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Was geschieht mit der Gleichberechtigung der Partner, wenn ein Kind zur Welt kommt? Wie ist die Rolle der Eltern in der Familie. Rolle des Vaters nach der Geburt des Kindes

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Inga Erchova
Von Inga Erchova
Inga Erchova ist Psychologin und Familientherapeutin spezialisiert auf die Betreuung von Eltern mit Neugeborenen und kleinen Kindern. Sie hat sich qualifiziert an den Universitäten Heidelberg und St.-Petersburg mit den Schwerpunkten klinische Psychologie und Psychotherapie. Momentan arbeitet sie aufsuchend mit jungen Familien in Berlin und hilft ihnen bei Problemen wie die Wochenbettdepression, Störungen der Mutter-Kind-Beziehung oder Beziehungen in der Familie. Sie leitet Mutter-Kind-Gruppen, engagiert sich als Dozentin an verschiedenen Hochschulen sowie in der Weiterbildung der Fachkräfte.
Sie ist die Mutter einer Tochter.
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Auch wenn moderne Väter eine aktive Rolle zuhause übernehmen und ihre eigene Beziehung zum Kind aufbauen, kommt der emotionalen Unterstützung der Mutter nach der Geburt eine besondere Bedeutung zu.
Die kulturelle Gleichberechtigung.Rollen der Eltern. Rolle des Vaters in der Familie mit einem Baby.

Die traditionellen Rollen der Eltern in der Familie – die Mutter kümmert sich um die Kinder und den Haushalt und der Mann versorgt die Familie – haben sich in den letzten 50-60 Jahren erheblich verschoben. Heutzutage haben wir Gleichbereichtigung: häufig sind beide Eltern berufstätig, weil Frauen genau so wie Männer eine berufliche Verwirklichung anstreben.


Manche Länder ermöglichen Vätern einen „Vaterschaftsurlaub“ zu nehmen, um mit dem Neugeborenen zuhause zu bleiben, während die Mutter wieder arbeiten geht. Gleichberechtigung wird selbstverständlich, wenn wir über die beruflichen oder kulturellen Aspekte sprechen. Die „Gleichberechtigung“ in der Familie nach der Geburt eines Kindes sieht etwas differenzierter aus, weil die Rollen der Eltern nicht gleich sind.


Der emotionale Unterschied.

Es bleibt nach wie vor die Aufgabe der Frau, das Kind zur Welt zu bringen. Die Schwangerschaft, die Geburt und die Stillzeit verändern nicht nur den Körper der Frau, sie beeinflussen ihre ganze Persönlichkeit. Wenn aus eins zwei werden, zerfällt ihre alte seelische Struktur. Die Gleichberechtigung zerfällt. Die Neue braucht Zeit, um sich zu formen und sich zu stabilisieren. Im Wochenbett und in der Stillzeit muss die Frau zunächst einmal ihre eigenen Interessen in den Hintergrund stellen, die Autonomie aufgeben und sich altruistisch dem Kind widmen.


Für den Vater erfordert die neue Situation ebenfalls eine Anpassung, seine seelische Struktur bleibt jedoch intakt, weil er diese dramatische Veränderung nicht an eigenem Leibe erfährt.


Die praktische und die emotionale Unterstützung.

Frauen verwechseln oft die Hilfe im Haushalt und mit dem Baby mit der emotionalen Unterstützung. Die beiden sind nicht das Gleiche. Wenn die Frau emotional labil ist, unter dem Verlust der Persönlichkeit und der Autonomie leidet, wenn sie verzweifelt und unsicher ist, wird sie nicht zufrieden sein, selbst wenn ihr Mann wickelt, kocht und putzt. Es wird nie genug sein, egal wie viel der Mann zu erledigen versucht.


Dagegen, wenn die Frau emotional gestärkt ist, wenn sie die Absolution ihrer Umgebung bekommt, die seelischen Veränderungen nach der Geburt ausleben zu dürfen, wenn sie sie selbst sein kann, wird sie in der Lage sein, für ihr Kind zu sorgen und eine positive Beziehung zum Partner aufrecht zu erhalten, trotz Stress und schlaflose Nächste.


Die Rolle des Vaters.

Die Frau empfindet verletzend, wenn ihr Mann nach wenigen Tagen nach der Geburt, wieder zur Arbeit geht, seine gewöhnlichen Routinen aufnimmt mit dem Anschein, dass nichts besonderes passiert wäre. Die Frau bleibt in ihren eigenen vier Wänden, fühlt sich aber auf einem anderen Planet. Der Mann muss dieses Empfinden nicht mit ihr teilen. Ganz im Gegenteil. Sie braucht jemanden, der den festen Stand bewahrt und emotional disponibel ist, während ihr der Boden unter den Füßen weg gleitet.


Dem Vater soll natürlich nicht verwehrt bleiben, seine eigene Beziehung zum Kind aufzubauen, ihn zu pflegen oder zu füttern. Die Rolle des Vaters ist sehr wichtig. Die emotionale Unterstützung der Mutter und des Babys bleibt dabei ein nicht zu vernachlässigender Part seiner Vaterrolle


Und wer unterstützt den Vater bei seiner Rolle?
 
 
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Mitgliederkommentare

wie emozional disponibel ist??? und er muss das gefühl nicht teilen...ich finde sehr wohl das er mi..

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