Der erste Sinn, den ein Baby im Mutterleib entwickelt, ist der Tastsinn. Er entwickelt sich im Mutterleib bereits ab der achten Schwangerschaftswoche. Wird das Baby zu früh geboren, spielt der Tastsinn daher eine besonders wichtige Rolle. Denn sanfte Berührungen lösen die Ausschüttung von Oxytocin aus. Dieser, umgangssprachlich als Kuschel- oder Glückshormon bezeichnete Botenstoff, sorgt dafür, dass Babys durch die Berührung ihrer Eltern Liebe und Zuwendung spüren. Warum sanfte Berührungen zur Förderung von Frühchen beitragen, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Haut an Haut: Erlaubt nach einer Frühgeburt?

In Deutschland sind ca. 9 % aller Geburten Frühgeburten1, was betroffene Eltern vor ganz besondere Herausforderungen stellt. Wenn ein Baby zu früh auf die Welt kommt, ist seine Haut noch nicht voll entwickelt. Sie kann bis zu zweimal dünner sein als die eines voll ausgetragenen Kindes und empfindlich auf die Umwelt reagieren. Frischgebackene Frühchen-Eltern haben daher oft Angst, ihren kleinen Schatz anzufassen. Die notwendige Pflege auf der Neugeborenen-Intensivstation lässt es zudem nicht immer zu, dass Eltern ihrem kleinen Kämpfer / ihrer kleinen Kämpferin die liebevollen Berührungen geben können, die er oder sie braucht. Beinahe 40 Prozent der Frühchen-Eltern geben an, dass sie nicht wissen, wie sie ihrem Baby im Krankenhaus die liebevolle Zuwendung geben oder zeigen können.2

Dabei ist Hautkontakt jetzt besonders wichtig: Auch die kleinsten Berührungen zählen und sind in den meisten Fällen unbedingt erwünscht. Vielen Eltern wird durch das Pflegepersonal zum sanften Halten und dem sogenannten Känguruhen, also der Haut-an-Haut-Methode, geraten. Denn: Sie können ihr Frühchen durch Berührung Liebe spüren lassen – und die braucht es jetzt ganz besonders.

Welche Vorteile haben sanfte Berührungen für Frühchen?

1. Bonding mit Mama und Papa

„Oxytocin“ lautet das Stichwort. Das sogenannte Kuschelhormon wird durch sanfte Berührungen vermehrt ausgeschüttet. Frühchen erfahren somit ein stärkendes Gefühl von Zuneigung, es festigt die Bindung zu ihren Eltern. Das Berührungsempfinden ist eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung. 

2. Besserer Schlaf – gesünderes Baby

Spürt der kleine Schatz die warme Haut oder den Herzschlag einer liebenden Person, kommt er zur Ruhe, seine Körpertemperatur reguliert sich und der Schlaf im Allgemeinen wird verbessert3. Das Frühchen verbringt bestenfalls mehr Zeit im Tiefschlaf, der besonders wichtig für eine gesunde Entwicklung ist.

3. Weniger Schmerzen, weniger weinen

Unsere allerkleinsten Kämpfer und Kämpferinnen benötigen all ihre Kraft, um groß zu werden. Umso besser, dass Haut-an-Haut-Kontakt sie weniger weinen lässt und Schmerzen lindern kann. Körperkontakt ist eine große Regulationshilfe.

4. Mehr Gewicht für kleine Kämpfer:innen

Körperkontakt kann eine gute Grundlage zum späteren Stillen bilden und fördert die Gewichtszunahme im Allgemeinen4. Das Frühgeborene fühlt sich an der Brust wohl, schläft gut und füllt Energiereserven auf, die es für das Wachstum benötigt. Sollte es während der kuscheligen Phase eine Mahlzeit über eine Sonde oder das Fläschchen erhalten, stellt es automatisch die Verbindung seines Sättigungsgefühls mit der Nähe des Elternteils her.

Welche Vorteile haben Berührungen für Frühchen-Eltern?

Wenn Mama und Papa die kostbare Zeit mit ihrem kleinen Schatz verbringen, stärkt das nicht nur die Bindung untereinander. Eltern werden dadurch selbstbewusster im Umgang mit ihrem Frühchen, sicherer im Handling und sind neben der aufopferungsvollen Pflege des Klinikpersonals der Hauptgrund für die positive Entwicklung ihres Kindes. Das gibt Kraft und allen Beteiligten so viel Glück!

Pampers für Frühchen: Warum auch Windelwechseln Liebe schenkt

Auch das Wechseln von Windeln ist für viele Eltern ein wichtiges Ritual, um die Bindung zu ihrer Mini-Kämpfernatur zu stärken. Umso besser, wenn die zarte Haut ihres Frühchens nicht mehr als ihre Liebe spürt.

Pampers Frühchenwindeln sind deshalb extra-sanft und in Zusammenarbeit mit über 800 Krankenpfleger:innen und Kinderärzt:innen speziell für die Bedürfnisse von Frühchen entwickelt worden.

Die Pampers Preemie Protection Windeln gibt es in den Größen P1–P3. P3 passt Babys, die weniger als 800 g wiegen und ist dreimal so klein wie eine Neugeborenenwindel (Größe 0).

Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Weich wie Seide mit weichem Außenvlies für hohen Tragekomfort

  • Konturierter Windelkern für einen bequemen Sitz, durch den sich Hüfte und Beine gut entwickeln können

  • Sanfte, flexible Bündchen für einen besseren Tragekomfort an den empfindsamen Beinchen

  • Abnehmbare Verschlüsse bei Größe P3 und P2 ermöglichen eine individuelle Befestigung der Windel unter Berücksichtigung medizinischer Vorrichtungen.

  • Atmungsaktive Lagen zur Förderung der Luftzirkulation um die Babyhaut

  • Rundum Absorbiersystem, bei dem es kein Vorne/Hinten mehr gibt

Quellen:

1BV „Das frühgeborene Kind“ e.V., Pressemappe 2018

2Basierend auf einer Umfrage eines unabhängigen Forschungsinstituts unter 300 Eltern von Frühgeborenen im Vereinigten Königreich.

3 https://content.services.dmtech.com/rootpage-dm-shop-de-de/resource/blob/685428/698d0189f5100545a148ae9751ca85c9/fruehgeburt-info-brief-kangarooing-pdf-data.pdf.

4 https://www.uk-essen.de/fileadmin/Kinderklinik/Downloads/Fruehgeborene_in_den_ersten_Lebenswochen.pdf.