Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen und was Sie darüber wissen sollten

13696 Ansichten
08.04.19
2 Lesedauer

Bei vielen Frauen können Dehnungsstreifen während der Schwangerschaft auftauchen. Aus diesem Grund werden sie auch als Schwangerschaftsstreifen bezeichnet. Um Ihr wachsendes Baby beherbergen zu können, muss Ihr Bauch immer größer werden, wodurch sich Ihre Haut zunehmend dehnt.

Dehnungsstreifen sind eine normale Reaktion Ihres Körpers auf die Schwangerschaft und können nicht vollständig verhindert werden. Allerdings gibt es viele Dinge, die Sie tun können, um der Entstehung von Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Und die gute Nachricht ist: Dehnungsstreifen verblassen mit der Zeit etwas.

Was genau sind Schwangerschaftsstreifen?

Schwangerschaftsstreifen sind Risse im Bindegewebe der Haut, die wie pinke, rote, violette oder braune Streifen aussehen können. Der medizinische Fachausdruck lautet Striae cutis distensae und bedeutet auf Latein „Streifen der Schwangerschaft“. Dehnungsstreifen sind ein normales körperliches Phänomen. Bei vielen Frauen treten sie überwiegend am Bauch auf. Dort wird das Gewebe in der Schwangerschaft am stärksten beansprucht. Sie können aber auch an den Brüsten, Oberschenkeln, am Gesäß und sogar an den Oberarmen entstehen.

Ob Sie Schwangerschaftsstreifen bekommen und wie stark diese sichtbar werden, entscheidet oft Ihre Genetik. Frauen mit einem hellen Hauttyp neigen stärker zu Dehnungsstreifen. Auch wenn Sie sehr jung Mutter werden, ist das Risiko höher, dass bei Ihnen welche entstehen. Sollten Sie während der Schwangerschaft viel Gewicht zunehmen oder mit Zwillingen, Drillingen oder Mehrlingen schwanger sein, kann dies die Entstehung der Streifen ebenfalls begünstigen.

Wenn Sie vor Ihrer Schwangerschaft schon Dehnungsstreifen bemerkt haben sollten oder andere Familienmitglieder davon betroffen sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass bei Ihnen während der Schwangerschaft Dehnungstreifen auftreten. Die Veränderungen im Hormonspiegel einer werdenden Mutter können dazu führen, dass die Haut dünner wird, wodurch manche Frauen anfälliger für Dehnungsstreifen sind.

Wann treten Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft auf?

Einen genauen Zeitpunkt, wann Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft entstehen, gibt es nicht: Bei jeder Frau ist dies verschieden. Allerdings zeigen sich die Streifen zumeist erst später in der Schwangerschaft. Dies liegt an der Gewichtszunahme und der stetigen Dehnung der Haut, um Platz für das wachsende Kind und die Gebärmutter zu machen.

Manche Frauen bekommen Schwangerschaftsstreifen während des zweiten Trimesters, bei anderen tauchen sie in der 30. Schwangerschaftswoche auf, und wieder andere bemerken sie erst in den letzten Wochen des dritten Trimesters. Es gibt aber auch Frauen, die gar keine bekommen.

Was Sie gegen Dehnungsstreifen tun können

Leider gibt es kein Wundermittel gegen Schwangerschaftsstreifen. Weder eine besondere Creme noch ein Öl können die Entstehung von Dehnungsstreifen vollständig verhindern oder sie später entfernen. Doch hier können Sie erfahren, was gegen Dehnungsstreifen hilft und wie Sie am besten vorbeugen können:

  • Ihre Gewichtszunahme in der Schwangerschaft sollte in etwa zwischen 11 und 14 Kilogramm liegen. Am besten Sie nehmen dieses Gewicht graduell zu. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft wird Ihnen dabei helfen.
  • Trinken Sie viel Wasser.
  • Halten Sie sich an einen Fitnessplan für Schwangere.
  • Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht.
  • Tragen Sie einen Schwangerschafts-BH, um Dehnungsstreifen an Ihrer Brust zu vermeiden.
  • Zwar können Cremes und Öle die Entstehung von Schwangerschaftsstreifen nicht vollständig vorbeugen, aber sie spenden der Haut genügend Feuchtigkeit und verhindern dadurch Juckreiz – ein Symptom, das in der Schwangerschaft bei zunehmender Dehnung der Haut auftreten kann.

Können Dehnungsstreifen nach der Schwangerschaft entfernt werden?

Schwangerschaftsstreifen werden nie vollständig verschwinden, aber sie werden nach der Geburt zunehmend verblassen und eine weniger auffallende, silberne Farbe annehmen. Lassen Sie sich nicht von irreführenden Behauptungen täuschen, dass man mit bestimmten Cremes oder Ölen Dehnungsstreifen wegbekommen kann. Einige Frauen ziehen eine Laserbehandlung nach Absprache mit ihrem Arzt in Betracht, um ihre Schwangerschaftsstreifen später entfernen zu lassen.

Dehnungsstreifen sind ein kosmetisches Problem und stellen keine gesundheitliche Gefährdung für Sie oder Ihr Kind dar. Aus diesem Grund wird eine solche Behandlung im Regelfall nicht von der Krankenkasse bezahlt, sondern muss privat geleistet werden.

Sicherlich sind Sie besorgt, da sich Ihr Körper während der Schwangerschaft verändert. Doch vergessen Sie nicht, was für eine überwältigende Arbeit Ihr Körper leistet bzw. schon geleistet hat. Diese Streifen sind ein Zeugnis davon, was Sie alles getan und geschafft haben, um Ihr Kind gesund auf die Welt zu bringen.

Flexible banner

Das könnte Sie auch interessieren: