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Babys und Kleinkindern Medikamente geben

2 Min. LesezeitAktualisiert am 22 Juni 2026

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Einnahme von Medikamenten kann für Babys und Kleinkinder eine große Herausforderung sein, aber mit Geduld und einer ruhigen Herangehensweise wird die Einnahme oft einfacher.

  • Erkläre deinem Kind altersgerecht, warum es die Medizin braucht, und bleibe dabei ehrlich und klar.

  • Flüssige Medikamente lassen sich häufig leichter verabreichen, zum Beispiel mit einer Dosierspritze.

  • Achte auf die richtige Körperhaltung, damit dein Kind die Medizin sicher schlucken kann.

  • Du kannst einen unangenehmen Geschmack manchmal überdecken, zum Beispiel mit Apfelmus, Joghurt oder Pudding, sofern dies für das Medikament geeignet ist.

  • Medikamente sollten niemals als Süßigkeiten bezeichnet werden, um Verwechslungen und Risiken zu vermeiden.

  • Lob und Ermutigung helfen oft mehr als Druck oder Strafen, besonders wenn dein Kind sich zunächst weigert.

  • Babys und Kinder sollten Medikamente nur unter Aufsicht erhalten, damit sie sicher und korrekt eingenommen werden.

Wie wird die Medikamenteneinnahme für ihr Kind leichter? Erklären Sie Ihrem Kind, dass es die Medikamente wirklich braucht. Ein Kind spürt Ihre Unsicherheit und wird sich gegen alle Ihre Bemühungen sträuben, wenn Sie nicht absolut davon überzeugt sind, dass Sie das Beste für Ihr Kind tun. Treten Sie stets selbstsicher und entschlossen auf und Ihr Kind wird Ihnen instinktiv vertrauen.

Tipps, um Ihr Kind zu überzeugen, seine Medikamente einzunehmen

  • Beugen Sie Verschlucken vor, indem Sie sich vergewissern, dass Ihr Kind oder Säugling sich zum Zeitpunkt der Einnahme von Medikamenten stets in einem Winkel von mindestens 45 Grad befindet. Ältere Kinder sollten Medikamente stets im Sitzen oder Stehen einnehmen. 

  • Flüssige Medikamente können gut mit Hilfe einer Spritze oder einem Dosierstab portionsweise in die Backentasche verabreicht werden. 

  • Tabletten legen Sie am besten ganz hinten auf die Zunge oder sie werden wieder ausgespuckt. Einige Tabletten, die sich selbst auflösen, wie Vitamin D Tabletten, können bei Säuglingen gut vor dem Stillen oder dem Füttern mit der Flasche in die Backentasche gegeben werden. Sie lösen sich dann langsam auf und die Gefahr des Verschluckens ist so nicht vorhanden. 

  • Überdecken Sie wenn möglich den schlechten Geschmack der Medizin. Apfelmus, Joghurt oder Pudding eignen sich besonders gut dafür. Vermeiden Sie allerdings Medikamente gemeinsam mit Süßigkeiten zu verabreichen. 

  • Verwenden Sie einen Messlöffel. Messlöffel sind genauer als normale Löffel. Am genausten sind Medizinlöffel aus Plastik, auf denen die verschiedenen Dosierungen markiert sind. 

  • Medikamente sind keine “Süßigkeiten”, deswegen sollten Sie sie auch nie als solche bezeichnen, wenn Sie mit Kleinkindern und älteren Kindern sprechen. Dies könnte unter Umständen fatale Folgen haben. Seien Sie beim Erklären ehrlich. 

  • Kinder, die jünger als Teenager sind, sollten Medikamente niemals unbeaufsichtigt einnehmen. 

  • Verhandeln oder bestechen Sie nicht. Das führt bloß später zu eskalierenden Situationen. Sie erwecken dadurch den Eindruck, dass die Einnahme von Medikamenten verhandelt werden kann, was nicht der Wahrheit entspricht. Sie können Ihrem Kind die Möglichkeit geben, etwas anderes zu entscheiden, was mit der Verabreichung des Medikaments im Zusammenhang steht. Zum Beispiel mit welchem Becher oder Getränk es den unangenehmen Nachgeschmack runterspülen möchte oder in welchem Raum des Hauses es seine Medizin einnehmen möchte. 

  • Bestrafen Sie das Kind nicht, wenn es sich weigert, seine Medizin zu nehmen. Die meisten Medikamente schmecken schrecklich und unser Gaumen ist darauf programmiert, einen bitteren Geschmack zu vermeiden, da die meisten in der Natur vorkommenden Gifte bitter sind. Bestehen Sie einfach darauf und versuchen Sie es erneut. Und sobald das Kind seine Medizin genommen hat, umarmen Sie es ganz fest und gratulieren Sie ihm – und sich selbst! 

Wie man einem Säugling Medikamente gibt

  • Halten Sie Ihr Baby in einem 45-Grad-Winkel, lassen Sie seine Hände locker fallen, und stützen Sie seinen Kopf. Tröpfeln Sie die Medizin mit einer Plastikspritze, einem Tropfenzähler für Medizin oder dem Hütchen einer Saugflasche auf den hinteren, seitlichen Teil seiner Zunge. Mit einer Spritze ist es bei unruhigen Kindern gut möglich, flüssige Medikamente zu verabreichen. Die Eltern können immer wieder kleinere Portionen der zu verabreichenden Menge in den Mund geben. Geben Sie die Medizin nicht in seine Wangenhöhlen, da das Baby sie dann bei der ersten Gelegenheit wieder ausspucken wird. Und sprühen Sie die Medizin auch nicht in seinen Hals, weil das Baby daran ersticken könnte. 

  • Geben Sie dem Kind etwas Milch oder Fruchtsaft, um die Medizin herunter zu spülen. 

  • Beim Verabreichen von Nasen-oder Augentropfen ist es hilfreich, das Baby in eine Decke einzuwickeln, so dass die Arme eng am Körper sind. Dann kann Ihr Kind nicht mit den Händen dazwischen greifen, was unter Umständen zu einer Verletzung am Auge oder der Nase führen kann.

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