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Erkältung bei Kindern – wie kann man sie bekämpfen? Husten bei Kindern – was soll man dagegen tun? Welche Hustenarten treten bei Babies auf?

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Erkältung bei Kindern – wie kann man sie bekämpfen? Husten bei Kindern – was soll man dagegen tun? Welche Hustenarten treten bei Babies auf?
Alle Kinder bekommt irgendwann einmal Husten, besonders im Winter. Gegen die meisten der mehr als 200 Mikroorganismen, die Husten bei Kindern verursachen können, gibt es keine Vorbeugungsmaßnahmen. Husten ist zunächst einmal eine sinnvolle Reaktion des Körpers: Er hilft dem Kind, Rachen, Luftröhre, Bronchien und Lungen von Schleim, abgestorbenen Zellen und Mikroorganismen zu befreien. Dieser Schleim entsteht vermehrt bei praktisch jeder Infektionskrankheit der Atemwege. Selten einmal gelangen Nahrungsmittel in die Luft- statt in die Speiseröhre (meist eine Erdnuss!) und sehr selten werden auch einmal andere Fremdkörper wie Spielzeug oder andere Kleinteile verschluckt. Ihre Aufgabe ist es daher nicht unbedingt, den Husten bei Kindern zu stoppen, sondern seine Ursache zu finden. Um herauszufinden, warum das Kind hustet, müssen Sie darauf achten, wie sich der Husten äußert und wie Ihr Kind atmet.

Beachten Sie, dass Husten an sich für Kinder im Alter von mehr als einem Jahr selten ein Problem darstellt. Länger andauernder, schwerer Husten kann aber für einen Säugling sehr schnell erschöpfend sein. Nachstehend finden Sie eine Liste der häufigsten Hustenarten bei Babies und deren häufigsten Ursachen. Die Liste kann Ihnen vielleicht die Suche nach dem Grund für das Husten Ihres Kindes erleichtern.

Husten während einer Erkältung

Plötzlicher Husten

Bellender Husten

Husten bei einem Säugling, der jünger ist als drei Monate

Husten, begleitet von hohem Fieber

Husten, begleitet von stark verändertem Verhalten, üblicherweise mit Fieber

Husten, begleitet von Atembeschwerden

Husten mit blutigem Auswurf

Husten, der nachts schlimmer wird

Husten, der tagsüber schlimmer ist und zur Schlafenszeit nachlässt

Husten mit komischen Geräuschen, wenn das Baby einatmet

Husten mit komischen Geräuschen, wenn das Baby ausatmet

Husten, der zu Erbrechen führt

Husten, der länger als einen Monat andauert

Andere Familienmitglieder mit Husten

Husten lindern

Bevor Sie den Arzt anrufen

Husten während einer Erkältungskrankheit

Die meisten Erkältungen bei Kindern werden bei Babies von zwei Hustenarten: trockenem Husten oder von Husten mit Auswurf begleitet. Dieser Husten kann auch noch andauern, nachdem die anderen Symptome bereits abgeklungen sind. In diesem Fall brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Falls jedoch die nachfolgenden Symptome auftreten, rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt an:

  • Ihr Kind hustet so stark, dass seine Lippen dunkel anlaufen und es Atemnot bekommen

  • Das Kind macht am Ende eines Hustenanfalls pfeifende Geräusche (siehe ""Husten mit komischen Geräuschen, wenn das Kind einatmet"" weiter unten)
  • Ihr Kind hat Fieber mit einer Körpertemperatur von mehr als 38,5°C über mehr als 48 Stunden hinweg. Fieber ist eine normale Begleiterscheinung bei Infektionskrankheiten der Atemwege und ist nur dann ein Anlass zur Sorge, wenn es sehr hoch ist oder wenn sich das Kind aufgrund des Fiebers sehr krank fühlt.
  • Ihr Kind atmet schnell (mehr als 40 oder 50 Atemzüge pro Minute) und/oder die Haut zwischen den Rippen wird bei jedem Atemzug eingezogen. Ziehen Sie daher das Hemd des Kindes aus, um zu sehen, ob dies der Fall ist!
  • Ihr Kind ist jünger als vier Monate.

Plötzlicher Husten

Der Grund für plötzlich aus völliger Gesundheit heraus auftretenden Husten ist nicht selten ein Fremdkörper in den Atemwegen. In Deutschland ist dies in mehr als 90 % der Fälle eine Erdnuss! In Frage kommt aber auch z. B. ein Stück eines anderen harten Nahrungsmittels, ein Spielzeugteil, etwas Erbrochenes oder eine Münze. Säuglinge, die nach Gegenständen greifen können, sind am meisten gefährdet, besonders wenn sie ältere Geschwister haben, die das Baby füttern wollen oder ihm Spielzeug geben. Falls Sie vermuten, dass ein Gegenstand im Hals Ihres Kindes festsitzt, stecken Sie nicht Ihren Finger in seinen Hals. Das könnte Erbrechen auslösen und so die Situation verschlimmern. Entfernen Sie einen Gegenstand nur dann aus dem Mund eines Kindes, wenn Sie ihn sehen und problemlos entfernen können. Beruhigen Sie das Kind, halten Sie es still und rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt oder den ärztlichen Notdienst an.

Falls kein Fremdkörper die Atemwege versperrt, das Kind hohes Fieber, Atemnot und eine ""kloßige"" Sprache hat, sabbert, und darauf besteht, aufrecht zu sitzen, dann könnte eine schwere Krankheit vorliegen, die unter dem Namen Epiglottitis oder Kehldeckelentzündung bekannt ist. Rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt bzw. den ärztlichen Notdienst an. Eine Epiglottitis tritt heutzutage dank der Hib-Impfung in Deutschland praktisch nur noch bei nicht oder unvollständig geimpften Kindern auf. Siehe Impfungen.


Bellender Husten

Weitere Hustenarten bei Babies: Bellender Husten und Heiserkeit sind Symptome vieler Virusinfektionen, die den Kehlkopf mit den Stimmbändern und den darunterliegenden Teil der Luftröhre betreffen. Die Erkältung bei Kindern führt zur Anschwellung der Schleimhäute, daher zur Einengung der Atemwege und so zum Husten. In Deutschland spricht man von ""Pseudokrupp"", um die Krankheit von der Diphtherie, dem ""echten Krupphusten"" zu unterscheiden. In allen Zweifelsfällen zögern Sie nicht, unverzüglich einen (Kinder-)Arzt zu befragen. Rufen Sie ihn an falls …

  • Ihr Kind jünger als sechs Monate ist;
  • Ihr Kind Fieber bekommt, das auf über 38,5°C ansteigt;
  • der Husten plötzlich auftritt (siehe oben);
  • die Atemgeräusche des Kindes in den ruhigen Phasen zwischen den Hustenanfällen rasselnd klingen;
  • das Kind blass ist und eine kränkliche Gesichtsfarbe hat

Vereinbaren Sie einen Arzttermin, falls …

  • Ihr Kind jünger als ein Jahr ist;
  • die Pseudokrupp-Anfälle auch nach zwei Tagen nicht deutlich weniger werden;
  • Ihr Kind es nicht schafft, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Husten bei einem Säugling, der jünger ist als drei Monate

Husten bei einem Kind, das jünger ist als drei Monate, kann auf eine ernsthafte Krankheit hinweisen, etwa eine Lungenentzündung oder eine Bronchitis. Beide können für einen jungen Säugling gefährlich werden, wenn er sich durch die zusätzlich aufzubringende Atemtätigkeit und den Husten erschöpft. Rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt an, wenn der Husten mehr als ein paar Stunden andauert. Rufen Sie Ihn auch sofort an, wenn der Husten plötzlich auftritt und das Kind Fieber mit einer Körpertemperatur von 38,5°C oder mehr hat.

Husten, begleitet von hohem Fieber

Wenn der Husten mit einer Körpertemperatur von mehr als 38,5° C einhergeht, könnte das auf eine Lungenentzündung hinweisen, besonders wenn das Kind schnell atmet, teilnahmslos ist und keine Flüssigkeit mehr zu sich nehmen will. Fragen Sie sofort Ihren Kinderarzt.

Husten, begleitet von stark verändertem Verhalten, üblicherweise mit Fieber

Diese Symptome können z. B. auf eine Lungenentzündung hinweisen. Rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt an.

Husten, begleitet von Atembeschwerden

Atembeschwerden können Ausdruck einer schwerwiegenden Krankheit sein und sollten daher baldmöglichst von einem Kinderarzt abgeklärt werden. Falls die Symptome plötzlich auftreten, rufen Sie sofort den ärztlichen Notdienst an. Achten Sie auf folgende Anzeichen:

  • Ihr Kind atmet sehr schnell (40 bis 50 Atemzüge pro Minute).
  • Die Haut des Kindes wird bei jedem Atemzug zwischen seinen Rippen oder oberhalb des Schlüsselbeins eingezogen.
  • Das Kind weigert sich, sich hinzulegen, weil das Atmen dadurch erschwert wird, oder das Kind wird beim Hinlegen unruhig oder aufgeregt.
  • Das Kind kann keine Flüssigkeiten schlucken oder weigert sich, Flüssigkeiten zu sich zu nehmen.
  • Das Kind sabbert übermäßig.
  • Das Kind streckt seinen Hals heraus, um atmen zu können.
  • Es schläft wegen des Hustens weniger als eine Stunde am Stück.
  • Das Kind wirkt krank – die Lippen des Kindes verfärben sich dunkel und seine Haut ist sehr blass.

Husten mit blutigem Auswurf

Husten mit blutigem Auswurf ist meistens auf noch nicht lange zurückliegendes Nasenbluten oder eine Reizung der Nase zurückzuführen. In diesem Fall besteht kein Grund zur Sorge. Wenn das Kind jedoch kein Nasenbluten hatte, bedarf das Husten mit blutigem Auswurf einer sofortigen Abklärung durch einen Kinderarzt.

Husten, der nachts schlimmer wird

Meistens verschlimmert sich infektionsbedingter Husten nachts, weil der vermehrt produzierte Schleim aus Nasen- und Nebenhöhlen in den Rachen fließt, wenn Ihr Kind liegt. Dadurch kommt es zu einem Kitzeln im Hals, und das löst den Hustenreiz aus. Falls Ihr Kind die Nacht durchschläft, liegt wahrscheinlich keine besorgniserregende Situation vor. Falls der Husten das Kind jedoch wach hält, heben Sie den Kopf des Kindes mit einem Kissen unter der Matratze an. Legen Sie keine Kissen oder gefaltete Decken direkt in das Kinderbett, da Sie dadurch das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöhen und älteren Kindern vielleicht sogar das Atmen erschweren. Husten ohne Fieber, der über mehr als eine Woche ohne Besserungstendenz anhält, muss bei ungeimpften Kindern an einen Keuchhusten (Pertussis) denken lassen.

Husten, der tagsüber schlimmer ist und zur Schlafenszeit nachlässt

Husten, der tagsüber schlimmer wird, ist oft auf eine Allergie zurückzuführen. Bewegung, kalte Luft und Stress verschlimmern diese Art von Husten häufig noch. Infektionsbedingter Husten kann einige Tage oder bis zu drei Wochen dauern und muss nur behandelt werden, falls außer dem Husten noch weitere Symptome auftreten. Lassen Sie den Dingen einfach ihren Lauf, bis die Virusinfektion abgeklungen ist. Ihr Kind ist glücklicherweise nicht die ganze Zeit über ansteckend, sondern nur am Anfang. Wenn Ihr Kind in gutem Allgemeinzustand ist, aber nach einer Woche immer noch hustet, ohne dass sich eine Besserung abzeichnet, sollte ein Arzt die Symptome beurteilen. Auch die Frage, ob eine Allergie vorliegt, sollte vom Arzt geklärt werden.

Husten mit komischen Geräuschen, wenn das Kind einatmet

Eine geräuschvolle Atmung weist auf eine Behinderung der Luftströmung hin. Hört man das Geräusch vor allem während des Einatmens, liegt die Behinderung weiter oben, meist am Kehlkopf oder im Rachen. Rufen Sie Ihren Kinderarzt an und lassen Sie ihn die Geräusche, die Ihr Kind beim Atmen macht, übers Telefon anhören. Der Kinderarzt kann daraus möglicherweise wichtige Rückschlüsse ziehen. Falls Ihr Kind die nachfolgenden Symptome aufweist, rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt an. Wenn Sie ihn nicht erreichen, rufen Sie den ärztlichen Notdienst an.

  • Die Atemgeräusche des Kindes bleiben in den Ruhephasen zwischen den Hustenanfällen bestehen.
  • Das Kind leidet unter Atemnot (siehe weiter oben).
  • Das Kind will sich nicht hinlegen, da dadurch das Atmen erschwert wird und das Kind sich beunruhigt.
  • Das Kind sabbert.
  • Das Kind hat Schluckbeschwerden

Wenn Ihr Kind nach einem schweren, stakkatoartigen Hustenanfall tief Atem holt und dabei oft ein jauchzendes Geräusch macht, könnte es an Pertussis (Keuchhusten) leiden. Keuchhusten betrifft praktisch ausschließlich ungeimpfte Kinder. Keuchhusten kann gerade für sie lebensbedrohlich sein. Falls Sie vermuten, dass Ihr Kind an Keuchhusten leidet, rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt an. Falls Sie ihn nicht erreichen oder falls Ihr Kind sehr blass ist, rufen Sie den ärztlichen Notdienst an. Ein großer Teil der Säuglinge mit Keuchhusten hustet nur wenig. Diese Kinder hören vielmehr oft plötzlich und unerwartet auf zu atmen und müssen daher in einer Klinik mit einem Monitor überwacht werden.

Husten mit komischen Geräuschen, wenn das Kind ausatmet

Eine geräuschvolle Ausatmung weist auf ein Atemhindernis im Bereich der unteren Luftwege hin – meist sind die Bronchien betroffen. Man hört z. B. pfeifende, brummende oder rasselnde Geräusche. Die Ursache der Atembehinderung kann eine Infektion, eine Allergie, eine Überempfindlichkeit oder ein Fremdkörper sein (siehe ""plötzlicher Husten""). Diese keuchenden und pfeifenden Atemgeräusche haben Sie vielleicht schon einmal gehört bei einer Person, die an Asthma leidet. Rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt an und fragen Sie ihn, was Sie unternehmen müssen – es sei denn, es handelt sich um eine Allergie oder Überempfindlichkeit, die Sie bereits kennen, Sie verfügen über die nötigen Medikamente und beherrschen die nötigen Behandlungsmaßnahmen. Bringen Sie Ihr Kind ans Telefon. Wenn der Arzt das Kind atmen hört, kann er vielleicht schon besser entscheiden, was unternommen werden muss.

Husten, der zu Erbrechen führt

Husten mit Erbrechen findet man oft bei Säuglingen, da sie nicht richtig aushusten können. Sie verschlucken den Schleim und werden ihn etwas später wieder erbrechen. Wenn Husten mit Erbrechen jedoch von Atembeschwerden, einer Veränderung der Lippenfarbe oder einem Keuchen nach Ende eines Hustenanfalls (Keuchhusten siehe oben) begleitet wird, rufen Sie sofort Ihren Kinderarzt an.

Husten, der länger als einen Monat andauert

Ein solcher Husten ist meist lediglich auf das Pech zurückzuführen, dass das (Klein-)Kind eine Erkältung nach der anderen bekommt. Sicherheitshalber sollten Sie einen Arzttermin vereinbaren, um eine Allergie, eine chronische Infektion, eine Nahrungsmittel-Überempfindlichkeit oder eine chronische Krankheit auszuschließen. Der Arzt wird Sie fragen, ob Kontaktpersonen des Kindes an Atemwegserkrankungen leiden.

Andere Familienmitglieder mit Husten

Es ist immer ratsam, Ihr Kind von allen Personen mit Husten fernzuhalten, es sei denn, der Husten ist nicht durch eine Infektionskrankheit bedingt oder er klingt schon wieder ab. Dieser Rat gilt auch für Angestellte in der Kindertagesstätte und für Babysitter. Gegen einige schwerverlaufende Infektionskrankheiten ist das Kind dadurch geschützt, dass es vor der Geburt von der Mutter Antikörper erhalten hat. Diese Abwehrstoffe können eindringende Mikroorganismen bis etwa zum 3. bis 6. Monat mit einiger Sicherheit abwehren. Leider gibt es diesen Nestschutz nur für einige wenige – und wirklich nicht für alle – Mikroorganismen wie Haemophilus influenzae b oder für Pneumokokken, und leider verliert sich der Nestschutz, sodass das Kind etwa ab dem sechsten Monat auf seine eigenen Abwehrkräfte angewiesen ist. Auch das Stillen ist ein zusätzlicher Schutz gegen Infektionskrankheiten – aber wiederum gilt, dass auch dieser Schutz nur gegen einige Infektionskrankheiten besteht und zeitlich begrenzt ist.

Raucher stellen für Säuglinge ein großes Risiko dar, und zwar nicht nur, weil Raucher oft an Lungeninfektionen leiden, sondern auch, weil der Zigarettenrauch Kinder anfälliger für Krankheiten macht. Sorgen Sie deshalb wann immer möglich für eine rauchfreie Umgebung für Ihr Kind.

Erwachsene mit chronischem Husten, besonders ältere Menschen, können, zunächst ohne es zu wissen, an einer Tuberkulose leiden. Vermeiden Sie daher mit Ihrem Kind den Kontakt zu Erwachsenen, die einen chronischen Husten haben – der oft als Raucherhusten oder chronische Bronchitis abgetan wird, bis Sie sicher sind, dass keine Tuberkulose vorliegt.

Husten lindern

Die meisten Kinder, die an Husten leiden, brauchen keine spezielle Behandlung. Gegen die meist ursächlichen Erkältungen bei Babies kann man ohnehin nichts machen, und da der Husten dazu dient, die Infektion abzuwehren, sollte man ihn in unkomplizierten Fällen auch nicht mit irgendwelchen Medikamenten stoppen. Es ist für die Eltern jedoch schwierig, einfach abzuwarten und nichts tun zu können. Beachten Sie daher die folgenden Tipps:

  • Oft werden Dampfverdunster empfohlen, die kalte Luft abgeben. Solche Verdunster und auch Luftbefeuchter können hilfreich sein, wenn die Luft im Haus sehr trocken ist, da sich der vermehrt produzierte Schleim in feuchten Atemwegen leichter nach oben bewegt und ausgehustet werden kann.
  • Heben Sie den Kopfteil des Kinderbetts an (siehe oben). Legen Sie jedoch keine Kissen und kein flauschiges Bettzeug in das Kinderbett, da Sie dadurch das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöhen und älteren Kindern das Atmen weiter erschweren
  • Lutscher, Eis am Stiel und kühle Getränke – aber keine Zitrusgetränke und keine kohlensäurehaltigen Getränke – können einen gereizten Hals beruhigen.
  • Lassen Sie das Kind vermehrt trinken. So halten Sie den Schleim in den Atemwegen dünnflüssig und feucht, er kann leichter abgehustet werden. Dies ist zudem wichtig, weil Kinder mit Husten oft viel Flüssigkeit verlieren. Viele Kinder weigern sich auch zu essen, wenn sie krank sind. Dies ist – zeitlich begrenzt – in Ordnung, solange sie genug trinken.
  • Geben Sie Kindern, die jünger als vier Jahre alt sind, nie Hustenbonbons, da Bonbons in diesem Alter eine Erstickungsgefahr darstellen. Fragen Sie also immer zuerst Ihren Kinderarzt, bevor Sie Ihrem Kind ein Hustenmedikament verabreichen. Einige Hustenmittel können sogar zu zusätzlichen Problemen führen, vor allem, wenn sie mehrere verschiedene Wirkstoffe enthalten.

Bevor Sie den Kinderarzt anrufen

Die meisten Ursachen von Husten können problemlos zu Hause behandelt werden, und Sie brauchen keinen besonderen ärztlichen Rat. Wenn Ihr Kind jedoch ernsthafte Symptome aufweist – wenn es sehr krank aussieht, blass ist, sich anders als normal verhält oder eines der oben beschriebenen, ernsthaften Symptome zeigt – rufen Sie auf jeden Fall Ihren Kinderarzt an. Falls es keine Notfallsituation ist, nehmen Sie sich einige Minuten Zeit und tragen Sie die folgenden Informationen zusammen, bevor Sie zum Telefonhörer greifen. Diese Informationen helfen Ihrem Kinderarzt, eine genaue Diagnose zu stellen.

  • Seit wann leidet Ihr Kind an Husten?
  • An welchen anderen Symptomen leidet das Kind (z. B. Erbrechen, Fieber, Schlafstörungen)? Wie lange dauern diese Symptome schon an, und wie schwer sind sind
  • Nimmt das Kind Flüssigkeit zu sich?
  • Durch welche Maßnahmen/wann wird der Husten gelindert? Wodurch/wann wird der Husten schlimmer?
  • Ist ein anderes Familienmitglied, eine Person in der Kindertagesstätte oder eine andere Kontaktperson ebenfalls krank
  • Wie schnell atmet das Kind? Wird die Haut im Raum zwischen seinen Rippen mit jedem Atemzug eingezogen? Ziehen Sie das Hemd des Kindes aus, um dies zu überprüfen.
  • Hat das Kind ungewöhnliche Atemgeräusche? Wie klingt der Husten? Setzen Sie Ihr Kind neben das Telefon, damit der Arzt hören kann, wie das Kind atmet oder hustet.
  • Hat das Kind alle nötigen Impfungen bekommen? Zur Beantwortung dieser Frage sollten Sie den Impfpass Ihres Kindes zu Hand haben.



 
 
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