Frage:

Meine zehn Wochen alte Tochter ist ziemlich überdreht und schreit abends, als ob sie gegen den Schlaf ankämpft. Dann schläft sie nur bis Mitternacht. Was kann ich tun, damit sie zur Ruhe kommt?
Antwort:
Ihre Tochter kommt in die Phase, in der Kinder vor Lebensenergie überschäumen und Dampf ablassen müssen, bevor sie schlafen können. Es ist, als ob Schreien am Ende des Tages ihnen hilft, sich selbst in den Griff zu bekommen. Leider können Sie eigentlich gar nichts Besonderes tun, um ihr über die Unruhe am Abend hinwegzuhelfen, außer natürlich ihr viel Geduld und Liebe schenken. Damit sie sich beruhigt, vergewissern Sie sich, dass sie trocken und satt ist und dass sie es warm hat. Wickeln Sie sie kuschelig ein, wobei die Hönde nahe am Gesicht liegen sollten, so dass sie nuckeln kann, um sich selbst zu beruhigen. Eine andere bewährte Taktik ist, sie hin- und herzuwiegen oder sie in einer Babyschaukel oder Bauch- oder Rückentrage umherzutragen. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder, die zwei Stunden pro Tag herumgetragen werden, gleich oft, schreien aber weniger lange am Ende des Tages als Kinder, die nicht herumgetragen werden. Versuchen Sie, Ihre Tochter während des Tages herumzutragen und schauen Sie, ob die unruhigen Phasen des Schreiens am Abend dadurch kürzer werden. Wenn Sie allein mit einem schreienden Säugling fertig werden müssen, sind Sie wahrscheinlich gestresst, was Ihr Kind eher noch mehr aufregt. Lassen Sie andere Familienmitglieder oder Besucher einmal das Kind halten, so dass es sich beruhigt. Rechnen Sie damit, dass Ihr Kind den nöchsten Monat über oder auch noch ein wenig länger unruhig am Ende des Tages sein wird oder dass es sogar noch unruhiger wird. Danach aber wird es besser. Das ist nichts Außergewöhnliches und gehört zur normalen Entwicklung eines Kindes.