Richtig Fläschchen geben

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Artikelzusammenfassung

"Grundlegende Fakten zum Füttern mit Fertigmilch"
Es gibt zwar nichts Besseres als Muttermilch, aber trotzdem erhalten die meisten Säuglinge auch schon vor dem sechsten Lebensmonat von Zeit zu Zeit Fertigmilch. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einige Frauen können aus medizinischen Gründen nicht stillen, andere Frauen haben vielleicht ihr Kind adoptiert. Einige Mütter stillen zunächst und gehen dann auf Fertigmilch über. In jedem Fall sollten Sie die grundlegenden Fakten zum Füttern mit Fertigmilch kennen.

Falls Sie stillen, warten Sie drei bis vier Wochen, bevor Sie dem Kind zusätzlich Fertigmilch geben, damit Ihre Milchproduktion nicht nachlässt.

Auch wenn Sie Ihrem Säugling die Flasche geben, können Sie ihm wundervoll Nestwärme vermitteln, und Sie können die Fütterungszeiten nutzen, um einander kennen zu lernen. Der Vater, andere Familienmitglieder oder Betreuer können ab dem Zeitpunkt, an dem Sie auch Fertigmilch verwenden, Fütterungen übernehmen. Sorgen Sie dafür, dass sich das Kind bei jeder Fütterung Ihnen genauso nahe fühlt und genauso verhätschelt wird, wie wenn es gestillt werden würde. Heben Sie den Kopf des Kindes etwas an und halten Sie die Flasche hoch, damit das Kind nicht zu viel Luft schluckt.

  Die Wahl der richtigen Fertigmilch

  Wie viel ist genug?

  Nützliche Tipps

  Vorsicht

Die Wahl der richtigen Fertigmilch

Industriell vorgefertigte Säuglingsnahrung enthält alle Nährstoffe, die Ihr Kind braucht. Für die so genannte "Säuglingsanfangsnahrung" gelten nämlich strengste Anforderungen hinsichtlich Zusammensetzung und Qualität. Diese Anforderungen sind in Richtlinien der Europäischen Union aufgeführt und im Rahmen der "Diätverordnung" in deutsches Recht umgesetzt worden. Die EU-Richtlinien für "Säuglingsanfangsnahrung" finden Sie in der folgenden Tabelle.

Tabelle 1 – Auszüge aus Richtlinien der EU über Säuglingsanfangsnahrung (91/321/EWG; 96/4/EG) im Vergleich zu Nährstoffgehalten in reifer Muttermilch

Säuglingsanfangsnahrung
(pro 100g)
a
Muttermilch
Durchschnitt(Spanne)
(pro 100 g)
Energie (kcal) 60/75 71
Protein (g) 1,3-2,1 b 1,13 (1,03-1,43)
Fett (g) 3,1-4,6 c 4,03 (3,50-4,62)
Kohlenhydrate (g) 5-10 7,0
Laktose (g) 2,5 7,0
Modifizierte Stärke 2 g/100 ml oder
30% der Kohlenhydrate
-
Maltose, Saccharose,
Maltodextrine, Glukosesirup
möglich -
Saccharose 20% der Kohlenhydrate -
Natrium (mg) 14-42 13 (12-19)
Kalium (mg) 42-102 47 (46-64)
Calcium (mg) 35 32 (25-41)
Phosphor (mg) 18-63 15 (12-17)
Magnesium (mg) 3,5-10,5 3,1 (2,9-5,0)
Eisen (mg) 0,35-1,05 d 0,058 (0,026-0,058)
Zink (mg) 0,35-1,05 0,148 (0,120-0,390)
Kupfer (μg) 14-56 72 (24-77)
Jod (μg) 3,5 6,3 (4,3-9,0)
Vitamin A e (μg) 42-126 69 (52-73)
Vitamin E f (μg) 0,5/g mehrfach ungesättigter Fettsäuren 0,28 (0,15-0,54)
Vitamin C (mg) 5,6 4,4 (3,5-5,5)
Vitamin B1 (μg) 28 15 (13-17)
Vitamin B2 (μg) 42 38 (30-44)
Vitamin B6 (μg) 25 14 (9-17)
Niacin (mg) g 0,6 0,17 (0,13-0,20)
Folsäure (μg) 2,8 8,5 (-)
a. Angaben pro 100kcal wurden umgerechnet unter der Annahme von 67 kcal/100g
b. Kuhmilchproteine
c. Linalsäure 0,3 bis 1,2 mg/100 kcal; Laurin- und Myristinsäure
d. für Produkte mit Zusatz des jeweiligen Nährstoffes
e. Retinaläquivalente
f. Tacapheroläquivalente
g. Niacinäquivalente

Die Fertigmilch, die Sie kaufen, ist in ihrem Aufbau der Muttermilch so ähnlich wie möglich und sie ist darüber hinaus mit Eisen, anderen Mineralien und mit Vitaminen angereichert. Zwischen den gängigsten Marken bestehen keine relevanten Unterschiede. "Säuglingsanfangsnahrung" ist so zusammengesetzt, dass sie den Ernährungsbedürfnissen eines Kindes in den ersten vier bis sechs Monaten voll gerecht wird. Der Gehalt an Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten und anderen Bestandteilen ist gesetzlich festgelegt mit Angabe von Mindestwerten, Höchstwerten und ggf. der erlaubten Spannbreite. "Folgenahrungen" sind für die "... besondere Ernährung von Säuglingen über vier Monaten ..." bestimmt und stellen "... den größten flüssigen Anteil einer nach und nach abwechslungsreicheren Kost ..." dar. Die rechtlichen Regelungen für Folgenahrungen sind deutlich geringer als für die Anfangsnahrung. Wichtig zu wissen: Ernährungsphysiologisch gibt es keine zwingende Notwendigkeit für Folgenahrungen. In Deutschland erhalten aber "in der Praxis" die meisten Säuglinge ab dem zweiten Lebenshalbjahr eine "Folgenahrung" und keine "Anfangsnahrung" mehr.

Fertigmilch ist in zwei grundlegenden Varianten erhältlich:

  fütterungsfertig (am teuersten, wird meist nur in Kliniken verwendet)

  Pulver (preiswert)

Die Variante, die Zeit und Mühen erspart, ist am teuersten - was kaum verwundern kann. Wer Milchpulver richtig anrühren und einige Minuten Zeit für diese Arbeit investieren kann, der sollte sich ruhig für die preiswertere Variante entscheiden. Lesen Sie sorgfältig die Anweisungen des Herstellers durch, bevor Sie Milchpulver und Wasser vermischen. Wenn Sie mitten in der Nacht ein Fläschchen zubereiten, oder zu anderen Zeiten, wenn Sie besonders müde sind, so konzentrieren Sie sich, damit Ihnen keine Fehler unterlaufen.

Wasser und Fertigmilch

Sie brauchen zur Zubereitung der Fertigmilch für Ihr Kind kein abgefülltes Wasser zu verwenden - es sei denn, es gibt Probleme mit der örtlichen Wasserqualität. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, dem zuständigen Gesundheitsamt, der Gemeindeverwaltung oder direkt mit dem Wasserversorger Ihrer Region, falls Sie Fragen zur Wasserqualität in Ihrer Gegend haben. Es wird empfohlen, allen Kindern bis zum dritten Geburtstag D-Fluoretten zu geben. In der Kinderklinik der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz beginnen wir damit ab dem fünften Lebenstag. D-Fluoretten enthalten Vitamin D und Fluorid. Frühgeborene und Mangelgeborene (das sind Kinder mit einem zu niedrigen Geburtsgewicht) erhalten die D-Fluoretten, sobald sie ein Körpergewicht von 3000 Gramm erreichen. Kinder, die eine "balancierte (exakt berechnete) Diät" vom Arzt verordnet erhalten, brauchen keine D-Fluoretten, da alle nötigen Vitamine und das Fluorid bereits in der Nahrung enthalten sind. Kinder, die mit Wasser angerührte Fertigmilch in Gebieten erhalten, in denen die Fluoridkonzentration im Trinkwasser mehr als 0,3 mg/l beträgt, brauchen keine zusätzlichen Fluoride. Falls Ihr Trinkwasser mehr als 1 mg Fluorid/l enthält, sollte das Wasser nicht zur Anrührung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Die Fluoridkonzentration in Ihrem Trinkwasser erfahren Sie vom örtlichen Gesundheitsamt oder Ihrem Wasserversorger. Die Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin empfiehlt, Säuglingen und Kleinkindern keine fluorhaltige Zahnpasta zu geben. Sie verschlucken nämlich regelmäßig Zahnpasta, weshalb die Zufuhr an Fluor nicht mehr kontrollierbar ist. Für einen Anhalt über die optimale Fluorzufuhr für Ihr Kind klicken Sie auf dieses Link zum Robert-Koch-Institut . Alle weiteren Fragen kann Ihnen Ihr Kinderarzt beantworten. .

Wie viel ist genug?

Der Magen eines Neugeborenen kann direkt nach der Geburt etwa 5 bis 10 ml Flüssigkeit aufnehmen. Die tägliche Trinkmenge kann man mit der "Finkelstein-Formel" berechnen: Danach beträgt die tägliche Trinkmenge in den ersten zehn Lebenstagen: (Lebenstag - 0,5) x 70. Am zehnten Lebenstag trinkt ein Neugeborenes 500 bis 600 ml, also etwa die Menge, die 1/6 seines Körpergewichtes entspricht. Im Alter von zwei Monaten braucht der Säugling dann z. B. zwischen 700 und 900 ml täglich und ungefähr sechs bis sieben Mahlzeiten innerhalb von 24 Stunden.

In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie, wie viel Fertignahrung Ihr Säugling in Abhängigkeit von seinem Alter ungefähr braucht und wie oft er gefüttert werden muss:

Alter Menge pro Mahlzeit Häufigkeit der Mahlzeiten
Neugeborenes 60 bis 90 ml Alle drei bis vier Stunden
Ein Monat 120 ml Alle vier Stunden
Zwei Monate 120 ml Sechs bis sieben Mahlzeiten pro 24 Stunden
Vier Monate 120 bis 170 ml Sechs Mahlzeiten pro 24 Stunden
Sechs Monate 170 bis 220 ml Fünf Mahlzeiten pro 24 Stunden
Ein Jahr 450 bis 680 ml Drei bis vier Mahlzeiten pro 24 Stunden

Sie können die nötige Nahrungsaufnahme Ihres Kindes auch folgendermaßen berechnen:

  Die tägliche Nahrungsmenge beträgt:

Alter Trinkmenge in ml pro kg
Körpergewicht und Tag
entspricht einem Anteil des
Körpergewichtes von etwa
Frühgeborene 180 bis 200 ml 1/5
1. bis 3. Lebensmonat 150 bis 170 ml 1/6
4. bis 6. Lebensmonat 140 bis 160 ml 1/7
7. bis 9. Lebensmonat 110 bis 140 ml 1/8
10. bis 12. Lebensmonat 100 bis 120 ml 1/10

Die Trinkmenge sollte aber nie größer als 1000 ml pro Tag sein.

  Fertigmilch bewegt sich langsamer durch den Verdauungstrakt als Muttermilch. Die Zeitspanne zwischen den einzelnen Mahlzeiten ist daher etwas länger (drei bis vier Stunden) und der Stuhl des Kindes ist etwas "trockener" als der von Kindern, die gestillt werden.

Denken Sie daran, dass jeder Säugling unterschiedlich ist und dass jedes Kind bei jeder Mahlzeit und jeden Tag unterschiedlich viel Nahrung aufnimmt. Zwingen Sie Ihr Kind nie zu essen, bieten Sie ihm aber zu den Mahlzeiten immer genug Nahrung an. Bei einem Kind, das oft aufstößt, sind möglicherweise häufigere Mahlzeiten mit kleineren Mengen angebracht. Ihr Kind wird Sie wissen lassen, wie es gefüttert werden will.

Nützliche Tipps

  • Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Neugeborenes in den ersten Tagen nach der Geburt an Gewicht verliert. In den ersten Tagen nach der Geburt verliert ein Neugeborenes durchschnittlich 3% bis 6% seines Geburtsgewichtes, macnhmal sogar bis zu 10%. Nach fünf bis zehn Tagen wird das Geburtsgewicht wieder erreicht, danach setzt ein rasches Körperwachstum ein. Falls Sie wegen des Gewichtsverlustes beunruhigt sind, wenden Sie sich an Ihren Kinderarzt.
  • Flaschenhygiene: Um es vorweg zu sagen: es ist zu Hause praktisch unmöglich, Säuglingsnahrung steril zuzubereiten. Auch ein Kind, das gestillt wird, bekommt keinesfalls sterile Nahrung - es werden immer auch Hautbakterien von der Mutter mit aufgenommen. Ob Stillen oder Fertignahrung - es gilt die Regel, dass Säuglingsnahrung zwar nicht "steril" (= keimfrei) sein muss, wohl aber keimarm. Bakterien vermehren sich rasch - einige Arten einmal alle 20 Minuten! - wenn sie ausreichend Nährstoffe - z. B. Milchreste - vorfinden. Daher ist die wichtigste Hygienemaßnahme im Umgang mit Säuglingstrinkflaschen: gut waschen und alle Nahrungsrückstände entfernen. Sterilisieren ist dann gar nicht mehr notwendig. Selbst wenn nach dem Waschen der Flasche noch einige Bakterien am Glas haften, so ist das unschädlich, denn diese Bakterien können sich - ohne Nährstoffe - nicht vermehren. Also: Entfernen Sie - am besten gleich nach jeder Mahlzeit - alle Nahrungsrückstände aus der Säuglingsflasche, aus dem Sauger und vom Schraubverschluß und spülen Sie diese Gegenstände gründlich mit heißem, sauberem Wasser. "Auskochen" und "Sterilisieren" erübrigt sich dann.
  • Waschen Sie sich gründlich Ihre Hände, bevor Sie Fertigmilch zubereiten - so vermeiden Sie, dass die Nahrung Ihres Kindes mit Bakterien von Ihrer Haut verunreinigt wird. Vergewissern Sie sich vor jeder Nahrungszubereitung, dass alle benötigten Behälter und Geräte wirklich sauber sind.
  • Angerührte Fertigmilch wird am besten gleich verfüttert. Hat Ihr Kind auch nur einmal an der Flasche gesaugt, ist die Milch mit Bakterien kontaminiert. Diese Bakterien fangen nach wenigen Minuten an, sich zu vermehren - besonders bei Raumtemperatur! Wir empfehlen daher prinzipiell, "angefangene Milch", die einmal am Mund des Kindes war, nach einigen Stunden weg zu werfen oder sie spätestens bei der nächsten anstehenden Mahlzeit zu verfüttern. Zwar kann man theoretisch einmal angerührte Milch bis zu 48 Stunden lang im Kühlschrank aufbewahren; das Risiko, stark bakterienhaltige und damit "verdorbene" Milch zu verfüttern ist jedoch wesentlich niedriger, wenn die Milch bis maximal zur nächsten Mahlzeit aufbewahrt wird - am besten im Kühlschrank.
  • Sie müssen die Fertigmilch nicht unbedingt aufwärmen. Aber: Nur wenige Säuglinge mögen ganz kalte Milch. Jedes Kind ist aber unterschiedlich. Achtung! Mikrowellen erwärmen Fertigmilch ungleichmäßig! Die Temperatur in der Milch ist stark ungleichmäßig verteilt. Es gibt Regionen, die noch kalt sind und andere, die sehr heiß sind. Daher schütteln Sie die Fertigmilch ausgiebig und probieren Sie sie selbst, bevor Sie die Flasche aus der Mikrowelle Ihrem Säuglings anbieten. Alternativ: Stellen Sie die Flasche einfach einige Minuten lang in heißes Wasser, bis die Fertigmilch die gewünschte Temperatur (mindestens Zimmertemperatur) erreicht hat.
  • Die verschiedenen Fertigmilchprodukte sind der EU-Norm unterworfen und gleichen sich daher. Sind Sie mit dem Produkt, das Sie für Ihr Kind ausgewählt haben, zufrieden, so bleiben sie dabei, denn: In einigen wenigen Fällen kann der Übergang auf ein anderes Produkt Verdauungsprobleme auslösen. Dies ist selten, aber eben leicht vermeidbar. Sprechen Sie ggf. mit Ihrem Kinderarzt, bevor Sie auf eine andere Fertigmilch umsteigen.
  • Alle Fertigmilchprodukte bestehen entweder aus modifizierter Kuhmilch, oder aber aus Sojaprodukten. Falls viele Mitglieder Ihrer Familie an Allergien leiden und falls Sie Ihren Säugling mit Fertigmilch füttern, fragen Sie Ihren Arzt vorher, ob Sie Sojaprodukte bevorzugen sollten.

Vorsicht

  • Werfen Sie alle Reste von Säuglingsnahrung weg. Sie verdirbt schnell und könnte Verdauungsprobleme oder sogar Durchfall und Erbrechen auslösen. Rühren Sie immer etwas mehr Fertigmilch an, als Ihr Kind normalerweise isst - einfach für den Fall, dass es besonders hungrig ist.
  • Neben der Nahrungsaufnahme ist es für Ihr Kind genauso wichtig, dass es gehalten und geknuddelt wird. Setzen Sie Ihr Kind also nicht einfach irgendwo unbeaufsichtigt mit angelehnter Flasche hin. Das ist unter Umständen gefährlich, wenn Nahrung versehentlich in die Luft- statt in die Speiseröhre gelangt, wenn das Kind sich also "verschluckt".
  • Wischen Sie die Dose mit dem Fertigmilchpulver sorgfältig ab, bevor Sie sie öffnen, um Verunreinigungen zu vermeiden.
  • Stellen Sie sicher, dass das Loch im Sauger die richtige Größe hat. Falls es zu groß ist, bekommt das Kind einen Würgereiz und könnte sich erschrecken, weil zu viel Milch ausfließt. Wenn das Kind zu fest saugt, dann ist das Loch möglicherweise zu klein oder der Sauger zu hart.
  • Flaschensauger sind in verschiedenen Größen und Formen erhältlich. Es gibt nicht "den besten Sauger" für alle Kinder. Probieren Sie einige Sauger aus, um herauszufinden, welcher für Ihr Kind am besten geeignet ist.
  • Weitere Punkte, die Sie beachten sollten

      Verwenden Sie keine Ziegenmilch, Schafsmilch oder Stutenmilch anstelle von Muttermilch oder Fertigmilch. Die Nährstoffzusammensetzung dieser Milchsorten eignet sich nicht für Säuglinge. Mangelerscheinungen und Mangelkrankheiten sind eine mögliche Folge.

      Sie selbst sind vielleicht mit Kondensmilch groß geworden, heute werden jedoch auf dem Markt weit bessere Alternativen angeboten. Das Verhältnis zwischen Eiweißen, Mineralien und Fett in Kondensmilch ist für Menschen nicht ideal, die einzelnen Nahrungsbestandteile schwanken von Produkt zu Produkt und es fehlen wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Kondensmilch ist für Säuglinge ungeeignet.

      Reine Kuhmilch wird in keiner Form für Kinder empfohlen, die jünger als ein Jahr sind. Geben Sie Ihrem Kind Muttermilch oder fertige Säuglingsmilch, bis es mindestens ein Jahr alt ist. Gegen die "Eigenherstellung" von Säuglingsmilch sprechen:

    • Die Qualität von industrieller Fertigmilch kann selbst bei Einsatz einer Hoch-Präzisionswaage nicht erreicht werden.

    • Es dürfte fast unmöglich sein, zu Hause den EU-Standard auch hinsichtlich der Mineralstoffe, Vitamine und anderer Supplemente zu erzielen.

    • Die heutigen hygienischen Anforderungen an den Herstellungsprozess von Säuglingsmilch sind bei einer Eigenproduktion zu Hause kaum zu gewährleisten.

    • Das fertige selbst hergestellte Produkt wird zu Hause keinerlei Qualitätskontrolle unterzogen und ist damit immer ein gewisses Sicherheitsrisiko.

      Fügen Sie der Nahrung Ihres Säuglings niemals Honig zu! Honig kann Sporen des Bakteriums "Clostridium botulinum" enthalten. Säuglinge erkranken nach Aufnahme dieses Erregers, weil er im Darm des Kindes ein Gift bildet, das Muskeln lähmt ("Botulismus-Toxin"). "Clostridum botulinum" ist nach heutigem Wissen zumindest für einige Fälle des "plötzlichen Kindstodes" verantwortlich.

      Verdünnen Sie die Fertigmilch nicht, und machen Sie die Säuglingsnahrung nicht schwächer als in den Anweisungen angegeben.




  • Kategoriekennzeichnungen:
  • Ernährung


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  • Baby-Fertigmilch
  • Mitgliederkommentare
    veronika123
    (pfinztal, DEUTSCHLAND)
    Aktualisiert 20-02-10 (09:14)
    frage was ist das für eine firma also wie alt ist deine tochter oder dein sohn jetzt. vieleicht kann ich dir helfen
    dinka76
    (Alsfeld, DEUTSCHLAND)
    Aktualisiert 14-02-10 (12:58)
    Liebe miri2612, die Tabelle ist nicht fehlerhaft, diese ml-Angaben beziehen sich auf den gesamten Tag, also 24 Stunden! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;-)
    miri2612
    (Isen, DEUTSCHLAND)
    Aktualisiert 26-01-10 (16:44)
    die Tabelle scheint allerdings fehlerhaft, seit wann können Frühgeborene 180- 200 ml Flüssigkeit zu sich nehmen???
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