1. Kann mein Baby essen, was auch der Rest der Familie isst? Babys möchten zur Familie gehören und deshalb ist es gut, das Baby an die Familienmahlzeiten zu gewöhnen, nachdem die ersten Entwöhnungsstufen abgeschlossen sind. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um die Ernährung der gesamten Familie zu betrachten und sicherzustellen, dass diese gesund und ausgewogen ist, einschließlich ausreichend stärkehaltigen Lebensmitteln, nicht zu viel zucker- oder fetthaltige Speisen und der Vermeidung von zu viel Salz.
Babys können viele der Nahrungsmittel vertragen, die auch die anderen Familienmitglieder essen, sofern Sie Folgendes beachten:
Nahrungsmittel, die Sie Ihrem Baby oder Kleinkind nicht füttern sollten: - Nahrungsmittel mit Salz- oder Zuckerzugabe (obgleich eine gelegentliche süße Überraschung in Ordnung ist)
- Nicht pasteurisierte Käsesorten wie Brie und Camembert und Blauschimmelkäse (bis Ihr Baby ein Jahr alt ist)
- Honig (bis Ihr Baby ein Jahr alt ist)
- Ganze Nüsse (vor 5 Jahren, um ein Erstickungsrisiko zu vermeiden)
- Ganze Weintrauben (vor einem Jahr, um ein Erstickungsrisiko zu vermeiden)
- Sehr harte, „spitze“ Nahrungsmittel, die Verletzungen im Mund des Babys verursachen können
2. Mein Baby wird wählerisch. Wie kann ich diese Entwicklung aufhalten? Die Nahrungsverweigerung ist eine normale Phase, welche die meisten Kleinkinder irgendwann einmal durchleben. Eine gewisse Zeitlang können Kleinkinder beim Essen wählerisch sein. Dies ist üblicherweise eine vorübergehende Phase und zeigt sich bei einigen Kleinkindern stärker ausgeprägt als bei anderen. Die Angst vor neuen Speisen im zweiten Jahr kann ein primitiver Überlebensmechanismus sein, um das zunehmend mobile Kleinkind vor Vergiftungen durch Dinge zu schützen, die es im Haus findet.
Das erste Schmecken einer neuen Speise kann zu einer argwöhnischen Reaktion oder sogar zur Verweigerung der Speise führen. Geben Sie jedoch nicht gleich auf, da dies in dieser Entwicklungsstufe eine normale Reaktion sein kann. Das Kind muss diese Speise eventuell mehrmals probieren, bevor es sie als gut befindet. Es ist ebenfalls hilfreich, wenn das Kind sieht, wie Sie diese Speise essen. Möglicherweise möchte es sogar von Ihrem Teller kosten. Dies liegt daran, dass das Kind Vertrauen fasst, wenn Sie etwas problemlos essen.
Ihr Kleinkind kann weniger als andere Kleinkinder gleichen Alters essen, solange wenn es normal wächst und sich entwickelt, nimmt es die richtige Menge für seinen Ernährungsbedarf auf.
3. Ab welchem Alter kann mein Baby gelegentlich Süßigkeiten essen ? Eine kleine Menge Zucker im Rahmen einer ausgeglichenen Ernährung mit allen Nahrungsmittelgruppen (d. h. Stärke, Obst und Gemüse, Milch, Joghurt, Fleisch und Fisch) ist akzeptabel. Zuckerhaltige Leckereien (insbesondere zuckerhaltige Getränke) sollten nicht einzeln, d. h. zwischen den Mahlzeiten, angeboten werden, da dies für die Zähne schädlicher ist. Diese sollten ebenfalls niemals eine Mahlzeit ersetzen, nach dem Motto ‚zumindest isst es überhaupt etwas‘, da hierdurch definitiv eine falsche Botschaft gesendet wird. In der Nahrung wird immer etwas Zucker vorhanden sein und die Kohlenhydrate in der Muttermilch bestehen aus Zuckerlaktose, die sehr süß ist. Gute Entwöhnungspraktiken helfen dabei zu lernen, dass andere Geschmacksrichtungen als die süße Muttermilch auch gut schmecken.
Nahrungsmittel zu besonderen Anlässen, wie z. B. ein Geburtstagskuchen, sind absolut akzeptabel.