
Symptome
Wann es kein Windelausschlag ist
Wie kommt es zu Windelausschlag?
Vorbeugung und Behandlung
Symptome
Ihr Säugling oder Kleinkind kann Ihnen nun nicht durch Sprache mitteilen, was nicht in Ordnung ist. Daher drückt es sein Unbehagen durch Schreien und Reizbarkeit aus – besonders beim Wechseln der Windeln – möglicherweise aber auch durch Appetitlosigkeit.
Seborrhoische Dermatitis
Seborrhoische Dermatitis ist eine Hautkrankheit, die häufig im ersten Lebensjahr – dritte Lebenswoche bis dritter Lebensmonat – und bei Heranwachsenden auftritt. Als Ursache werden eine Überproduktion von Talg sowie ggf. zusätzliche Pilzinfektionen diskutiert. Diese Hautkrankheit macht sich durch scharf begrenzte Hautrötungen wechselnder Stärke bemerkbar. Sie sind zum Teil mit fettigen, gelb-glänzenden Schuppen bedeckt. Zunächst findet man diese Hautveränderungen nur vereinzelt, dann aber können es so viele werden, dass man meint, sie fließen zusammen. Zur Hautpflege wird Ihnen Ihr Kinderarzt ein spezielles Präparat verordnen können.
• Unzureichende Reinigung des Windelbereichs: Reinigen Sie die zarte Haut Ihres Kindes sanft und gründlich von allen Stuhl- und Urin-Rückständen. Verwenden Sie einen weichen Waschlappen und warmes Wasser.
• Zu seltenes Wechseln der Windeln: Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei Kleinkindern, deren Windeln häufiger gewechselt werden, seltener zu Windelausschlag kommt als bei Kindern, die lange Zeit die gleiche Windel tragen. Die Begründung: 1) bei Feuchtigkeit über längere Zeit wird die Schutzfunktion der Haut herabgesetzt, und die Haut entwickelt leichter Ausschläge; 2) je länger Urin und Stuhl zusammen an einer Stelle bleiben, desto länger kann dieses Gemisch die Haut des Kindes angreifen. Supersaugfähige Windeln können dies verhindern, indem sie Urin von der Haut Ihres Kindes fern halten.
• Hefepilzinfektionen: Ist die Haut Ihres Babys zu lange nass gewesen, kommt es leichter zu Hefepilzinfektionen (Windelsoor). Hierbei handelt es sich um die hartnäckigste Form des Windelausschlags. Ihr Kinderarzt weiß am besten, was er Ihrem Kind verordnen soll.
Vorbeugung und Behandlung
• Wechseln Sie die Babywindeln, wenn sie nass oder verschmutzt sind.
• Reinigen Sie den Genitalbereich Ihres Babys sorgfältig nach jedem Stuhlgang. Warten Sie mit der neuen Windel, bis der Bereich wirklich trocken ist. Vermeiden Sie es, die Haut zu viel oder zu stark zu reiben.
• Achten Sie darauf, dass die Windel nicht zu fest sitzt – das reibt und schädigt so die Haut.
• Versuchen Sie es mit einer supersaugfähigen Windel, die Flüssigkeit von der Haut Ihres Babys abzieht.
• Überprüfen Sie häufig den Windelbereich Ihres Kindes, wenn es Durchfall hat. Wechseln Sie seine Windeln dann häufiger.
Folgende Behandlungsmethoden haben sich bei bereits vorhandenem Windelausschlag bewährt:
• Wechseln Sie die Windeln Ihres Babys häufig, um die Feuchtigkeit auf seiner Haut zu reduzieren.
• Belüften Sie die Haut, indem Sie Ihr Kind jeden Tag für kurze Zeit ohne Windeln lassen. Halten Sie jedoch für den Notfall stets eine Windel oder ein Tuch bereit.
• Reinigen Sie nach dem Stuhlgang den Po Ihres Babys sorgfältig, und trocknen Sie ihn vor dem Anlegen einer Windel gut ab.
• Tragen Sie eine von Ihrem Kinderarzt empfohlene oder verordnete Salbe auf, damit kein Urin auf die entzündete Haut kommen kann.
• Suchen Sie Ihren Kinderarzt auf, wenn der Ausschlag nicht nach ein paar Tagen verschwunden ist oder wenn Sie Blasen bzw. eitergefüllte Pusteln sehen.