Babyparty planen

Die Tradition eine „Babyshower“ zu veranstalten kommt – wie der Name vielleicht schon verrät – aus Amerika und erfreut sich auch in Europa immer größerer Beliebtheit. Die Babyparty dient vor allem dazu, die anstehende Geburt zu feiern. Doch was muss man bei der Planung alles beachten? Wir haben einige Tipps und Ideen für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Lassen Sie sich helfen oder überraschen.

Ganz zu Anfang der Planung stellt sich natürlich die Frage, wer die Babyparty organisieren wird: eine Freundin, der Partner oder die werdende Mutter selbst? Natürlich ist das ganz Ihnen überlassen.

Beliebt sind Überraschungspartys. So kommt die Schwangere gar nicht erst in Versuchung, sich durch aufwendige Vorbereitungen und Planungen zu überanstrengen und kann voll und ganz als Gast die Feier genießen.

Wer nichts dem Zufall überlassen will, kann die Babyparty auch selbst organisieren. Hilfe von Freunden oder Partner könnte dabei sehr schön sein, um sich selbst nicht überanstrengen.

Tipp 2: Bestimmen Sie einen Zeitpunkt.

Klassischerweise macht man eine Babyparty vor der Geburt des Kindes. Aber natürlich kann man auch eine Willkommensparty für das Baby nach der Geburt feiern.

Nach der Geburt?

  • Die Babyparty bietet Familie und Freunden die Gelegenheit, den Nachwuchs kennenzulernen.

  • Jetzt, wo die Gäste auch das Geschlecht, den Namen und die Größe des Babys kennen, ist es leichter, passende Geschenke auszusuchen.

Vor der Geburt?

  • Werdende Mütter haben noch genügend Zeit, sich die Geschenke in Ruhe anzuschauen, das Babyzimmer einzurichten und Dinge für das Baby zu kaufen, die vielleicht noch fehlen.

  • Eine Babyparty vor der Geburt, gibt werdenden Müttern die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Freundinnen schöne Erinnerungen an ihre Schwangerschaft zu schaffen.

In, bzw. ab welchem Monat Ihrer Schwangerschaft Sie Ihre Babyparty feiern, ist ganz Ihnen überlassen. Damit Sie Ihre Party vollends genießen können, ist es jedoch ratsam, dass Sie zu diesem Zeitpunkt eventuelle Schwangerschaftsbeschwerden der ersten Monate, wie Übelkeit oder Erbrechen, überstanden haben.

Wenn man sich für eine Willkommensparty nach der Geburt entscheidet, ist es ratsam, sich erstmal ein wenig Zeit zu nehmen, um den kleinen Liebling in Ruhe kennenzulernen, bevor man eine Einladung ausspricht. Eine Babyparty macht einfach mehr Spaß, wenn sich Ihr Baby Zuhause etwas eingelebt hat und Sie sich körperlich und mental bereit für eine kleine Feier fühlen.

Tipp 3: Wählen Sie den richtigen Tag.

Die Monate vor und nach der Geburt können oft sehr hektisch sein. Wenn Sie die bevorstehende Ankunft Ihres Babys feiern wollen, überlegen Sie sich am besten frühzeitig, wann die Babyparty stattfinden soll.

Macht man eine Babyparty lieber am Wochenende oder unter der Woche? Samstag und Sonntag sind die beliebtesten Tage für solch eine Feier. Montag bis Freitag eignen sich besser für eine kleine Babyparty im Büro oder ein Kaffeekränzchen mit den Nachbarn. Die meisten Leute planen eine Babyparty in den Nachmittagsstunden.

Sicherheitshalber sollten Sie im Kalender nachsehen, ob das angepeilte Datum vielleicht zufällig auf einen Feiertag oder mitten in die Urlaubszeit fällt. Es wäre doch wirklich zu schade, wenn Gäste die Einladung ausschlagen müssen, weil sie zum Beispiel eine Reise geplant haben.

Tipp 4: Legen Sie die Dauer fest.

Auch wenn Sie sich an den meisten Tagen topfit fühlen, ist eine Schwangerschaft eine große körperliche Herausforderung.

Daher ist es ratsam, eine Babyparty nicht zu spät ausklingen zu lassen, denn Müdigkeit begleitet fast alle werdenden Mütter durch die Zeit der Schwangerschaft. So schön der Tag also auch sein mag, vielleicht wird sich der Ehrengast auch darauf freuen, die Füße hochzulegen und den Tag ruhig ausklingen zu lassen.

Tipp 5: Suchen Sie die richtige Örtlichkeit.

Suchen Sie den Ort der Babyparty je nach Größe der Gästeliste und den persönlichen Vorlieben aus:

  • Zu Hause. Die private Umgebung sorgt für eine intime und gemütliche Stimmung - also ideal für einen so persönlichen Anlass.

  • Im Restaurant. Die Restaurantauswahl sollte nach Möglichkeit allen Gästen gefallen, aber die kulinarischen Vorlieben der werdenden Mutter haben natürlich Vorrang.

  • Im Büro. Die Arbeit macht nicht immer Spaß – da ist eine Stunde Pause, um das neue Baby der Kollegin mit einem Stück Kuchen zu feiern, doch eine willkommene Abwechslung.

  • Bei einem Ausflug. Wie wäre es mit einer Babyparty im Spa, Park oder auf einem Kunsthandwerksmarkt?

Egal wo Sie die Babyshower-Party planen: Am allerwichtigsten ist, dass sich die Hauptperson der Party am Ort des Geschehens wohlfühlt!

Tipp 6: Erstellen Sie eine sinnvolle Gästeliste.

Oft wird angenommen, dass bei einer Babyparty nur Frauen willkommen sind. Das kann, aber muss nicht so sein. Laden Sie ganz einfach alle lieben und geschätzten Wegbegleiter ein. Es soll darum gehen, der werdenden Mutter einen schönen Tag zu bereiten.

Achten Sie beim Vorbereiten der Gästeliste darauf, dass alle Gäste in der gewählten Lokalität Platz finden.

Tipp 7: Sorgen Sie für Essen und Getränke.

Sollten Sie in einem Restaurant oder Café feiern, müssen Sie sich keine großen Gedanken um das Catering machen. Bei einer Babyparty zu Hause, bietet sich z.B. Fingerfood besonders an. Sie können natürlich auch ein Buffet und eine Auswahl an Getränken anbieten.

Bitten Sie vielleicht auch die Partygäste darum, einen Kuchen oder eine Kleinigkeit zu Essen mitzubringen und somit etwas zum Buffet beizutragen. Oder Sie beauftragen einen Partyservice, der sich um die Verpflegung kümmert. Erkundigen Sie sich bei den Gästen sicherheitshalber im Vorfeld über besondere Ernährungsgewohnheiten oder Allergien.

Tipp 8: Wählen Sie ein Thema für die Babyparty.

Überlegen Sie sich ein Thema für die Babyshower-Party. Dieses kann sich dann zum Beispiel auch in den Einladungskarten widerspiegeln.

Mögliche Themen bzw. Ideen könnten sein:

  • Geschlecht des Kindes (falls bekannt)

  • Klapperstorch

  • die Jahreszeit des errechneten Geburtsdatums

  • Tiere

  • Märchen

  • Lieblings TV-Serie der Eltern

Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Auch eine Torte für die Babyparty könnte das Motto widerspiegeln, indem sie entsprechend dekoriert ist.

Tipp 9: Das Highlight Ihrer Babyparty: die Torte.

Eine liebevoll und fantasievoll gestaltete Torte kann zum Highlight Ihrer Babyparty werden. Vielleicht lässt sich im Freundes- und Bekanntenkreis ein Back-Talent finden, das diese Aufgabe gern übernimmt. Falls nicht, können Sie auch eine Torte bei einem Bäcker oder sogar im Internet bestellen.

Die Babyparty-Torte dekorieren

Gestalten Sie die Torte ganz nach Ihren Wünschen. Hier haben wir für Sie ein paar Ideen gesammelt:

  • Foto-Torte: Falls Sie ein Ultraschallbild des Babys haben, können Sie dieses auf Esspapier bzw. eine Oblate drucken lassen und damit den Kuchen dekorieren. Jedes andere Foto eignet sich selbstverständlich auch – Hauptsache es passt zum Motto „Babyparty“!

  • Verzierung mit Marzipan: Mit verschieden farbigem Marzipan lassen sich hübsche Verzierungen gestalten: Schnuller, Babybody, Nuckelflasche und vieles mehr. Keine Sorge, falls Sie dafür kein Händchen haben: Diese Deko-Elemente gibt es auch vorgefertigt zu kaufen.

  • Bemalung: Überziehen Sie Ihre Torte mit Marzipan oder Zuckerguss und besorgen Sie sich Lebensmittelstifte. Sobald der Überzug getrocknet ist, können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die Torte bemalen. Oder Sie lassen alle Babyparty-Gäste darauf unterschreiben und machen mit der Torte in der Hand und den Gästen im Hintergrund ein schönes Erinnerungsfoto.

  • Fähnchen & Girlanden: Wer auf der Babyparty etwas sparsamer mit süßen Sachen umgehen möchte, kann statt einer Dekoration aus Zucker oder Marzipan, Papier oder Pappe verwenden. Befestigen Sie kleine Fähnchen oder eine Girlande an kurzen Holzstäbchen und stecken Sie diese auf die Torte.

  • Essbare Blumen: Findet die Babyparty im Sommer statt, verzieren Sie den Kuchen doch einfach mit essbaren Blumen. Viele finden Sie vielleicht bereits in Ihrem Garten oder einem Park: Gänseblümchen, Dahlie, Löwenzahn, Malve, Ringelblume, Rose oder Veilchen.

Es muss nicht immer die klassische zweistöckige Torte sein. Backen Sie einen ungewöhnlichen Kuchen – zum Beispiel in Form eines Strampelanzuges. Dafür schneiden Sie den Tortenboden in der Form eines Baby-Bodys zurecht und belegen diesen dann ganz nach Belieben. Bedecken Sie das Ganze mit einer Schicht aus Sahne, Joghurt oder Quark und verwenden Sie Streusel oder anderes Tortendekor, um den „Body“ zu verzieren.

Das Geschlecht mit der Torte ankündigen

Sollten Freunde und Verwandte noch nicht Bescheid wissen, könnte die Torte das süße Geheimnis um das Geschlecht des Babys lüften.

Eine Möglichkeit ist, den Kuchen mit einem entsprechenden Schriftzug (z. B. „It´s a girl!“) zu verzieren. Auch kann mit Lebensmittelfarbe oder Zuckerlinsen in Rosa oder Blau das Innere des Kuchens eingefärbt werden. Wenn das erste Stück der Torte angeschnitten wird, verrät die Farbe der Füllung das Geschlecht.

Eine Babyparty-Torte ist abseits der klassischen Geschenke, wie einer Windeltorte oder Anziehsachen für das Baby, ein wunderbares und ganz besonderes Präsent für die werdende Mutter.

Tipp 10: Machen Sie sich Gedanken zur Dekoration.

Auch die Dekoration kann dem Thema der Party angepasst werden. Natürlich müssen Sie nicht auf dekorative Elemente verzichten, nur weil Sie sich gegen ein Motto entschieden haben. Wir haben ein paar Ideen für Sie gesammelt:

  • Streuen Sie Blumenblüten oder buntes Herbstlaub auf den Buffettisch.

  • Hängen Sie Stoffgirlanden oder Ballons auf.

  • Stellen Sie einen Strauß frischer Blumen auf den Kaffeetisch.

  • Verzieren Sie Kuchen, Törtchen oder Fingerfood z.B. mit kleinen Fähnchen.

  • Hängen Sie Babysöckchen auf einer Wäscheleine auf, die Sie im Partyraum spannen.

Unser Artikel „Die besten Deko-Ideen für Ihre Babyparty“ hält noch weitere Anregungen für Sie bereit.

Tipp 11: Überlegen Sie sich Spiele.

Was könnte das Eis besser brechen, als ein paar Partyspiele! Bitten Sie zum Beispiel die Gäste, Babyfotos von sich mitzubringen. Später können Sie alle Fotos nebeneinander hinlegen und raten, welches Bild zu welchem Gast gehört.

Oder wie wäre es mit einer Runde Baby-Bingo? Eine Vorlage dazu – und zu drei weiteren Partyspielen – finden Sie hier. Diese können Sie ganz einfach ausdrucken und zur Babyparty mitbringen!

In unserem Artikel über "Babyparty Spiele: die 10 besten Kategorien" haben wir weitere Spiele für die Babyparty aufgeführt.

Eine Babyparty zur organisieren bzw. alles Wichtige im Kopf zu behalten, ist nicht immer ganz so einfach. Wir greifen Ihnen dabei gern unter die Arme: Auf unserer Checkliste finden Sie alles, was man für eine Babyparty braucht. Aber am wichtigsten ist, dass die Planung Spaß macht und stressfrei bleibt!

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    • Bühring, Ursel: Blütenküche dekorativ, lecker, gesund. Eugen Ulmer, Stuttgart. 2015. S. 7