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Das wachsende Selbstwertgefühl Ihres Kindes

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Blau oder Rosa In diesem Alter spielt Ihr Kleines vermutlich genauso gern mit Puppen wie mit Spielzeugautos. Es ist sich nämlich seines Geschlechts noch nicht bewusst.

PUPPEN ODER TRAKTOREN Noch spielt Ihr Kleinkind mit beiden gern. Aber schon in diesem zarten Alter zeichnet sich die Geschlechtsidentität Ihres Kindes ab. Einige der Unterschiede zwischen den Geschlechtern hat Ihr Kind schon sehr früh wahrgenommen. Im Alter von wenigen Monaten ordnet es bereits Leute wie Mama - mit hoher Stimme, Brüsten, weichem Gesicht und einem besonderen Gang - in eine Kategorie ein und Leute wie Papa - mit tiefer Stimme, kratzigem Gesicht, kräftigen Händen und einer anderen Gangart - in eine andere Kategorie. Allerdings beruht seine Unterscheidung zwischen Männern und Frauen zu diesem Zeitpunkt noch auf eindeutigen biologischen Unterschieden und nicht darauf, was es bedeutet, ein Mann oder eine Frau zu sein bzw. wie dies unser Verhalten, unsere Vorlieben, Lebensentscheidungen usw. beeinflusst. Das Geschlecht ist Teil unserer sozialen Identität und entwickelt sich über Jahre hinweg.

AUFBAUEN DES SELBSTWERTGEFÜHLS Im Alter von zwei Jahren gibt es noch keine großen Unterschiede zwischen dem Spiel von Jungen und Mädchen, und das Geschlecht der Spielkameraden spielt in der Regel keine Rolle. Noch beruht die Selbstidentität Ihres Kindes größtenteils auf seiner Stellung in der Familie (aus seiner Sicht), den Bindungen, die es mit anderen eingeht, und seinen gegenwärtigen Gedanken und Gefühlen. Das Konzept von Jungen und Mädchen kümmert es noch wenig. In den kommenden Monaten dürften Sie allerdings zunehmend kleinere Anzeichen der Geschlechtsidentität wahrnehmen. Viele kleine Mädchen beginnen im dritten Lebensjahr, im Spiel ein fürsorgliches Verhalten zu zeigen, und ahmen gerne die Bewegungen und Reaktionen ihrer Mütter nach. Jungen, auf der anderen Seite, tendieren dazu, zunehmend die robusteren, physischen, lauten und energiegeladenen Aspekte der Männerrolle auszuleben. Diese Momente sind allerdings nicht von Dauer, und ein kleines Mädchen, das noch eben zärtlich seine Puppe gefüttert hat, wird wenige Minuten später mit Begeisterung Autos und Züge zusammenstoßen lassen! Und doch machen sich einige typische Geschlechterrollen bemerkbar. In ein paar Jahren wird die Geschlechtsidentität Ihres Kindes die meisten seiner Entscheidungen bestimmen. Genießen Sie es also noch, dass Ihr kleiner Junge Rosa genauso sehr mag wie Blau und gerne mit Jungen und Mädchen spielt!
 
 
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