Werdende Väter: Gewichtszunahme

Werdende Väter: Gewichtszunahme

Nicht nur bei schwangeren Frauen ändert sich während der Geburt das Gewicht. Auch viele Väter entwickeln in dieser Zeit einen „Babybauch“. Andere „schwangere“ Väter klagen über morgendliche Übelkeit, Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel und Rückenschmerzen – Dinge, die sie bei ihren Frauen erwarten, nicht jedoch bei sich selbst.

Körperliche Symptome

Forschungen haben ergeben, dass bei bis zu 60 Prozent der werdenden Väter körperliche Symptome auftreten, die typisch für eine Schwangerschaft sind.

Diese Veränderungen sind wahrscheinlich auf den Wunsch der Männer zurückzuführen, an der Schwangerschaft aktiv beteiligt zu sein, die ja schließlich auch ihr Leben verändern wird. Sie bereiten sich also geistig, aber auch körperlich auf ihre neue Rolle als Vater vor.


Emotionale Symptome

Viele Männer machen während der Schwangerschaft auch emotionale Veränderungen durch. Häufig sind sie launisch und niedergeschlagen. Diese Symptome stehen möglicherweise mit ihrer Befürchtung in Verbindung, dass sie die Liebe und Zuneigung ihrer Partnerin verlieren, sobald das Kind auf der Welt ist.

So wie werdende Mütter ihr Zuhause aufräumen und für die Ankunft des Kindes vorbereiten, haben auch Männer während der Schwangerschaft oft bestimmte Sorgen und Verhaltensweisen. Eine häufige Sorge betrifft den Schutz der Familie. Manche Väter nehmen dies wörtlich, indem sie neue Schlösser einbauen oder alles im Haus reparieren, was kaputt ist; andere fragen sich, ob sie genug Geld verdienen, und nehmen möglicherweise zusätzliche Arbeit an.


Darüber sprechen und Rat einholen

Auch wenn werdende Väter manchmal überhaupt nicht wissen, wie sie sich während der Schwangerschaft verhalten sollen - die Lösungen sind mitunter ganz einfach – darüber reden und nach Rat fragen. 

Die folgende Liste enthält Vorschläge dafür, was werdende Väter tun können:

  1. mit Ihrer Partnerin darüber reden, was es für Sie bedeutet, Vater zu werden.

  2. ihre Partnerin zu so vielen Vorsorgeuntersuchungen wie möglich begleiten und die Möglichkeit nutzen, um Fragen zu stellen.

  3. den Geburtsvorbereitungskurs zusammen zu besuchen.

  4. Ihre Ängste mit Ihrer Frau teilen und, wenn möglich, mit anderen Männern. Dies kann einem Gefühl des Isoliertseins vorbeugen, welches einer Beziehung schaden kann.

  5. mit Ihrem Baby reden, bevor es auf die Welt kommt. Das macht nicht nur Spaß, sondern es macht das Kind für werdende Väter auch wirklicher.


Anzeichen dafür, dass Sie möglicherweise überfordert sind

Es kann Zeiten geben, in denen viele werdende Väter zusätzliche Hilfe brauchen. Ein Anzeichen dafür ist, dass sie alle möglichen Zusatzprojekte übernehmen. Wenn das der Fall ist, könnte das auf bislang ungelöste Probleme zurückzuführen sein. Daher noch einmal der Rat an werdende Väter, mit ihrer Partnerin, Freunden und anderen Männern zu reden.

Probleme, für die ein werdender Vater möglicherweise zusätzliche Hilfe benötigt:

  • Unwille, die Schwangerschaft zu akzeptieren
    Macht er sich viele Sorgen um die Veränderungen, mit denen er sich bald abfinden muss? Empfindet er die meisten dieser Veränderungen als negativ?
  • Starke Befürchtungen, dass mit dem Kind oder der Schwangerschaft etwas nicht in Ordnung ist.
    Es ist ganz natürlich, etwas besorgt zu sein – ist der werdende Vater jedoch überzeugt, dass es ein Problem geben wird? Ist es für ihn unangenehm, dies mit der Hebamme oder dem Hausarzt zu besprechen? 
  • Er trauert um den Verlust von einer Komponente in seinem eigenen Leben. Es könnte seine Jugend, seine Freiheit oder etwas ganz anderes sein.
    Was bedeutet die Vaterschaft für das Bild, das er als Mann von sich hat?

Seien Sie nicht überrascht, wenn sich auch der werdende Vater während der Schwangerschaft emotional oder körperlich verändert. Eine Schwangerschaft wirkt sich bei den meisten Männern so aus.

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