
Highlights des Pampers Live Chats mit Prof. Dr. Gerd Lehmkuhl und Dr. Leonie Fricke von der Universität Köln.
Meine Tochter schläft nicht durch.
Gesprächsauszug
Frage: Hallo, meine Tochter ist 17 Monate alt und schläft nicht durch. Ich habe schon alles ausprobiert. Lasse Babies mittags nur eine Stunde schlafen, lasse sie nachts weinen, gehe in Zehn-Minuten-Abständen zu ihr, nehme sie mit zu uns ins Bett, dort spielt sie nur, nach ein bis zwei Stunden schläft sie dann wieder. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Hat jemand Tipps?
Schlafexperten: Haben Sie schon einmal ein Schlafprotokoll geführt und eine Methode über einen längeren Zeitraum angewandt?
User: Schlafprotokoll habe ich noch keins geführt. Aber ich habe die Methode angewandt, sie 10 Minuten weinen lassen, dann wieder raus, 10 Minuten weinen lassen usw. Manchmal jammert sie auch nur, hat auch nichts mit draußen spielen oder sonst was zu tun.
Schlafexperten: Sicherlich ist es zunächst hilfreich, mit einem Schlafprotokoll das Schlafverhalten Ihrer Tochter über zwei bis drei Wochen zu beobachten. Wie oft müssen Sie denn nachts zu ihr gehen?
User: Kommt darauf an, manchmal bis zu 10-mal. Gebe ich ihr den Schnuller, schläft sie manchmal wieder ein. Dann kann es sein, dass sie für eine halbe Stunde ruhig ist, zwei Minuten jammert, zehn Minuten Ruhe, jammern, wieder Ruhe, bis zu 2 bis 3 Stunden pro Nacht. Und in der nächsten Nacht wacht sie nur einmal auf und schläft problemlos nach dem Schnullergeben wieder ein. Beim Einschlafen haben wir gar keine Probleme, man legt sie hin und sie schläft ein.
Schlafexperten: Vielleicht fällt Ihnen bereits selbst etwas an dem Schlafprotokoll auf. Ansonsten ist es sicherlich hilfreich, wenn Sie das Schlafprotokoll mit Ihrem Kinderarzt durchsprechen. Er ist ja bereits über die Schlafstörungen informiert. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und hoffen, dass Sie das Schlafproblem langfristig lösen können.
User: Wie soll das Schlafprotokoll aussehen? Auch Tagesablauf notieren?
Schlafexperten: Wenn das Einschlafen am Abend gut klappt, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass Ihre Tochter schon gelernt hat, in den Schlaf zu finden. Ihre Tochter kann diese Fähigkeit nun auf das Wiedereinschlafen in der Nacht übertragen. Vielleicht können Sie das Schlafritual, das Sie am Abend zum Einschlafen verwenden, auch in der Nacht einsetzen. Hierbei kann ein Schnuller oder etwas anderes hilfreich sein.
User: Das Einschlafritual besteht darin, sie hinzulegen, zu beten, und dann aus dem Zimmer zu gehen. Habe ich nachts auch schon probiert, hat nichts genutzt.
Schlafexperten: Wir denken, Sie sollten vielleicht über einen längeren Zeitraum hinweg das Schlafritual konsequent umsetzen. Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Kind, streicheln Sie es und vermitteln Sie ihm Geborgenheit. Manchmal braucht es etwas mehr Zeit, bis Kinder durchschlafen können.
User: Zu wem soll ich dann mit dem Schlafprotokoll gehen? Zum Kinderarzt? Der gab den Tipp mit dem Schreien lassen, rausgehen usw.
Schlafexperten: Am wichtigsten ist es, dass Sie die Schlaf-, Wach- und Essenszeiten notieren. Zusätzlich sollte erfasst werden, wo sie schläft und wann welche Beruhigungshilfen eingesetzt worden sind.
Mein Kind wird nachts mehrfach wach. (Teil 1)
Frage: Unser Sohn Florian ist jetzt acht Monate alt und hat sich mit fünf Monaten selber die nächtlichen Mahlzeiten abgewöhnt. Allerdings wird er mehrfach nachts wach und möchte seinen Schnuller wieder haben. Hat jemand Tipps, wie ich das ändern kann? Tagsüber schläft er mittlerweile nur noch knapp anderthalb Stunden, und an sich sind die Schlafstunden nachts völlig o.k., nur dieses ständige Aufwachen halt …
Schlafexperten: Das ist ja wirklich prima. Nächtliches Aufwachen ist völlig normal. Vielleicht können Sie den Schnuller so hinlegen, dass er ihn selbst finden kann.
User: Das mit den Schnuller selber finden klappt noch nicht, ich denke, dafür ist er noch zu klein. Aber wenn das normal ist, bin ich ja schon mal beruhigt. Das mit dem Einschlafen abends klappt nämlich ganz gut.
Mein Kind wird nachts mehrfach wach. (Teil 2)
Gesprächsauszug
Frage: Unser acht Monate alter Sohn wacht mehrmals nachts weinend auf, obwohl er keine Probleme mit dem Einschlafen hat und bis auf diese Unterbrechungen (drei- bis achtmal pro Nacht) seine 10 Stunden schläft. Er schläft in unserem Elternbett und lässt sich dann nur beruhigen, wenn wir zu ihm gehen und ihm über den Kopf streicheln und leise mit ihm reden. Dann schläft er sofort wieder ein. Wobei er gar nicht richtig wach zu werden scheint. Unser Kinderarzt hat uns zum Schreien lassen nach dem Schlafprogramm ""Jedes Kind kann schlafen lernen"" geraten. Das bringen wir aber nicht fertig, weil er wirklich immer sehr verzweifelt klingt. Was können wir tun? Manchmal hab ich das Gefühl, dass er schlecht träumt. Seit er anfängt, zu robben und erste Krabbelversuche macht, dreht er sich in seinem dicken Daunenschlafsack auch oft auf den Bauch und meckert dann, weil er nicht mehr alleine auf den Rücken kommt. Kann es vielleicht sein, dass er das am Tag erlebte Neue nachts verarbeitet?
Antwort anderer User: Das mit dem nachts Verarbeiten habe ich auch schon gehört. Besonders wenn die Kleinen gerade was Neues lernen, soll es möglich sein, dass sie dann schlechter schlafen. Aber sie lernen doch irgendwie immer was Neues, oder?
Frage: Hallo Schlafexperten, kann ich Ihre Ratschläge an die anderen User für mein o.g. Problem verwenden, oder haben Sie noch spezielle Tipps für mich? Wie viel Schlaf benötigt ein acht Monate altes Baby eigentlich insgesamt, bzw. wie viel Stunden sollten zwischen dem letzten Mittagsschlaf und dem Zubettgehen liegen?
Schlafexperten: Säuglinge brauchen zwischen 16 und 18 Stunden Schlaf. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Abweichungen von bis zu 2 Stunden möglich sind. Mit einem Schlafprotokoll können Sie das Schlafbedürfnis und den Schlafrhythmus Ihres Kindes herausfinden.
User: Vielleicht sollten wir alle einfach mehr Geduld haben und uns nicht so verrückt machen. Ich wünsche allen gute Nächte und noch viel Spaß mit Euren Kleinen. Vielen Dank an die Schlafexperten.
Mein Kind wird nachts mehrfach wach. (Teil 3)
Gesprächsauszug
Frage: Meine Tochter ist jetzt ein halbes Jahr alt und wacht bis zu achtmal pro Nacht auf. Sie weint dann ganz schrecklich und beruhigt sich erst nach langer Zeit wieder! Ist das normal? Wie kann ich ihr helfen?
Schlafexperten: Nächtliches Aufwachen ist ganz normal. Sprechen Sie ruhig mit Ihrem Kind, vermitteln Sie ihm Sicherheit und Geborgenheit.
User: Lieben Dank! Das beruhigt mich! Ist es o.k., dass sie in unserem Bett schläft oder sollte sie lieber im eigenen Bettchen schlafen?
Schlafexperten: Am sichersten schlafen Säuglinge auf dem Rücken und im eigenen Bettchen.
User: Ich bin aber vom nächtlichen Aufstehen schon jetzt so gerädert, dass die Vorstellung, nachts ins Kinderzimmer zu laufen, nicht gerade verlockend ist. Ist das wirklich notwendig?
Schlafexperten: Ist es möglich, dass Ihr Kind bei Ihnen im Schlafzimmer in seinem eigenen Bettchen schläft? Das ist bis zum Alter von zwölf Monaten häufig die beste Lösung.
User: Das wird mit dem Bettchen schon sehr eng werden – ich werde es aber mal versuchen! Herzlichen Dank! Eine letzte Frage: Was meinen Sie – wird das eine lange Umgewöhnungsphase nach sich ziehen? Schließlich ist meine Kleine ja jetzt an das Zusammensein mit uns und unser Ehebett gewöhnt!
Schlafexperten: Das kann man so genau nicht sagen. Versuchen Sie, Ihr Kind langsam an das eigene Bettchen zu gewöhnen. Führen Sie ein Schlafritual durch und zeigen Sie Ihrem Kind, dass – auch wenn es in seinem eigenen Bettchen schläft – Mama und Papa da sind.
User: Das klingt gut! Welches Schlafritual würden Sie empfehlen?
Schlafexperten: Ein Schlafritual sollte maximal 30 Minuten dauern. Es kann unterschiedliche Elemente enthalten. Sie sollten es auf das Alter und die Vorlieben Ihres Kindes abstimmen. Sie können z.B. etwas singen, ruhig mit ihm sprechen, es streicheln. Es gibt ja bereits viele Elternratgeber, in denen auch immer beschrieben ist, wie ein Schlafritual aussehen kann. Letztendlich sollten Sie es dann immer auf Ihr eigenes Kind abstimmen.
User: Herzlichen Dank! Ich werde mich da mal schlau machen! Wie schon gesagt: Ein super Service von Pampers! Danke!
Unser Sohn schläft in seinem eigenen Zimmer nicht durch.
Gesprächsauszug
Frage: Hallo Experten, unser Sohn ist zehn Monate, schläft schon im eigenen Kinderzimmer, hält uns momentan sehr auf Trab, weil der Kleine nachts oft aufwacht und weint. Mein Mann meint, wir müssten ihm mehr Zeit geben, sich zu beruhigen.
Schlafexperten: War das Durchschlafen im eigenen Kinderzimmer schon einmal besser?
User: Eigentlich nicht, aber er schläft auch erst seit einem Monat allein. Verwöhnen wir ihn zu sehr, wenn wir immer gleich hingehen, wenn er weint? Mein Mann sagt ja. Ich denke, wir müssen ihn in der neuen Situation unterstützen und können ihn, weil er so klein ist, noch nicht verwöhnen.
Schlafexperten: Ihr Sohn braucht wahrscheinlich noch etwas Zeit, sich umzugewöhnen. Gehen Sie kurz zu ihm, um ihn zu beruhigen. Vielleicht können Sie sich mit Ihrem Mann abwechseln?
User: Ist wahrscheinlich richtig, er soll ja selbstständig werden, aber eben nicht unter Druck. Wir probieren das mit dem Abwechseln aus und geben ihm noch mehr Zeit. Kann bestimmt auch meinen Mann überzeugen, dass das normal ist. Vielen Dank.
Neue Frage: Unser sechs Monate altes Kind schläft immer noch nicht in seinem Bett ein, wir hatten schon den Rat der Hebamme vom letzten Chat befolgt (ihn hinlegen, streicheln und Lieder singen), dieser führte leider nicht zu dem gewünschtem Ergebnis.
Schlafexperten: Wie lange führen Sie das neue Schlafritual schon durch?
User: Seit ca. einem Monat.
Schlafexperten: Halten Sie noch ein bisschen durch. Ihr Kind braucht vielleicht noch ein wenig Zeit, um sich umzugewöhnen.
User: Danke.
Mein Sohn hat tagsüber Einschlafprobleme.
Gesprächsauszug
Frage: Hallo, unser kleiner Sohn ist jetzt dreieinhalb Monate alt und hat vor allem tagsüber Einschlafprobleme. Erst meckert er nur, dann wehrt er sich richtig und wenn man ihn hochnimmt, wehrt er sich noch mehr und schreit erst. Nach einiger Zeit Schaukeln auf dem Arm schläft er dann ein oder wenn ich mich mit ihm hinlege. Abends haben wir das Problem weniger, dann schläft er meist ruhig in seinem Bett ein ohne Theater. Wie kann ich ihm helfen? Haben Sie ein paar Tipps für mich?
Schlafexperten: Haben Sie einen regelmäßigen Tagesablauf?
User: Ja, der ist schon regelmäßig. Manchmal gibt es minimale Verschiebungen, aber im Großen und Ganzen ist er gleich.
Schlafexperten: Es ist sehr gut, dass Sie bereits einen regelmäßigen Tagesrhythmus etabliert haben. Vielleicht sollten Sie darauf achten, dass genügend ruhige Phasen zwischen Spielen etc. vorhanden sind.
User: Eigentlich ist er richtig müde, es kommt mir so vor, als wenn er denkt, dass er etwas verpasst. Wie lange sollte denn z.B. eine Ruhephase zwischen Spielen, Essen und Schlafen sein?
Schlafexperten: Das ist schwer zu sagen. Achten Sie auf die Signale Ihres Kindes. Eine halbe Stunde sollte es schon sein.
User: Alles klar, vielen Dank.
Wie kann ich meinem Kind das Daumenlutschen beim Einschlafen abgewöhnen?
Gesprächsauszug
Frage: Hallo! Ich bin Mutter von zwei Söhnen. Beide nuckeln nachts immer am Daumen. Wie kann ich ihnen das abgewöhnen?
Schlafexperten: Wie alt sind Ihre Kinder?
User: Die beiden sind zwei und vier Jahre alt.
Schlafexperten: Vielleicht können Sie das Daumenlutschen ersetzten durch ein anderes Objekt (Stofftier oder so), das Ihrem Kind zur Beruhigung hilft. Ansonsten verliert sich das Daumenlutschen normalerweise von allein.
User: Danke für den Tipp! Kann sich mein Kind denn dann nicht an dem Stoff verschlucken oder ist das nicht vielleicht schlecht für die Zähne? Gibt es denn vielleicht spezielle Stofftiere, die völlig ungefährlich für meine Kinder sind? Ich werde es nun auf jeden Fall einmal mit den Stofftieren versuchen! Danke an die Experten und die anderen Chatbesucher!
Anderer User: Also ich schwöre ja auf Stofftiere der Marke ""Sigikit"". Die sind super süß und auch für Kleinkinder völlig ungefährlich!
Mein Kind hat wieder angefangen, nachts einzunässen.
Gesprächsauszug
Frage: Mein Kind hat wieder angefangen, nachts ins Bett zu nässen. Es ist schon vier. Sollte ich wieder auf Windeln umsteigen?
Schlafexperten: Seit wann hat Ihr Kind wieder begonnen, nachts einzunässen?
User: Seit ca. drei Wochen – ich kann mir nicht erklären warum und bin wirklich ratlos.
Schlafexperten: Es kann verschiedene Gründe geben, weshalb Ihr Kind wieder nachts einnässt. Sprechen Sie vielleicht zunächst mit Ihrem Kinderarzt. Es kann jedoch auch sein, dass das Einnässen bald wieder von allein verschwindet.
User: Ich werde auf jeden Fall mit dem Kinderarzt sprechen. Vorsorglich Windeln anzulegen ist nicht ratsam?
Schlafexperten: Die Windel ist häufig eine Erleichterung, da Sie dann das Bett nicht jedes Mal wieder neu beziehen müssen. Als Übergangslösung können Sie das ruhig so machen.
User: Vielen Dank für den Hinweis! Das ist eine große Erleichterung. Das nächtliche Bettbeziehen hat ganz schön geschlaucht. Ich hatte nur Angst, dass das demotivierend wirkt, weil sich mein Kind eigentlich schon zu groß für Windeln fühlt.
Schlafexperten: Versuchen Sie, mit Ihrem Kind zu sprechen und eine gemeinsame Lösung zu finden.