3-Tage-Fieber bei Babys

Das Drei-Tage-Fieber ist eine Viruserkrankung, mit der sich typischerweise Babys und Kleinkinder infizieren. Auch wenn die Krankheit oft mit Fieber und einem Ausschlag einhergeht, verläuft sie im Allgemeinen doch harmlos. In manchen Fällen treten sogar keinerlei Symptome auf.

Lesen Sie weiter, um mehr über die Anzeichen und den Verlauf des Drei-Tage-Fiebers zu erfahren, und wie es am besten behandelt wird.

Was ist das Drei-Tage-Fieber?

Das Drei-Tage-Fieber, unter anderem auch als Roseola bezeichnet, ist eine häufige Kinderkrankheit. Ausgelöst wird sie durch zwei Stämme des Herpesvirus. Die Krankheit wird über Speichelkontakt oder kleine Sekrettröpfchen in der Atemluft übertragen. Man spricht daher von einer Tröpfcheninfektion.

Babys im Alter von sechs bis 15 Monaten sind besonders ansteckungsgefährdet. Aber auch Kleinkinder, im Alter von 2,5 Jahren befällt der Virus häufig.

Der Grund dafür ist, dass Kinder in diesem Alter noch nicht genügend Antikörper entwickelt haben, die bei der Bekämpfung des Virus helfen. Die gute Nachricht ist allerdings: Wer einmal am Drei-Tage-Fieber erkrankt war, ist für den Rest seines Lebens immun dagegen.

Natürlich ist es nie schön, Ihren kleinen Wonneproppen krank zu sehen. Aber das Drei-Tage-Fieber ist in der Regel harmlos. Ganze 90 bis 100 Prozent der Bevölkerung haben die Krankheit schon einmal durchgemacht. Mit zwei Jahren sind etwa 95 Prozent aller Kinder mit dem Virus in Berührung gekommen.

Oft geht das Drei-Tage-Fieber nur mit ganz leichten oder gar keinen Beschwerden einher. Viele Eltern bekommen also gar nicht so richtig mit, dass Ihr Baby oder Kleinkind an Roseola erkrankt ist.

Drei-Tage-Fieber: die Symptome

Wenn Ihr Kind mit dem Virus infiziert wurde, kann es etwa zwischen ein oder zwei Wochen dauern, bis sichtbare Anzeichen der Erkrankung auftreten. In manchen Fällen ist es auch möglich, dass die Symptome ganz ausbleiben. Doch in der Regel beginnt das Drei-Tage-Fieber, wie es der Name schon sagt, mit hohem Fieber.

Fieber

Die Körpertemperatur kann bis auf über 40 Grad Celsius ansteigen und das Fieber 3 - 5 Tage anhalten. Meist geht die Temperatur darauf schlagartig zurück. Nachdem das Fieber abgeklungen ist, verbessert sich der Allgemeinzustand Ihres Kindes normalerweise rasch.

Hautausschlag

Allerdings kann es beim Abklingen des Fiebers zu einem Ausschlag kommen. Diesen erkennen Sie an vielen kleinen, flachen Flecken mit einer rosa Verfärbung. Manchmal sind diese leicht erhoben oder die ein oder andere Stelle ist von einem weißen Ring begrenzt.

Der Hautausschlag kann auf der Brust, dem Rücken und dem Bauch Ihres Kindes beginnen und sich dann auf den Nacken und die Arme ausbreiten. Manchmal tritt er auch auf den Beinen oder im Gesicht auf.

Wer einmal Bilder eines solchen Ausschlags gesehen hat, weiß, wie schlimm dieser aussehen kann. Der Hautausschlag selbst ist aber ganz ungefährlich und juckt meistens noch nicht einmal.

Oft ist der Ausschlag nur von kurzer Dauer und verschwindet nach wenigen Stunden wieder. Er kann aber auch bis zu 3 Tage anhalten. Genauso gut ist es möglich, dass Sie den Ausschlag bei Ihrem Kind gar nicht bemerken, da er manchmal sehr unauffällig ist. Das Drei-Tage-Fieber kann aber auch völlig ohne Ausschlag verlaufen.

Sollte das Drei-Tage-Fieber mit einem Ausschlag einhergehen, wird es gern mit Masern oder Röteln verwechselt. Doch diese Krankheiten haben ganz andere Begleiterscheinungen und dauern wesentlich länger.

Weitere Symptome

Neben Fieber und Hautausschlag können noch weitere Symptome auftreten:

  • geschwollene Lymphknoten am Hals

  • eine laufende Nase

  • Husten

  • leichte Halsschmerzen

  • Reizbarkeit

  • Durchfall

  • reduzierter Appetit

  • geschwollene Augenlider

Der typische Krankheitsverlauf und die Behandlung

Hohes Fieber und Hautausschlag – das klingt nach einer gefährlichen Krankheit für so ein kleines Kind. Doch Sie brauchen sich nicht zu sorgen. Das Drei-Tage-Fieber zählt zu den eher harmlosen Virusinfektionen. Auch Ihr Baby oder Kleinkind wird die Krankheit sicherlich gut überstehen!

Krankheitsverlauf

Die Inkubationszeit – d. h. die Tage zwischen dem Kontakt mit dem Erreger bis zu den ersten Krankheitsanzeichen - beträgt in etwa ein bis zwei Wochen. Normalerweise dauert das Drei-Tage-Fieber dann nur ungefähr eine Woche an.

Außerdem kann man sich mit dem Virus nicht mehrmals hintereinander infizieren. Wer also einmal erkrankt, ist danach gegen eine Neuinfektion immun.

Doch was können Sie als Eltern tun, wenn Ihr Kind an dem Drei-Tage-Fieber erkrankt?

Behandlung

Gegen den Virus selbst können Sie leider nichts ausrichten. Den muss der Körper Ihres tapferen Sprösslings selbst bekämpfen. Nur so kann Ihr Kind die nötigen Antikörper für die Zukunft entwickeln. Sie können also nur die Symptome direkt behandeln.

Bei sehr hohem Fieber helfen fiebersenkende Medikamente wie Zäpfchen. Auch lauwarme Wadenwickel können die Beschwerden etwas lindern.

Außerdem kann es helfen, wenn Sie die Kleidung Ihres Kindes entsprechend der erhöhten Körpertemperatur anpassen. Der Körper muss die Wärme über die Haut abgeben können, um so das Fieber senken zu können. Deshalb reicht oft eine leichte Baumwollbekleidung. Die Zimmertemperatur sollte ebenfalls nicht zu hoch sein.

Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kleinkind plötzlich zum pingeligen Esser wird oder Ihr krankes Baby die hausgemachte Babynahrung nicht mehr anrühren will. Die Nahrungsaufnahme kann warten, bis es Ihrem Kind besser geht.

In der Zwischenzeit sollte es aber sehr viel trinken, da gerade Babys und Kleinkinder durch das Fieber sehr viel Flüssigkeit verlieren. Dieser Verlust muss ausgeglichen werden. Wasser, verdünnte Säfte oder Tee bieten sich an. Wenn Ihr Kind das Trinken verweigern sollte, konsultieren Sie umgehend Ihren Kinderarzt.

Mögliche Komplikationen

In den meisten Fällen verläuft das Drei-Tage-Fieber harmlos und die Symptome verschwinden von selbst wieder. Suchen Sie aber bitte umgehend Ihren Kinderarzt auf, wenn:

  • das Fieber länger als sieben Tage dauert,

  • ein Ausschlag länger als 3 Tage anhält,

  • Ihr Kind teilnahmslos wirkt,

  • Ihr Baby das Trinken bzw. die Säuglingsnahrung oder das Stillen verweigert,

  • es zu einem Fieberkrampf kommt.

Fieberkrampf

Der Fieberkrampf ist eine typische Komplikation, die bei Roseola auftreten kann. Da die Körpertemperatur während eines Drei-Tage-Fiebers oft sehr schnell ansteigt, kann es bei manchen Kindern zu einem sogenannten Fieberkrampf kommen.

Viele Eltern sind stark verängstigt und verunsichert, wenn ihr Baby einen solchen Krampf erleidet. Von außen wirkt er oft wie ein epileptischer Anfall. Ein Fieberkrampf ist aber etwas völlig anderes und harmloser, als er aussieht.

Auch wenn es nicht leicht für Sie ist, Ihren kleinen Schatz so leiden zu sehen, machen Sie sich keine unnötigen Sorgen. In den meisten Fällen ist der Anfall schnell vorbei und Ihr Kind beruhigt sich wieder. Dennoch sollten Sie nach solch einem Krampf Ihren Kinderarzt aufsuchen, um kein Risiko einzugehen.

Wie lange ist das Drei-Tage-Fieber ansteckend?

Das Drei-Tage-Fieber ist sehr ansteckend. Die Virusinfektion kann sich durch Speichel oder Tröpfchen – also zum Beispiel Husten oder Niesen - übertragen. Selbst nach der Genesung können die Viren über einen längeren Zeitraum noch über den Stuhl ausgeschieden werden.

Die Ansteckungsgefahr ist allerdings während der Krankheitsphase, ungefähr 3 Tage vor dem Fieber bis zum Ausbruch des Hautausschlags, am höchsten. Achtung: Roseola ist auch ansteckend, wenn es zu keinem Ausschlag kommt.

Ebenso Erwachsene – auch schwangere Frauen – können das Drei-Tage-Fieber bekommen. Dies ist jedoch sehr selten, da fast alle Menschen in der Kindheit eine Immunität gegen Roseola entwickelt haben.

Bei gesunden Erwachsenen ist der Verlauf eher mild. Auch stellt die Krankheit weder für schwangere Frauen noch für das Ungeborene eine Gefahr dar.

Ein Impfstoff gegen das Drei-Tage-Fieber gibt es nicht, da die Krankheit als ungefährlich eingestuft werden kann und nach der Ansteckung eine lebenslange Immunität besteht.

Niemand sieht gern dabei zu, wenn das eigenes Baby oder Kleinkind gegen eine lästige Krankheit kämpft. Aber vergessen Sie nicht, dass der Spuk schon sehr bald überstanden ist und Ihr tapferer Schatz dann für den Rest seines Lebens gegen Roseola geschützt ist!

Zur Entstehung dieses Artikels:
Alle Inhalte aus in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen fachspezifischen und öffentlichen Quellen, wie der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), dem Ärzteblatt oder den „Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ärztliche Betreuung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung (Mutterschafts-Richtlinien)”. Eine ausführliche Liste aller verwendeten Quellen finden Sie im Anschluss an diesen Artikel. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultieren Sie für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer Ihren Arzt.

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