Frage:
Bald fange ich an, in Teilzeit zu arbeiten. Ich stille es und möchte dies weiterhin nachmittags tun. Kann ich dem Kind morgens ein Fläschchen mit Fertigmilch geben und es nachmittags stillen, ohne meine Milch morgens abzupumpen?
Antwort:
Dr. Dixon: Schön, dass Sie Ihr Kind auch weiterhin stillen möchten. Das ist nicht nur eine ausgezeichnete Möglichkeit, tagsüber die Nähe zu Ihrem Kind aufrecht zu erhalten, sondern Sie können ihm auf diese Weise auch noch ein wenig Schutz geben gegen vieles, was das Kind aus der Kindertagesstätte mitbringen könnte. Um den Übergang zu erleichtern, können Sie drei bis vier Wochen, bevor Sie wieder anfangen zu arbeiten, Muttermilch abpumpen und einfrieren. Milch kann auch eingefrorene verwendet werden. Sie sollten auch das Auftauen der Milch und Fläschchengeben ausprobieren. Es kann nämlich gut sein, dass Ihr Kind anfangs die Flasche von Ihnen nicht so ohne weiteres akzeptiert. Lassen Sie dann Ihren Partner die Flasche geben. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Milchproduktion abnimmt, sollten Sie jedoch Folgendes beachten: Stillen Sie Ihr Kind, bevor Sie zur Arbeit gehen und pumpen Sie die Milch, die es nicht getrunken hat, für eine spätere Mahlzeit ab. Pumpen Sie mindestens einmal an Ihrer Arbeitsstelle ab, z. B. in der Kaffee- oder Mittagspause, und stillen Sie ihr Kind, wenn Sie es nachmittags abholen. Pumpen Sie auch diesmal alle übrig gebliebene Milch ab. Diese überschüssige Milch ist praktisch für den nächsten Tag, wenn Ihr Kind in der Kindertagesstätte ist. Da sich das Stillen abends stark auf jene Hormone auswirkt, die die Aufrechterhaltung der Milchproduktion bewirken, sollten Sie Ihr Kind auch abends stillen. Sie können es auch in der Nacht stillen, wenn Sie möchten, obwohl Kinder in diesem Alter nachts nicht mehr unbedingt gefüttert werden müssen. Viele Frauen stillen weiter, auch nachdem sie wieder angefangen haben zu arbeiten. Es ist sehr begrüßenswert, dass sich heutzutage Stillen und Arbeiten nicht mehr ausschließen.