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Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken als neuste Empfehlung der Impfkommission. Pneumokokken und Meningokokken sind eine Gafahr für Ihr Baby

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Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken als neuste Empfehlung der Impfkommission. Pneumokokken und Meningokokken sind eine Gafahr für Ihr Baby
Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken.

Seit diesem Jahr empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) erstmalig die Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken Typ C für alle Säuglinge und Kleinkinder. Durch Impfungen gegen Pneumokokken und Meningokokken sollen die schweren Erkrankungen durch Pneumokokken und Meningokokken, die zu Behinderung und Tod führen können, verhindert und die Verbreitung der Erreger in der Bevölkerung insgesamt verringert werden. Geimpft wird mit so genannten Konjugat-Impfstoffen, die auch für Kinder unter 2 Jahren geeignet sind.

Pneumokokken und Meningokokken gehören zu den häufigsten Erregern von schweren bakteriellen Infektionen bei Säuglingen und Kleinkindern, insbesondere von Sepsis („Blutvergiftung“) und von eitriger Meningitis (Hirnhautentzündung). Die Pneumokokken und Meningokokken besiedeln den Nasen-Rachen-Raum. Wird die Schleimhautbarriere durchbrochen, kann es zu einer invasiven Infektion kommen. Diese betrifft den ganzen Organismus und kann innerhalb von wenigen Stunden zum Tod führen.

Eine Sepsis beginnt oft ohne Vorzeichen aus völliger Gesundheit heraus mit schwerem klinischen Krankheitsbild und vielen Todesfällen. Spätschäden können bis zum Absterben und nachfolgender Amputation von Gliedmaßen führen.
Eine Meningitis kann ebenfalls lebensbedrohlich werden. Auch Folgeschäden wie beispielsweise Hörstörungen, Entwicklungsverzögerungen und andere Spätschäden sind möglich.

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) erregen unter anderem Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- und Lungenentzündungen. Dringen die Erreger in den Blutkreislauf ein, sprechen Ärzte von einer „invasiven“ Infektion. Letztere sind besonders häufig in den ersten beiden Lebensjahren und bei älteren Personen. Schätzungsweise erkranken in Deutschland pro Jahr etwa 970 Kinder unter 5 Jahren daran, davon etwa 680 an den im Impfstoff enthaltenden Serotypen. Etwa 19 Kinder sterben, und ca. 38 Kinder behalten bleibende Schäden.

Für die invasiven Erkrankungen durch Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind in Deutschland vor allem die Typen B und C verantwortlich. Kinder unter 5 Jahren erkranken am häufigsten, außerdem 15- bis 19-jährige Jugendliche. Man schätzt etwa 211 Erkrankungen durch Typ C jährlich, 21 bis 25 Patienten sterben und etwa gleich viele leiden an Folgeschäden.

Der konjugierte Pneumokokken-Impfstoff enthält sieben Serotypen („7-valent“). Die viermalige Impfung gegen Pneumokokken beginnt mit dem vollendeten zweiten Lebensmonat, in der Regel gleichzeitig mit den anderen für Säuglinge und Kleinkinder empfohlenen Impfungen, einzige Ausnahme: sie soll nicht mit der Meningokokken-Impfung zusammen erfolgen. Geimpft werden sollten alle Kinder bis 24 Monate, außerdem Menschen über 60 Jahren und Menschen mit bestimmten chronischen Grundleiden.

Mit dem konjugierten Meningokokken C-Impfstoff wird einmal zu Beginn des zweiten Lebensjahres geimpft. Diese Impfung kann zusammen mit einer Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) durchgeführt werden. Sie sollte aber nicht zusammen mit Masern-, Mumps-Röteln-Impfungen in Kombination mit einer Windpocken-Impfung (MMR+V oder MMRV) erfolgen und nicht zusammen mit der Pneumokokken-Impfung gegeben werden. Nachholimpfungen jenseits des zweiten Lebensjahres werden empfohlen, besonders vor Reisen in Risiko-Gebiete und bei gesundheitlich gefährdeten Personen.


 
 
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