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Die körperliche Entwicklung der Kinder ist genau so wichtig wie deren gesellschaftliche Entwicklung. Die Entwicklung –mit den Augen der Kinder gesehen

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Es gibt drei Bereiche der Entwicklung: die physische, die kognitive und die soziale. Die körperliche Entwicklung der Kinder ist genau so wichtig wie deren gesellschaftliche Entwicklung

Wenn Kinder heranwachsen, entwickeln sie sich in jedem dieser Bereiche und formen eine individuelle Person.

Neben der körperlichen Entwicklung der Kinder ist auch ihre gesellschaftliche Entwicklung von Bedeutung.

Die körperliche Entwicklung der Kinderist die allmähliche Kontrolle über den Körper, von der Gewichtsverlagerung als Baby bis zu besserer Feinmotorik als Kind.

Die kognitive Entwicklung eines Kindes ist die Entwicklung des Denkprozesses und Urteilsvermögens, also wie wir uns der Realität stellen und Probleme überwinden. Sie besteht aus Denken, Erinnern, Sprechen, Wissen und Lernen: Elemente, die die Erfahrungen des Kindes zur Welt, in der es aufwächst, ausmachen.

Die gesellschaftliche Entwicklung der Kinder umfasst das Erlernen von Umgangsformen, anhand derer wir die Gefühle anderer verstehen und wir unser Verhalten verändern, um uns der Gesellschaft anzupassen.

Die Entwicklung – mit den Augen eines Kindes gesehen: Drei bis vier Jahre
körperliche Entwicklung der Kinder:



  1. Ich will mich ständig bewegen. Ich habe viele Gedanken und Gefühle, die ich durch Bewegung ausdrücke, weil mir noch einige Worte fehlen, um über alles sprechen zu können.



  2. Mein Gang ist viel schneller und koordinierter als noch vor einem Jahr.



  3. Ich kann mir bereits mit beiden Händen ein Getränk einschenken, es ist aber noch schwierig, zu stoppen, bevor es überläuft.



  4. Ich kann meine Kleider aufknöpfen. Das Zuknöpfen ist noch etwas schwierig.


Wie gut meistere ich die Körperhygiene?



  1. Ich will alles selber machen! Ich kann die Box selber öffnen und meine feuchten Toilettentücher herausziehen. Ich reinige mir meinen Hintern schon selbst, aber manchmal kann ich nicht alles allein machen.



  2. Das Händewaschen ist schon einfacher. Ich kann die Schaumseife aus dem Behälter pumpen und beide Seiten meiner Hände mit Seife einreiben und dann meine ganzen Hände, nicht nur die Handflächen, mit Wasser spülen.



  3. In der Badewanne habe ich Spaß, aber Mama will, dass ich mich wasche, und das ist langweilig. Wenn ich mir Mühe gebe, kann ich meinen Körper schon ganz gut waschen. Ich kann mir auch schon meine Haare shampoonieren, aber ich wasche mein Haar nicht gerne, weil ich es nicht mag, wenn Seife oder Wasser in meine Augen kommen.



  4. Ich kann mich anziehen und ausziehen.


Gesellschaftliche Entwicklung der Kinder:



  1. Ich spiele jetzt mit meinen Freunden, und das prägt mein Verhalten. Ich spiele aber immer noch gerne alleine, wenn sonst niemand da ist.



  2. Ich kann mir die Welt immer noch nicht von der Ansicht einer anderen Person aus vorstellen. Deshalb bin ich mit meinen gleichaltrigen Spielkameraden nicht so befreundet, wie Erwachsene das Konzept von Freundschaft verstehen.



  3. Ich weise oft leblosen Objekten Gefühle zu, wie in Bilderbüchern. Für mich ist das dann oft so wirklich, dass ich Realität und Fantasie oft verwechsle.



  4. Ich liebe Überraschungen und Geheimnisse.



  5. Vorbilder des gleichen Geschlechts faszinieren alle meine Spielkameraden.



  6. Ich knüpfe vor allem Kontakt mit Freunden des gleichen Geschlechts.


Kognitive Entwicklung der Kinder:



  1. Mein Vokabular umfasst jetzt 900 bis 1.000 Wörter. Das ist nicht viel, aber ich lerne täglich hinzu. Meine Sätze werden länger, sie enthalten mehr Verben und ich kenne ungefähr 1.000 Sätze, die ich verwenden kann.



  2. Meine Einbildungskraft ist nicht zu stoppen, und ich erfinde zu allem und jedem Geschichten.



  3. Ich habe neue Gefühle wie Scham, Schuld und vor allem Stolz! Ich weiß, wie ich sein will.



  4. Ich verstehe so langsam, was ein Wettstreit ist, wie es sich anfühlt, zu gewinnen oder zu verlieren, und welche Talente ich habe. Ich will unbedingt gewinnen.



  5. Ich denke immer noch, dass Menschen ihrer Wünsche entsprechend handeln.



  6. Ich kann mich drei Minuten lang auf etwas konzentrieren. Ich kann mich erinnern, was gestern geschehen ist.


Die Entwicklung – mit den Augen eines Kindes gesehen: Vier bis fünf Jahre

körperliche Entwicklung der Kinder:
  1. Meine Feinmotorik und mein Gleichgewicht sind beinahe so gut wie die eines Erwachsenen. Was mir noch fehlt ist ein räumliches Bewusstsein – ich falle zwar nicht mehr so oft um, aber du musst mich noch beobachten, wenn ich die Straße überquere oder von einer zu hohen Mauer runterspringen will.



  2. Ich habe schon gute Kontrolle über meine Hände und kann mich alleine anziehen. Ich kann mir schon beinahe meine Schuhe alleine schnüren, das bedeutet, dass ich schon fast ein Erwachsener bin, das ist nämlich ganz schön schwierig!



  3. Beim Essen bin ich auch nicht mehr so chaotisch. Ich brauche noch Hilfe beim Zerschneiden des Essens, aber ich bin jetzt schon ein Großer und kann mit Löffel und Gabel essen.


Soziale Entwicklung:



  1. Ich spiele immer mehr nur mit Kindern meines eigenen Geschlechts. Ich guck' das Verhalten der Geschlechter bei Mama und Papa ab. Ich suche nach Gesten, Gefühlen, Verteidigungsmechanismen und Selbstverständnis, um meine eigene Sexualität zu verstehen. Ich weiß jetzt, dass mein Geschlecht für immer feststeht.



  2. Beim Spielen mit meinen Freunden bleiben wir eher in der Realität, als in eine Fantasiewelt zu reisen. Wir machen viel Rollentausch. Dadurch eröffnen sich mir viele Perspektiven.



  3. Ich schwindle auch mal, wenn ich etwas Dummes angestellt habe und vermeiden will, dass man mit mir schimpft. Die meisten meiner Freunde lügen auch. Unser Moralsinn ist noch sehr simpel. Er entwickelt sich jedoch und basiert nicht nur auf Gerechtigkeit, sondern umfasst auch Mitgefühl.



  4. Ich kann noch nicht diskutieren, überzeugen und argumentieren wie ein Erwachsener.


Kognitive Entwicklung:



  1. Mensch! Ich kann schon richtig gut sprechen, mein Vokabular umfasst 1.500 Wörter!



  2. Ich verstehe das Konzept von kleiner und länger, wenn mir Gegensätze dargelegt werden.



  3. Ich erkenne Dinge beinahe so gut wie Erwachsene, ich kann mich aber nicht so gut daran erinnern. Mein Erinnerungsvermögen wird besser, obwohl ich eigentlich gar nicht weiß, was ein Erinnerungsvermögen ist.



  4. Ich mag es nicht, wenn jemand meine Routine ändert. Das verunsichert mich – wie kann ich dann wissen, was zu tun ist?



  5. Meine Sprachfähigkeiten entwickeln sich rasant.



  6. Ich frage oft „Warum?“. Diese Neugier sowie der Mut, den ich von meinem neuen Machtgefühl bekomme, schicken mich los auf eine spannende Entdeckungsreise. Ich lerne durch Erfahrung, und alle neuen Erfahrungen ändern meine Perspektive meines Platzes in der Welt.



  7. Ich verstehe jetzt zwei wirklich große Konzepte. Erstens wissen andere Menschen nicht unbedingt, was ich tue, und zweitens muss nicht alles einen Grund haben. Meine Neugierde ist unersättlich.


Wie gut meistere ich die Körperhygiene?



  1. Mama und Papa gehen immer noch mit mir auf die Toilette und helfen mir, mich richtig zu verhalten. Ich möchte es aber nicht immer auf ihre Art tun.



  2. Ich kann jeweils ein feuchtes Toilettentuch aus der Box nehmen. Das war vorher zu knifflig.



  3. Manchmal kommt es vor, dass ich so ins Spiel vertieft bin, dass ich einfach nicht auf die Toilette gehen will, und ich halte alles ein. Das mache ich auch, wenn wir außer Haus sind, weil ich nicht in einem fremden Haus auf die Toilette gehen will. Was passiert, wenn ich etwas schmutzig mache, oder es hier nicht die gleichen Toilettentücher gibt, die ich zu Hause habe?



  4. Ich kann mit dem Schaum in der Badewanne viele Blasen machen, das ist lustig! Wenn wir meine Haare waschen, schäume ich das Shampoo schön auf. Ich versuche auch, es auszuspülen, ich habe aber immer noch etwas Angst davor, dass die Seifenblasen in meine Augen gelangen. Manchmal wird's mir langweilig und es ist mir egal, dass ich mich nicht gut wasche.


Die Entwicklung – mit den Augen eines Kindes gesehen: Fünf bis sechs Jahre
Körperliche Entwicklung:



  1. Ich liebe körperliche Spiele, bei denen ich meine neu erlernten Fähigkeiten anwenden kann, wie Fahrradfahren, auf Bäume klettern, Rollschuhfahren, Seilspringen und Gymnastik. Ich liebe es auch, Sachen festzukleben, auszumalen, auszuschneiden und aufzukleben.



  2. Wenn ich mich zum Essen hinsetze, kann ich schon ein Messer benutzen, um weiche Sachen aufzustreichen.


Soziale Entwicklung:



  1. Ich bin jetzt weniger davon überwältigt, wie riesig die Welt ist, und ich habe die Lage besser unter Kontrolle. Ich bin weniger ängstlich als noch vor einem Jahr, ich beharre aber immer noch auf meiner Routine, zu Hause und in der Tagesstätte oder im Kindergarten, weil ich immer noch lerne, wie alles funktioniert.



  2. Ich frage um Erlaubnis, bevor ich etwas tue. Ich möchte verstehen, was los ist, und ich möchte eine gewisse Kontrolle über meine Umgebung haben. Wenn sich meine Routine ändert, möchte ich im Voraus darüber informiert werden, damit ich entsprechend planen kann.



  3. Ich möchte wirklich wissen, woher Babys kommen. Mama sagt, sie kommen aus dem Bauch von Müttern. Alle meine Freunde sind daran interessiert, wie ihre Körper funktionieren.



  4. Ich teile mein Spielzeug gerne, aber ich werde aufgebracht, wenn du mich nicht fragst, bevor du meine Sachen ausleihst.



  5. Ich erkenne, wie sich meine Handlungen auf die Gefühle anderer auswirken. Zuvor sah ich nur, welche Handlungen meine Aktionen zufolge hatten. Das ist der Anfang von Verantwortlichkeit und in Folge des Gewissens.



  6. Ich denke immer noch im Sinne von Gut und Schlecht, nicht Richtig und Falsch.



  7. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Welt vor mir war, und Orte existieren nur, wenn sie eine Bedeutung haben, wie der Ort, wo meine Oma wohnt.


Kognitive Entwicklung:



  1. Ich verwende Sprache auf kreative Weise und benutze spontan beschreibende Wörter.



  2. Ich kann drei aufeinanderfolgende Anweisungen befolgen, wie „Hol' deine Tasse, bring sie zu mir und stell' sie auf den Tisch“.



  3. Ich liebe Bücher mit Tieren, die sich wie Menschen verhalten und so leben wie wir, mit einer Mutter und einem Vater in einem Haus. Solche Geschichten verstehe ich.



  4. Ich möchte Klavier spielen, singen und tanzen.



  5. Ich verstehe Zeitkonzepte wie Morgen, Nachmittag, Nacht usw., und auch heute, gestern und morgen. Ich lebe aber immer noch im Hier und Jetzt und interessiere mich nur dafür, was jetzt gerade geschieht.



  6. Ich verstehe jetzt, was ein Erinnerungsvermögen ist, ich weiß aber immer noch nicht, wie viel Zeit ich damit verbringen muss, mich an etwas zu erinnern, indem ich es anschaue oder daran denke.


Wie gut meistere ich die Körperhygiene?








    • Ich kann selber baden, beim Aufdrehen des Wasserhahns muss mir jedoch ein Erwachsener helfen. Wenn ich müde bin, gebe ich mir nicht immer so viel Mühe, sauber zu werden.



    • Ich kann mir schon ziemlich gut die Hände waschen, und wenn der Wasserhahn nicht zu stark zugedreht ist, kann ich es ganz alleine machen.



    • Die Körperpflege ist jetzt nicht mehr frustrierend.



    • Es fällt mir schon viel leichter, meinen Hintern zu reinigen.






 
 
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Mitgliederkommentare

Es ist gut zu wissen! Danke für den Artikel

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