Schlafendes baby

Beliebte Jungennamen

Den richtigen Namen für Ihr Kind zu finden, ist eine große Herausforderung für alle Eltern, denn die Auswahl ist groß! Man kann also nicht früh genug damit anfangen.

Egal ob Sie sich am Ende für einen christlichen, internationalen, traditionellen, kurzen Namen oder doch lieber für einen Evergreen, wie Alexander oder Maximilian, entscheiden: Nach schon kurzer Zeit werden Sie sich an den Namen gewöhnt haben und es wird undenkbar sein, dass jemals ein anderer infrage kam. Wir haben für Sie die beliebtesten Jungennamen und deren Herkunft und Bedeutung aus den Hitlisten 2017 zusammengefasst.

Christliche Vornamen

Mit der Etablierung des Christentums in unsere Gesellschaft im 12. und 13. Jahrhundert, gewannen Namen von Heiligen, Aposteln und biblischen Personen an Beliebtheit. Noch heute lassen sich viele christliche Vornamen unter deutschen Jungennamen finden.

Jonas: Dieser aus dem Hebräischen stammende Name ist ganz oben auf der Wunschliste deutscher Eltern zu finden. Der Bibel nach war Jonas ein Prophet. Er wurde von einem großen Fisch vor dem Ertrinken gerettet, indem er ihn verschluckte und an Land wieder ausspie.

Paul: Im Jahr 2017 stand dieser Name an vierter Stelle der beliebtesten Babyjungennamen. Der Ursprung lässt sich auf Paulus, den Missionar des Urchristentums und einer der ersten Theologen der Christentumsgeschichte, zurückführen.

Noah: Im Auftrag Gottes baute Noah die berühmte Arche und rettete somit alle Arten vor der großen Flut. Noah bedeutet so viel wie “Ruhe / Trost bringend”. Auch die Schreibweise Noa, also ohne “h”, ist durchaus nicht unüblich.

Jakob: Oder auch in der Schreibweise Jacob etabliert, ist ein überaus beliebter biblischer Vorname, der aus dem Hebräischen stammt.

David: Er ist mit der Bedeutung “Der Geliebte” oder “Der Liebling” versehen. David gilt als einflussreichster König Israels und wurde darüber hinaus als Musiker und Dichter verehrt. Bekannte Namensträger sind David Bowie oder David Beckham.

Internationale Namen

Ein Internationaler Name macht beispielsweise dann Sinn, wenn die Eltern von unterschiedlicher Herkunft bzw. Nationalität sind. Hier bietet es sich natürlich an, einen Vornamen zu wählen, der auch für beide Familienteile gut verständlich und aussprechbar ist.

Leon: Momentan ist dieser unkomplizierte Jungenname auf der Beliebtheitsskala sehr weit oben. Er ist für alle leicht auszusprechen und findet sich in teilweise unterschiedlichen Varianten in vielen Ländern wieder. Bedeutung: der Löwenstärke.

Henry / Henri: Dieser aus dem Englischen übernommene Vorname leitet sich eigentlich von dem Namen Heinrich ab und erfreut sich auch in Deutschland immer mehr Beliebtheit. Sein wohl bekanntester Namensvetter ist der englische Prinz Henry, Sohn von Charles und Diana.

Erik / Eric: Dieser bekannte nordische Vorname ist die Kurzform von Erich. Er bedeutet “der alleinige, beständige Herrscher”. Kein Wunder also, dass Eric der Name von zahlreichen frühen dänischen, schwedischen und norwegischen Könige war.

Liam: Das ist die ursprüngliche Kurzform des irischen Vornamens William. Ließ sich dieser Name vor einigen Jahren noch nicht in den Listen der beliebtesten Jungennamen finden, so ist er nun schon ein fester Bestandteil.

Elias: Oder auch: Elia, Elie, Elija, Ellis, ist in verschiedenen Ländern ein sehr populärer Name. Er kommt aus dem Hebräischen und war in Deutschland schon im 11. Jahrhundert anzutreffen.

Traditionelle Namen

Immer häufiger wählen Eltern für ihren Nachwuchs einen traditionellen Namen. Das zurecht, denn diese unterliegen nicht den Trends der Zeit.

Anton: Dieser ursprünglich lateinische Name fand im 12./13. Jahrhundert durch die Verehrung des heiligen Antonius von Padua Verbreitung. Er galt als brillanter Redner. Dem ein oder anderen ist er wahrscheinlich durch Erich Kästners Kinderbuch “Pünktchen und Anton” bekannt.

Emil: Auch mit “Emil und die Detektive” schrieb Erich Kästner einen Kinderbuchklassiker. Emil entlehnt sich aus dem Französischen und ist seit dem 19. Jahrhundert ein sehr geschätzter Jungenname.

Oskar / Oscar: Dieser, wieder in die Mode gekommener Name, leitet sich von Ansgar ab. Berühmte Namensvetter sind der englische Dichter Oscar Wild oder Oskar Schindler, der im Dritten Reich über 1.000 jüdischen Polen das Leben rettete.

Carl / Karl: Schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte dieser alte deutsche Name zu den Beliebtesten und ist immer noch sehr häufig auf den Spielplätzen zu hören.

Luis / Louis: Auf den ersten Blick nicht traditionell, hat diese Kurzform von Ludwig den Sprung in unsere Zeit geschafft. Diese Variante eignet sich besonders gut, falls Sie etwas Traditionelles mit modernem Klang suchen.

Kurze Vornamen

Sie eignen sich besonders gut, wenn man schon einen sehr langen Nachnamen hat. Außerdem lassen sie sich wunderbar mit einem zweiten Namen kombinieren.

Ben: Diese Abkürzung von Benjamin steht zurzeit an erster Stelle der beliebtesten Jungennamen in Deutschland. Er bedeutet “Sohn des Glücks”. Benjamin ist einer der 12 Stammväter Israels.

Fin: Diesen irischen Vornamen kennt man auch in der Schreibweise “Finn” oder “Fynn”. Das gälische Wort fionn bedeutet “weiß, hell, blond”. Finn ist auch ein weiblicher Vorname, jedoch wird er in Deutschland lediglich als Jungenname benutzt.

Theo / Teo: In Deutschland ist die Schreibweise mit “h” mehr verbreitet. Er ist zum Beispiel eine Kurzform von Theobald oder dem griechischen Namen Theodor, was sinngemäß “Gottesgabe” heißt.

Leo: Der Löwe. Diese Variante von Leopold und Leonhard war sehr bekannt unter den frühen Christen. 13 Päpste wurden so genannt. Der Löwe ist auch eines der 12 Tierkreiszeichen und beschreibt eine selbstbewusste und ausdrucksstarke Persönlichkeit.

Tim: Auch hier handelt es sich wieder um eine Abkürzung: Timotheus, Dietmar, Timo oder Timothy liegen dem Namen zugrunde. Sollte also einer dieser Namen in Ihrer Familie vorkommen und Sie wollen diesen gern weitergeben, können sich aber nicht so recht damit anfreunden, dann ist Tim eine wunderbare Alternative.

Evergreen

Es gibt Namen, die scheinen nie aus der Mode zu kommen und passen in jeden Landstrich Deutschlands.

Felix: Der aus dem Lateinisch stammende Name ist ein konstant beliebter Name. Kein Wunder, denn mit der Bedeutung “glücklich” bzw. “Glücksbringend” umschreibt er genau das, was frischgebackene Eltern empfinden.

Alexander: Der Feldherr Alexander der Große ist wohl der prominenteste Träger dieses Namens. Auch der Sinngehalt passt hier sehr gut: “abwehren, schützen, verteidigen”.

Maximilian: oder auch in der Kurzform Max. Er lässt sich fast in allen Generationen finden. Dieser Name hat seine Wurzeln in dem römischen Beinamen Maximillianus einer Bildung zu dem lateinischen Wort maximus, was “der Größte” bedeutet.

Moritz: Auch dieser Vorname ist konstant begehrt. Und das nicht nur in Deutschland: Maurice in Frankreich, Morris in England, Mauritz, Mauritius oder Mauriz in den Niederlanden, Maurizio in Italien, Maurocio in Spanien und Moric in Tschechien zeugen davon.

Jonathan: Auf diesen Namen, der schon im Mittelalter in Deutschland vereinzelt vorkam, wurde ab den 1970ger Jahren wieder verstärkt zurückgegriffen. Er ist auch im Moment sehr beliebt in der Form Jonah.

Lukas: Er eroberte in den 1970er Jahren in der Schreibweise Lucas die Hitlisten. Seit den 90er Jahren ist er immer wieder in den Top 10. Beliebt sind auch die Abwandlungen: Luca oder Luka. Lukas wird als Schutzheiliger der Maler verehrt, da er der Überlieferung nach Christus- und Marienbilder zeichnete.

Jungennamen: Tipps und Anregungen

  • Liste. Machen Sie mit Ihrem Partner eine Liste mit Ihren Favoriten und hängen Sie diese an einen gut zugänglichen Platz. Sie werden im Laufe der Zeit über viele Namen stolpern, die Sie dieser Liste hinzufügen können. Einige werden nach und nach ihren Reiz verlieren und Sie können diese jederzeit wieder streichen.
  • Familientradition. Schreiben Sie alle Jungennamen aus Ihrer Familie auf und überlegen Sie, zu welchem Verwandten Sie ein besonderes Verhältnis haben. Vielleicht kommt dieser Name ja schon genau so oder in einer abgewandelten Form für Sie infrage. Möglicherweise ist die Weitergabe eines bestimmten Namen bereits eine Familientradition.
  • Vorname zum Nachnamen. Vielen Eltern ist auch eine harmonische Einheit von Vor- und Nachnamen wichtig. Sprechen Sie also potenzielle Namen immer gleich mit Ihrem Nachnamen zusammen aus. Manche Kombinationen könnten wegen einer ungünstigen Verbindung beider Namen wegfallen (zum Beispiel: “Frank Reich”, “Mark Graf” oder ”Rosa Roth”).
  • Anmeldung. Innerhalb einer Woche nach der Geburt muss in der Regel beim Standesamt eine Geburtsanzeige eingehen. Die endgültige Eintragung muss dann spätestens 4 Wochen nach der Geburt erfolgen. Sie haben also noch etwas Zeit Ihre Spitzenreiter ein letztes Mal mit Ihrem Kind im Arm durchzugehen.

Mehr Tipps und Anregungen finden Sie auch in unseren Artikeln zu den beliebtesten Mädchennamen und seltenen Jungennamen

Haben Sie in unserer Liste einen passenden Namen für Ihren kleinen Jungen gefunden? Lassen Sie sich zusätzlich gern noch von unserem Namensfinder inspirieren.

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