Geburt verschwinden. Du kannst jetzt aber einiges tun, damit die letzten Monate der Schwangerschaft trotz der für das 3. Trimester typischen Beschwerden so angenehm wie möglich werden.

Welche Schwangerschaftsbeschwerden treten im 3. Trimester auf?

Kurzatmigkeit

Deine Gebärmutter wird jetzt größer, sie dehnt sich im Unterleib weiter nach oben aus und drückt auf dein Zwerchfell. Das kann das Atmen erschweren. Möglicherweise stellst du fest, dass du beim Treppensteigen schnell außer Atem gerätst. Am besten, du lässt es jetzt etwas langsamer angehen. Versuche auch, dich nicht zu überanstrengen.

Manchen Frauen fällt das Atmen schwer, wenn sie liegen. Wenn dies der Fall ist, solltest du versuchen, halb aufrecht zu schlafen und dich durch Kissen rundum abzustützen. Fast jede Kurzatmigkeit in den letzten drei Monaten ist normal. Wenn du dir jedoch Sorgen wegen der Beschwerden im 3. Trimester deiner Schwangerschaft machst, solltest du mit deinem Arzt / deiner Ärztin sprechen.

Sodbrennen und Verdauungsstörungen

Diese beiden Beschwerden stehen in Zusammenhang miteinander und sie treten gewöhnlich in den letzten drei Monaten auf. Manche Frauen haben im 3. Trimester zum ersten Mal Verdauungsprobleme und sind deshalb überrascht. Warum jetzt?

Während der Schwangerschaft verlangsamt sich die Tätigkeit des gesamten Verdauungsapparats. Infolgedessen erschlaffen die Muskeln von Magen und Speiseröhre. Dadurch können Verdauungssäfte, die normalerweise im Magen bleiben, in die Speiseröhre und den Mund zurückfließen. Diese Säure verursacht ein brennendes Gefühl im Hals. Du hast dann einen unangenehmen Geschmack von alten Speisen und Magensäften in deinem Mund. Durch die verminderte Tätigkeit der Muskeln in Magen könntest du zudem unter Verdauungsstörungen leiden.

Wie kann ich gegen Sodbrennen und Bauchschmerzen im 3. Trimester der Schwangerschaft tun?

Um Sodbrennen und Verdauungsstörungen vorzubeugen, probiere Folgendes aus:

  • Iss mehrere kleine Mahlzeiten und Snacks, um Sodbrennen vorzubeugen. Dadurch arbeitet die Magensäure an der Verdauung, statt in die Speiseröhre zurückzufließen.

  • Vermeide fetthaltige Speisen.

  • Halte dich nach dem Essen aufrecht (die Schwerkraft hilft!). Iss nicht erst kurz vor dem Schlafengehen zu Abend, um dem Völlegefühl im 3. Trimester deiner Schwangerschaft vorzubeugen.

  • Kaue Kaugummi, damit der bittere Geschmack in deinem Mund verschwindet.

Nimm keine rezeptfreien Medikamente gegen die Magenschmerzen im 3. Trimester der Schwangerschaft ein, ohne dies vorher deinen Arzt / deine Ärztin oder deiner Hebamme / deinem Entbindungspfleger Medikamente abzusprechen, wie z. B. Mittel zur Neutralisierung der Magensäure.

Das 3. Trimester bringt einige typische Schwangerschaftsbeschwerden wie Kurzatmigkeit und Verdauungsprobleme mit sich, mit denen du vielleicht nicht gerechnet hast. Wir hoffen, mit den oben genannten Tipps kommst du etwas leichter durch die anstrengenden letzten Monate.

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Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen findest du im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt / deine Ärztin.