Kreidezähne bei Kindern

Zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat Ihres Kinders könnte es passieren, dass Ihnen im Mund Ihres Babys der erste Milchzahn entgegen blitzt. In den nächsten Monaten werden 19 weitere Zähnchen folgen. Ab dem sechsten Lebensjahr werden die Milchzähne ganz allmählich durch 32 bleibende Zähne ersetzt. Sowohl die Milchzähne als auch die bleibenden Zähne werden bereits vor der Geburt im Kiefer angelegt. So erfolgt z.B. die Entwicklung der bleibenden Zähne zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr. In dieser Zeit werden Kalzium und Phosphat im Zahnschmelz eingelagert und machen diesen hart und widerstandsfähig.

Ihr Baby benötigt gesunde Zähne zur Nahrungsaufnahme und einer gesunden Ausbildung des Kiefers. Trotz gründlicher Pflege bleiben die Zähne jedoch nicht immer unversehrt. Zum Beispiel könnte Ihr Kind von Kreidezähnen (Molare-Inzisiven-Hypomineralisation, auch MIH genannt) betroffen sein.

Was ist ein Kreidezahn (MIH)?

Der Kreidezahn ist ein Phänomen, bei dem die Zusammensetzung des Zahnschmelzes verändert ist und zu einer porösen Zahnstruktur führt. Diese krankhafte Veränderung tritt vor allem an den Backenzähnen (Molaren) und gelegentlich auch an den Schneidezähnen (Inzisiven) auf. Kreidezähne lassen sich häufiger bei den bleibenden Zähnen und weniger oft bei den Milchzähnen finden. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass nicht auch schon die ersten Zähne davon betroffen sein können.

Wie erkennt man Kreidezähne?

Wenn Sie bei der Zahnpflege Ihres Kindes einen weiß-cremigen oder gelb-braunen Belag entdecken, der sich nicht einfach wegputzen lässt, könnte es sich um eine Molare-Inzisiven-Hypomineralisation – auch MIH oder Kreidezahn genannt – handeln.

Dabei unterscheidet man drei Schweregrade:

  • Schweregrad 1: Nur einzelne, nicht zusammenhängende Areale sind verfärbt. Betroffen sind eher die Kauflächen und/oder das obere Drittel des Zahns. Kinder klagen meist nicht über Schmerzen oder empfindliche Zähne.

  • Schweregrad 2: Eine zusammenhängende Fläche ist betroffen und gelb-braun eingefärbt. Die Zähne Ihres Kindes könnten empfindlich auf heiße oder kalte Speisen oder Getränke reagieren.

  • Schweregrad 3: Es lassen sich deutlich dunkle Verfärbungen und Veränderungen am Zahn erkennen. Der kranke Zahn scheint wie Kreide zu zerbröckeln.

Sie können bei der täglichen Zahnpflege auf diese Symptome achten, um frühzeitig handeln zu können.

Welche Komplikationen können Kreidezähne verursachen?

Nicht selten leiden Kinder mit Kreidezähnen unter einer Überempfindlichkeit der Zähne. Es ist ihnen beispielsweise sehr unangenehm, wenn der Kreidezahn mit heißen oder kalten Flüssigkeiten oder Gegenständen in Berührung kommt. Gerade bei der täglichen Zahnpflege kann das zum Problem werden. Das Zähneputzen wird als unangenehm oder schmerzhaft empfunden und das Kind sträubt sich womöglich dagegen.

Zahnhygiene ist aber gerade bei der MIH besonders wichtig, denn durch ihre poröse und raue Oberfläche sind Kreidezähne besonders kariesanfällig und es bildet sich viel leichter ein Zahnbelag. Daher ist Karies bei Kindern oft eine sehr unliebsame Folgeerkrankung an dem betroffenen Zahn.

Kreidezähne: Was ist die Ursache?

Von der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) sind primär die Backenzähne (Molaren) und die Schneidezähne (Inzisiven) betroffen. Der Begriff Hypomineralisation beschreibt, dass es sich um eine Störung der Zusammensetzung des Zahnschmelzes handelt.

Der gesunde Zahnschmelz gehört zur härtesten Substanz im menschlichen Körper und liegt wie eine Art Schutzschicht über den Zähnen. Dabei bestimmt der Mineralgehalt des Zahnschmelzes seine Härte und Schutzwirkung. Je mehr Kalziumphosphat und Fluor enthalten sind, umso widerstandsfähiger ist der Zahn. Ein Kreidezahn hat im Vergleich zu einem gesunden Zahn einen geringeren Mineralgehalt und ist somit weicher und anfälliger gegenüber schädlichen Einflüssen.

Die eigentliche Ursache der Veränderung des Zahnschmelzes bei der MIH ist noch weitgehend unbekannt. Man weiß aber, dass sich Kreidezähne während der Mineralisationsphase der Zähne, also in den ersten Lebensjahren, bilden.

Es wird angenommen, dass es sich bei der Ursache um ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren handelt. Folgende Faktoren können dabei eine Rolle spielen:

Wie bereits erwähnt, geht man davon aus, dass ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren die Bildung von Kreidezähnen begünstigt und es daher keine klar definierte Ursache gibt.

Behandlung von Kreidezähnen bei Kindern

Kreidezähne, egal ob im Milchzahngebiss oder an den bleibenden Zähnen, sollten umgehend behandelt werden, um eine weitere Schädigung der Zähne zu verhindern.

Behandlungsmaßnahmen bei Kreidezähnen

Da die MIH bei den kleinen Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann, gibt es auch keine einheitliche Therapie. Der Zahnarzt muss daher von Fall zu Fall entscheiden, was zu tun ist und welches Verfahren bei Ihrem Kind angewendet werden kann.

Mögliche Behandlungsmethoden könnten sein:

  • Fluoridlack: Dieser Lack enthält Fluorid und wird als dünne Schicht auf die kranken Zähne aufgetragen. Er fungiert als Schutzschicht und ist ein Ersatz für den angegriffenen Zahnschmelz. Im Fall einer MIH-Erkrankung wird ein hochdosierter Lack verwendet.

  • Fissurenversiegelungen: Diese Behandlung wird bei Kreidezähnen des Schweregrades 1 empfohlen. Dabei werden die Rillen und Vertiefungen (Fissuren) der betroffenen Zähne versiegelt und somit vor Kariesbefall geschützt.

  • Kompositrestauration: Hierbei wird mittels einer Füllung der Zahn stabilisiert.

  • Zahnwiederaufbau mit Krone: Der obere Teil (Krone) des kranken Zahns wird durch einen künstlichen Zahn ersetzt. Somit kann der untere Teil des Zahns erhalten werden.

  • Extraktion: Der Kreidezahn muss im schlimmsten Fall komplett entfernt werden.

Neben Kreidezähnen gibt es noch weitere krankhafte Veränderung der Zahnstruktur, die mit ähnlichen Symptomen einhergehen. Zögern Sie nicht, mit Ihrem Kind einen Zahnarzt aufzusuchen, sobald Sie Verfärbungen festgestellt haben. Dieser wird genau bestimmen können, um was es sich handelt und eine Behandlung in die Wege leiten.

Wie können Sie Kreidezähnen vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen gegen Kreidezähne können nicht getroffen werden, da sich die MIH schon während der Zahnentwicklung ereignen kann und die genauen Ursachen nicht bekannt sind. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie frühzeitig reagieren, sobald sie erste Anzeichen für Kreidezähne bei Ihrem Baby oder Kleinkind entdecken bzw. vermuten.

Da Zähne durch die Nahrungsaufnahme ständig beansprucht werden und Kreidezähne wenig widerstandsfähig sind, könnte es schon bald nach dem Durchbruch der Zähne zu ersten permanenten Abnutzungserscheinungen kommen. Werden diese gleich behandelt, kann man Schlimmeres verhindern. Betroffene Kinder müssen den Zahnarzt öfters und vor allem regelmäßig aufsuchen.

Kreidezähne sind sehr anfällig für Karies und bedürfen besonderer Pflege und Achtsamkeit:

  • Ihr Kind sollte seine Zähne mindestens zweimal am Tag gründlich putzen.

  • Putzen Sie die Zähne Ihres Kindes noch einmal nach, um sicherzustellen, dass alle Bereiche gesäubert werden.

  • Versuchen Sie, zuckerhaltige Speisen und Getränke zu vermeiden.

  • Kariesbakterien können von Mund zu Mund übertragen werden. Daher sollten Sie Gegenstände, wie z.B. einen Löffel, den Sie schon selbst im Mund hatten, abwaschen, bevor Sie diesen ihrem Kind geben.

  • Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die zusätzliche Gabe von Fluorid durch Fluoridtabletten oder Zahnpasta.

Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt beraten, wie Sie am besten vorgehen, wenn Ihr Kind unter Kreidezähnen leidet. Er wird Ihnen brauchbare Tipps zur alltäglichen Pflege geben.

FAKTEN IM ÜBERBLICK

  • Bei Kreidezähnen (MIH) ist die Zusammensetzung des Zahnschmelzes gestört. Die betroffenen Zähne sind porös und die Zahnstruktur verändert sich.

  • Von MIH (Molare-Inzisiven-Hypomineralisation) sind die Backenzähne und in manchen Fällen auch die Schneidezähne betroffen. Kreidezähne zeichnen sich durch einen dauerhaften weiß-cremigen oder gelb-braunen Belag aus. Zudem sind Kreidezähne auch sehr brüchig.

  • Je nach Schweregrad gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden. Diese reichen von der Versiegelung betroffener Stellen bis hin zur Überkronung oder im schlimmsten Fall der Entfernung des Kreidezahns. Da jeder Krankheitsverlauf anders ist, gibt es keine einheitlich empfohlene Therapie.

Hat Ihr Kind Kreidezähne, können Sie leider nicht viel dagegen ausrichten. Die tägliche gründliche Pflege der Zähne und regelmäßige Zahnarztbesuche können aber das Schlimmste verhindern, sodass Ihr Kind trotz allem ganz unbeschwert und fröhlich durchs Leben gehen wird.

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

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