Wie Sie ein weinendes Baby beruhigen können

Wie Sie ein weinendes Baby beruhigen können

Alle Babys schreien.

Wenn Ihr Baby weint, haben Sie gegebenenfalls das Gefühl, etwas falsch zu machen. Oder Sie denken, dass Sie etwas tun können, damit es möglichst schnell wieder aufhört. Das ist jedoch nicht immer möglich. Manchmal besteht Ihre Aufgabe auch nur darin, Ihr Baby in seinem Kummer zu begleiten. Geben Sie Ihm die Nähe und Geborgenheit, die es braucht, um sich in seinem individuellen Tempo wieder zu beruhigen. Stellen Sie zuvor natürlich sicher, dass nicht Hunger, eine volle Windel oder mögliche Schmerzen die Ursache für das Weinen sind.

Wie oft und lange Babys weinen, ist von Kind zu Kind – sogar innerhalb einer Familie – ganz unterschiedlich. Manchmal kann es sinnvoll sein, den Tagesablauf etwas ruhiger zu gestalten und nicht zu viele Unternehmungen zu planen. Aber es gibt auch Babys, die in einer reizarmen Umgebung vermehrt weinen. Wenn Sie das Gefühl haben, selbst durch das untröstliche Weinen Ihres Babys sehr belastet zu sein, holen Sie sich unbedingt Unterstützung zum Beispiel durch die Beratung in einer Schreibabyambulanz.


Das Baby schaukeln

Babys, die aufgeregt sind und viel zu „verdauen“ haben, werden gerne auf dem Arm oder im Tragetuch sanft geschaukelt. Sie mögen es oft auch gerne, wenn man mit Ihnen im Arm tanzt oder geht. Probieren Sie eine dieser Techniken aus, wenn Ihr Baby weint. Verzweifeln Sie aber nicht, wenn keine davon unmittelbar Wirkung zeigt – es liegt nicht an Ihnen. Versuchen Sie selbst möglichst entspannt zu bleiben, damit Sie Ihr Kind durch seine Weinphase begleiten können. Versuchen Sie mit langsamen, gleichmäßigen Atemzügen dafür zu sorgen, dass Sie selbst nicht auf das hohe Erregungsniveau Ihres Babys einsteigen. 


Ruhe bewahren – auch in anstrengenden Momenten 

Wenn ein Baby unentwegt weint, kann dies für die Eltern mitunter sehr belastend sein. Egal, wie genervt oder wütend es Sie macht: Sie dürfen Ihr Baby niemals schütteln! Wenn man ein Baby schüttelt, kann das zu Blutungen im Gehirn führen, die schwere bleibende Schäden bis hin zum Tod des Babys verursachen können. Man bezeichnet das als Schütteltrauma und es handelt sich um einen lebensbedrohlichen Zustand. 

Wenn Sie also das Gefühl haben, dass Sie die Kontrolle verlieren und Ihnen alles zu viel wird, bitten Sie eine andere Bezugsperson, kurz für Sie einzuspringen. Wenn Sie gerade alleine mit Ihrem Kind sind, sorgen Sie dafür, dass Sie zunächst möglichst schnell wieder ruhiger werden. Legen Sie Ihr Baby an einem sicheren Ort ab, wenn Sie frustriert sind oder wütend werden oder das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und erlangen Sie Ihre Fassung zurück. Boxen Sie in ein Kissen oder lassen sich etwas kaltes Wasser über Gesicht und Hände laufen. Rufen Sie eine Person an, die Ihnen zuhört und Sie unterstützen kann. Wenn Sie das Gefühl haben, häufiger in solche Ausnahmesituationen zu kommen, holen Sie sich unbedingt professionelle Hilfe. Ein erster Ansprechpartner kann Ihre Hebamme oder der Kinderarzt sein.

 

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