Deutsche, Altdeutsche & Bayerische Vornamen

Top 10: Deutsche, altdeutsche & bayerische Vornamen

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14.06.19
12 Lesedauer

Ihrem Baby einen Namen zu geben, ist eine wichtige Aufgabe. Deshalb fangen viele Eltern schon während der Schwangerschaft mit der Suche an. Circa 39,4 Prozent finden während des dritten Trimesters einen Namen, während sich nur 11,5 Prozent erst nach der Geburt entscheiden.

Aber nach welchen Kriterien wählen Eltern hierzulande eigentlich Namen für ihre Kinder aus? Der wichtigste Punkt bei der Wahl ist der Klang des Vornamens – auch im Zusammenspiel mit dem Nachnamen. Anders als man annehmen könnte, ist es vielen Eltern jedoch nicht ganz so wichtig, was der Name bedeutet. Darin unterscheiden wir uns sehr von unseren germanischen Urahnen, die sich bei der Namenswahl an den (göttlichen) Eigenschaften des Namens orientierten.

Wir assoziieren mit einem Namen ein bestimmtes Geschlecht oder auch eine Altersgruppe. Oft bringen wir ihn mit einer Region in Verbindung. Bei Namen wie Maik und Mandy denken viele zum Beispiel sofort an den Osten des Landes während Mia und Maximilian mit den alten Bundesländern assoziiert werden.

Statistiken zufolge entstehen Namenstrends in Norddeutschland. Von dort aus breiten sie sich allmählich über den Rest der Republik aus. In Bayern dagegen entscheidet man sich gern auch einmal für einen Namen, der in allen anderen Teilen des Landes seltener anzutreffen ist. Generell lassen sich die Deutschen derzeit bei der Wahl des Vornamens gern von ihrer Elterngeneration inspirieren. Tradition spielt also überall eine Rolle.

Deutsche Vornamen

Bei deutschen Vornamen denken Sie wahrscheinlich als erstes an Namen wie Michael und Stephanie. Dabei stammen diese Namen gar nicht aus Deutschland. Für Ihre ganz persönliche Namenssuche haben wir ein paar besonders wohlklingende alte und neuere, weibliche und männliche deutsche Vornamen herausgesucht.

Top 10 deutsche Vornamen für Mädchen

  1. Emma - Dieser schöne Name zählt schon seit einigen Jahren zu den Top 10 der beliebten deutschen Vornamen. Aus dem Althochdeutschen kommend, trat er anfangs als Kurzform von Namen die mit der Silbe Irm- beginnen (zum Beispiel Irmgard) in Erscheinung. Irm steht für “allumfassend” oder “groß”. Emma wird aber auch oft als Abwandlung des Namens Imme gedeutet, was wiederum “Biene” oder “die Fleißige” bedeutet. Eine weitere Variante des Namens ist übrigens Hemma.
  2. Gesa – Diese Koseform des Namens Gertrud ist niederdeutschen beziehungsweise friesischen Ursprungs. Während der Name Gertrud bis ins Jahr 1925 noch zu den sehr beliebten deutschen Namen zählte, verschwand er nach 1950 nahezu gänzlich von der Bildfläche. Seine Bedeutung variiert zwischen “Speer und Kraft” oder “Stärke” und “vertraut, lieb”. Vielleicht erlebt er ja mit der Kurzform Gesa bald wieder ein Revival.
  3. Hetti - Dieser Vorname ist eine Koseform und modernere Variante des alten deutschen Namens Hedwig oder der weniger gebräuchlichen Ursprungsform Hadwig. Die althochdeutschen Wörter hadu und wig bedeuten zusammen “ im Kampf bewährte Kriegerin”.
  4. Jette - Einen kleinen Umweg über Frankreich muss man nehmen, wenn man Jette als deutschen Namen identifizieren möchte. Es handelt sich dabei nämlich um die Kurzform des französischen Vornamens Henriette. Da dieser aber die weibliche Form von Heinrich ist, führt sein Pfad doch wieder nach Deutschland zurück. Das klingt ganz schön umständlich für einen so kurzen Vornamen? Dann belassen wir es vielleicht lieber dabei, dass er durch seinen alten deutschen Ursprung die Bedeutung “Haus, Heim” und “Herrscher” trägt.
  5. Lina - Er ist die Kurzform von Namen, die mit -lina enden, wie zum Beispiel Karolina, der weiblichen Form des germanischen Vornamens Karl. Lina ist ein klangvoller, kurzer Name, der aktuell auch sehr beliebt ist.
  6. Gila – Dies ist eine weitere melodische Kurzform eines alten deutschen Vornamens. In seiner Langform Gisela hat er seinen Ursprung im althochdeutschen Wort gisil, welches “kleiner Speer, Pfeilschaft” bedeutet.
  7. Tilda - Der Name Matilda ist aktuell sehr beliebt. Auch seine schöne Kurzform Tilda arbeitet sich auf den Hitlisten der Vornamen stetig weiter nach oben. Seine Bedeutungen sind “Macht, Kraft” und “Kampf”.
  8. Ida - Dank Astrid Lindgren verorten viele den Namen Ida in Skandinavien. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch um einen deutschen Vornamen. Die inzwischen verselbstständigte Kurzform steht mit Namen in Verbindung, die dem althochdeutschen Wort itis beziehungsweise dem altsächsischen idis entstammen (zum Beispiel Iduberga). Ida kann “weise Frau”, “Seherin” oder “die Göttliche” bedeuten.
  9. Talea - Dieser eher ungewöhnliche Name ist eine niederdeutsch-friesische Koseform des alten Vornamens Adelheid, was so viel wie “von edlem Wesen” bedeutet. Alea ist die friesische Variante von Heidi. Das “T” umschreibt den Artikel “das”.
  10. Frieda – Nachdem der Name Frieda um 1900 zu den Lieblingsnamen der Deutschen zählte, galt er lange Zeit als nahezu ausgestorben. Erst seit ein paar Jahren wird er wieder beliebter. Er ist eine Kurzform von Friederike. (mit den Bedeutungen “Friede” und “Herrscher”) und Elfriede (mit den Bedeutungen “Naturgeist” und “Kraft”).

Top 10 deutsche Vornamen für Jungen

  1. Enno – Hierbei handelt sich um ein norddeutsches Original. Er stammt nicht nur aus Friesland, sondern wird dort auch hauptsächlich als Babyname gegeben. Da er vermutlich eine verselbstständigte Kurzform von Namen ist, die mit dem germanischen Wortstamm agi oder egin geformt werden, bedeutet dieser eigentlich so friedlich klingende Name wahrscheinlich “Schrecken”.
  2. Falko - Dieser Name lässt sich bis ins Mittelalter nachverfolgen. Er ist an den Namen des Stamms der Fahlen (wie in Westfalen) angelehnt. Bekannt ist er vor allem durch den österreichischen Sänger Falco, der aber eigentlich Johannes Hölzel hieß.
  3. Till - Als Spaßmacher des 14. Jahrhunderts ist Till Eulenspiegel wohl eine der bekanntesten Gestalten der deutschen Volksdichtung. Der Vorname Till hat allerdings einen ganz anderen Ursprung. Er ist nämlich die Koseform von Namen, die mit “diet” gebildet werden - insbesondere von Dietrich, der “im Volke mächtig” bedeutet. Nachdem er lange Zeit kaum als Babyname gebräuchlich war, wird er seit Beginn des 20. Jahrhundert wieder vermehrt vergeben. Häufig findet man ihn auch in der Version Til.
  4. Malte - Dieser Name ist die schwedische beziehungsweise dänische Kurzform des althochdeutschen Namens Helmolt. Er besteht aus den beiden Wortstämmen helm (Bedeutung: “Helm”) und walt (Bedeutung: “walten, herrschen”). Nachdem der Name in den 1970er Jahren sehr beliebt war, ist er aktuell eher weniger angesagt.
  5. Fritz  - Da dieser Name bis ins Jahr 1940 noch zu den häufigsten Vornamen in Deutschland zählte, assoziiert man ihn heute oft mit einer älteren Generation. Kein Wunder also, dass er von den 1960ern bis zur Jahrtausendwende kaum mehr vergeben wurde. Dabei ist diese kurze Version des Namen Friedrich doch sehr pfiffig. Seine Bedeutung ist übrigens “Friedensherrscher”.
  6. Henrik - Diese niederdeutsche Version des Namens Heinrich findet man in Deutschland recht häufig. Er entstammt dem alten Namen Heimrich, wobei der Wortteil heim „Haus“ bedeutet und rihhi „Herrscher, Macht; mächtig, hoch“. Hendrik ist eine weitere geläufige Form des Namens.
  7. Tim - Diesen Namen kennt man als Kurzform von Dietmar oder Timotheus. Was aber viele nicht wissen: Timm ist vor allem in Norddeutschland auch ein geläufiger Nachname, aus dem der Vorname Timm beziehungsweise Tim entstand. Seit Anfang der 2000er gewinnt der kurze Name zusehends an Beliebtheit.
  8. Jan - Diese Variante des biblischen Namens Johannes, der “Gott hat Gnade erwiesen” bedeutet, hat ihren Ursprung im Friesischen beziehungsweise Niederdeutschen. Seit den 1980er Jahren tummelt er sich immer wieder auf den Spitzenplätzen der deutschen Namenscharts. Besonders beliebt ist er als Teil eines Doppelnamens.
  9. Fiete – Der Name Fiete stammt aus dem deutschen Nordosten. Anfänglich war er dort lediglich eine Kurzform der Namen Friedhelm und Friedrich bis er sich schließlich verselbstständigte. Aktuell etabliert er sich in ganz Deutschland. Der Name Friedrich kommt übrigens vom altgermanischen Wort fridu, was “Friede” bedeutet.
  10. Joris  – Hierbei handelt es sich um die niederdeutsche, friesische oder auch niederländische Form der Namen Georg und Gregor. Diese haben einen griechischen Ursprung, wobei Georg “Bauer” und Gregor “Wachsamer” bedeutet.

Typisch deutsche Vornamen: Kurz und klangvoll

Die Namensvielfalt in Deutschland ist viel größer, als man glauben mag. Hätten Sie gewusst, dass es sich bei diesen Namen um klassische deutsche Vornamen handelt? Auffallend ist, dass viele deutsche Vornamen sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen recht kurz ausfallen und oft aus Norddeutschland stammen.

Klingen Ihnen diese Namen noch zu modern? Dann werfen Sie doch einen Blick auf unsere nächste Liste. Hier finden Sie einige wunderschöne alte deutsche Vornamen.

Altdeutsche Vornamen

Namen mit Tradition sind in Deutschland angesagt. Aktuell liegen Klassiker wie Anna, Sophia, Maximilian und Elias absolut im Trend. Dabei gibt es noch viele weitere schöne Namen, die ihren Ursprung im Althochdeutschen haben und es bisher nicht auf die Hitlisten der beliebtesten Babynamen geschafft haben.

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem Vornamen für Ihren kleinen Schatz sind, der selten und doch klassisch ist, könnten die folgenden altdeutschen Namen für Sie interessant sein.

Top 10 altdeutsche Namen für Mädchen

  1. Luise – Der Name Luise hat sowohl einen altdeutschen als auch einen französischen Ursprung. Genau genommen ist er nämlich die weibliche Form der französischen Version des Vornamens Ludwig. Dessen Wortstämme bedeuten “laut, berühmt” und “Kämpfer”. In der Schreibweise Louise war der Name vom 18. Jahrhundert bis 1920 sehr beliebt. Nach langer Abwesenheit kehrte er vor einigen Jahren wieder an Spitze der Namenscharts zurück.
  2. Oda - Dieser alte deutsche Name hat sich irgendwann verselbstständigt. Eigentlich ist er nämlich eine Kurzform von Namen, die mit dem althochdeutsche Wortstamm Ot- beginnen (zum Beispiel Othile, Otilie). Er bedeutet demnach “Reichtum, Besitz”. Eine geläufigere Form von Oda ist der hochdeutsche Name Ute.
  3. Amalie - Der Wortstamm Amal- war einst ein Kennzeichen für Mitglieder des ostgotischen Königsgeschlecht der Amelungen (z.B. Amalberga oder Amalgund). Das gotische Wort amals bedeutet dabei “tapfer, tüchtig”. Der Name Amalie war ursprünglich nur eine Kurzform dieser Namen. Seit dem 15. Jahrhundert findet man ihn als eigenständigen Vornamen. Bekannt ist übrigens auch die französische Variante Amelie.
  4. Franka – Diese weibliche Version von Frank bedeutete ursprünglich, dass die Trägerin dem Volk der Franken angehörte. Auch hübsch anzusehen ist die italienische Form Franca mit “c”.
  5. Hermine – Der Name Hermine ist die weibliche Form des alten deutschen Vornamens Hermann. Das althochdeutsche Wort heri bedeutet “Heer” und man ganz einfach “Mann”. Während der Name Hermann schon im Mittelalter beliebt war, tauchte Hermine erst im 19. Jahrhundert auf. Seit einigen Jahren ist er durch die gleichnamige Protagonistin in den Harry Potter-Romanen wieder in aller Munde.
  6. Merlind/Merlinde - Dieser Name könnte auch einem Fantasy-Roman entstammen. Schließlich erinnert er an den Zauberer Merlin aus der englischen Artus-Sage. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um einen althochdeutschen Namen, der sich aus den Wörtern mari (“bekannt, berühmt”) und lind (“sanft, weich”) zusammensetzt.
  7. Karla – Die männliche Version Karl ist geschichtsträchtig. Schließlich wurde er im frühen Mittelalter von Kaiser Karl dem Großen getragen und macht seitdem die Runde. Seine Bedeutung ist nicht gänzlich geklärt, doch man vermutet, dass der Name vom althochdeutschen Wort karal stammt, was “Mann, Ehemann” bedeutet.
  8. Lioba - Das althochdeutsche Wort liob bedeutet “lieb”. Der Name Lioba ist allerdings eine Koseform von längeren Namen, die mit diesem Wort begannen. Lioba hat sich jedoch verselbstständigt und bis heute gehalten. Die Namenspatronin ist übrigens die heilige Lioba, die im 8. Jahrhundert eine Äbtissin im heutigen Baden-Württemberg war.
  9. Schwanhild – Wahrscheinlich würde heute so niemand mehr seine Tochter nennen. Dennoch wollen wir Ihnen diesen interessanten Namen nicht vorenthalten. Schließlich kommt er trotz seines sehr germanischen Ursprungs recht exotisch daher. Die Zusammensetzung aus den beiden althochdeutsche Wörtern swan und hiltja bedeutet “Schwankriegerin”. Im germanischen Glauben gilt der Schwan als Schicksalsvogel.
  10. Runa - Dieser hübsche Name wirkt recht modern. Dabei handelt es sich doch in Wirklichkeit um einen sehr alten deutschen Vornamen. Er ist eine Kurzform von Namen wie Siegrun oder Runhild. Auf Althochdeutsch bedeutet runa “Geheimnis”.

Top 10 altdeutsche Namen für Jungen

  1. Kuno - Diese Kurzform von Namen wie Kunibert, Kunibald oder Konrad erlebte im 19. Jahrhundert eine kleine Renaissance. Der Name Kuno findet sich deshalb auch besonders in literarischen und musikalischen Werken dieses Jahrhunderts wieder. Heute ist er allerdings seltener anzutreffen.
  2. Ansgar - Der Name Ansgar hat seine Wurzeln sowohl im Germanischen als auch im Althochdeutschen. Die germanische Silbe ans bedeutet “Gottheit”, das althochdeutsche Wort ger “Speer”. Auch heutzutage ist er immer noch beliebt und hält sich schon lange in den Top 500 der deutschen Vornamencharts. Der Namenspatron ist der heilige Ansgar, der im 9. Jahrhundert Bischof von Hamburg-Bremen war.
  3. Gisbert - Dieser Name ist ein wahrlich ritterlicher: Das germanische Wort gis bedeutet nämlich “Speer” und das althochdeutsche Wort beraht “glänzend, berühmt”. Gisbert ist also “der mit dem Speer berühmt ist”.
  4. Konrad - Das althochdeutsche Wort kuoni bedeutet “kühn, tapfer”, der Namensbestandteil rat “Rat”. Tatsächlich war auch Konrad einst nur eine veränderte Form des Namens Kuonrad. Im Mittelalter war er ein äußerst beliebter Name und sehr weit verbreitet. Die sprichwörtlichen “Hinz und Kunz” sind nämlich tatsächlich Kurzformen von Heinrich und Konrad. Heute findet man ihn auch in der Form Conrad.
  5. Lothar - Der Name Lothar stammt aus dem Althochdeutschen. Dass er besonders deutsche Herrscher schmückte, liegt vermutlich an seiner Bedeutung “berühmter Krieger”. Heute ist er vor allem durch den deutschen Fußballspieler und Trainer Lothar Matthäus bekannt.
  6. Hagen - Der Name Hagen ist ein echtes althochdeutsches Original. Das Wort hag bedeutet “Einhegung, Hag”. Bekannt wurde er vor allem durch die gleichnamige Figur aus dem Nibelungenlied. Heute verwendet man auch häufig die Kurzform Hanno.
  7. Leonhardt - Rein altdeutsch ist dieser Name nicht. Das Reich der Franken, in dem er entstand, war nämlich ein romanisch-germanisches Mischgebiet. Daher setzt er sich auch aus Wörtern aus beiden Sprachen zusammen: leon (romanisch “Löwe”) und hardu (germanisch “stark”). Zusammen bedeutet er “stark wie ein Löwe”. Heute findet man diesen Vornamen in verschiedenen kurzen Versionen wie Leo oder Leon.
  8. Karl - Seine Bedeutung ist nicht ganz geklärt. Es wird aber vermutet, dass er vom althochdeutschen Wort karal (“Mann”) abstammt. Obwohl er einst der Name des Kaisers Karl des Großen war, wurde er im Mittelalter noch wenig vergeben. Erst ab dem 18. Jahrhundert wurde er immer beliebter. Heute ist er sehr populär – auch in der Form mit “C” als Carl.
  9. Hugo - Das althochdeutsche Wort hugu bedeutet “Sinn, Geist, Gedanke” und ist Teil einiger sehr alter Namen wie zum Beispiel Hugbald oder Hugbert. Der Name Hugo ist eine Variante dieser Namen, die im Mittelalter sehr beliebt war. Hugo erlebte seine Renaissance im 19. Jahrhundert und ist seit der Jahrtausendwende erneut schwer im Kommen.
  10. Balduin - Dieser alte deutsche Name ist eine Nebenform des Vornamens Baldwin. Dessen Namensbestandteile bald und wini bedeuten zusammen “kühner Freund”.

Altdeutsche Namen: Klang und Geschichte

Altdeutsche oder auch althochdeutsche Namen erzählen viel über unsere Geschichte und Herkunft. Sie sind also wirklich klassisch und aussagekräftig. Gleichzeitig sind sowohl weibliche als auch männliche altdeutsche Namen sehr vokalreich und klangvoll und in jedem Fall weitestgehend außergewöhnlich.

Bayerische Vornamen

Generell erfreuen sich in Süddeutschland Traditionsnamen größerer Beliebtheit als in den nördlichen Bundesländern. Doch was sind eigentlich alte und neue bayerische Vornamen? Wir haben uns für Sie schlaugemacht. Hier sind unsere Top 10 der bayerischen Vornamen für Mädchen und für Jungen.

Top 10 bayerische Mädchennamen

  1. Annelie - Bei diesem Namen handelt es sich um die süddeutsche Koseform des weitverbreiteten und heute sehr beliebten Namens Anna. Oft findet man ihn auch in der Version Anneli. Seinen Ursprung hat der Name im hebräischen Wort hanna, welches “Anmut, Liebreiz” bedeutet.
  2. Franzi - Dieser Name ist eine Koseform des Vornamens Franziska, der wiederum die weibliche Form des lateinischen Namens Franziskus ist. Auf Umwegen bedeutet er deshalb “die Fränkische”.
  3. Thea – Er ist eine Kurzform von gleich zwei Namen: Dorothea und Theodora. Beide Namen haben jedoch die gleiche Bedeutung, da sie sich aus den griechischen Wörter theos für “Gott” und doron für “Geschenk, Gabe” ableiten lassen. Demnach ist Thea also ein echtes “Gottesgeschenk”.
  4. Hanne - Der Name Hanne ist eine Nebenform von Hanna, der wiederum von Johanna, der weiblichen Form von Johannes, abgeleitet wurde. Er bedeutet “der Herr ist gütig”. Besonders im 20. Jahrhundert tauchte er in Doppelformen wie Hannelore oder Hannerose auf.
  5. Fanny - Dieser Name hat seinen Ursprung in England, wo er als Koseform des Namens Frances entstand, der das englische Äquivalent zu Franziska ist. Schnell wurde er auch in Deutschland übernommen, wo er sich im 19. Jahrhundert verselbstständigte. Seltener wird er als Kurzform von Stephanie verstanden.
  6. Nane - Wer hätte es gedacht? Nane ist die Koseform von Christiane. Dieser Name ist als weibliche Form von Christian griechischen Ursprungs und bedeutet “die Gesalbte” oder “Anhängerin von Jesus Christus”.
  7. Nessi - Mit dem Monster von Loch Ness hat dieser Name nichts zu tun. Stattdessen ist er eine bayerische Koseform des Vornamens Agnes, der vom griechischen Wort hagnos stammt und “rein, keusch, geweiht” bedeutet.
  8. Resi - Vielleicht denken Sie auch gerade an das Lied “Resi i hold di mei’m Traktor ab”, das der bayerische Schauspieler Wolfgang Fierek in den 1980ern sang? Aber auch wenn Sie es gar nicht kennen, ist Resi eine niedliche Kurzform des Namens Theresia. Dieser stammt aus Spanien; war aber ursprünglich keltisch.
  9. Sissi - Der Name Sissi ist eine Kurzform von Elisabeth, bei der viele wahrscheinlich gleich an die gleichnamige österreichische Kaiserin denken, die im 19. Jahrhundert lebte. Diese kam ursprünglich auch aus Bayern. Der Name Elisabeth kommt hingegen aus dem Hebräischen und bedeutet “die Gott geweiht ist”.
  10. Zenzi – Dies ist die süddeutsche Koseform der lateinischen Namen Crescentia (“wachsend, gedeihend”) und Innocentia (“unschuldig”). Die heilige Crescentia lebte im 18. Jahrhundert in Bayern.

Top 10 bayerische Jungennamen

  1. Alois - Diesen Namen hört man in Bayern oft. Es handelt sich hierbei um eine latinisierte Form von Ludovico. Die weibliche Version des Namens lautet Aloisia.
  2. Rasso - Kurz und knackig klingt dieser Name. Und tatsächlich handelt es sich dabei um die Kurzform verschiedener Namen, die mit der althochdeutschen Silbe rat gebildet werden und auch “Rat” bedeuten. Allerdings findet man sowohl Rasso als auch Namen wie Rathard heute nur noch sehr selten.
  3. Xaver - Dieser Name ist in Bayern weit verbreitet. Seinen Ursprung hat er allerdings in Spanien. Das Schloss Xavier in Navarra, das heute Javier geschrieben wird, war nämlich der Geburtsort des heiligen Franz Xaver, der im 16. Jahrhundert lebte und eine wichtige Rolle in der Gegenreformation spielte.
  4. Ludwig - Der Name Ludwig ist althochdeutschen Ursprungs und bedeutet “berühmter Krieger”. Es ist also nicht verwunderlich, dass er von vielen Kaisern und Königen getragen wurde. Der bekannteste Bayer mit diesem Namen ist wohl Ludwig II., König von Bayern, der im 19. Jahrhundert lebte.
  5. Pius - Dieser christliche Vorname stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “fromm, rechtschaffend, gottesfürchtig”. Sein Namenspaten sind gleich zwei Päpste: der heilige Pius V., der im 16. Jahrhundert, und der heilige Pius X., der um das Jahr 1900 lebte.
  6. Frank - Dieser alte deutsche Vorname bedeutet “der Franke”, beschrieb also ursprünglich jemanden, der aus der Region Franken stammt. Diese unterscheidet sich zwar in Sprache und Kultur vom Rest des Bundeslandes, gehört aber dennoch zu Bayern.
  7. Fredl - Diese Kurzform der Namen Alfred , Manfred und Frederick kennt man vielerorts nur als Fred. In Bayern hat man noch ein “L” mit hinzugefügt. Das althochdeutsche Wort fridu, welches auch Namensbestandteil von Manfred und Frederick ist, bedeutet “Friede, Friedensbewahrer”.
  8. Lenz - Bei diesem Namen handelt es sich um eine Kurzform von Lorenz , was wiederum eine Kurzform des lateinischen Namens Laurentius ist. Laurus ist der “Lorbeerkranz”, was Lorenz zu dem Lorbeergekränzten” macht.
  9. Sepp - Auch dieser Name ist eine Kurzform; und zwar von Joseph . Seinen Ursprung hat er im Hebräischen. Hier bedeutet yosep “Gott hat meine Schmach hinweggenommen” oder “Gott vermehre”. In Bayern heißen im Vergleich zum Rest des Landes viele Männer Josef und werden dementsprechend Sepp gerufen.
  10. Ignaz - Neben dem Namen Ignaz kennt man auch seine beiden anderen Formen Ignatius und Ignatz. In Bayern ist jedoch die Schreibweise Ignaz am häufigsten zu finden. Seinen Wortstamm hat der Name aus dem Lateinischen: ignis bedeutet “Feuer”.

Bayerische Namen: Die Tradition zählt

Unsere Liste zeigt: Viele der weiblichen bayerischen Vornamen sind tatsächlich Vornamen anderen Ursprungs, die durch den regionalen Dialekt verniedlicht wurden. Bei den Jungennamen spielt dagegen der christliche Glaube eine wichtige Rolle. Einige der Namen haben Sie vielleicht schon einmal gehört, andere bayerische Vornamen gehören eher zu den seltenen Exemplaren.

Warum in die Ferne schweifen…? Wohlklingende, interessante und überraschende Namen lassen sich auch in der deutschen Kultur finden.

Sollten Sie sich nun immer noch unsicher sein, hilft Ihnen vielleicht unser Namensgenerator dabei den passenden Babynamen zu finden .

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