Eine Mutter beruhigt ihr neugeborenes Baby

Fünf Stillhaltungen und Tipps

Ihr Baby und Sie haben individuelle Bedürfnisse. Deshalb gibt es nicht die eine perfekte Stillhaltung für alle Mütter und Babys. Sondern viele verschiedene – von der Kreuzwiege-Haltung bis zur Rückenhaltung. Finden Sie die Positionen, die in Ihrem Stillalltag gut funktionieren. Lesen Sie mehr über die verschiedenen Haltungen und entdecken Sie einige hilfreiche Tipps zum Stillen.

Die Kreuzwiege-Haltung

Mutter stillt in der Kreuzwiege-Haltung

Suchen Sie sich einen bequemen Stuhl oder Sessel mit Armlehnen und setzen Sie sich gerade hin. Bringen Sie Ihr Baby an die Vorderseite Ihres Körpers, wobei der Babybauch Ihren eigenen berührt. Halten Sie den Babykörper in der Armbeuge, gegenüber der Brust, von der es saugen soll. Verwenden Sie also den rechten Arm für die linke Brust und den linken Arm für die rechte Brust. Stützen Sie den Baby-Kopf mit Ihrer offenen Hand. Mit der anderen nehmen Sie Ihre Brust von der Unterseite her in einem C-förmigen Griff. Führen Führen Sie den Hinterkopf Ihres Babys vorsichtig an Ihre Brust, ohne sich zu beugen oder nach vorne zu lehnen. Es sollte so nah wie möglich an Ihre Brust kommen. Dies ist eine gute Haltung, wenn Ihr Baby Schwierigkeiten hat. Unterstützen Sie Ihren Arm so z.B. mit einem Kissen, dass er nicht die ganze Zeit das Gewicht des Babys halten muss.

Die Wiege-Haltung

Mutter stillt in der Wiege-Haltung

Die Wiege-Haltung ist eine Abwandlung der Kreuzwiege-Haltung. Doch bei dieser Variante stützen Sie Ihr Baby mit dem Arm, der sich auf der gleichen Seite wie die Stillbrust befindet. Auch hier sollten Sie sich gerade in einen bequemen Stuhl mit Armlehnen setzen und Ihr Baby in Ihrem Arm wiegen. Der Kopf Ihres Babys ruht bequem in der Ellbogenbeuge, während es auf Ihre Brust schaut. Stellen Sie sicher, dass der Kopf Ihres Babys eine Linie mit dem Rest seines Körpers bildet und nicht zur Seite gedreht ist. Mit einem Kissen auf dem Schoß können Sie es sich noch bequemer machen.

Die Fußball-Haltung

Mutter stillt in der Rückenhaltung

Wenn Sie sich von einem Kaiserschnitt erholen oder große Brüste haben, kann die Rückenhaltung beim Stillen besonders bequem sein. Sie kann zudem einfacher zu halten sein, da sie das Gewicht Ihres Babys von Ihrem Unterleib nimmt. Halten Sie Ihr Baby mit gebeugtem Ellenbogen waagerecht neben sich. Stützen Sie den Kopf Ihres Babys mit einer offenen Hand und richten Sie ihn zu Ihrer Brust. Der Babyrücken ruht auf Ihrem Unterarm, so als würden Sie eine größere Handtasche oder einen Fußball unter Ihren Arm klemmen. Stützen Sie Ihre Brust mit der anderen Hand in einer C-Form. Diese Position ist sehr gut für Frühchen.

Die Seitenlagen-Haltung

Mutter stillt in der Seitenlage-Haltung

Beim Stillen in Seitenlage können Sie besonders gut entspannen und sich mit Ihrem Baby zusammen ausruhen. Diese Position kann auch angenehm sein, wenn Sie zum Beispiel aufgrund einer Geburtsverletzung Schmerzen beim Sitzen haben oder auch nach einem Kaiserschnitt. Legen Sie Ihr Baby Bauch an Bauch, sodass es seinen Kopf beim Stillen nicht verdreht. Sein Mund sollte auf Höhe Ihrer Brustwarze sein. Ziehen Sie Ihr Baby zum Anlegen dicht an sich heran. Achten Sie darauf, dass Ihr eigener Kopf durch ein Kissen gut unterstützt ist, damit Schultern und Arme entspannt sind. Ein langes Stillkissen in Ihrem Lendenwirbel- und Rückenbereich macht diese Position noch angenehmer.

Zwillinge stillen

Als Zwillingsmama können Sie Ihre Babys nacheinander oder gleichzeitig stillen. Dafür ist die Rückenhaltung gut geeignet, wobei Sie diesmal jeweils ein Baby auf jedem Arm halten.

Was Sie vermeiden sollten

Achten Sie darauf, bestimmte Haltungen zu vermeiden, die für Sie oder Ihr Baby unangenehm sein können. Dies bezieht sich vor allem auf die ersten Wochen. Später kann ein Stillkind in nahezu fast jeder erdenklichen Position trinken. Achten Sie aber auch darauf, dass es sich für Sie bequem anfühlt.

  • Körper und Kopf Ihres Babys in verschiedene Richtungen zeigen lassen
  • Den Körper Ihres Babys weit weg von der Brust halten
  • Ihr Baby beim Stillen im Nacken zu fassen und so an die Brust zu „drücken“.

Tipps für alle Stillhaltungen

Unabhängig von der Haltung sollten Sie alles tun, damit Sie und Ihr Baby sich wohl fühlen. Probieren Sie mal folgende Tipps aus:

  • Stützen Sie Ihren Körper. Benutzen Sie einen Stuhl mit Armlehnen und verwenden Sie viele Kissen, um Ihren Rücken und Ihre Arme zu stützen. Legen Sie die Füße hoch oder stellen Sie sich zumindest einen Hocker hin, auf dem Sie diese bequem abstellen können. Oder Sie machen es sich auf der Couch oder im Bett mit leicht erhöhtem Oberkörper gemütlich. Legen Sie Ihr Baby in Bauchlage schräg oben so auf Ihrem Bauch, dass es bequem die Brustwarze erreichen kann und Sie sein Gesicht sehen können. So wird es die Brust von selbst erfassen können, weil in dieser Position die Neugeborenreflexe, die auch beim Stillen hilfreich sind, besonders gut aktiviert werden.
  • Stützen Sie Ihre Brüste. Ihre Brüste fühlen sich wahrscheinlich schwerer an, wenn sie mit Milch gefüllt sind. Verwenden Sie, während des Stillens, Ihre Hände als Stütze. Halten Sie Ihre Finger von Brustwarze und Warzenhof fern, damit Ihr Baby nicht versehentlich daran saugt. Wenn Sie große Brüste haben, können Sie ein aufgerolltes Handtuch oder eine Decke unter Ihre Brust legen, um die Brustwarze in einem geraden Winkel zum Mund Ihres Babys zu halten.
  • Stützen Sie Ihr Baby. Stellen Sie sicher, dass Ihr Baby bequem und sicher liegt, damit es glücklich nuckeln kann. Verwenden Sie Ihren Arm oder Ihre Hand, um es an Ort und Stelle zu halten, oder legen Sie eine Decke oder ein Kissen unter Kopf und Rücken des Babys. Diese zusätzliche Unterstützung hilft, damit der Kopf Ihres Babys auf gleicher Höhe mit Ihrer Brust liegt. Sie können auch ein Kissen auf Ihren Schoß legen und das Baby darauf betten, damit Sie beide sich wohler.
  • Alternative Stillhaltungen. Etwas Abwechslung bei den Haltungen kann helfen, Schmerzen an den Brustwarzen, verstopfte Milchgänge und Brustinfektionen zu verhindern.
  • Wechseln Sie zwischen den Brüsten. Bieten Sie Ihrem Baby beide Brüste an, damit diese gleichmäßig stimuliert werden. Fühlen Sie, welche Brust sich schwerer anfühlt, wenn Sie nicht wissen, mit welcher Brust Sie anfangen möchten. Trotz gleichmäßigem Stillen an beiden Seiten, haben viele Frauen eine Brust, die gefühlt etwas mehr Muttermilch produziert. Das ist ganz normal.
  • Entspannen Sie sich. Gerade in den ersten Wochen ist es wichtig, dass Sie sich wirklich wohl fühlen. Wenn Besuch Sie beim Stillen stört, bitten Sie diesen hinaus. Gehen Sie vor dem Stillen auch ruhig noch mal auf die Toilette, da gerade die Mahlzeiten eines Neugeborenen auch gerne mal etwas dauern können. Stellen Sie sich etwas zu trinken und auch gerne ein paar gesunde Snacks breit, die sich einhändig essen lassen.

Wenn Sie Fragen zum Stillen haben oder mehr über das Stillen im Allgemeinen erfahren möchten, werfen Sie einen Blick auf unsere häufig gestellten Fragen zum Stillen.

und es kann durchaus etwas dauern, bis sich alles so für Sie eingespielt hat, dass sich das Stillen entspannt und selbstverständlich anfühlt. Geben Sie sich und Ihrem Baby etwas Zeit und holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung. Wenden Sie sich an eine Stillberaterin, Hebamme oder Ihren Arzt, wenn Sie sich Sorgen machen oder Fragen haben.

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