Beliebte Mädchennamen

Beliebte Mädchennamen

Ein Baby reagiert sehr früh schon auf seinen Namen. Er wird schnell zum Teil der eigenen Identität. Daher ist die Namensfindung für Eltern eine schwierige Angelegenheit. Wählt man einen christlichen, internationalen, traditionellen, einen kurzen Namen wie Ida oder Lea oder entscheidet man sich doch lieber für einen Evergreen? Es gibt unzählige Möglichkeiten. Wir haben für Sie die beliebtesten deutschen Mädchennamen und deren Herkunft und Bedeutung aus den Hitlisten 2017 zusammengefasst.

Traditionelle Mädchennamen haben den Vorteil, dass an ihnen nicht der Zahn der Zeit nagen wird. Sie tauchen regelmäßig in den Hitlisten auf und sind somit ein beständiger Teil unserer Namenskultur.

Greta: Diese Kurzform ist derzeit weitaus beliebter als das skandinavische Original Margareta. Eine berühmte Trägerin dieses Namens ist die schwedische Ikone und Schauspielerin Greta Garbo.

Emma: Dieser alte deutsche Namen erhielt im 19. Jahrhundert durch die Romantiker neuen Schwung, geriet dann wieder in Vergessenheit und erlebt heute auch außerhalb von Deutschland ein Comeback.

Lotta: Als man sich in Deutschland des 17./18. Jahrhunderts an der französischen Kultur orientierte, wurden auch französische Namen hier Mode – darunter Charlotte. Lotta ist eine Kurzform davon.

Frieda / Frida: Vor etwas hundert Jahren sehr beliebt, geriet dieser alte germanische Name lange in Vergessenheit und erlebt heute wieder ein Comeback. Er ist eine Abkürzung aller Namen, die mit Fried-/Frid- beginnen. “Frid” bedeutet Frieden.

Mathilda / Matilda: Im europäischen Adel des Mittelalters war dieser altdeutsche Name sehr gefragt. Er bedeutet so viel wie “starke Kriegerin”. Die Abkürzung Tilda ist zudem äußerst charmant.

Internationale Namen sind in einer globalen Welt immer gefragter. In den letzten Jahren ist der Prozentsatz von universellen und nicht christlichen Namen auf etwa 60 Prozent angestiegen.

Emilia: Dieser Name ist nach kurzer Abstinenz wieder in die Hitliste der beliebtesten Mädchennamen gerückt. Auch in anderen Ländern steht er ganz weit oben. Von Emily über Emiliana bis hin zu Mila gibt es hier zahlreiche Varianten.

Marie: Diese Form von Maria gehört zurzeit wieder zu den meist vergebenen Namen. Er wird in der ganzen Welt verstanden und hat hier unzählige Abwandlungen: Marion, Marica, Maris, Marika, Marya, Maika, Mariam....

Mira: Er kann wunderbar auch als Kurzform von Namen wie Miriam, Mirabella oder Miranda verwendet werden und lässt sich sowohl im indischen, als auch im europäischen Sprachraum finden.

Nora: Dieser Name wird immer und überall verstanden und ist in vielen Ländern populär. Er steht auch als Kurzform für Leonore oder Eleonora. Eine bekannte Namensvetterin ist die Sängerin Norah Jones.

Lina: Er vereint viele Kulturen und Geschmäcker, da er sowohl im skandinavischen als auch im arabischen oder indischen Kulturkreis vergeben wird.

Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde sind besonders gut darin, Abkürzungen für den eigentlichen Namen zu finden. Mit einem kurzen Namen nehmen Sie diesem Bemühen den Wind aus den Segeln - Kosenamen und Verniedlichungen werden Sie damit jedoch nicht vermeiden können. Und die meisten sind ja eigentlich auch ganz nett gemeint.

Mia: Er ist nicht nur kurz, sondern auch sehr international. Wahrscheinlich entstand der Name Mia aus einer Abkürzung von ähnlichen Namen, wie Maria oder Michaela. Er zählt zu den heißbegehrtesten Mädchennamen.

Ida: Besonders im Mittelalter aber auch im 19. Jahrhundert war dieser Name sehr populär. Er verschwand ab den 1930er Jahren komplett aus den Namenslisten und ist heute wieder einer der begehrtesten Mädchennamen.

Lea: Dieser hebräische Name hat seinen Ursprung in der Bibel. Lea war die erste Frau Jakobs und Mutter von sieben Kindern. Leah – also mit “h”- ist die englische Variante.

Lia: Es ist eine Kurzform von Namen, die mit “-lia” enden, wie Cornelia oder Amelia. Wenn Sie gern einen Vornamen aus der Familie weitergeben möchten, sich aber nicht so recht damit anfreunden können, dann ist Lia eine hübsche Alternative. Andere mögliche Schreibweisen sind Liah oder Lya. Ella: Dieser Name kann eine Kurzform für Elisabeth, Gabriella, Elisabeth Eleonore oder Helena sein. Letzter bedeutet “die Sonnenhafte, die Strahlende, Schöne”. Im modernen Hebräischen bedeutet Ella “Güte“.

Biblische Vornamen sind reich an Traditionen und Geschichten und dabei trotzdem modern. Daher bietet es sich an, bei der Namenswahl hier etwas genauer hinzuschauen.

Sofia / Sophia: Der aus dem Griechischen stammende Name bedeutet “Weisheit”. Die christliche Namensträgerin Sophia von Mailand lebte zur Zeit der Christenverfolgung und benannte ihre drei Töchter nach den drei christlichen Werten: Liebe, Glaube, Tugend.

Hannah / Hanna: Dieser biblische Name hebräischen Ursprungs bedeutet “Die Anmutige, die Liebreizende, die Begnadigte”. Früher war die Variante Hanni ebenfalls sehr beliebt.

Johanna: In der Bibel ist Johanna derjenigen Frauen, die Jesus heilte und die ihm daraufhin nachfolgte. Sie soll Zeugin der Auferstehung Jesu gewesen sein. Der Name ist an Johannes angelehnt und bedeutet 'Gott ist gnädig'.

Laura: Dieser Name spielt auf die Schönheit der Pflanzen und den Lorbeerkranz, als Sinnbild des Sieges an. Bei den frühen Christen galt der Lorbeerkranz als Symbol des Martyriums.

Paula: Diese weibliche Form von Paul taucht seit Kurzem immer wieder auf den Hitlisten auf. Die Heilige Paula von Rom ist durch ihre freundschaftliche und enge Verbindung zu dem Kirchenvater Hieronymus bekannt.

Es gibt Namen, die einfach zeitlos sind in und wahrscheinlich auch in Zukunft beliebt sein werden.

Julia: Dieser ursprünglich lateinische Familienname hat in vielen Ländern ein zu Hause: Juliet in England, Guilia in Italien, Yulia in Rußland, Jitka in Tschechien oder Julika in Ungarn. Schon William Shakespear taufte seine tragische Heldin in “Romeo und Julia” mit diesem Namen.

Anna: So hieß der christlichen Überlieferung nach die Mutter der Jungfrau Maria. Oft wurde der Name unter russischen Adeligen verwenden und ist heute in ganz Europa bekannt und beliebt.

Sarah / Sara: Er bedeutet “die Fürstin, die Herrin” und kommt aus dem Hebräischen. Die Bibel erzählt das Wunder der kinderlosen Sara, die im Alter von 90 Jahren mit Gottes Hilfe doch noch einen Sohn auf die Welt brachte.

Clara / Klara: Das lateinische Wort “clara” bedeutet hell bzw. “clarus” berühmt. Schon im Mittelalter fand der Name durch die Heilige Klara von Assisi, der Gründerin des Klarissenordens, Verbreitung.

Sophie / Sofie: Auch in der Variante Sophia oder Sofia zählt er zu den Klassikern und bedeutet “die Weisheit”. Bekannt Namensträgerinnen ist die deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl oder die italienische Filmschauspielerin Sophia Loren.

Mädchennamen: Tipps und Anregungen

  • Koseform. Bilden Sie mit Ihren Lieblingsnamen schon einmal eine Koseform, denn es ist wahrscheinlich, dass Ihr Kind in Zukunft von Freunden oder der Familie mit einer Kurzform angesprochen wird.
  • Seien Sie laut. Sprechen Sie die Namen immer wieder laut aus, um sich an den Klang zu gewöhnen.
  • Schreibweise. Namen können unterschiedlich geschrieben werden. Sie haben also auch hier die Wahl.
  • Geschwisternamen. Einigen Eltern ist es wichtig, dass der Name des Neuankömmlings zum Geschwisternamen passt.

Mehr Tipps und Anregungen finden Sie auch in unseren Artikeln zu den beliebtesten Jungennamen und zu seltenen Jungennamen.

Haben Sie in unserer Liste einen passenden Namen für Ihr kleines Mädchen gefunden? Lassen Sie sich zusätzlich gern noch von unserem Namensfinder inspirieren.

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